Uwe Poth

Frühe Jahre und künstlerische Ausbildung

Uwe Poth wurde 1946 in Kiel, Deutschland, geboren. Seine frühen Jahre wurden durch eine intensive Studienphase in der Mitte der 1960er Jahre geprägt. Zwischen 1965 und 1968 widmete er sich dem Studium an der Zeichenakademie in Hanau sowie der Werkkunstschule in Offenbach. Diese Jahre legten das Fundament für sein Verständnis der technischen Aspekte des Zeichnens und der angewandten Kunst, bevor er sich akademisch anspruchsvolleren Umgebungen zuwandte.

Seine Ausbildung setzte sich in Hamburg fort, wo er mehrere Jahre lang tief in verschiedene Disziplinen eintauchte. Von 1968 bis 1975 studierte er sowohl an der Hochschule für Gestaltung als auch an der Hochschule für Bildende Künste. Diese Studienzeit beschränkte sich jedoch nicht nur auf die bildenden Künste; er besuchte auch die Universität Hamburg, wo er sich auf Soziologie, Kunst und Pädagogik konzentrierte. Diese Verbindung aus technischer Ausbildung und soziologischer Betrachtung half dabei, die Art und Weise zu formen, wie er die Welt um sich herum beobachtet und interpretiert.

Beruflicher Werdegang und Lehre

Seit 1979 ist Uwe Poth in den Niederlanden ansässig, wo er in Nijmegen sowohl seine Heimat als auch seinen künstlerischen Wirkungsraum gefunden hat. Seine Präsenz in dieser Region ist geprägt von einem langjährigen Engagement für die lokale Kunstszene und die sie stützenden akademischen Strukturen. Einen Großteil seines Berufslebens verbrachte er innerhalb der Mauern der Artez Academy for Art and Design AKI, wo er von 1985 bis 2006 eine Professur innehatte. Sein Einfluss reichte dabei weit über das Klassenzimmer hinaus; durch sein Engagement auf der organisatorischen Ebene der Kunstausbildung setzte er sich zudem als Gründungsmitglied des Verbandes der unabhängigen Kunst- und Designhochschulen für die AKI Enschede ein.

Seine Lehrtätigkeit und seine professionelle Reichweite haben dabei oft nationale Grenzen überschritten. Im Jahr 1994 reiste er nach China, um als Gastprofessor an der Akademie der Schönen Künste in Xi’an zu wirken. Diese Phase des internationalen Austauschs spiegelt eine Karriere wider, die sich stetig zwischen der Intimität eines lokalen Ateliers und einer umfassenderen, globalen Perspektive auf Kunst und Design bewegt. Obwohl sein Schaffen nicht an einen einzigen Ort gebunden ist, bleiben seine Wurzeln fest in der niederländischen Landschaft verankert, in der er seit Jahrzehnten lebt und arbeitet.

Technik und künstlerischer Stil

Das Schaffen von Uwe Poth ist geprägt von einer tiefgründigen Schichtung verschiedener Medien, die sich in einem stetigen Wechselspiel zwischen Installationen, Zeichnungen, Gemälden, Mixed Media, Holzschnitt und Acryl bewegt. Sein künstlerischer Prozess entspringt oft einer feinfühligen Resonanz auf eine ganz bestimmte Situation oder einen spezifischen Ort. Er mag die Texturen eines Gebäudes oder die ganz eigenen Farben einer Landschaft studieren und diese Eindrücke nutzen, um die Oberfläche eines Werkes zu formen. Dieser Ansatz führt zu einer Stratigraphie, in der verschiedene Bildfragmente zusammenfinden. Während die Kombination dieser Elemente auf den ersten Blick rätselhaft erscheinen mag, entwickeln sie eine kohärente visuelle Sprache, sobald sich die Bildsprache in der Komposition gefestigt hat.

Seine Gemälde tragen oft das Gewicht von Geschichte und Erinnerung in sich. Er integriert Porträts, mythologische Referenzen und Stadtansichten von Nijmegen, wie etwa die Stevenskerk, in seine Kompositionen. Diese Elemente treten in einen Dialog mit Reflexionen über die europäische Geschichte und deren Ideen, wodurch Werke entstehen, die sich anfühlen, als würden sie ebenso sehr durch die Zeit wie durch den Raum reisen. Die resultierenden Bilder sind oft dicht gefüllt mit Erzählungen aus der Vergangenheit, geschichtet auf eine Weise, die nach der Wahrheit durch die Akkumulation von Details sucht.

  • HORTUS D-wheel of fortune, Mixed Media auf Papier
  • Mischtechnik auf Papier - ´a, 1996
  • Wachskreide auf Papier, 1983-84
  • Holzschnitt auf verschiedenen Fotografien, 2020/21
  • Acryl auf Papier - 1-Minute-Gemälde

Ausstellungen und Schlüsselwerke

Das Schaffen von Uwe Poth hat längst die Grenzen der Niederlande überschritten und findet in Galerien und Städten wie Philadelphia, Brooklyn, Amsterdam, Alexandria und Ägypten seinen Platz. Ein besonderer Höhepunkt war die Einzelausstellung mit dem Titel „LAND IN SIGHT“, die 2018 vom 3. Februar bis zum 31. Mai im Museum Het Valkhof stattfand. Diese Schau vereinte vielschichtige Bildwelten, darunter Porträts und Stadtansichten von Nijmegen – von St. Peter bis zur Stevenskerk –, und reflektierte dabei oft das Konzept der Reise, sowohl in zeitlicher als auch in geografischer Hinsicht.

Dabei variiert das Ausmaß seiner künstlerischen Produktion erheblich. Er hat monumentale Mixed-Media-Arbeiten auf Papier geschaffen, wie das Werk „HORTUS D-wheel of fortune“ mit den Maßen 400 x 500 cm. Zu den weiteren bedeutenden Stücken zählen eine 400 x 150 cm große Arbeit aus dem Jahr 1996 mit dem Titel „mixed paint on paper- ´a“ sowie eine Kreidezeichnung auf Papier aus den Jahren 1983-84, die 100 x 70 cm misst. Gleichzeitig widmet er sich auch intimeren Formaten, wie seinen 32 x 24 cm großen Acryl-auf-Papier-Arbeiten der Serie „1minute paintings- á“ oder den Holzschnitten auf verschiedenen Fotografien aus den Jahren 2020/21, die ein Format von 40 x 30 cm aufweisen.

Fragen & Antworten

Wo und wann wurde Uwe Poth geboren?

Uwe Poth wurde im Jahr 1946 in Kiel geboren.

Kann ich die Werke von Uwe Poth nach Themen durchsuchen?

Die Werke von Uwe Poth können auf der Themenübersicht-Seite des Künstlers nach Themen erkundet werden.

Gibt es eine chronologische Übersicht zu Uwe Poth?

Die Werdegang von Uwe Poth ist eine scrollbare Zeitachse, die die Werke des Künstlers in chronologischer Reihenfolge präsentiert, unterteilt in Kapitel nach Schaffensperioden.

Wie kann ich die Entwicklung des Werks von Uwe Poth über die Jahre hinweg verfolgen?

Eine Zeitachse der Werke von Uwe Poth ist verfügbar: Auf der Seite Zeitstrahl der Kunstwerke des Künstlers sind die Kunstwerke nach ihrem Entstehungsdatum sortiert.