Die stille Präsenz der Kronprinsessegade
In Kopenhagen, Dänemark, gelegen, nimmt die David Collection einen Raum ein, der einst ein privates Wohnhaus war. Das Gebäude in der Kronprinsessegade 30 trägt das Gewicht seiner Geschichte in sich, nachdem es im Jahr 1810 ursprünglich von C. N. David erworben wurde. Später wurde es von C. L. David zurückgekauft, der innerhalb dieser Mauern lebte und schließlich die oberen Etagen der Öffentlichkeit zugänglich machte. Die Architektur spiegelt diesen Übergang von einem privaten Rückzugsort zu einem Ort der kulturellen Bewahrung wider. Die Atmosphäre bleibt intim, geprägt durch den ursprünglichen Zweck des Bauwerks und die sorgfältige Neuanordnung seiner Schätze.
Die Sammlung definiert sich durch ihre enorme Bandbreite und ihren spezifischen Fokus auf die islamische Welt. Sie erstreckt sich vom 7. bis zum 19. Jahrhundert und deckt eine gewaltige Geografie ab, die sich von Spanien im Westen bis nach Indien im Osten zieht. Diese Objekte werden durch verschiedene Perspektiven präsentiert, darunter chronologische Abfolgen und Materialtypen. Die Präsenz dieser Werke öffnet ein Fenster sowohl in religiöse als auch in weltliche Kontexte unterschiedlichster Kulturen.
Künstlerische Bestände und Materialität
Das Museum beherbergt eine bedeutende Vielfalt an Medien und Epochen. Die Auswahl umfasst Werke aus dem dänischen Goldenen Zeitalter sowie europäische Kunst aus dem 18. Jahrhundert. In den Hallen findet man einen besonderen Schwerpunkt auf folgenden Bereichen:
- Islamische Miniaturen, die in einer eigens von Vilhelm Wohlert gestalteten Galerie untergebracht sind.
- Porzellan, das in von Kaare Klint entworfenen Räumen mit Wänden aus Douglasie präsentiert wird.
- Chippendale-Möbel und Werke von David Roentgen.
- Dänische frühneuzeitliche Kunst und Keramik aus dem späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Das dänische Goldene Zeitalter wird durch Werke von Künstlern wie Christoffer Wilhelm Eckersberg repräsentiert, darunter Frederik von Lowzow (1817) und The Model Emilie (1813). Weitere bemerkenswerte Stücke sind das Porträt von Königin Louise von Dänemark, verheiratet mit König Frederik V. (1750) von Peder Als und das Stillleben mit Schinken und Senftopf (1635) von Pieter Claesz. Die Sammlung umfasst zudem Landschaften und Porträts, die die sich wandelnde Ästhetik des 19. Jahrhunderts widerspiegeln.
Ein Vermächtnis privater Obhut
Der heutige Zustand der Institution ist das Ergebnis einer langen Geschichte privater Akkumulation und der schließlichen Widmung an die Öffentlichkeit. Nachdem C. L. David verstorben war, wurde die Stiftung zur alleinigen Erbin seines Vermögens. Dieser Übergang stellte sicher, dass die Sammlung unversehrt blieb. Das Gebäude selbst hat bedeutende Veränderungen durchlaufen, einschließlich einer umfassenden Renovierung und Neugestaltung zwischen 2006 und 2009. Diese Phase der Erneuerung ermöglichte eine neue Organisation der Galerien und stellte sicher, dass die Werke in einer Weise betrachtet werden, die ihren historischen und kulturellen Ursprüngen Respekt zollt.
