Frühe Jahre und künstlerische Ausbildung
Geboren in Bern, Schweiz, verbrachte Otto Meyer-Amden seine frühen Jahre nach dem Tod seiner Mutter in einem Berner Waisenhaus. Seine formale Ausbildung begann mit einer Lehre als Lithograf in Zürich, eine Zeit, in der er symbolische Aquarellmalereien schuf. Sein akademischer Weg führte ihn an die Kunstakademie nach München und später an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, wo er bei Adolf Hölzel studierte. Während seiner Zeit in Stuttgart schloss er eine lebenslange Freundschaft mit Oskar Schlemmer und begegnete den Werken von Paul Cézanne während Studienreisen nach Paris und Strassburg.
Die Amden-Jahre und das Spätwerk
Im Jahr 1912 zog Meyer in eine Künstlerkolonie nach Amden, wo er bis 1928 in einem Bauernhaus lebte. In dieser Zeit der relativen Isolation entwickelte er ein tiefes Interesse an der Bibel und begann, tonale, dunkle Graphitzeichnungen zu erschaffen. Schließlich nannte er sich Meyer-Amden, um seine tiefe Verbundenheit mit dem Dorf widerzuspiegeln. Sein vielfältiges Schaffen umfasst:
In seinen letzten Lebensjahren lehrte er an der Schule für Angewandte Kunst in Zürich, bis er 1933 verstarb. Seine Werke wurden posthum auf der documenta I und der documenta III ausgestellt.