Untitled (922)
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Untitled (922)
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Über den Künstler
Edward Kienholz: Ein Leben der Sozialkritik und Assemblage
- Geboren: Fairfield, Washington (1927)
- Gestorben: 1994
Edward Ralph Kienholz war ein bahnbrechender amerikanischer Installationskünstler und Assemblageskulptor, der für seine scharfen Kritik an der modernen Gesellschaft bekannt ist. Seine Werke, oft verstörend und provokativ, erforschten Themen wie soziale Kommentare, Sexualität und die dunkleren Aspekte der amerikanischen Kultur. Ab 1972 arbeitete er eng mit seiner Frau und künstlerischen Partnerin Nancy Reddin Kienholz zusammen, was seine späteren Arbeiten maßgeblich prägte.
Frühes Leben und künstlerische Entwicklung
- Unkonventionelle Erziehung: Geboren auf einer Weizenfarm in Fairfield, Washington, erlebte Kienholz eine strenge religiöse Erziehung, die den Wunsch nach Flucht förderte.
- Vielfältige frühe Karriere: Bevor er sich der Kunst widmete, übte er zahlreiche verschiedene Berufe aus, darunter als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik, Tanzbandmanager, Gebrauchtwagenverkäufer und Staubsaugerverkäufer – Erfahrungen, die später seine künstlerischen Beobachtungen der Gesellschaft informierten.
- Frühe Beteiligung an Galerien: In den 1950er Jahren engagierte sich Kienholz intensiv in der Avantgarde-Kunstszene von Los Angeles und gründete gemeinsam mit Walter Hopps die Now Gallery (1956) und die Ferus Gallery (1957). Diese Galerien dienten als wichtige Plattformen für aufstrebende Künstler.
- Übergang zur Assemblage: Nachdem er zunächst Collagenmalereien und Reliefs aus Salvatormaterialien geschaffen hatte, wandte sich Kienholz großformatigen Umwelt-Tableaux zu und nutzte seine Zimmermannsfähigkeiten, um komplexe Installationen zu konstruieren.
Wichtige Werke und künstlerischer Stil
- Roxy's (1961): Diese bahnbrechende raumgroße Installation stellte einen Nevada-Hurenstandort aus dem Jahr 1943 dar, komplett mit Vintage-Möbeln und satirischen Figuren, die aus gefundenen Objekten zusammengesetzt waren. Sie markierte eine deutliche Verschiebung hin zu immersiven Umgebungen.
- Back Seat Dodge '38 (1964): Dieses Assemblage, das ein Paar während eines sexuellen Akts in einem Auto darstellt, gilt als sein kontroversestes Werk und löste Empörung und Debatten über Obszönität aus, wobei die gesellschaftlichen Tabus hervorgehoben wurden, denen Kienholz begegnen wollte.
- Die Tableau-Serie: Ab 1966 produzierte Kienholz "Konzept-Tableaux", gerahmte Textbeschreibungen von Kunstwerken, die noch nicht existierten und Käufern die Möglichkeit boten, ihre Erstellung in Auftrag zu geben.
- Assemblage und gefundene Objekte: Kienholzs charakteristischer Stil umfasste die sorgfältige Anordnung gefundener Objekte – „der Detritus der modernen Existenz“ – oft unter Einbeziehung von Figuren, die aus dem Leben gegossen wurden. Dies erzeugte einen viszeralen und verstörenden Effekt.
- Ton und Lebewesen: Er integrierte häufig defekte oder funktionierende Radios, Fernseher und sogar lebende Tiere (wie Wellensittiche in The Wait) in seine Installationen, um ein Gefühl der Beklommenheit zu verstärken und Verfall mit Vitalität gegenüberzustellen.
Einflüsse und historische Bedeutung
- Beat Generation: Der Kunstkritiker Brian Sewell wies auf Kienholzs Verbindung zur Beat-Generation-Schriftsteller wie Allen Ginsberg, William Burroughs und Norman Mailer hin, die eine ähnliche Erforschung der gesellschaftlichen Dunkelheit teilten.
- Funk Art Bewegung: Seine Arbeit wird oft mit der Funk Art-Bewegung in Verbindung gebracht, die sich durch ihre Akzeptanz unkonventioneller Materialien und ihren respektlosen Umgang mit künstlerischen Konventionen auszeichnete.
- Sozialkritik: Kienholzs Kunst diente als eine kraftvolle Kritik am amerikanischen Konsumismus, der sexuellen Heuchelei, der politischen Korruption und dem Umgang mit marginalisierten Gruppen.
- Einfluss auf die Installationskunst: Er gilt als eine bedeutende Figur in der Entwicklung der Installationskunst und sprengte Grenzen mit seinen immersiven Umgebungen und forderte die Betrachter heraus, sich unangenehmen Wahrheiten zu stellen.
- Verzögerte Anerkennung: Obwohl er anfänglich eher in Europa als in den Vereinigten Staaten geschätzt wurde, hat Kienholzs Werk seit den 1990er Jahren zunehmend an Anerkennung innerhalb amerikanischer Museen gewonnen und seinen Platz als eine wichtige Figur in der Nachkriegskunst gefestigt.
Zusammenarbeit mit Nancy Reddin Kienholz
- Partnerschaft ab 1972: Ab 1972 war Edward Kienholzs Arbeit weitgehend ein gemeinsames Projekt mit seiner Frau Nancy Reddin Kienholz.
- Gemeinsame Vision: Nancy spielte eine entscheidende Rolle bei der Konzeption und Fertigung ihrer späteren Werke und trug wesentlich zu ihrer künstlerischen Vision bei.
- Gemeinsame Kreationen: Viele ihrer bekanntesten Werke, wie The State Hospital und Five Car Stud, gelten als gemeinsame Schöpfungen, die ihre gemeinsamen Anliegen hinsichtlich der amerikanischen Gesellschaft widerspiegeln.
Edward Kienholz
1927 - 1994 , Vereinigte Staaten von Amerika
Kurzinfos
- Bemerkenswerte Werke:
- Roxy's
- Back Seat Dodge '38
- The State Hospital
- Five Car Stud
- Geburtsdatum: 23. Oktober 1927
- Geburtsort: Fairfield, USA
- Künstlerische Bewegung:
- Installationskunst
- Assemblage-Skulptur
- Funk Art
- Nationalität: Amerikanisch
- Sterbedatum: 10. Juni 1994
- Vollständiger Name: Edward Ralph Kienholz

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