Künstler/in
Geboren in Attleboro, Vereinigte Staaten von Amerika
Frühes Leben und Hintergrund
Geboren: 4. April 1780 in Attleboro (heute Langhorne), Bucks County, Pennsylvania
Gestorben: 23. August 1849
Seine Eltern waren Anglikaner, aber er wurde von Matron Elizabeth Twining, einer Quäkerin, aufgezogen. Dies führte ihn schon in jungen Jahren an die quakerischen Glaubensvorstellungen heran.
Im Alter von dreizehn Jahren begann er eine Lehre bei den Karrenbauern William und Henry Tomlinson und lernte dort Karrenmaltechniken.
Er verließ die Firma im Jahr 1800, um als unabhängiger Haus- und Karrenmaler zu arbeiten.
Quäkerisches Wirken und künstlerische Entwicklung
Er wurde 1803 in die Religious Society of Friends aufgenommen und begann regelmäßig an Quäkerversammlungen teilzunehmen.
Er heiratete Sarah Worstall, ebenfalls eine Quäkerin, und wurde im ganzen Philadelphia ein reisender Prediger.
Um seine Familie zu unterstützen, erweiterte er seine Malerei um Haushaltsgegenstände, landwirtschaftliche Geräte und Wirtshausschilder.
Er gab 1815 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten kurzzeitig die Zierdekorationsmalerei auf, nahm sie aber 1816 wieder auf.
Künstlerischer Stil und Hauptwerke
Autodidakt: Hicks war weitgehend autodidaktisch tätig und entwickelte einen einzigartigen Folk-Art-Stil.
Quäkerische Einflüsse: Seine Arbeit spiegelte die quäkerischen Glaubensvorstellungen vom "Inneren Licht" wider, wobei er persönliche spirituelle Erfahrungen betonte. Dies zeigt sich in seinen einfachen Kompositionen und seinem Fokus auf die Natur.
Die Friedensreich-Serie: Seine berühmteste Serie umfasst 62 Versionen und stellt eine Vision der Harmonie zwischen Mensch und Tier dar, die Frieden und Koexistenz symbolisiert.
Bemerkenswerte Gemälde:
Friedensreich (31) – Beherbergt in der Yale University Art Gallery
Niagarafälle – Beherbergt im Abby Aldrich Rockefeller Folk Art Center
George Washington mit seiner Armee, die den Delaware überquert – Ebenfalls beherbergt im Abby Aldrich Rockefeller Folk Art Center
Friedensreich (34) - Stellt in einem ruhigen Ölgemälde Noahs Arche dar.
Grab von William Penn in Jordans, England - Eine Darstellung ländlicher englischer Szenerie, die das quäkerische Erbe zeigt.
Vermächtnis und historische Bedeutung
Folk-Art-Ikone: Edward Hicks gilt als bedeutende Figur der amerikanischen Folk Art, bekannt für seinen unverwechselbaren Stil und seine wiederkehrenden Themen.
Darstellung quäkerischer Werte: Seine Gemälde geben wertvolle Einblicke in die Glaubensvorstellungen und Werte der Religious Society of Friends im 19. Jahrhundert.
Einzigartige künstlerische Vision: Hicks verband religiösen Glauben mit künstlerischem Ausdruck und schuf ein Werk, das sowohl optisch ansprechend als auch spirituell bedeutsam ist.
Fortwährende Wertschätzung: Seine Werke werden in wichtigen Museen ausgestellt und werden weiterhin für ihre historische und künstlerische Bedeutung studiert und geschätzt.