Ein Leben zwischen Wasser und Pinsel
Signe Scheel verbrachte ihre frühen Jahre in der Villa Ekely, wo die Präsenz des Mjøsa-Sees ein ständiger Begleiter war. Geboren in Hamar, wuchs sie in einer großen Familie mit elf Kindern auf. Ihr Talent erregte zuerst die Aufmerksamkeit von Hans Gude, einem Freund ihres Vaters, der sie dazu ermutigte, den Pinsel zu führen. Diese Unterstützung ermöglichte ihr den Weg zu einer formellen Ausbildung, die sie im Alter von zwanzig Jahren schließlich zurück nach Kristiania führte.
Ihre künstlerische Ausbildung wurde von verschiedenen Meistern in unterschiedlichen Städten geprägt. In Norwegen studierte sie unter Christian Krohg und besuchte die Frauenklasse der Kunstschule, die von Krohg, Heyerdahl und Werenskiold geleitet wurde. Zudem lernte sie von Eilif Peterssen. Ihre Studien führten sie über die Grenzen Norwegens hinaus nach Berlin, wo sie mit Karl Gussow arbeitete, und nach Paris, wo sie die Académie Colarossi unter Pascal Dagnan-Bouveret besuchte.
Das Auge für Detail und Licht
Ihr Werk konzentrierte sich oft auf die Menschen, die ihr am nächsten standen. Häufig nutzte sie ihre Mutter und ihre Schwestern als Modelle und fand in deren Anwesenheit eine stille Ausdruckskraft. Während die Porträtmalerei stets ein Herzensanliegen blieb, verschoben sich ihre Interessen später hin zu Landschaften und Figuren inmitten der Natur. Sie besaß die besondere Gabe, ihre Motive in ihre Umgebung einzubetten und sie mit dem Raum, den sie einnahmen, zu verbinden.
Im Laufe ihres Schaffens veränderte sich auch ihre Technik. Als eine wahre Coloristin nutzte sie das Licht, um verschiedenste Nuancen innerhalb eines einzigen Farbtons zu finden. Mit der Zeit wurde ihr Pinselstrich breiter und ihr Ausdruck kräftiger. Ihr Gesamtwerk, das auf etwa 120 bis 140 Stücke geschätzt wird, verdeutlicht diesen Fortschritt von der präzisen Beobachtung hin zu einem texturreicheren, malerischen Ansatz.
Anerkennung und bleibende Präsenz
Ihr Debüt gab sie 1884 auf der Herbstausstellung in Kristiania mit einem Porträt ihrer Schwester, Frau Frederikke Lütken. Auf diesen frühen Erfolg folgten regelmäßige Ausstellungen auf der Høstutstillingen. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen:
- The Lord's Servant, welches im Nationalmuseum für Kunst in Oslo aufbewahrt wird.
- Portrait of the Painter Helga Ring (Reusch) aus dem Jahr 1890.
- Psyche aus dem Jahr 1888.
- Self-Portrait aus dem Jahr 1916.
- Interior with woman reading aus dem Jahr 1894.
Ihre Gemälde sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter das Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design in Oslo. Sie verbrachte einen Großteil ihres Lebens an Orten wie Skrivergarden Undesløs und verstarb schließlich 1942 in Oslo.
Fragen & Antworten
Aus welcher Epoche stammte Signe Scheel?
Signe Scheel war in der Epoche der – 19. Jahrhundert tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.
Gibt es eine vollständige Liste der Kunstwerke von Signe Scheel?
Alle Werke von Signe Scheel auf diese Webseite können auf der Alle Kunstwerke-Seite des Künstlers durchstöbert werden.
In welche Zeitperioden lässt sich die Karriere von Signe Scheel unterteilen?
Die Werdegang von Signe Scheel ist eine scrollbare Zeitachse, die die Werke des Künstlers in chronologischer Reihenfolge präsentiert, unterteilt in Kapitel nach Schaffensperioden.
Wo und wann wurde Signe Scheel geboren?
Signe Scheel wurde im Jahr 1860 in Gemeinde Hamar geboren.
