Linde Waber

Eckdaten

  • Art period: Moderne
  • Works on this site: 2
  • Born: 1940, Zwettl-Niederösterreich, Österreich
  • Copyright status: Under copyright
  • Nationality: Österreich

Der grafische Puls Wiens

Das Atelier in Wien wird zu einem Ort steter Bewegung. Seit Jahrzehnten pflegt Linde Waber eine künstlerische Praxis, die durch den unermüdlichen Akt des Festhaltens definiert ist. In den 1960er und 1970er Jahren lag der Fokus auf den scharfen, entschlossenen Linien der Holzschnitte. Diese frühen Werke begründeten einen Ruf für grafische Präzision. Die Künstlerin bewegt sich von der Unmittelbarkeit des Holzstocks hin zum kontinuierlichen Rhythmus der täglichen Zeichnungen – eine Praxis, die über zehn Jahre lang beibehalten wurde. In der Beobachtung gibt es kein Innehalten; die Hand bewegt sich im Einklang mit der sich entfaltenden Welt.

Der Umfang des Werkes weitet sich durch das Reisen aus. Das Auge erfasst die Besonderheiten der Karibik, die Landschaften Chinas und die Höhen des Tibet. Dies sind keine bloßen Skizzen, sondern Zeugnisse der Präsenz. In der Region Waldviertel verlagert sich das Sujet hin zur Stille der Gartenbilder. Selbst die häusliche Sphäre bleibt nicht unberührt, wie die Serie mit dem Titel Episode Vienna, Gaußplatz 11 zeigt. Das Werk ist ein fortwährender Dialog zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten, der von den strukturierten Linien der Grafik bis hin zu den fließenden Texturen späterer Ölgemälde reicht.

Ein Zeugnis der Präsenz

Die künstlerische Praxis entwickelt sich durch eine Reihe intensiver Auseinandersetzungen mit Orten und Menschen. Ein Stipendium für Japan im Jahr 1970 markiert einen bedeutenden Perspektivwechsel. Später liefert ein Aufenthalt am Visual College der Sichuan Normal University in Chengdu, China, neue visuelle Daten. Die Reichweite der Künstlerin erstreckt sich nach Oman, Jemen, Paris und Südafrika. Jeder Ort hinterlässt eine Spur auf den großformatigen Seiten der Atelierzeichnungen. Diese Zeichnungen sind nicht isoliert; sie sind Teil eines gewaltigen sozialen und kreativen Netzwerks.

Die Atelierzeichnungen stellen eine spezifische Methode der Dokumentation dar. Waber betritt die Arbeitsumgebungen zahlreicher Künstler und hält die Szenen auf großformatigen Blättern fest. Dieser Prozess verwandelte den Akt des Zeichnens in eine Möglichkeit, den Kreis der Freunde innerhalb der kulturellen und künstlerischen Felder zu erweitern. Das daraus resultierende Werk umfasst Persönlichkeiten wie Friederike Mayröcker, Bodo Hell, Lotte Ingrisch und Gottfried von Einem sowie viele andere, die während dieser Besuche festgehalten wurden.

Institutionelle Anerkennung

Das Gewicht dieses lebenslangen Schaffens spiegelt sich in den großen Institutionen Österreichs wider. Das Leopold Museum in Wien widmete Linde Waber eine umfassende Retrospektive, die den Bogen von den frühen Holzschnitten bis zu den späteren Ölgemälden spannt. Diese Ausstellung verdeutlichte den Übergang von der grafischen Intensität der frühen Jahre hin zu den weitläufigeren, malerischen Themen der späteren Schaffensphase. Das Werk hat den Weg von den privaten Seiten der täglichen Zeichnungen in das öffentliche Bewusstsein der Österreichischen Nationalbibliothek und der Galerie Belvedere gefunden.

Die Bedeutung des Werkes liegt in seiner Beständigkeit. Von der Ausstellung im Kulturhaus Graz im Jahr 1991 bis hin zu den Präsentationen im Europäischen Parlament in Brüssel im Jahr 2018 bleibt das Schaffen konsequent. Die Künstlerin erschafft nicht bloß Objekte; sie dokumentiert das Vergehen der Zeit durch das Medium der Linie und des Pigments. Ob durch den Holzschnitt oder das Ölgemälde – der Fokus bleibt stets auf der unmittelbaren Realität des Sujets.

Kurzes Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Linde Waber geboren?
Frage 2:
In welchem Jahr erhielt Linde Waber ein Stipendium für Japan?
Frage 3:
Welches Museum veranstaltete 2010 eine Retrospektive der Werke von Linde Waber?
Frage 4:
Auf welche Kunstform konzentrierte sich Linde Waber in den 1960er und 1970er Jahren?
Frage 5:
In welchem Land hielt sich Linde Waber 2007 am Visual College der Sichuan Normal University auf?

Fragen & Antworten

In welchem Land hielt sich Linde Waber 2007 am Visual College der Sichuan Normal University auf?

China

Auf welche Kunstform konzentrierte sich Linde Waber in den 1960er und 1970er Jahren?

Holzschnitte

Woher kommt Linde Waber?

Österreich

Wo wurde Linde Waber geboren?

Zwettl

Wer ist Linde Waber?

Der grafische Puls Wiens Das Atelier in Wien wird zu einem Ort steter Bewegung. Seit Jahrzehnten pflegt Linde Waber eine künstlerische Praxis, die durch den unermüdlichen Akt des Festhaltens definiert ist. In den 1960er und 1970er Jahren lag der Fokus auf den scharfen, entschlossenen Linien der Holzschnitte. Diese frühen Werke begründeten einen Ruf für grafische Präzision. Die Künstlerin bewegt sich von der Unmittelbarkeit des Holzstocks hin zum kontinuierlichen Rhythmus der täglichen Zeichnunge

Ist das Werk von Linde Waber noch urheberrechtlich geschützt?

Ja, die Werke dieser Künstlerin / dieses Künstlers unterliegen noch dem Urheberrecht.

Welches Museum veranstaltete 2010 eine Retrospektive der Werke von Linde Waber?

Leopold Museum

In welchem Jahr erhielt Linde Waber ein Stipendium für Japan?

1970

Wie viele Gemälde von Linde Waber sind auf ArtsDot.com zu finden?

2

Wann und wo wurde Linde Waber geboren?

1940, Zwettl-Niederösterreich, Österreich