William Law

1686 - 1761

Ein Leben voller Hingabe und Gewissen

William Law war kein Maler, sondern ein Priester, Theologe und Schriftsteller. Sein Leben wurde von den stillen Rhythmen des Studiums und der Schwere seiner eigenen Überzeugungen geprägt. Geboren 1686 in King's Cliffe, Northamptonshire, England, zog er nach Cambridge, um am Emmanuel College zu studieren. Bis 1711 war er zum Fellow gewählt und in den Priesterstand der Church of England ordiniert worden.

Die Stabilität seines akademischen Lebens endete abrupt im Jahr 1714. Als König Georg I. den Thron bestieg, sah sich Law aufgrund seiner früheren Verbindungen zum Haus Stuart außerstande, den erforderlichen Treueeid abzulegen. Diese Weigerung, die ihn als Nonjuror kennzeichnete, kostete ihn seine Position an der Universität. Er zog nach London, um als Kurat zu dienen, und erlebte die Verschiebungen einer sich wandelnden politischen Landschaft, während er seinen Fokus unerschütterlich auf geistige Angelegenheiten richtete.

Das geschriebene Wort und spirituelle Führung

Im Jahr 1727 übernahm Law die Rolle eines Tutors in Putney und arbeitete im Haushalt von Edward Gibbon. Er lebte dort viele Jahre und fungierte als Mentor für die Familie und deren Kinder. In dieser Zeit begann sein Schreiben eine bedeutsamere Form anzunehmen. Seine Bücher waren keine bloßen akademischen Übungen; sie waren Versuche, einen Lebensweg durch disziplinierte Praxis aufzuzeigen.

Sein Werk konzentrierte sich oft auf die Praktikabilität des Glaubens. Zu seinen bedeutendsten Schriften gehören:

  • A Practical Treatise Upon Christian Perfection (1726)
  • A Serious Call to a Devout and Holy Life (1728)
  • The Spirit of Prayer (1749)
  • The Way to Divine Knowledge (1752)

Diese Texte erreichten weit über seinen unmittelbaren Kreis hinaus. Selbst jene, die mit seinen Methoden nicht einverstanden waren, wie etwa John Wesley, ließen sich von der Tiefe seines Denkens beeinflussen. Seine späteren Jahre waren durch eine Hinwendung zu mystischeren Themen geprägt, beeinflusst durch die Schriften von Jakob Böhme.

Der Rückzug nach King's Cliffe

Im Jahr 1740 kehrte Law in seinen Geburtsort King's Cliffe zurück. Er lebte nicht in Isolation. Stattdessen teilte er sein Heim mit Mrs. Hutcheson und Miss Hester Gibbon. Einundzwanzig Jahre lang führte diese kleine Gruppe ein Leben, das um Gebet, Wohltätigkeit und Studium kreiste. Sie gründeten Schulen für bedürftige Kinder und praktizierten die Genügsamkeit, die sie selbst predigten.

Sein Tagesablauf war streng. Er stand um 5 Uhr morgens auf, um seine Gebete zu beginnen – eine Gewohnheit, die bis zu seinem Tod am 9. April 1761 anhielt. Sein Vermächtnis lebt in den Büchern fort, die noch lange nach seinem Ableben im Druck blieben und als stille Präsenz für all jene dienen, die ein diszipliniertes spirituelles Leben suchen.

Fragen & Antworten

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Aus welcher Epoche stammte William Law?

William Law war in der Epoche der – Frühe Neuzeit tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.

Kurzes Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
In welchem Jahr wurde William Law zum Fellow des Emmanuel College in Cambridge gewählt?
Frage 2:
Warum wurde William Law 1714 aus seiner Position in Cambridge entlassen?
Frage 3:
Den Vater welchen berühmten Historikers unterrichtete William Law im Jahr 1727?
Frage 4:
Was gilt als eines der bekanntesten Werke von William Law?
Frage 5:
Welchem deutschen Mystiker wandte sich William Law in seinen späteren Jahren zu?