Waldfriedhof
Öl auf Leinwand
Wandkunst
Expressionism
1933
Moderne
35.0 x 50.0 cm
Giclée / Kunstdruck
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Waldfriedhof
Giclée / Kunstdruck
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Gesamtpreis
$ 62
Sammlerstück-Beschreibung
Waldfriedhof: Ein Blick in Kirchners Innere Welt
Ernst Ludwig Kirchner, eine zentrale Figur der Expressionistischen Bewegung, schuf 1933 "Waldfriedhof", ein Gemälde, das seine einzigartige künstlerische Vision einfängt und eine Periode persönlicher Turbulenzen widerspiegelt. Mit einer Größe von 35 x 50 cm bietet diese Arbeit eine fesselnde Erkundung der Emotionen durch verzerrte Formen und lebendige Farben, Kennzeichen von Kirchners Stil.
Visuelle Beschreibung & Technik
Das Kunstwerk zeigt eine dichte Waldbeschreibung, dominiert von zahlreichen Bäumen. Mehrere Figuren bevölkern die Szene, einige wandern durch den Wald, während andere stehen oder sitzen zwischen dem Laub. Eine auffällige gelbe Struktur durchbricht die Komposition und fügt ein Element der Intrige und visuellen Kontraste hinzu. Kirchners Technik zeichnet sich durch kühne Umrisse, vereinfachte Formen und eine bewusste Verzerrung der Perspektive aus. Die Farbpalette ist reichhaltig und vielfältig und verwendet Grün-, Gelb- und Blautöne, um ein Gefühl für Tiefe und Atmosphäre zu erzeugen. Die Oberfläche des Gemäldes wirkt strukturiert, was auf den Einfluss von Drucktechniken hindeutet.
Expressionistischer Stil & Historischer Kontext
"Waldfriedhof" verkörpert die Kernprinzipien des Expressionismus: die Priorisierung subjektiver emotionaler Erfahrung gegenüber realistischer Darstellung. Kirchner setzt Farbe und Form meisterhaft ein, um ein Gefühl der Intensität und Beklommenheit zu vermitteln. Das Gemälde wurde in einer herausfordernden Zeit in Kirchners Leben geschaffen, geprägt von persönlichen Kämpfen und der umfassenden gesellschaftlichen Umwälzung der Zwischenkriegszeit. Die Waldbeschreibung selbst kann als symbolisch interpretiert werden – sie repräsentiert sowohl Zuflucht als auch Gefangenschaft und spiegelt den inneren Zustand des Künstlers wider.
Symbolik & Künstlerisches Erbe
Obwohl es sich scheinbar um eine Landschaftsszene handelt, transzendiert "Waldfriedhof" bloße Darstellung. Die gelbe Struktur bleibt enigmatisch, möglicherweise symbolisierend Hoffnung oder Künstlichkeit innerhalb der natürlichen Welt. Die Figuren, dargestellt in vereinfachten Formen, erwecken ein Gefühl von Anonymität und Isolation. Kirchners Beitrag zum Expressionismus ist unbestreitbar, und dieses Gemälde dient als eindrucksvolles Beispiel für seinen Einfluss auf die moderne Kunst. Seine Verbindung mit der Galerie Neuse unterstreicht zusätzlich seine Wirkung auf die deutsche Kunstszene. Andere bemerkenswerte Werke von Kirchner, wie "Fränzi vor dem geschnitzten Stuhl", demonstrieren seine Fähigkeit, das menschliche Wesen durch kühne Farben und vereinfachte Formen einzufangen, was seinen Platz als zentrale Figur der 20. Jahrhundert-Kunst festigt.
Weitere Erkundungen
- Für weitere Informationen über Ernst Ludwig Kirchner und seine Werke: Ernst Ludwig Kirchner: Waldfriedhof bei ArtsDot.
- Um den breiteren Kontext der Kunstgeschichte zu erkunden: Die Geschichte der Malerei auf Wikipedia.
- Um die Vielfalt von Kunststilen und Epochen zu würdigen: Galerie Neuse: Ein verstecktes Juwel der deutschen Kunst auf ArtsDot.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Ernst Ludwig Kirchner: Leben und Vermächtnis
Frühes Leben und Ausbildung
Ernst Ludwig Kirchner, eine zentrale Figur des deutschen Expressionismus, wurde am 6. Mai 1880 in Aschaffenburg, Bayern, geboren. Sein Familienhintergrund – preußischer Herkunft väterlicherseits und hugenottische Abstammung mütterlicherseits – prägte seine künstlerische Identität maßgeblich. Häufige Umzüge während seiner Kindheit – aufgrund der Stellensuche seines Vaters – führten dazu, dass Kirchner Schulen in Frankfurt und Perlen besuchte, bevor er sich mit seiner Familie in Chemnitz niederließ, als sein Vater eine Position an der örtlichen Technischen Hochschule annahm.
Im Jahr 1901 begann Kirchner ein Studium der Architektur an der Königlichen Technischen Hochschule (RTH) in Dresden. Er wandte sich jedoch bald der Malerei zu und fand Inspiration in den Werken von Künstlern wie Albrecht Dürer, wobei er zusammen mit seinem Freund Fritz Bleyl eine radikale Kunstauffassung entwickelte.
Gründung von Die Brücke
Ein Wendepunkt in Kirchners Karriere war die Gründung von Die Brücke („Die Brücke“) im Jahr 1905, zu der er sich mit Bleyl, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel zusammenschloss. Diese Gruppe strebte danach, die Kluft zwischen traditionellen akademischen Stilen und einer emotional aufgeladenen, modernen Form des Ausdrucks zu überbrücken. Sie suchten Inspiration in primitiver Kunst, insbesondere aus Afrika und Ozeanien, sowie in den Werken von Vincent van Gogh und Edvard Munch.
Künstlerischer Stil und Haupteigenschaften
Kirchners künstlerischer Stil zeichnet sich durch kräftige Farben, expressive Pinselstriche und oft verstörende Kompositionen aus. Er stellte häufig urbane Szenen dar und porträtierte so die Entfremdung und Ängste des modernen Lebens im frühen 20. Jahrhundert in Deutschland. Seine Werke umfassen auch eine bedeutende Anzahl von Aktzeichnungen in natürlichen Landschaften, die seine Faszination für Bewegung und Form zeigen.
- Kräftige Farbpaletten: Kirchner setzte lebendige, oft nicht-naturalistische Farben ein, um Emotionen zu vermitteln.
- Expressiver Pinselstrich: Seine Pinselstriche sind energiegeladen und sichtbar und tragen so zur emotionalen Intensität seiner Gemälde bei.
- Verzerrte Formen: Figuren und Objekte werden oft verzerrt oder verlängert, was eine subjektive anstelle einer objektiven Realität widerspiegelt.
- Urbanes Thema: Viele seiner Werke zeigen belebte Stadtstraßen und die psychologischen Auswirkungen des modernen urbanen Lebens.
Wichtige Werke und Errungenschaften
Zu Kirchners bedeutendsten Werken gehören:
- Die Straße (1908) – Eine typische Darstellung des Berliner Straßenlebens, die seine Energie und Entfremdung einfängt.
- Tanzende Springerin, Gret Palucca (1912) – Zeigt sein Interesse an ausdrucksvoller Bewegung und der menschlichen Form.
- Selbstbildnis mit einer Modellin (1910) - Ein eindrucksvolles Beispiel für seine Selbsterkundung durch Kunst.
- Fünf Frauen auf der Straße (1913)
Späteres Leben, Herausforderungen und Vermächtnis
Kirchners Leben war von persönlichen Turbulenzen geprägt. Er erlitt während des Ersten Weltkriegs einen psychischen Zusammenbruch und zog sich daraufhin nach die Schweiz zurück. Der Aufstieg des Nationalsozialismus brachte weitere Not mit sich; über 600 seiner Werke wurden beschlagnahmt und als "entartete Kunst" gebrandmarkt. Kirchner beging im Juni 1938 in Davos, Schweiz, unter dem Druck von Verfolgung und gesundheitlichem Niedergang tragischerweise Selbstmord.
Trotz dieses tragischen Endes lebt Ernst Ludwig Kirchners Vermächtnis fort. Er bleibt eine zentrale Figur des deutschen Expressionismus und beeinflusst mit seinem kühnen Stil und seinen emotional aufgeladenen Darstellungen des modernen Lebens Generationen von Künstlern. Seine Werke werden weiterhin in wichtigen Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und sind bei Sammlern sehr begehrt.
Einflüsse & Wirkung
Beeinflusst von: Albrecht Dürer, Vincent van Gogh, Edvard Munch, Primitive Kunst (Afrikanisch & Ozeanisch)
Beeinflusste: Kirchners Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf nachfolgende Generationen von Expressionisten und Modernen Künstlern. Seine Erforschung psychologischer Themen und seine innovative Verwendung von Farbe und Form inspirieren bis heute zeitgenössische Kunstpraktiken.
Ernst Ludwig Kirchner
1880 - 1938 , Deutschland
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler:
- Expressionistische Künstler
- Moderne Künstler
- Bemerkenswerte Werke:
- Die Straße
- Tanzende Gret Palucca
- Selbstbildnis mit Modell
- Fünf Frauen auf der Straße
- Geburtsdatum: 6. Mai 1880
- Geburtsort: Aschaffenburg, Deutschland
- Künstlerische Bewegung: Expressionismus, Die Brücke
- Künstlerische Einflüsse:
- Albrecht Dürer
- Vincent van Gogh
- Edvard Munch
- Nationalität: Deutsch
- Todestag: 15. Juni 1938
- Vollständiger Name: Ernst Ludwig Kirchner

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