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Beschreibung des Sammlerstücks
Ein Blick in die Dunkelheit der Seele: Edvard Munchs „Nach dem Wald II“
Edvard Munch gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus und dessen Stimme für die tiefsten Gefühle menschlicher Erfahrung. Sein Leben, geprägt von Verlusten und einem stets präsenten Gefühl der Melancholie, diente als Grundlage für eine Kunstproduktion, die bis heute fasziniert und erschüttert. Geboren 1863 in Adelbruk, Norwegen, wurde Munch von frühen Todesfällen seiner Mutter und Schwester heimgesucht – beide Opfer der Tuberkulose –, Ereignisse, die sein künstlerisches Werk nachhaltig beeinflussten und eine zentrale Rolle spielten bei der Entwicklung seines einzigartigen Ausdrucksstil. Seine eigene Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen sowie die konservativen religiösen Überzeugungen seines Vaters prägten ebenfalls seine Weltbild und verstärkten das Gefühl von Angst und Düsternis, das sich in seinen Gemälden widerspiegelte.- Überblick: Eine Szene der Verzweiflung Das Werk präsentiert eine düstere und emotional aufgeladene Darstellung zweier Figuren, die sich inmitten eines dunklen Waldes umarmen. Die Komposition wird von vertikalen Linien dominiert, die Bäume repräsentieren und ein Gefühl von Enge und Unterdrückung hervorrufen. Eine überwiegend dunkle Farbpalette wird durch subtile Akzente in Gold und Blau ergänzt, wodurch eine gewisse Tiefe und visuelle Aufmerksamkeit geschaffen werden.
- Komposition und Perspektive Die Bildkomposition konzentriert sich auf die Figuren als zentrale Elemente und lässt einen großen Teil des oberen Bildraums leer stehen – ein bewusst gewähltes Mittel zur Darstellung von Einsamkeit und Weite. Eine leichte Perspektive betont die Zweidimensionalität des Gemäldes und verstärkt das Gefühl der Einfachheit.
- Farben und Licht Die dominierenden Farben sind tiefgrün, schwarz und braun und schaffen eine melancholische Atmosphäre. Gold und Blau werden sparsam eingesetzt, um besondere Bereiche hervorzuheben und einen Kontrast zur allgemeinen Dunkelheit zu setzen. Das Licht ist schwach und diffus und lässt keine klare Quelle erkennen – ein entscheidender Faktor für die Erzeugung einer Atmosphäre von Geheimnis und Unruhe.
Die Technik des Lithografischen Drucks: Eine Herausforderung der Darstellung
„Nach dem Wald II“ wurde als Lithograph gedruckt, eine Drucktechnik, die für ihre besondere Fähigkeit bekannt ist, feinste Details und Nuancen zu erfassen. Ein Stein wird mit einer speziellen Säure behandelt und anschließend mit Ölfarbe überzogen. Durch einen weiteren Druckprozess werden die gewünschten Bildmuster auf Papier übertragen – ein Prozess, der sowohl Präzision als auch künstlerisches Können erfordert. Die sichtbare Textur des Lithografischen Drucks verleiht dem Werk eine besondere Würde und erinnert an die historische Bedeutung dieser Drucktechnik.- Symbolik und Emotionale Tiefe Der dunkle Wald steht für Isolation, Angst und Unsicherheit – Themen, die Munch intensiv erforschte und die auch heute noch tiefgreifend wirken. Die Umarmung der Figuren symbolisiert einen verzweifelten Wunsch nach Geborgenheit und Unterstützung angesichts von Widrigkeiten und spiegelt eine universelle menschliche Erfahrung wider.
- Ein Ausdruck des Expressionismus Munchs Werk wird durch seinen Stil des Expressionismus geprägt, der sich durch hohe emotionale Intensität, verzerrte Formen und subjektive Darstellung auszeichnet. Er wollte nicht nur die äußere Welt darstellen, sondern auch die inneren Gefühle und Gedanken seines Blickwinkels einfangen – ein Ziel, das ihm mit außergewöhnlicher Erfolg gelang.
Ein Kunstwerk für Raumgestaltung und Sammlerstücke
Eine hochwertige Reproduktion von „Nach dem Wald II“ kann einen einzigartigen Akzent in einem Wohnraum setzen und eine besondere Atmosphäre schaffen. Durch die Verwendung hochwertiger Materialien und Druckverfahren wird die ursprüngliche Schönheit des Gemäldes gewahrt und gleichzeitig ein außergewöhnliches Kunstwerk für zukünftige Generationen geschaffen. Lassen Sie sich von der düsteren Melancholie und tiefgründigen Symbolik dieses Meisterwerks inspirieren – ein Werk, das auch heute noch zum Nachdenken anregt und eine besondere emotionale Verbindung zum Betrachter aufbaut.Ähnliche Kunstwerke
Biografie des Künstlers
Edvard Munch: Leben und Vermächtnis
Frühes Leben und Einflüsse (1863-1889)
Edvard Munch wurde am 12. Dezember 1863 in Ådalsbruk, Schweden, geboren, obwohl er den Großteil seines Lebens in Norwegen verbrachte. Seine Kindheit war von Tragödien und Instabilität geprägt. Der frühe Verlust seiner Mutter an Tuberkulose im Alter von fünf Jahren, gefolgt vom Tod seiner geliebten Schwester Sophie durch dieselbe Krankheit neun Jahre später, hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck in Munchs Psyche. Er kämpfte auch sein Leben lang mit der Angst vor einer ererbten psychischen Erkrankung, die seinen Vater heimgesucht hatte. Diese Erfahrungen führten bei ihm zu einer tiefen Beschäftigung mit Tod, Krankheit und psychischem Leid – Themen, die seine künstlerische Produktion dominieren sollten.
Munchs frühe Ausbildung an der Königlichen Schule für Kunst und Design in Kristiania (jetzt Oslo) war von entscheidender Bedeutung. Dort begegnete er dem nihilistischen Philosophen Hans Jæger, der Munch ermutigte, seine innere Zerrissenheit zu erforschen und sie durch Kunst auszudrücken, konventionelle akademische Stile abzulehnen. Diese Mentorenschaft führte ihn zu einem subjektiveren und emotional aufgeladenen Ansatz in der Malerei.
Künstlerische Entwicklung und Pariser Einflüsse (1890-1900)
Die 1890er Jahre waren Zeugen von Munchs entscheidender künstlerischer Entwicklung, die maßgeblich von seinen Reisen nach Paris und Berlin geprägt war. In Paris wurde er der lebendigen Kunstszene ausgesetzt und nahm Einflüsse von Postimpressionisten wie Paul Gauguin, Vincent van Gogh und Henri de Toulouse-Lautrec auf. Er übernahm ihre bewusste Verwendung von Farbe, expressiven Pinselstrichen und Ablehnung der naturalistischen Darstellung. Van Goghs emotionale Intensität berührte Munchs eigene Kämpfe besonders.
Seine Zeit in Berlin brachte ihn mit dem schwedischen Dramatiker August Strindberg in Kontakt, eine Beziehung, die sowohl persönlich als auch künstlerisch anregend war. In dieser Zeit entstand auch der Entwurf seiner ambitionierten Serie “Das Leben in Schleier” – eine Sammlung von Gemälden, die Themen wie Liebe, Angst, Eifersucht, Verrat und Tod erforschen, alles mit intensiver Emotionalität und psychologischer Tiefe dargestellt.
Wichtige Werke und Künstlerischer Stil (1900-1920er)
Munchs künstlerischer Stil ist durch seine rohe Emotion, verzerrte Formen und den symbolischen Gebrauch von Farbe gekennzeichnet. Er ging über die realistische Darstellung hinaus und legte den Ausdruck innerer Gefühle gegenüber objektiver Repräsentation. Seine Werke erzeugen oft ein Gefühl der Beklemmung, Angst und existenziellen Verzweiflung.
- Der Schrei (1893-1910): Vielleicht sein ikonischstes Gemälde, das eine Figur darstellt, die von einer existentiellen Krise überwältigt wird, vor einem wirbelnden, feurigen Himmel. Es gibt mehrere Versionen in verschiedenen Medien.
- Die Jungfrau (1894-1895): Ein kontroverses und tief persönliches Werk, das Themen wie Sexualität, Mutterschaft und Tod erforscht.
- Das kranke Kind (verschiedene Versionen): Ein wiederkehrendes Motiv, das Munchs Kindheitstraumata und den Verlust geliebter Menschen widerspiegelt.
- Melancholie I (1891) & II (1892): Mächtige Darstellungen von tiefer Trauer und Isolation.
Späte Jahre, Anerkennung und Vermächtnis (1920er-1944)
Trotz zunehmender Berühmtheit und finanziellen Erfolgs in späteren Jahren blieb Munchs persönliches Leben turbulent. Ein schwerer psychischer Zusammenbruch im Jahr 1908 führte zu einer Krankenhauszeit und dem Verzicht auf Alkohol. In seinen späteren Jahren erlebte er jedoch eine kreative Wiedergeburt und Anerkennung, insbesondere in Kristiania (Oslo). Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, die seine Reputation als einer der wichtigsten Künstler Norwegens festigten.
Munch starb am 23. Januar 1944 in Ekely, nahe Oslo. Sein Vermächtnis ist durch das Munch-Museum gesichert (gegründet im Jahr 1963), das eine umfangreiche Sammlung seiner Werke beherbergt, darunter zahlreiche Versionen von *Der Schrei*, sowie andere bedeutende Gemälde, Drucke und Zeichnungen.
Historische Bedeutung
Edvard Munchs Beitrag zur modernen Kunst ist unbestreitbar. Er gilt als eine Schlüsselgestalt der Entwicklung des Expressionismus und ebnete den Weg für Künstler, die sich dem Ausdruck subjektiver Emotionen und psychischer Zustände statt objektiver Realität verschrieben haben. Seine unerschrockene Auseinandersetzung mit universellen menschlichen Erfahrungen – Liebe, Verlust, Angst und Tod – hallt weiterhin bei Publikum auf der ganzen Welt wider und macht ihn zu einer der einflussreichsten und dauerhaftesten Figuren in der Kunstgeschichte. Sein Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf nachfolgende Generationen von Künstlern und trug zur Etablierung des Expressionismus in Deutschland und darüber hinaus bei, wodurch er seinen Platz als visionärer Künstler festigte, der sich wagt, die dunkleren Aspekte der menschlichen Natur zu konfrontieren.
Edvard Munch
1863 - 1944 , Schweden
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler:
- Paul Gauguin
- Vincent van Gogh
- Henri de Toulouse-Lautrec
- Bemerkenswerte Werke:
- Der Schrei
- Madonna
- Das kranke Kind
- Melancholie I & II
- Geburtsdatum: 12. Dezember 1863
- Geburtsort: Adelsbruk, Schweden
- Künstlerischer Stil: Expressionismus
- Nationalität: Norweger
- Todatum: 23. Januar 1944
- Vollständiger Name: Edvard Munch
- Von Ihm Beeinflusste Künstler: ['Expressionismus (Deutschland)']




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