Felicita Hoffmann

1714 - 1782

Frühes Leben, Familie und Ausbildung

Pordenone bildet die Geburtsstätte von Felicita Sartori. Als Tochter eines Notars namens Felice Sartori war ihr frühes Umfeld von der technischen Präzision der professionellen Kreise ihrer Familie geprägt. Die Lebensbahn der jungen Frau nahm eine entscheidende Wendung, als ihr Onkel, Antonio dall'Agata, in ihr Leben trat. Als Kupferstecher, der in Gorizia tätig war, erkannte dall'Agata ein besonderes Talent in dem jungen Mädchen und übernahm die Rolle ihres ersten Lehrers.

Die Ausbildung begann unter dieser familiären Anleitung und konzentrierte sich auf die Grundlagen von Linie und Form. Diese Unterweisung legte das notwendige Fundament für ihren späteren Wechsel zum spezialisierten Medium der Pastellmalerei. Um das Jahr 1728 herum verschob sich der Schwerpunkt ihrer Entwicklung geografisch, als sie nach Venedig zog. Dieser Umzug platzierte sie im Herzen eines bedeutenden künstlerischen Zentrums und ebnete den Weg für ihren Übergang von einer Schülerin der Radierung zu einer professionellen Malerin und Pastellistin.

Die venezianische Periode und Carriera

Um das Jahr 1728 herum wird Venedig zum pulsierenden Zentrum von Sartoris professionellem Schaffen. Durch die Vermittlung ihres Onkels, Antonio dall'Agata, findet sie den Weg in das Atelier von Rosalba Carriera. Die Verbindung zwischen ihnen ist dabei sowohl von professioneller als auch von persönlicher Natur; Sartori bleibt ihrer Lehrerin eng verbunden, während sie ihre eigene technische Meisterschaft entfaltet. Gemeinsam mit ihren Schwestern unterstützt sie den Betrieb des Ateliers, indem sie Kopien von Carrieras Werken für den Verkauf bereitstellt – eine Praxis, die sie unmittelbar in den hochgefragten Markt der venezianischen Porträtmalerei integriert.

Das Jahr 1734 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in ihrem technischen Repertoire, als sie mit der Kunst des Kupferstichs vertraut gemacht wird. Ihre Fertigkeiten in diesem Medium entwickeln sich in rasantem Tempo. Sie erreicht ein Maß an Professionalität, das ihr einen Platz auf der Liste der Kupferstecher einbringt. Diese technische Präzision findet in den sozialen und literarischen Kreisen der Stadt hohe Anerkennung. Im Jahr 1737 lässt die venezianische Dichterin und Dramatikerin Luisa Bergalli zwei Porträts an Carriera senden, mit der ausdrücklichen Bitte, von diesen Stiche zu anfertigen – eine Aufgabe, für die Sartori bestens gerüstet ist, um zu unterstützen.

Ehe und Leben in Dresden

Mit dem Umzug nach Dresden im Jahr 1741 verblasst die venezianische Atmosphäre, die Felicita Sartori einst umgab. Diese Standortveränderung markiert einen tiefgreifenden Wandel in ihrem sozialen und beruflichen Status. Durch ihre Heirat mit Franz Joseph von Hoffmann, einem Ratgeber des August III., tritt sie in den prestigeträchtigen Orbit des sächsischen Hofes ein. Diese Verbindung führt sie in die höchsten Kreise des Dresdner Hoflebens und entfernt sie weit von den Kanälen, in denen sie ihre künstlerische Ausbildung erhielt.

Das Leben in Dresden ist geprägt von einer Phase intensiver, hochspezialisierter Schöpfungskraft. Die Künstlerin konzentriert ihr technisches Geschick auf das Format der Miniatur – ein Medium, das ein Höchstmaß an Präzision verlangt. Die überlieferten Zeugnisse dieser Ära konzentrieren sich auf eine ganz bestimmte Gruppe von Werken; etwa 19 Miniaturen aus dieser Zeit sind erhalten geblieben, die alle in ihre Jahre in der Residenzstadt datiert werden können. Diese filigranen Kunstwerke stellen den Höhepunkt ihres technischen Schaffens in der deutschen Hauptstadt dar.

Die Stabilität dieses Lebensabschnitts findet ihr Ende im Jahr 1749 mit dem Tod von Franz Joseph von Hoffmann. Sein Ableben lässt ihren Status in Dresden ungewiss zurück und markiert einen Wendepunkt in ihrer Biografie, da ihre darauffolgenden Lebenswege für die Historiker zunehmend im Dunkeln liegen.

Späte Jahre und Tod

Die Stabilität ihres Lebens in Dresden gerät nach dem Tod ihres ersten Ehemannes, Franz Joseph von Hoffmann, im Jahr 1749 ins Wanken. Ihre Bewegungen während dieser Zeit bleiben im Nebel der Geschichte verborgen, wenngleich sie einen Neffen des verstorbenen Hoffmann, Lothar Franz, erneut heiratet. Diese Verbindung führt sie vermutlich in Richtung Bamberg, wo ihre Anwesenheit in der Region vermutet wird.

Gegen 1760 wandte sich der Fokus ihres Lebens wieder ihren Wurzeln zu. Sie ließ sich in Sacile nieder, um die Nähe zu ihrer Familie zu suchen. Die Künstlerin verweilte in dieser Umgebung, bis sie am 24. Juli 1782 verstarb. Sie fand ihr Ende in Sacile im Alter von 68 Jahren.

Fragen & Antworten

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Quick quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wer war Felicita Sartoris erster Lehrer?
Frage 2:
In welche Stadt zog Felicita Sartori um 1728, um das Atelier von Rosalba Carriera zu besuchen?
Frage 3:
Was war das primäre künstlerische Medium von Felicita Sartori, für das sie bekannt war?
Frage 4:
Wen heiratete Felicita Sartori im Jahr 1741?
Frage 5:
In welcher Stadt starb Felicita Sartori?