Marion Bembé

Frühes Leben und künstlerische Ausbildung

Am 7. April 1930 in München geboren, entstammte Marion Bembé einer Familie mit tiefen künstlerischen Wurzeln. Ihre prägenden Jahre waren geprägt von einer bedeutenden Auslandszeit am Russel Sage College in Troy, New York, wo sie von 1948 bis 1952 lebte. Diese internationale Erfahrung legte ein wichtiges Fundament, bevor sie in ihre Heimat Deutschland zurückkehrte, um ihre formale akademische Ausbildung zu absolvieren.

Ihre technische Entwicklung wurde durch mehrere renommierte Institutionen und Mentoren maßgeblich geprägt. Zwischen 1951 und 1960 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in München unter der Leitung von Professor Oberberger. In denselben Zeitraum, beginnend im Jahr 1951 und bis 1976 andauernd, war Bembé zudem Privatschülerin von Professor Fritz Winter. Diese langfristige Mentorenschaft zeugt von einer disziplinierten und beständigen Auseinandersetzung mit den sich wandelnden künstlerischen Strömungen der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Bembés Ausbildung zeichnete sich durch eine große Mobilität zwischen verschiedenen deutschen und österreichischen Lernorten aus. Sie verbrachte Zeit an der Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg im Jahr 1953, gefolgt von Studien an der Werkakademie in Kassel im Jahr 1957. Ihr akademischer Weg führte sie schließlich 1963 an die Werkakademie für angewandte Kunst in Wien, was eine vielfältige und rigorose Ausbildung abschloss, die sich über ein Jahrzehnt spezialisierter Studien erstreckte.

Technik und künstlerischer Stil

Marion Bembés Schaffen war definiert durch eine rastlose Experimentierfreude mit der Materialität, wobei sie sich fließend zwischen traditionellen Medien und eher taktilen, strukturellen Oberflächen bewegte. Ihr kompositorischer Ansatz stützte sich oft auf das Zusammenspiel verschiedener Texturen, wobei sie häufig Mixed Media auf Velin oder auf Holz montiertes Velin verwendete. Diese Vorliebe für variierte Substrate ermöglichte es ihr, die physische Tiefe ihrer Sujets zu erforschen, wobei sie oft mit Spanplatte oder Pappe arbeitete, um ihren abstrakten Explorationen eine Erdung zu verleihen. Ob sie die zarte Transparenz von Aquarell auf Papier oder die Schwere von Öl auf Leinwand nutzte – sie suchte stets nach einer spezifischen Resonanz zwischen Medium und Form.

Die technische Bandbreite der Künstlerin erstreckte sich bis in den Bereich der Assemblage und geschichteter Oberflächen. Sie nutzte häufig Collage auf Pappe, um Komplexität zu erzeugen – eine Methode, die ihre Verwendung von Öl auf Papier und Mixed Media auf Velin/Holz ergänzte. Diese Entscheidungen deuten auf eine tiefe Beschäftigung mit der Frage hin, wie Licht und Schatten mit der physischen Körnung des Trägermaterials interagieren. Ihre Werke vollzogen oft den Übergang von der fließenden Applikation der Farbe hin zur eher starren, strukturierten Natur von Mixed Media auf Spanplatte, wodurch ein Dialog zwischen dem Spontanen und dem Deliberierten entstand.

  • Abstrakte Komposition (1966)
  • Abstrakte Formen (1968)
  • Übergänge (1961)
  • Komposition (1961)

Hauptwerke und Sammlungen

Die Präsenz von Marion Bembé in institutionellen Sammlungen unterstreicht die Reichweite ihrer abstrakten Untersuchungen. Ihr Werk Komposition (1961), ein Öl auf Papier mit den Maßen 65,5 cm x 49,5 cm, befindet sich in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München. Dieses Stück ist Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München, einem bedeutenden Hort ihres Schaffens. Weitere bedeutende Werke ihrer Karriere sind auf verschiedenen Auktionen erschienen, darunter eine Abstrakte Komposition aus dem Jahr 1966, ein Gemälde mit den Maßen 76 x 62 cm.

Im Laufe ihrer Karriere experimentierte Bembé intensiv mit Materialität und Maßstab. Ihre Werkserie mit dem Titel Abstrakte Formen demonstriert ein beständiges Interesse an variierenden Oberflächen und Medien. Dazu gehören ein Werk aus Öl auf Leinwand und Pappe aus dem Jahr 1960 (52 x 64 cm), eine Mixed Media-Arbeit auf Spanplatte von 1966 (43 x 60 cm) sowie ein Stück aus dem Jahr 1968 mit Mixed Media auf Velin, montiert auf Holz (67,5 x 51 cm). Spätere Iterationen dieses Themas umfassen ein Mixed Media auf Velin von 1974 (31 cm x 27 cm) und eine Collage auf Pappe aus dem Jahr 1980 (24 cm x 30 cm).

Die Breite ihres technischen Ansatzes wird zudem durch die Verwendung von Aquarell deutlich. Ihr 1961 entstandenes Werk Übergänge, ein Aquarell auf Papier mit den Maßen 20 x 52 cm, zeigt eine andere Facette ihrer Fähigkeit, Farbe und Form zu manipulieren. Diese vielfältigen Studien in Papier, Holz und Pappe spiegeln eine lebenslange Auseinandersetzung mit den physischen Eigenschaften ihrer gewählten Medien wider.

Fragen & Antworten

Wo kann ich alle Kunstwerke von Marion Bembé entdecken?

Alle Werke von Marion Bembé auf diese Webseite können auf der Alle Kunstwerke-Seite des Künstlers durchstöbert werden.

Gibt es eine chronologische Übersicht zu Marion Bembé?

Die Werdegang von Marion Bembé ist eine scrollbare Zeitachse, die die Werke des Künstlers in chronologischer Reihenfolge präsentiert, unterteilt in Kapitel nach Schaffensperioden.

Wo kann ich die Kunstwerke von Marion Bembé in einer virtuellen 3D-Galerie erleben?

Die Virtuelle 3D-Galerie von Marion Bembé präsentiert die Kunstwerke des Künstlers in einer virtuellen dreidimensionalen Galerie.

Wo finde ich Statistiken zu den Werken von Marion Bembé?

Die Seite Statistiken von Marion Bembé zeigt Statistiken, die auf Basis der auf diese Webseite gelisteten Kunstwerke des Künstlers berechnet wurden.

Kurzes Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welcher Stadt wurde Marion Bembé geboren?
Frage 2:
Bei welchem Professor studierte Marion Bembé von 1951 bis 1976?
Frage 3:
An welcher Institution studierte Marion Bembé zwischen 1948 und 1952?
Frage 4:
Welche Museumssammlung enthält das Werk „Komposition“ (1961) von Marion Bembé?
Frage 5:
In welchem Jahr wurde das Werk „Abstrakte Komposition“ geschaffen?