Suprematismus (10)
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Suprematismus (10)
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Beschreibung des Sammlerstücks
Die radikale Einfachheit der Suprematismus (10)
Kazimirs Malevich’s *Suprematismus (10)*, gemalt im Jahr 1915, ist mehr als nur eine Anordnung von farbigen Quadraten; es ist eine Deklaration – ein visuelles Manifest, das die Geburt einer neuen künstlerischen Sprache verkündet. In einer Zeit, in der die Kunstwelt von repräsentativen Werken überschwemmt war, die bestrebt waren, die äußere Welt nachzubilden, wagte Malevich es, Malerei auf ihre fundamentalsten Elemente zu reduzieren: reine geometrische Form und Farbe. Diese scheinbar einfache Komposition – schwarze, blaue und grüne Quadrate in einer Reihe – verkündet die Kernprinzipien des Suprematismus, einer Bewegung, die er gründete, um die Kunst von jeglicher Verpflichtung zu befreien, Objekte oder Szenen aus der Realität darzustellen. *Suprematismus (10)* lädt den Betrachter ein, reine Emotionen zu erfahren, ungefiltert durch Repräsentation und konfrontiert ihn mit den grundlegenden Bausteinen der visuellen Wahrnehmung selbst. Das Gemälde entfaltet seine Kraft in seiner Kargheit; jedes Quadrat beansprucht seine Präsenz nicht durch das, was es *ist*, sondern durch seine bloße Existenz als Farbe und Form innerhalb eines definierten Raumes. Die Entstehung des Suprematismus im Kontext der frühen 20er Jahre Russlands ist von entscheidender Bedeutung. Malevichs Reise begann mit Erkundungen in Impressionismus, Symbolismus und Kubismus, doch er fühlte sich schnell durch ihre Grenzen enttäuscht. Eine entscheidende Reise nach Paris im Jahr 1912 ließ ihn den aufkeimenden Avantgarde-Bewegungen Westeuropas ausgesetzt werden, doch er spürte das Verlangen, einen eigenständigen russischen Weg zu beschreiten. Die Krönung dieser künstlerischen Entwicklung war der Suprematismus, der im Dezember 1915 auf der bahnbrechenden „0,10 Ausstellung“ in Petrograd (heute St. Petersburg) enthüllt wurde. Diese Ausstellung markierte einen Wendepunkt in der Kunstgeschichte und präsentierte Werke, die alle Spuren objektiver Darstellung verwarfen. *Suprematismus (10)*, zusammen mit Malevichs ikonischem *Schwarzes Quadrat*, signalisierte ein vollständiges Bruch mit der Vergangenheit und eine Umarmung dessen, was er als „nicht-objektive“ Kunst bezeichnete – Kunst, die sich ausschließlich auf reine Emotionen und Formen konzentriert. Der Kontext dieser Ausstellung ist entscheidend; es war eine Zeit großer sozialer und politischer Unruhen in Russland, und Malevich sah den Suprematismus als einen Spiegelbild einer neuen spirituellen Realität, frei von den Zwängen der alten Ordnung. Die *0,10 Ausstellung* war ein Versuch, die Kunstwelt zu revolutionieren. Sie wurde organisiert von dem Futuristen Ivan Puni, der sich mit Malevich und anderen Künstlern verbündete, um eine neue Ära der abstrakten Kunst einzuleiten. Die Ausstellung präsentierte Werke, die traditionelle Maltechniken verwarfen und stattdessen geometrische Formen und reine Farben betonten. Die Präsentation des *Schwarzen Quadrats* als zentrales Element der Ausstellung war ein mutiger Schritt, der die Grenzen der künstlerischen Darstellung in Frage stellte und eine neue Ästhetik eröffnete.Farbe, Form und die Suche nach reiner Emotion
Die bewusste Auswahl der Farben in *Suprematismus (10)* ist alles andere als zufällig. Der scharfe schwarze Quadrat dient als Anker für die Komposition und repräsentiert für Malevich das ultimative Nichts – einen Punkt absoluter Nichtexistenz, aus dem alle Schöpfung entspringt. Dies steht im Kontrast zu den leuchtend blauen und grünen Quadraten, die ein Gefühl von grenzenloser Weite und spiritueller Energie hervorrufen. Diese Farben sollen nicht beschreibend sein; sie werden direkt erlebt, unabhängig von jeglicher erkennbarer Darstellung. Die Anordnung selbst – die lineare Progression dieser Formen – erzeugt eine dynamische Spannung, die das Auge über die Leinwand hinwegführt und die Beziehungen zwischen Farbe und Form zum Nachdenken anregt. Malevich setzte eine sorgfältige Technik ein, indem er Farbschichten auftrug, um eine glatte, fast Emaille-artige Oberfläche zu erzielen, die die Reinheit der Farben unterstreicht. Diese Präzision spiegelt sein Engagement wider, eine Kunstform zu schaffen, die sowohl intellektuell anspruchsvoll als auch emotional resonanzfähig ist.Technik und Ausführung
Malevich verwendete eine einzigartige Technik, um *Suprematismus (10)* zu schaffen. Er begann mit einer Unterlage aus Holz und trug dann mehrere Schichten Farbe auf, wobei er die Farben sorgfältig mischte und verwischte, um einen subtilen Übergang zwischen den Formen zu erzielen. Die Quadrate wurden präzise gezeichnet und mit einer feinen Pinseltechnik ausgeführt, wodurch ihre klare Formierung hervortrat. Die Verwendung von leuchtenden, reinen Farben – Schwarz, Blau und Grün – verstärkte die minimalistische Ästhetik des Gemäldes und betonte seine geometrische Einfachheit. Die sorgfältige Ausführung unterstreicht Malevichs Engagement für eine Kunstform, die sowohl intellektuell anspruchsvoll als auch emotional resonanzfähig ist.Ein bleibendes Erbe
Der Einfluss von *Suprematismus (10)* reicht weit über seinen historischen Kontext hinaus. Er legte den Grundstein für zahlreiche nachfolgende abstrakte Bewegungen und beeinflusste Künstler in verschiedenen Disziplinen – von Malerei und Skulptur bis hin zu Architektur und Design. Malevichs Ideen über nicht-objektive Kunst hallen weiterhin wider und sprechen Menschen an, die nach den grundlegenden Elementen der visuellen Sprache suchen. Für Sammler und Innenarchitekten bietet eine Reproduktion von *Suprematismus (10)* mehr als nur ein ästhetisches Statement; es repräsentiert ein Engagement für künstlerische Innovation und eine Feier reiner Form. Sein minimalistischer Entwurf eignet sich hervorragend für moderne Interieurs und verleiht jedem Raum einen Hauch intellektueller Raffinesse und zeitloser Eleganz. Das Gemälde’s bleibender Reiz liegt in seiner Fähigkeit, kulturelle Grenzen zu überwinden und direkt mit der menschlichen Erfahrung zu sprechen – ein Beweis für Malevichs visionäre Genialität und sein unerschütterlicher Glaube an die Macht abstrakter Kunst.Ähnliche Kunstwerke
Biografie des Künstlers
Kazimir Malevich: Ein Pionier der abstrakten Kunst
Kazimir Severinovich Malevich, geboren 1878 in der ukrainischen Oblast Kiew, war eine Schlüsselfigur der russischen Avantgarde und gilt als einer der Begründer der abstrakten Malerei. Sein Leben und Werk spiegeln eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Traditionen, dem Wunsch nachlicher moderner Ausdrucksweise und einer radikalen Neudefinition dessen, was Kunst sein kann. Seine frühen Jahre in der ländlichen Ukraine prägten seine künstlerische Sensibilität, während seine Reisen nach Europa ihn mit den neuesten Strömungen des internationalen Kunstbetriebs vertraut machten.
Malevichs Ausbildung begann in Kiew, wo er die Grundlagen der Malerei lernte. Doch schon früh suchte er nach neuen Wegen und zog nach Moskau, um sich den aufkommenden avantgardistischen Bewegungen zuzuschliessen. Diese Phase war entscheidend für seine Entwicklung, da er mit Künstlern wie Wassili Kandinsky und Michail Larionow in Kontakt kam und von deren Ideen inspiriert wurde. Ein bedeutender Wendepunkt in seinem Leben war die Reise nach Paris im Jahr 1912, wo er die Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse und anderen modernen Künstlern kennenlernte. Diese Begegnungen erweiterten seinen Horizont und trugen dazu bei, dass er sich zunehmend von traditionellen Maltechniken distanzierte.
Frühes Leben und künstlerische Einflüsse
Malevichs Kindheit in der ländlichen Ukraine war geprägt von den Traditionen des ukrainischen Volkes. Er wuchs in einer polnisch-ukrainischen Familie auf, die eine reiche kulturelle Geschichte hatte. Diese Erfahrung beeinflusste sein späteres Werk, das oft Elemente der Volkskunst und Folklore aufweist. Gleichzeitig war er jedoch auch von der Moderne fasziniert und suchte nach neuen Wegen, um seine künstlerische Vision auszudrücken. Seine frühe Ausbildung in Kiew vermittelte ihm die Grundlagen der Malerei, während seine Reisen nach Europa ihn mit den neuesten Entwicklungen in der Kunstwelt vertraut machten.
Zu seinen wichtigsten Einflüssen gehörten die Werke von Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Wassily Kandinsky. Van Goghs expressive Farben und Pinselstriche inspirierten ihn zu einer neuen Art, mit Farbe umzugehen, während Cézannes geometrische Reduktion der Natur ihm half, die Welt in ihre grundlegenden Formen zu zerlegen. Kandinskys abstrakte Gemälde zeigten ihm, dass Kunst nicht unbedingt eine Abbildung der Realität sein muss, sondern auch eine Ausdrucksform für innere Gefühle und Ideen.
Die Entwicklung des Suprematismus
Um 1915 entwickelte Malevich den Begriff "Suprematismus", der die Vorherrschaft der reinen Empfindung in der Kunst betonte. Der Suprematismus lehnte jede Darstellung von Objekten aus der sichtbaren Welt ab und konzentrierte sich stattdessen auf grundlegende geometrische Formen wie Quadrate, Kreise und Rechtecke. Diese Formen sollten nicht als Symbole für etwas anderes verstanden werden, sondern als reine Ausdrucksmittel. Malevichs bekanntestes Werk, "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund" (1915), verkörperte diese Idee auf eindrückliche Weise. Das Bild besteht aus einem schwarzen Quadrat, das auf einem weißen Hintergrund steht und somit die Grenzen der traditionellen Malerei sprengt.
In den folgenden Jahren experimentierte Malevich mit verschiedenen Formen und Farben und entwickelte neue Stile innerhalb des Suprematismus. Er schuf Werke wie "Weiß auf Weiß" (1918), eine Reihe von Gemälden, in denen weiße geometrische Formen gegen eine weiße Wand dargestellt werden, und "Haus unter Bau" (1916), das die ukrainische Kultur durch abstrakte Formen darstellt. Diese Werke zeigten seine Fähigkeit, komplexe Ideen auf minimalistische Weise zu vermitteln.
Wichtige Leistungen und historischer Einfluss
Malevichs Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Seine Ideen über reine Empfindung und geometrische Abstraktion inspirierten Künstler wie El Lissitzky, Piet Mondrian und Kazimir Malevich. Der Suprematismus beeinflusste Bewegungen wie Minimalismus und Konstruktivismus und trug dazu bei, die Grenzen der künstlerischen Ausdrucksweise zu erweitern. Trotz politischer Verfolgung unter Stalin – zunächst unterstützt, dann unterdrückt – blieb Malevich in seiner Praxis und Lehre bestehen.
Sein Werk wurde lange Zeit übersehen, erlebte aber in den 1960er Jahren eine Wiederentdeckung und festigte seinen Platz als eine der wichtigsten Figuren der modernen Kunstgeschichte. Heute werden seine Gemälde in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und sind ein wichtiger Bestandteil des internationalen Kunstbetriebs.
Spätes Leben und Tod
In seinen späteren Jahren kehrte Malevich zu figurativer Malerei zurück, versuchte jedoch, seine abstrakten Prinzipien mit repräsentativen Formen zu synthetisieren. Er lehrte und schrieb über Kunst bis zu seinem Tod in Leningrad (heute St. Petersburg) im Jahr 1935. Sein Werk blieb jahrzehntelang nach seinem Tod verkümmert, erlebte aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Wiederentdeckung und festigte seinen Platz als eine der wichtigsten Figuren der modernen Kunstgeschichte.
Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
1878 - 1935 , Ukraine
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler: ['El Lissitzky']
- Bemerkenswerte Werke:
- Schwarzes Quadrat
- Weiß auf Weiß
- Haus unter Bau
- Geburtsdatum: 1878-02-23
- Geburtsort: Kiew Oblast, Ukraine
- Künstlerische Bewegung: Suprematismus, abstrakte Kunst
- Nationalität: Ukrainisch, Russisch
- Todatum: 1935-05-15
- Vollständiger Name: Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
- Von Künstlern Beeinflusst:
- Impressionismus
- Symbolismus
- Fauvismus
- Kubismus


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