Vorschau anzeigen In AR ansehen Handgemalte Reproduktion bestellen Zum digitalen Bild wechseln Versenden
Details anzeigen Leitfaden Zu Favoriten hinzufügen Herunterladen Ähnliche Objekte Röntgenaufnahme Diashow Fragen & Antworten Statistiken

Selbstporträt

Abmessungen
65.0 x 54.0 cm

Entdecken Sie Henri Matisses ikonisches Selbstporträt aus 1918! Ein Meisterwerk des Fauvismus mit lebendigen Farben und dynamischer Drahtmastelei. Jetzt als hochwertige Reproduktion erhältlich.

Fauvismus-Meister Henri Matisse revolutionierte die Kunst mit Farben wie Der Tanz. Entdecken Sie jetzt seine ikonischen Werke und Collagen.

Giclée / Kunstdruck

Giclée- oder Leinwanddruck in Museumsqualität mit schneller Produktion und flexiblen Veredelungsoptionen. ( Handgemalte Reproduktion bestellen Zum digitalen Bild wechseln)

Corner sample of the P118B picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P118B €10
Corner sample of the P118H picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P118H €10
Corner sample of the P118W picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P118W €10
Corner sample of the P438Z picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5.5 cm wide and 3.5 cm thick
P438Z €10
Corner sample of the P508JH picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P508JH €12
Corner sample of the P508YH picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P508YH €12
Corner sample of the P805H picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3.5 cm thick
P805H €10
Corner sample of the P805Z picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3.5 cm thick
P805Z €10
Corner sample of the P919BZ picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P919BZ €10
Corner sample of the P919G picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P919G €10
Corner sample of the P919XJ picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P919XJ €10
Corner sample of the P959ZH picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P959ZH €10
Corner sample of the P968JZ picture frame: formgepresstes Polystyrol, 6 cm wide and 4 cm thick
P968JZ €12
Corner sample of the W106C picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W106C €8
Corner sample of the W218G picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W218G €10
Corner sample of the W218JH picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W218JH €8
Corner sample of the W218Y picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W218Y €10
Corner sample of the W307PJ picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W307PJ €10
Corner sample of the W316G picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W316G €10
Corner sample of the W316PJ picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W316PJ €8
Corner sample of the W316Y picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W316Y €10
Corner sample of the W398PJ picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W398PJ €8
Corner sample of the W4111J picture frame: Massivholz, 6.5 cm wide and 3.5 cm thick
W4111J €10
Corner sample of the W500HY picture frame: Massivholz, 7 cm wide and 5 cm thick
W500HY €15
Corner sample of the W500JH picture frame: Massivholz, 7 cm wide and 5 cm thick
W500JH €15
Corner sample of the W692G picture frame: Massivholz, 8 cm wide and 4 cm thick
W692G €12
Corner sample of the W849H picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W849H €8
Corner sample of the W940BG picture frame: Massivholz, 7.5 cm wide and 4.5 cm thick
W940BG €15
Corner sample of the W953PJ picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3.5 cm thick
W953PJ €8

Standardformat
individuell anpassbar
CM
INCH

Wählen Sie aus unseren vordefinierten Formaten, die den ursprünglichen Proportionen des Kunstwerks entsprechen.

Breite
Höhe

Geben Sie die benötigte Breite und Höhe an, damit der Druck perfekt in Ihren Rahmen oder an Ihre Wand passt. Ein Druck kann nur beschnitten, aber niemals größer als das Originalbild angefertigt werden; daher verliert ein Format mit anderen Proportionen einen Teil des Bildes. Wir senden Ihnen ein digitales Mockup zur Freigabe, bevor wir den Druck ausführen. Das auf dieser Seite gezeigte Bild zeigt nicht den tatsächlichen Beschnitt – dies ist nur im Mockup ersichtlich.

Weltweiter Versand () innerhalb von 2 Wochen statt der üblichen 4/5 Wochen. (10 November)

Kostenloser weltweiter Expressversand
Hochwertige Leinenleinwand
Umfassender Versicherungsschutz beim Versand
Zollgebühren-Rückerstattungsgarantie
Garantie für exakte Farbtreue
100 Tage Rückgaberecht (nur bei Mängeln)
100% Geld-zurück-Garantie
Mengenrabatt verfügbar

Gesamtpreis

€ 56

Selbstporträt

Giclée / Kunstdruck

Format der Reproduktion

-

Endpreis

€ 56

Eckdaten

  • Year: 1918
  • Artistic style: Fauvismus, Kubismus-Einflüsse
  • Location: Musée Matisse, Le Cateau
  • Notable elements: Flache Formen, Farbflächen
  • Title: Selbstporträt
  • Artist: Henri Matisse

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Welche Epoche kennzeichnet hauptsächlich die Entstehung des Gemäldes "Self Portrait" von Henri Matisse (1918)?
Frage 2:
Welche Technik wird in dem Selbstporträt von Matisse besonders hervorgehoben?
Frage 3:
Welchen Einfluss hatte Paul Cézanne auf Matisse's Stil?
Frage 4:
Welche Objekte sind auf dem Tisch im Gemälde zu sehen?
Frage 5:
In welchem Museum befindet sich heute eine Sammlung von Werken Henri Matisse?

Das Selbstporträt von Henri Matisse – Ein Fenster in die Seele des Genies

Henri Matisses „Selbstbildnis“ aus dem Jahr 1918 ist weit mehr als nur eine Darstellung eines Künstlers vor seinem Spiegel. Es ist ein pulsierendes, vibrierendes Tableau, das den Kern seiner revolutionären künstlerischen Entwicklung und die Essenz der Post-Impressionismus-Bewegung einfängt. Dieses Werk, gemalt in Öl auf Leinwand mit den Maßen 65 x 54 cm, präsentiert sich dem Betrachter als eine Symphonie aus Farbe, Form und Bewegung – ein Beweis für Matisses einzigartiges Talent, die Welt durch seine Augen neu zu interpretieren.

Matisse, der in Le Cateau-Cambrésis geboren wurde und sein Leben der Kunst widmete, war ein Meister des Ausdrucks. Seine frühen Werke zeugen von einer klassischen Anmut, beeinflusst von Künstlern wie Jean-Baptiste-Siméon Chardin und Nicolas Poussin. Doch es war seine Begegnung mit John Russell in Belle Île im Jahr 1896, die seinen künstlerischen Horizont für immer verändern sollte. Russell eröffnete ihm die Welt der Impressionisten und insbesondere die kraftvolle Farbgebung von Vincent van Gogh – eine Inspiration, die Matisse nachhaltig prägen würde. Die nachfolgenden Jahre waren geprägt von Experimenten, dem Verlassen traditioneller Techniken und dem Streben nach einer neuen Form des Ausdrucks.

Die Sprache der Farbe: Stil und Technik

Das „Selbstbildnis“ ist ein Paradebeispiel für Matisses charakteristischen Stil. Er verzichtet auf eine detaillierte Wiedergabe der Realität, stattdessen konzentriert er sich auf die wesentlichen Formen und die expressive Kraft der Farben. Die flachen, geometrischen Formen, die den Hintergrund bilden, sind in leuchtenden, ungemischten Tönen gehalten – Rot, Blau, Gelb, Grün – die nicht nur Farbe, sondern auch Emotionen vermitteln. Matisse verwendet eine reduzierte Farbpalette, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die wesentlichen Elemente des Bildes zu lenken und eine unmittelbare, fast hypnotische Wirkung zu erzielen.

Seine Pinselstriche sind dynamisch und energiegeladen, sie scheinen die Farbe in das Bild zu schleudern. Die Verwendung von Kontrasten zwischen hellen und dunklen Farben verstärkt den Eindruck von Tiefe und Volumen, obwohl Matisse bewusst auf Perspektive verzichtet. Die Komposition ist sorgfältig durchdacht: Der Künstler sitzt an einem Tisch, umgeben von Objekten – einer Schüssel, einem Becher, einer Flasche und einem Vasen –, die nicht nur als Dekoration dienen, sondern auch eine intime Atmosphäre schaffen. Diese Objekte sind nicht realistisch dargestellt, sondern vereinfacht und stilisiert, was den Fokus auf die Farben und Formen lenkt.

Ein Kunstwerk im Kontext der Zeit

Matisse schuf das „Selbstbildnis“ in einer Zeit des Umbruchs in der Kunstwelt. Die Post-Impressionismus-Bewegung, die sich gegen die subjektiven Eindrücke der Impressionisten wandte, suchte nach neuen Wegen, um die Welt darzustellen. Künstler wie Matisse und Pablo Picasso experimentierten mit abstrakteren Formen, neuen Perspektiven und einer stärkeren Betonung der formalen Qualitäten des Bildes. Matisse war stark von Paul Cézanne beeinflusst, dessen Betonung der zugrunde liegenden Strukturen und geometrischen Formen eine wichtige Grundlage für seine eigene Arbeit bildete.

Das Werk spiegelt die zunehmende Abstraktion wider, die in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts vorherrschte. Es ist ein Ausdruck der neuen Zeit, einer Welt voller Veränderungen und neuer Ideen. Das „Selbstbildnis“ ist somit nicht nur eine persönliche Reflexion, sondern auch ein Fenster in die künstlerische Denkweise dieser Epoche.

Symbolik und Emotion

Obwohl das Bild auf den ersten Blick einfach erscheint, birgt es eine tiefe Symbolik. Die Farben, die Formen, die Anordnung der Objekte – alles trägt zur Schaffung einer bestimmten Stimmung bei. Die leuchtenden Farben stehen für Freude, Energie und Lebensfreude, während die vereinfachten Formen eine gewisse Distanz zur Realität suggerieren. Der Künstler selbst, dargestellt in einem einfachen, aber kraftvollen Selbstporträt, wirkt ruhig und konzentriert. Er scheint sich seiner selbst bewusst zu sein und seine Kunst als Ausdruck seines inneren Wesens zu betrachten.

Das „Selbstbildnis“ ist ein Werk, das den Betrachter dazu auffordert, über die reine Ästhetik hinaus nachzudenken. Es ist eine Einladung, in die Welt der Farben und Formen einzutauchen und sich von der emotionalen Kraft des Bildes berühren zu lassen. Es ist ein Beweis für Matisses einzigartiges Talent, Kunst zu schaffen, die sowohl schön als auch tiefgründig ist.

Reproduktionen – Ein Stück Geschichte in Ihrem Zuhause

ArtsDot.com bietet exquisite handgemalte Reproduktionen des „Selbstbildnisses“ an, die es Ihnen ermöglichen, dieses Meisterwerk in Ihrem eigenen Zuhause zu genießen. Diese hochwertigen Reproduktionen fangen nicht nur die Farben und Formen des Originals ein, sondern auch die emotionale Tiefe und den Ausdruckskraft des Bildes. Sie sind eine wunderbare Möglichkeit, sich mit der Kunstgeschichte auseinanderzusetzen und einen einzigartigen Blickfang für Ihr Wohnzimmer oder Ihre Büroräume zu schaffen.

Entdecken Sie unsere Auswahl an Reproduktionen: Henri Matisse: Selbstporträt, Henri Matisse: Mein Zimmer im Beau Rivage und Henri Matisse.

Fragen & Antworten

Ist "Selbstporträt" von Henri Matisse ein Gemälde, eine Zeichnung oder ein Druck?

"Selbstporträt" von Henri Matisse wird als Wandkunst klassifiziert. Die Kategorie beschreibt die Art des Kunstwerks, um das es sich beim Original handelt.

Wann und mit welchen Materialien wurde "Selbstporträt" geschaffen?

"Selbstporträt" von Henri Matisse ist eine Öl auf Leinwand, die auf 1918 datiert wird.

Kann "Selbstporträt" in Augmented Reality vorab betrachtet werden?

"Selbstporträt" von Henri Matisse kann mithilfe der AR-Vorschau-Seite des Kunstwerks mit Augmented Reality auf einem kompatiblen Gerät direkt an Ihrer eigenen Wand vorab betrachtet werden.


Künstlerbiografie

Das frühe Leben von Henri Matisse

Henri Matisse kam am 31. Dezember 1869 in einem Weberhaus in der rue du Chêne Arnaud zur Welt. Dieses kleine Haus in Le Cateau-Cambrésis, Frankreich, markierte den Ausgangspunkt für ein Leben, das sich schließlich weit von der Stille des Departements Nord entfernen sollte. Als ältester Sohn eines wohlhabenden Getreidehändlers wurde er in eine Familie hineingeboren, die im beständigen und praktischen Handel mit den Erzeugnissen des Bodens tätig war. Seine frühen Jahre verbrachte er in Bohain-en-Vermandois in der Picardie, an einem Ort, an dem der Rhythmus des Lebens von den Jahreszeiten und den Bedürfnissen des Familienunternehmens bestimmt wurde.

Das Umfeld seiner Kindheit war weit von einem Künstleratelier entfernt. Während er in der Region Picardie aufwuchs, war er von den praktischen Belangen eines Kaufmannshaushalts umgeben. In diesen ersten Jahren gab es keinerlei Anzeichen für den Pinsel oder das Pigment. Stattdessen wurde seine Existenz von den Erwartungen seiner Familie und dem stetigen, unbeschwerten Leben eines Sohnes eines Getreidehändlers in einer nordfranzösischen Stadt geprägt.

Frühe Ausbildung und Rechtsstudium

Nach dem Abschluss seiner Schulausbildung zog Matisse nach Paris, um Rechtswissenschaften zu studieren. Im Jahr 1887 vertiefte er sich dort in die starren Strukturen der Rechtstheorie. Diese Zeit war geprägt von der stillen, disziplinierten Arbeit, die das Leben eines Studenten in der Metropole erforderte. Den Weg in ein Atelier fand er noch nicht; stattdessen schlug er einen Pfad der beruflichen Ausbildung ein, der weit von der Leinwand entfernt schien.

Sein Lebensweg führte ihn schließlich zurück nach Le Cateau-Cambrésis. Dort war er als Gerichtsschreiber tätig und bewältigte die administrativen Lasten des lokalen Rechtssystems. Zudem arbeitete er als Gehilfe bei einem Notar – eine Aufgabe, die höchste Präzision und eine ruhige Hand verlangte. Diese Jahre verbrachte er inmitten von Dokumenten und offiziellen Pflichten, fernab der Farben, die er später so leidenschaftlich umarmen sollte. Er war ein Mann des Gesetzes, bevor er ein Mann des Pinsels wurde.

Künstlerische Ausbildung und frühe Einflüsse

Der Übergang vom Studium der Rechtswissenschaften in das Atelier erforderte ein fundiertes Fundament in den klassischen Traditionen von Paris. Um diesen Prozess einzuleiten, schrieb er sich an der Académie Julian ein. Später wechselte er an die École Nationale des Beaux-Arts. In diesen prägenden Jahren saß er in den Kursen von William-Adolphe Bouguereau und Gustave Moreau. Diese Lehrer schufen das technische Fundament, das seine späteren radikalen Abweichungen von der Tradition erst ermöglichen sollte. Er widmete seine Zeit dem Studium der Methoden dieser Meister und lernte die Disziplin der zeichnerischen Präzision sowie das Verständnis für die Struktur der Form.

Sein Blick wurde zunehmend von der stillen Ästhetik früherer Meister angezogen. Er studierte intensiv die Werke von Jean-Baptiste-Siméon Chardin, Nicolas Poussin und Antoine Watteau. Diese Künstler eröffneten ihm eine völlig neue Art des Sehens – eine Perspektive, die sich auf die Anordnung von Objekten und das kompositorische Gewicht konzentrierte. Er untersuchte die Art und Weise, wie sie das Licht handhabten und die subtilen Texturen ihrer Sujets einfingen. Diese Phase war weniger von einer plötzlichen Explosion der Farben geprägt, sondern vielmehr von dem Bestreben, die zugrunde liegende Logik eines wohlkonstruierten Bildes zu begreifen. Durch diese tiefgreifenden Beobachtungen entwickelte er ein ganz eigenes Vokabular aus Linie und Form.

Die Entdeckung der Farbe und der Fauvismus

Der Wandel hin zum Pinsel begann in einer Phase der Stille. Im Jahr 1889 zwang ihn eine Blinddarmentzündung zu einer langen Genesungsphase, und es war während dieser Zeit der körperlichen Ruhe, in der das Malen erstmals festen Einzug in sein Leben hielt. Was mit einem einfachen Set von Künstlerutensilien seiner Mutter begann, entwickelte sich zu einer völlig neuen Art des Sehens, die sein früheres Interesse an der Rechtswissenschaft verdrängte. Aus der Stille der Rekonvaleszenz heraus begab er sich auf die Suche nach einer neuen visuellen Sprache – einer Sprache, die sich schließlich weit über die traditionellen Methoden hinausentwickeln sollte, die er in Paris studiert hatte.

Eine radikale Veränderung seiner Palette vollzog sich im Jahr 1896 während eines Aufenthalts auf Belle Île. Dort begegnete er dem australischen Maler John Russell, der ihn in das Licht des Impressionismus und den expressiven, pastosen Farbauftrag einführte, wie man ihn aus den Werken von Vincent van Gogh kannte. Diese Begegnungen lösten die Notwendigkeit eines gedämpften, erdfarbenen Realismus auf. Er begann, Farbe als direktes Ausdrucksmittel zu nutzen, und bevorzugte Farbtöne, die auf das Gefühl reagierten, anstatt die rein wörtliche Erscheinung eines Motivs wiederzugeben. Um das Jahr 1905 herum formte sich aus diesem Ansatz die Bewegung des Fauvismus. Er und eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten nutzten intensive, unnatürliche Farben, die jene erschütterten, die an die zurückhaltenderen, akademischen Stile gewöhnt waren.

Stil und künstlerische Techniken

Die Hände von Henri Matisse bewegten sich mit einer bemerkenswerten Vielseitigkeit zwischen vielen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen. Er war nicht nur als Maler tätig, sondern arbeitete auch als Zeichner, als Grafiker und als Bildhauer, wobei er oft Ton formte, der später in Bronze gegossen wurde. In seinen frühen Jahren experimentierte er mit der Divisionismus-Technik – einer Methode, die er nach der Lektüre eines Essays von Paul Signac adaptierte. Dieser Ansatz ermöglichte es ihm, Farbe durch markante, voneinander getrennte Farbaufträge aufzubauen, anstatt auf das klassische, sanfte Ineinanderfließen der Töne zu setzen.

Mit dem Wandel seiner künstlerischen Praxis veränderten sich auch seine Werkzeuge. Bei der Arbeit mit Radierungen nutzte er die Chine-collé-Technik, um verschiedene Materialien in feinen Schichten übereinanderzulegen. Später fand er in der Erschaffung seiner berühmten Papier-Collagen eine neue Ausdruckskraft, wobei er den Pochoir-Schablonierprozess einsetzte, um ganz spezifische visuelle Effekte zu erzielen. Diese bewussten Entscheidungen zeugen von einem stetigen Wandel in seinem Umgang mit der Bildoberfläche: Er bewegte sich weg von der akribischen Präzision der Druckgrafik hin zum physischen, fast tänzerischen Akt des Schneidens und Anordnen von Formen.

Die späten Jahre und die Papier-Ausschnitte

Im Jahr 1941 veränderte eine Diagnose von Bauchkrebs die physischen Anforderungen seiner künstlerischen Arbeit grundlegend. Nach zwei schweren Operationen in den Jahren 1941 und 1942 wurde es für ihn zunehmend schwieriger, vor einer Staffelei zu stehen und zu malen. Doch in dieser körperlichen Einschränkung fand er einen völlig neuen Weg zum Ausdruck: die Arbeit mit Schere und farbigem Papier. Diese Methode, die heute als die berühmten Papier-Ausschnitte bekannt ist, ermöglichte es ihm, Formen und Farben im Sitzen zu manipulieren. Er bemalte große Papierbögen und schnitt sie anschließend in organische Formen, wie etwa Blätter oder Figuren, um daraus völlig neue, dynamische Kompositionen zu erschaffen.

Diese Werke griffen oft die Themen und Motive seiner früheren Gemälde wieder auf, präsentierten sie jedoch mit einer ganz eigenen, bemerkenswerten strukturellen Klarheit. Im Jahr 1947 veröffentlichte er das Buch Jazz, welches diese farbenprächtigen Papier-Ausschnitte eindrucksvoll zur Schau stellte. Dieser Prozess war für ihn ein Weg, seine lebenslange Erforschung von Form und Farbe fortzusetzen, selbst als seine körperliche Kraft schwand. Er konzentrierte sich dabei auf das subtile Zusammenspiel zwischen den ausgeschnittenen Formen und dem Raum, der sie umgab, und fand so eine Möglichkeit, Bewegung durch den schlichten, aber kraftvollen Akt des Schneidens und Anordnens zu evozieren.

  • Jazz (1947)
  • Blue Nude III (1952)

Wo man seine Meisterwerke heute bewundern kann

Beim Schlendern durch die prachtvollen Hallen des Eremitage-Museums in Sankt Petersburg stößt man auf Werke, die Teil dieser bedeutenden Sammlung sind. Darunter befindet sich das monumentale Werk aus dem Jahr 1909, Der Tanz, das einst von einem russischen Sammler in Auftrag gegeben wurde. Auch die Präsenz seiner Gemälde im Musée d’Orsay in Paris lädt dazu ein, die Art und Weise, wie er Farbe und Form während seiner frühen Jahre in der Metropole meisterhaft einsetzte, aus nächster Nähe zu studieren.

In New York City bewahrt das Museum of Modern Art mehrere seiner bedeutenden Stücke auf. Diese Werke eröffnen dem Betrachter einen faszinierenden Einblick in den Wandel seines Stils über die Jahrzehnte hinweg. In ähnlicher Weise beherbergt die National Gallery in London seine Gemälde, was eine ganz andere Perspektive auf seine künstlerische Entwicklung ermöglicht. Die Präsenz seiner Kunst in diesen weltberühmten Institutionen erlaubt eine stille Kontemplation darüber, wie er Pigmente einsetzte, um den Raum neu zu definieren.

  • Der Tanz (1909)
  • Goldfische (1911)
  • Luxe, Calme, et Volupté (1904)
Henri Matisse

Henri Matisse

1869 - 1954 , Frankreich

Kurzinfos

  • Artistic Movement Or Style: Fauvismus, Post-Impressionismus, Kubismus
  • Artists Or Movements Influenced By This Artist: ['Moderne']
  • Artists Who Influenced This Artist:
    • Vincent van Gogh
    • William-Adolphe Bouguereau
    • Gustave Moreau
  • Date Of Birth: 1869
  • Date Of Death: 1954
  • Full Name: Henri Émile Benoît Matisse
  • Nationality: Französisch
  • Notable Artworks:
    • Frau mit Hut
    • Die Lebensfreude
    • Der Tanz
    • Goldfische
    • Blauer Akt III
  • Place Of Birth: Le Cateau-Cambrésis, Frankreich
Entdecken Sie Kunstwerke, die nach Themen, Stilen und Merkmalen sortiert sind.