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Vairumati

Paul Gauguin's 'Vairumati': Ein faszinierendes Gemälde aus dem Tahiti-Zyklus, das Mythos und Realität vereint. Entdecken Sie die Symbolik und Farbenpracht dieses Meisterwerks!

Erkunden Sie die lebendige Post-Impressionismus-Kunst von Paul Gauguin (1848-1903), der Symbolismus und Synthetismus begründete. Entdecken Sie ikonische tahitianische Gemälde und seinen Einfluss auf die moderne Kunst. #Gauguin

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Vairumati

Giclée / Kunstdruck

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Kurzübersicht

  • Location: Pushkin Museum, Moscow
  • Medium: Oil on canvas
  • Movement: Post-Impressionism
  • Influences:
    • Polynesian art
    • Egyptian motifs
  • Dimensions: 91 x 68 cm
  • Year: 1892
  • Title: Vairumati

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
What art movement is Paul Gauguin most closely associated with?
Frage 2:
The painting 'Vairumati' primarily depicts:
Frage 3:
Which artistic style is prominently displayed in 'Vairumati'?
Frage 4:
The bird imagery in ‘Vairumati’ most likely symbolizes:
Frage 5:
Where can the painting 'Vairumati' be found today?

Die Entstehung eines Mythos: Vairumati von Paul Gauguin

Paul Gauguin, ein Name, der untrennbar mit dem pulsierenden Leben und der intensiven Farbgebung des Pariser Künstlers verbunden ist, schuf in den späten 1890er Jahren eine Reihe von Gemälden, die seine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Kultur Polynisiens widerspiegeln. Von besonderem Interesse ist hierbei „Vairumati tei Oa“ (Ihre Name war Vairaumati), ein Werk aus dem Jahr 1892, das im Musée d’Orsay in Paris seinen Platz gefunden hat. Dieses Bild ist mehr als nur eine Darstellung einer jungen Frau; es ist eine Reise in eine Welt von Mythen, Legenden und der Suche nach Authentizität – eine Suche, die Gauguin mit unerbittlicher Intensität verfolgte.

Gauguins Entscheidung, sich für Tahiti zu entscheiden, war ein bewusster Bruch mit dem etablierten Kunstbetrieb in Europa. Er suchte dort nicht nur eine exotische Kulisse, sondern auch eine Möglichkeit, die traditionellen Lebensweisen und Glaubensvorstellungen der Ureinwohner zu verstehen und darzustellen. Die Begegnung mit Vairaumati, einer Göttin im Herzen der polynesischen Mythologie, wurde zum zentralen Motiv seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Die Künstlerin selbst, Tehura, war eine wichtige Inspirationsquelle für Gauguin, die er als seine Muse und spirituelle Führerin betrachtete.

Ein Fenster in die Welt des Symbolismus

„Vairumati tei Oa“ ist ein Paradebeispiel für Gauguins Stil während seiner Zeit in Tahiti. Er schuf eine Welt, in der Farben nicht nur als Wiedergabe der Realität dienen, sondern auch als Ausdruck von Emotionen und spirituellen Erfahrungen. Die Palette ist intensiv und leuchtend: warme Rottöne, satte Gelbtöne und tiefes Blau dominieren das Bild, wodurch eine fast hypnotische Wirkung erzielt wird. Die Pinselstriche sind expressiv und dynamisch – sie spiegeln die Energie und den Rhythmus des tropischen Lebens wider. Gauguin verwendete eine Technik, die er als „Synthetist Style“ bezeichnete, bei der er Formen vereinfachte und Farben miteinander verschmolz, um eine neue, symbolische Realität zu schaffen.

Der Einfluss des Symbolismus ist hier deutlich erkennbar. Gauguin nutzte das Bild, um nicht nur die äußere Erscheinung von Vairaumati darzustellen, sondern auch ihre innere Essenz und ihren Platz in der Welt der Mythologie. Die Anordnung der Figuren, die Darstellung der Natur und die Verwendung von Symbolen wie dem Vogel – ein häufiges Motiv in Gauguins Werken, das für Freiheit und Unabhängigkeit steht – tragen alle dazu bei, eine tiefere Bedeutungsebene zu erschließen.

Die Geschichte hinter der Szene

Die Komposition des Gemäldes ist komplex und vielschichtig. Vairaumati sitzt auf einer Bank, umgeben von drei Vögeln, die anmutig in den Himmel aufsteigen. Ein anderer Frau befindet sich im Hintergrund, die ebenfalls eine Rolle spielt. Die Szene wird von einem alten Steinidol beleuchtet, das als Verbindung zwischen der menschlichen und der göttlichen Welt dient. Es ist wichtig zu beachten, dass Gauguin die Legende von Horo und Vairaumati aus seinem Buch „Noa Noa“ nutzte, um seine Interpretation zu gestalten. Diese Geschichte erzählt von der Entstehung der Menschheit und der Göttin Vairaumati, die als Mutter aller Menschen gilt.

Die Verwendung des Bildes eines Vogels ist besonders bedeutsam. In der polynesischen Kultur symbolisieren Vögel oft den Geist oder die Seele. Die Tatsache, dass Vairaumati von drei Vögeln umgeben ist, deutet auf ihre Verbindung zur spirituellen Welt hin. Es ist ein Bild von Harmonie und Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.

Ein Vermächtnis der Farbe und des Ausdrucks

„Vairumati tei Oa“ ist mehr als nur ein Gemälde; es ist ein Fenster in eine andere Welt – eine Welt, die von Gauguin mit seiner unverwechselbaren Farbgebung und seinem expressiven Stil eingefangen wurde. Das Werk verkörpert seine Suche nach Authentizität und seine bewusste Abkehr von den Konventionen der europäischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Es ist ein Beweis für seine Fähigkeit, die Schönheit und die Mystik Polynisiens in seinen Gemälden einzufangen und uns zu einer tiefen emotionalen Erfahrung zu führen. Ein Blick auf dieses Meisterwerk ist eine Einladung, sich von den Grenzen der Realität zu lösen und die Welt mit den Augen eines Künstlers zu betrachten.


Biografie des Künstlers

Eugène Henri Paul Gauguin: Ein Leben in Farbe und Symbolik

Frühes Leben und Hintergrund

  • Geboren am 7. Juni 1848 in Paris, Frankreich, war Eugène Henri Paul Gauguin eine komplexe Persönlichkeit, die von einer ungewöhnlichen Erziehung geprägt war.
  • Sein Vater war Journalist, und seine Mutter stammte aus einer Familie mit peruanischen Wurzeln – ihre Großmutter, Flora Tristan, war eine Pionierin der feministischen und sozialistischen Schriftstellerin.
  • Im Jahr 1850 zog die Familie nach Peru, wo Gauguin vier prägende Jahre in einer anderen Kultur verbrachte. Diese Erfahrung beeinflusste seine Kunst später nachhaltig.
  • Nach dem Tod seines Vaters kehrte Gauguin nach Frankreich zurück und erhielt eine formale Ausbildung, wählte aber schließlich eine Karriere als Börsenmakler.

Von Börsenmakler zum Künstler

  • Gauguin begann in seiner Freizeit zu malen, wobei er zunächst von den Impressionisten beeinflusst wurde.
  • Eine Finanzkrise im Jahr 1882 veranlasste ihn, seine Geschäftskarriere aufzugeben und sich voll und ganz der Kunst zu widmen.
  • Er studierte bei Camille Pissarro, der seine künstlerische Entwicklung förderte und ihn mit anderen avantgardistischen Malern bekannt machte.

Künstlerische Entwicklung und Einflüsse

  • Gauguins frühe Werke spiegelten impressionistische Techniken wider, aber er suchte bald einen ausdrucksstärkeren und symbolischen Stil.
  • Er experimentierte mit kräftigen Farben, flachen Formen und vereinfachten Kompositionen und weicht von den Naturalismen des Impressionismus ab.
  • Seine Reisen nach Brittany, Martinique und schließlich nach Tahiti waren entscheidend für die Gestaltung seiner künstlerischen Vision. Er suchte einen „primitiveren“ Lebenswandel, in dem er eine größere spirituelle Authentizität glaubte.
  • Er war von japanischen Holzschnitten (Japonismus) und mittelalterlicher Kunst beeinflusst, die zu seinem unverwechselbaren Ästhetik beitrugen.

Tahitianische Periode und wichtige Werke

  • Gauguin kam im Jahr 1891 nach Tahiti, um Zuflucht vor der europäischen Zivilisation und Inspiration aus der polynesischen Kultur zu suchen.
  • Diese Zeit markierte den Höhepunkt seiner künstlerischen Kreativität und führte zu ikonischen Gemälden wie “Vahine no te miti”, “Manao Tupapau” (Beobachtet vom Geist der Toten) und “The Day of Gods”.
  • Seine tahitianischen Werke sind durch leuchtende Farben, exotische Themen und ein Gefühl von Mysterium und Spiritualität geprägt.
  • Er stellte oft polynesische Frauen, Landschaften und religiöse Überzeugungen dar und interpretierte sie durch seine eigene symbolische Linse.

Spätere Jahre und Kämpfe

  • Gauguin hatte während seiner Zeit in Tahiti und später auf den Marquesasinseln finanzielle Schwierigkeiten und Gesundheitsprobleme.
  • Trotz dieser Herausforderungen malte er weiterhin produktiv und erkundete Themen wie Leben, Tod und Spiritualität.
  • Er starb am 8. Mai 1903 auf der Insel Hiva Oa in den Marquesasinseln.

Vermächtnis und historische Bedeutung

  • Gauguins Werk wurde während seines Lebens weitgehend unerkannt, erlangte aber nach seinem Tod posthumane Anerkennung.
  • Er gilt heute als eine zentrale Figur in der Entwicklung der modernen Kunst, die die Lücke zwischen Impressionismus und Symbolismus schloss.
  • Seine Verwendung von Farbe, vereinfachten Formen und symbolischen Bildern beeinflusste zahlreiche Künstler, darunter Pablo Picasso, Henri Matisse und die Fauves.
  • Gauguins Erforschung „primitiver“ Kulturen und seine Ablehnung westlicher künstlerischer Konventionen werden bis heute debattiert und neu interpretiert.
  • Er bleibt eine umstrittene Figur aufgrund bestimmter Aspekte seines Privatlebens, aber sein künstlerischer Beitrag ist unbestreitbar.
Eugène Henri Paul Gauguin

Eugène Henri Paul Gauguin

1848 - 1903 , Frankreich

Eckdaten zum Künstler

  • Artistic Movement Or Style: Post-Impressionismus, Symbolismus
  • Artists Or Movements Influenced By This Artist:
    • Pablo Picasso
    • Henri Matisse
  • Artists Who Influenced This Artist: ['Camille Pissarro']
  • Date Of Birth: 7. Juni 1848
  • Date Of Death: 8. Mai 1903
  • Full Name: Eugène Henri Paul Gauguin
  • Nationality: Französisch
  • Notable Artworks:
    • Vahine no te miti
    • Manao Tupapau
    • Der Tag der Götter
  • Place Of Birth: Paris, Frankreich
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