Vorschau anzeigen In AR ansehen Handgemalte Reproduktion bestellen Zum digitalen Bild wechseln Versenden
Details anzeigen Leitfaden Zu Favoriten hinzufügen Herunterladen Ähnliche Objekte Röntgenaufnahme Diashow Fragen & Antworten Statistiken

Der alte Trinker

Abmessungen
22.0 x 19.0 cm

Dieses Barock-Ölgemälde zeigt einen schläfrigen alten Mann mit Bierkrug von Gabriel Metsu. Entdecken Sie dieses Meisterwerk des Goldenen Zeitalters.

Ein Meister des Goldenen Zeitalters, bekannt für Genreszenen wie Das kranke Kind. Entdecken Sie heute seine Porträts und Interieurs.

Giclée / Kunstdruck

Giclée- oder Leinwanddruck in Museumsqualität mit schneller Produktion und flexiblen Veredelungsoptionen. ( Handgemalte Reproduktion bestellen Zum digitalen Bild wechseln)

Corner sample of the P118B picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P118B €10
Corner sample of the P118H picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P118H €10
Corner sample of the P118W picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P118W €10
Corner sample of the P438Z picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5.5 cm wide and 3.5 cm thick
P438Z €10
Corner sample of the P508JH picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P508JH €12
Corner sample of the P508YH picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P508YH €12
Corner sample of the P805H picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3.5 cm thick
P805H €10
Corner sample of the P805Z picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3.5 cm thick
P805Z €10
Corner sample of the P919BZ picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P919BZ €10
Corner sample of the P919G picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P919G €10
Corner sample of the P919XJ picture frame: formgepresstes Polystyrol, 7 cm wide and 3.5 cm thick
P919XJ €10
Corner sample of the P959ZH picture frame: formgepresstes Polystyrol, 5 cm wide and 3 cm thick
P959ZH €10
Corner sample of the P968JZ picture frame: formgepresstes Polystyrol, 6 cm wide and 4 cm thick
P968JZ €12
Corner sample of the W106C picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W106C €8
Corner sample of the W218G picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W218G €10
Corner sample of the W218JH picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W218JH €8
Corner sample of the W218Y picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W218Y €10
Corner sample of the W307PJ picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W307PJ €10
Corner sample of the W316G picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W316G €10
Corner sample of the W316PJ picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W316PJ €8
Corner sample of the W316Y picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3 cm thick
W316Y €10
Corner sample of the W398PJ picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W398PJ €8
Corner sample of the W4111J picture frame: Massivholz, 6.5 cm wide and 3.5 cm thick
W4111J €10
Corner sample of the W500HY picture frame: Massivholz, 7 cm wide and 5 cm thick
W500HY €15
Corner sample of the W500JH picture frame: Massivholz, 7 cm wide and 5 cm thick
W500JH €15
Corner sample of the W692G picture frame: Massivholz, 8 cm wide and 4 cm thick
W692G €12
Corner sample of the W849H picture frame: Massivholz, 5 cm wide and 3 cm thick
W849H €8
Corner sample of the W940BG picture frame: Massivholz, 7.5 cm wide and 4.5 cm thick
W940BG €15
Corner sample of the W953PJ picture frame: Massivholz, 6 cm wide and 3.5 cm thick
W953PJ €8

Standardformat
individuell anpassbar
CM
INCH

Wählen Sie aus unseren vordefinierten Formaten, die den ursprünglichen Proportionen des Kunstwerks entsprechen.

Breite
Höhe

Geben Sie die benötigte Breite und Höhe an, damit der Druck perfekt in Ihren Rahmen oder an Ihre Wand passt. Ein Druck kann nur beschnitten, aber niemals größer als das Originalbild angefertigt werden; daher verliert ein Format mit anderen Proportionen einen Teil des Bildes. Wir senden Ihnen ein digitales Mockup zur Freigabe, bevor wir den Druck ausführen. Das auf dieser Seite gezeigte Bild zeigt nicht den tatsächlichen Beschnitt – dies ist nur im Mockup ersichtlich.

Weltweiter Versand () innerhalb von 2 Wochen statt der üblichen 4/5 Wochen. (12 November)

Kostenloser weltweiter Expressversand
Hochwertige Leinenleinwand
Umfassender Versicherungsschutz beim Versand
Zollgebühren-Rückerstattungsgarantie
Garantie für exakte Farbtreue
100 Tage Rückgaberecht (nur bei Mängeln)
100% Geld-zurück-Garantie
Mengenrabatt verfügbar

Gesamtpreis

€ 56

Der alte Trinker

Giclée / Kunstdruck

Format der Reproduktion

-

Endpreis

€ 56

Eckdaten

  • Medium: Öl auf Tafel
  • Artistic style: Barock
  • Dimensions: 22 x 19 cm
  • Artist: Gabriel Metsu

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Was ist das Motiv des Gemäldes?
Frage 2:
Was trägt der Mann auf dem Gemälde auf dem Kopf?
Frage 3:
Wo befindet sich laut der Beschreibung ein Becher?
Frage 4:
Wie groß ist das Kunstwerk?
Frage 5:
In welchem Jahr wurde das Gemälde geschaffen?

Identifizierung von Der alte Trinker

Der alte Trinker tritt aus den Schatten des siebzehnten Jahrhunderts hervor, ein stiller Moment, festgehalten in Öl auf Tafel. Gabriel Metsu erweckt diese Figur mit sicherer Hand zum Leben und fixiert den Mann in einem Zustand schläfriger Zufriedenheit. Das Werk datiert auf etwa 1657 - 1658, eine Zeit, in der das Auge des Künstlers bereits für die subtilen Texturen des täglichen Daseins geschärft war. Jeder Pinselstrich trägt zur Schwere der Szene bei, wodurch das kleine Format eine intime und unmittelbare Wirkung entfaltet.

Mit seinen Maßen von 22 x 19,5 cm lädt das Gemälde zu einer engen, persönlichen Begegnung ein. Gabriel Metsu nutzt diese bescheidene Größe, um den Betrachter in die private Welt des Mannes hineinzuziehen. Die physische Präsenz des Öl auf Tafel ermöglicht eine akribische Wiedergabe von Licht und Schatten. Man kann die Stille des Raumes fast spüren, während der Mann in der Nähe seines Fasses ruht. Es ist ein kleines Fenster in ein Leben, das in den stillen Winkeln des Goldenen Zeitalters der Niederlande gelebt wurde.

Visuelle Komposition und Sujet

Ein alter Mann sitzt schwerfällig da, sein Blick schweift mit einem fast schläfrigen Ausdruck zu uns herüber. Er hält einen Bierkrug in den Händen, dessen Gewicht scheinbar durch die Reglosigkeit seiner Körperhaltung ausgeglichen wird. Zu seiner Linken nimmt ein großes Bierfass den Raum ein, deutlich gekennzeichnet mit dem Emblem von Het Rode Hert, einer Amsterdamer Brauerei. Die Szene wirkt intim, als wären wir gerade erst in eine ruhige Ecke einer Taverne getreten.

Hinter dem Mann hängt eine Schiefertafel an der Wand, die eine mit Kreide gezähmte Liste der bereits konsumierten Getränke trägt. Diese kleine, zerkratzte Aufzeichnung erzählt eine stille Geschichte der Stunden, die in dieser dämmrigen Umgebung vergangen sind. Das Licht fängt die Texturen seines wettergegerbten Gesichts und der einfachen Gegenstände um ihn herum ein und verankert den Moment in einer greifbaren, gelebten Realität. Jedes Detail, von der Neigung seines Kopfes bis zur Platzierung des Gefäßes, deutet auf einen Mann hin, der in einem flüchtigen Moment der Ruhe gefangen ist.

Aktueller Standort und Museumsdetails

Das Gemälde befindet sich im Rijksmuseum in den Niederlanden. Es ist Teil dieser prestigeträchtigen Sammlung unter der Objektnummer SK-A-250. Besucher finden diese intime Szene in den Hallen des Museums bewahrt, wo die stille Präsenz des Mannes und seines Fasses weiterhin seinen Platz in der Tradition des Goldenen Zeitalters der Niederlande behauptet.

Die Szene selbst weist eine spezifische Verbindung zu den Straßen von Amsterdam auf. Das im Werk dargestellte Bierfass trägt das markante Zeichen von Het Rode Hert, einer Brauerei am Prinsengracht. Dieses Detail verankert die schläfrige Gestalt an einem realen Ort der Stadt, wo Metsu einst in der Nähe eben jener Brauerei lebte, die das Getränk des Protagonisten liefert.

Fragen & Antworten

Weist "Der alte Trinker" starke Hell-Dunkel-Kontraste auf?

Der Hell-Dunkel-Kontrast von „Der alte Trinker“ wird mit Sanft angegeben. Der Kontrast beschreibt, wie stark sich helle und dunkle Bereiche voneinander unterscheiden.

Welche Farben dominieren in "Der alte Trinker" von Gabriel Metsu?

"Der alte Trinker" von Gabriel Metsu verwendet eine Erdig-Palette, wobei Phthalogrün (#27211d) die dominierende Farbe ist.

Welche Technik und welche Maße hat "Der alte Trinker" von Gabriel Metsu?

Das Originalwerk "Der alte Trinker" von Gabriel Metsu ist ein Öl auf Tafel mit den Maßen 22 x 19 cm. Technik und Größe beziehen sich auf das Originalobjekt.


Künstlerbiografie

Das Leben und die Kunst von Gabriel Metsu

Gabriel Metsu war ein Maler, dessen Schaffen sich durch eine bemerkenswerte Wandlungsfähigkeit auszeichnete. Er verharrte nie lange bei einem einzigen Sujet oder einer festgefahrenen Arbeitsweise. Seine Hand fand ebenso Geschick in der Ausführung von Historienbildern und Porträts wie in der Darstellung von Stillleben und Genreszenen. Diese Weigerung, sich auf einen einzigen künstlerischen Pfad festzulegen, verlieh seinem Werk eine enorme Vielfalt und machte es schwierig, ihn auf eine einzige, starre Methode zu reduzieren.

Geboren wurde er im Jahr 1629 in Leiden. Sein Vater, Jacques Metsu, war als Maler und Textildesigner tätig, während seine Mutter, Jacquemijn Garniers, als Hebamme arbeitete. Dieses frühe Umfeld in Leiden legte den Grundstein für ein Leben, das dem genauen Beobachten der Details der Welt gewidmet war. Später zog es ihn nach Amsterdam, doch seine Wurzeln blieben tief in der niederländischen Landschaft des siebzehnten Jahrhunderts verankert.

Sein Werk widmete sich oft den stillen Momenten des täglichen Lebens. Er besaß die Gabe, Menschen in häuslichen Umgebungen einzufangen, wobei sein Fokus mal auf dem sanften Spiel des Lichts auf einer Oberfläche lag, mal auf der subtilen Art und Weise, wie eine Person einen Gegenstand hielt. Während viele Zeitgenossen nach einer unverwechselbaren, fast schon signaturartigen Pinselführung strebten, änderte Gabriel Metsu seinen Ansatz immer wieder. Er war ein eklektischer Maler, der seinen Blick mal auf die großen Erzählungen der Geschichte und mal auf die intimen, kleinen Szenen des privaten Lebens richtete.

Frühes Leben, Familie und Ausbildung

Gabriel Metsu wurde im Jahr 1629 in Leiden geboren. Sein Vater, Jacques Metsu, war ein Maler und Textilarbeiter aus Hainault. Diese tiefe Verwurzelung im Kunsthandwerk prägte vermutlich das häusliche Umfeld seiner Kindheit, auch wenn Jacques bereits im März 1629, kurz nach der Geburt von Gabriel, verstarb. Der junge Künstler wuchs im besonderen Milieu von Leiden auf – einem Ort, an dem die bildenden Künste ein zentraler Bestandteil des täglichen Lebens waren. Bereits im Jahr 1648 festigte er seinen Status als eigenständiger Meister in der lokalen Gemeinschaft, indem er Gründungsmitglied der Leidener Malerzunft wurde.

Über die Details seiner frühen Ausbildung lässt sich bis heute debattieren. Es ist denkbar, dass er in Utrecht bei den katholischen Malern Nicolaus Knüpfer und Jan Weenix studierte. Seine künstlerische Entwicklung wurde zudem maßgeblich durch seine Zeit als Lehrer und Schüler geprägt, in denen er unter anderem Michiel van Musscher und Joost van Geel ausbildete. Diese prägenden frühen Jahre schufen das technische Fundament für eine beeindruckende Karriere, die ihn schließlich zu jenen intimen häuslichen Szenen und Porträts führen sollte, für die er heute unsterblich gemacht wurde.

Künstlerische Tätigkeit in Leiden und Amsterdam

Im Jahr 1648 trat Gabriel Metsu als eines der ersten Mitglieder der Leipziger Malerzunft bei. Diese Zeit in Leiden war geprägt von der Zusammenarbeit mit einer lebendigen lokalen Künstlergemeinschaft, auch wenn seine Präsenz dort vergleichsweise kurz war. Bereits um 1650 löste er seine Mitgliedschaft in der Gilde wieder auf. Mit seinem Umzug nach Amsterdam um das Jahr 1655 vollzog sich ein entscheidender Wendepunkt, der nicht nur seine Umgebung, sondern auch die Augen mit sich brachte, mit denen er die Welt beobachtete.

Nachdem er in Amsterdam Fuß gefasst hatte, ließ er sich am Prinsengracht nieder. Sein Heim lag in unmittelbarer Nähe zu seinen Verwandten, den Kindern des Zuckerraffiniers Philips Metsu. Diese Nähe zur Familie und das pulsierende, geschäftige Leben des Grachtenviertels bildeten eine beständige Kulisse für sein Schaffen. Den Rest seines Lebens verbrachte er in dieser Stadt, in der er jene Szenen häuslicher Geborgenheit und sozialer Interaktion perfektionierte, die sein künstlerisches Vermächtnis bis heute definieren.

Technik und künstlerischer Stil

Die Hand von Gabriel Metsu bewegte sich stets zwischen verschiedenen Arten des Sehens. Er schöpfte aus dem Chiaroscuro Rembrandts und nutzte das Spiel von Licht und Schatten, um die physische Präsenz und die Schwere eines Raumes zu definieren. In anderen Momenten suchte sein Pinsel nach jenem leuchtenden Realismus, wie man ihn in den Werken von Vermeer findet. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, mühelos von einer schweren, dramatischen Lichtführung zu einem klaren, gleichmäßigeren Glanz zu wechseln. Oft orientierte er sich an den fijnschilders aus Leiden und widmete sich einer akribischen Detailgenauigkeit, die eine ruhige und geduldige Hand erforderte. Sein Schaffen war dabei nie an eine einzige Methode gebunden, sondern folgte stets den spezifischen Bedürfnissen des Sujets, das vor ihm lag.

Er besaß die Gabe, die stillen Regungen eines Raumes einzufangen. Seine Gemälde konzentrierten sich häufig auf junge Frauen, lebendige Marktszenen oder die von der Zeit gezeichneten Gesichter alter Menschen. Mit wachem Auge beobachtete er, wie das Licht auf einen Seidenärmel oder einen Krug aus Keramik fiel. Diese Liebe zum Detail erstreckte sich auch auf die Körperhaltung seiner Figuren. Durch subtile Lichteffekte deutete er den psychologischen Zustand seiner Protagonisten an und hielt so einen flüchtigen Blick oder einen Moment privater Versunkenheit fest. In seinen häuslichen Interieurs erzählten die Platzierung eines Stuhls oder die Neigung eines Kopfes von den leisen, unaufdringlichen Realitäten des täglichen Lebens.

Mäzene, Werkstatt und Aufträge

Gabriel Metsu’s Lebensunterhalt war eng mit den stetigen Anforderungen des aufstrebenden Kaufmannsstandes und der wohlhabenden Haushalte des Goldenen Zeitalters der Niederlande verknüpft. In Delft fand er eine beständige Verbindung im Hause der Familie Van der Veer. Als ihr Hofmaler sicherte ihm diese Position vermutlich einen kontinuierlichen Strom an Motiven aus dem häuslichen Bereich sowie Porträts zu. Diese enge Bindung an eine so prominente Familie lässt auf ein tiefes Vertrauensverhältnis und eine feste Verankerung innerhalb ihres sozialen Kreises schließen.

Mit seinem Umzug nach Amsterdam weitete sich sein Wirkungskreis weiter aus und umfasste Persönlichkeiten wie den Tuchhändler Jan J. Hinlopen. Solche Mäzene boten dem Künstler die Freiheit und die Mittel, sich verschiedensten Sujets zu widmen – von stillen, kontemplativen Interieurs bis hin zu komplexeren, lebhaften Genreszenen. Sein Schaffen spiegelte dabei oft den exquisiten Geschmack dieser Zeitgenossen wider, indem er die Texturen und die sozialen Nuancen ihres täglichen Lebens meisterhaft einfing. Zudem ließ er sich von den kompositorischen Finesse anderer Meister inspirieren, etwa von der Art und Weise, wie Gerard ter Borch thematisch abgestimmte Gemälde-Paare arrangierte – eine Methode, die auch Gabriel Metsu adaptierte, um erzählerische Verbindungen zwischen einzelnen Leinwänden zu weben.

  • Die beim Ehebruch ertappte Frau (1653)
  • Porträt der Familie Hinlopen

Hauptwerke und bedeutende Gemälde

Die Hand von Gabriel Metsu bewegte sich geschickt durch eine Vielzahl von Sujets, wobei er seinen Fokus oft zwischen der Stille eines privaten Raumes und dem geschäftigen Treiben einer Straße hin- und herwechseln ließ. Im Jahr 1653 schuf er Die beim Ehebruch ertappte Frau, ein großformatiges Werk, das sein frühes Interesse an dramatischen Themen offenbart. Bis 1659 wandte sich seine Aufmerksamkeit gesellschaftlichen Zusammenkünften in Eine Musikgesellschaft zu. Diese Werke offenbaren einen Maler, der sich leidenschaftlich damit beschäftigte, wie Menschen einen Raum einnehmen – sei es durch einen plötzlichen Moment der Anspannung oder durch den gemeinsamen Rhythmus eines Raumes.

Seine späteren Jahre waren geprägt von einer Hinwendung zur Stilllegung des häuslichen Lebens. Der Apotheker (Der Chemiker), gemalt im Jahr 1661, fängt einen ganz spezifischen, ruhigen Moment des Handels und der zwischenmenschlichen Interaktion ein. Dieses Interesse an den Texturen des täglichen Lebens setzte sich mit Die Geflügelhändlerin im Jahr 1662 fort, wo der Fokus auf den schlichten Realitäten eines Marktes liegt. Selbst in schwermütigeren Kompositionen, wie etwa Das kranke Kind um 1660, zeigt sich eine klare Aufmerksamkeit für die Art und Weise, wie das Licht eine Szene durchflutet, ganz ähnlich den leuchtenden Interieurs, die man aus den Werken seiner Zeitgenossen kennt.

  • Die beim Ehebruch ertappte Frau (1653)
  • Eine Musikgesellschaft (1659)
  • Das kranke Kind (ca. 1660)
  • Der Apotheker (Der Chemiker) (1661)
  • Die Geflügelhändlerin (1662)

Späte Jahre und Tod

Bis zum Jahr 1658 hatte Gabriel Metsu sein Leben in Amsterdam fest etabliert, wo er Isabella de Wolff heiratete. Ihre Verbindung brachte eine neue Tiefe der Häuslichkeit in sein Umfeld – ein Thema, das sich auch in seinen Leinwänden immer wieder widerspiegelte. Er lebte an der Prinsengracht, in einer malerischen Lage am Kanal, unweit einer Brauerei und eines täglichen Gemüsemarktes. Diese unmittelbare Nähe zum pulsierenden Treiben der Stadt dürfte die Szenen des öffentlichen und privaten Lebens maßgeblich beeinflusst haben, die er in seinen späteren Jahren mit solcher Meisterschaft einfing.

Doch sein Lebensweg wurde bereits im Alter von 38 Jahren jäh unterbrochen. Im Jahr 1667 verstarb er und wurde in der Nieuwe Kerk zur letzten Ruhe gebettet. Nach seinem Tod verließ Isabella de Wolff Amsterdam und zog nach Enkhuizen. Die Stille seiner letzten Jahre in der Stadt bildet einen eindringlichen Kontrast zu den lebhaften Marktszenerien und den geselligen Versammlungen in Tavernen, die er einst mit so viel Leben auf die Leinwand brachte.

Vermächtnis und Einfluss

Gabriel Metsu hinterließ in der niederländischen Goldenen Ära tiefe Spuren in der Art und Weise, wie Maler die stillen Winkel eines Raumes betrachteten. Seine Fähigkeit, das subtile Spiel des Lichts in häuslichen Umgebungen und das psychologische Gewicht einer einfachen Geste einzufangen, trug maßgeblich zur Ausrichtung der Genremalerei bei. Seinem Werk wird zugeschrieben, mehrere bedeutende Persönlichkeiten dieser Ära beeinflusst zu haben, darunter Johannes Vermeer, Jan Steen, Frans van Mieris und Pieter de Hooch. Die Art und Weise, wie er das Licht handhabte und die Figuren in einem Raum arrangierte, deutet auf eine tiefe Verbundenheit mit den künstlerischen Entwicklungen der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts hin.

Es gibt eine ganz eigene, spezifische Art, wie er die Welt beobachtete, die in den Werken seiner Zeitgenossen widerhallt. Sein Einfluss zeigt sich besonders deutlich in den Gemälden von Pieter de Hooch, wo der Fokus auf Innenräumen und die Stille eines Augenblicks ein ähnliches Interesse an den Texturen des täglichen Lebens widerspiegeln. Indem er sich zwischen Historienmalerei und intimen Szenen bewegte, half er dabei, die Grenzen dessen zu erweitern, was ein Maler darzustellen vermochte – weg von den großen, heroischen Erzählungen hin zu den kleinen, unaufgeregten Details eines Haushalts.

Wo man seine Werke heute bewundern kann

Um die Spuren seiner Malerei zu verfolgen, ist eine Reise durch einige der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt erforderlich. In Amsterdam bewahrt das Rijksmuseum Meisterwerke wie Das kranke Kind, ein Werk, das um 1660 entstand. Seine außergewöhnliche Gabe, stille, häusliche Augenblicke einzufangen, offenbart sich auch in den prachtvollen Hallen des Louvre in Paris, wo mehrere seiner Leinwände zu Hause sind, darunter Der Apotheker und Gemüsemarkt in Amsterdam. Diese Gemälde gewähren uns einen tiefen Einblick in die Texturen und die Atmosphäre des täglichen Lebens im siebzehnten Jahrhundert.

Über den Atlantik hinweg bewahrt das Metropolitan Museum of Art in New York sein künstlerisches Erbe, einschließlich Eine musikalische Gesellschaft und Eine am Fenster sitzende Frau. Diese Bilder demonstrieren eindrucksvoll, wie er das Licht innerhalb von Innenräumen meisterhaft inszenierte. In London findet man in der Wallace Collection Werke wie Der schlafende Sportler, der die spezifischen sozialen Szenen widerspiegelt, die er so oft darstellte. Darüber hinaus befinden sich seine Gemälde in weiteren bedeutenden Institutionen, darunter die Eremitage in Sankt Petersburg und die Galleria degli Uffizi in Florenz.

  • Das kranke Kind (ca. 1660)
  • Der Apotheker (1661)
  • Eine musikalische Gesellschaft (1659)
  • Der schlafende Sportler (1657)
Gabriel Metsu

Gabriel Metsu

1629 - 1667 , Niederlande

Kurzinfos

  • Artistic Movement Or Style: Eklektisch; Genremalerei, Porträt, Stillleben
  • Artists Or Movements Influenced By This Artist:
    • Pieter de Hooch
    • Jan Steen
  • Artists Who Influenced This Artist:
    • Rembrandt van Rijn
    • Vermeer
  • Date Of Birth: 1629
  • Date Of Death: 1667
  • Full Name: Gabriel Metsu
  • Nationality: Niederländisch
  • Notable Artworks:
    • Das kranke Kind
    • Porträt der Familie Hinlopen
    • Die Geflügelverkäuferin
  • Place Of Birth: Leiden, Niederlande
Entdecken Sie Kunstwerke, die nach Themen, Stilen und Merkmalen sortiert sind.