Armchair
Acrylic On Canvas
WallArt
Modern Design
1961
Renaissance
68.0 x 68.0 cm
Das Museum für Kunsthandwerk
Giclée / Kunstdruck
Giclée- oder Leinwanddruck in Museumsqualität mit schneller Produktion und flexiblen Veredelungsoptionen. ( Handgemalte Reproduktion bestellen
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Armchair
Giclée / Kunstdruck
Format der Reproduktion
-
Gesamtpreis
$ 62
Sammlerstück-Beschreibung
A Testament to Functional Modernism: Bernardo Bernardi’s “Armchair”
Bernardo Bernardi's "Armchair," meticulously reproduced here in a generous 68 x 68 cm format, represents more than just a piece of furniture; it embodies a pivotal moment in Croatian design history and the burgeoning ideals of functional modernism. Crafted in 1961 for the “Moša Pijade” Workers’ University – now the Open University – this chair was conceived by Bernardi himself, reflecting his deep commitment to accessible design and the transformative potential of tertiary education. The work speaks volumes about a period defined by social reform, architectural innovation, and a conscious effort to reshape public spaces with thoughtful, utilitarian forms.
- Architectural Roots: Designed by R. Nikšić and N. Kučan, the chair’s form is intrinsically linked to the university's ethos – a space intended for intellectual exploration and social engagement.
- Bernardi’s Vision: Bernardi, a leading figure in Croatian architecture and furniture design, championed standardization and quality production, collaborating extensively with factories like TVIN in Virovitica.
- Contextual Significance: The creation of this armchair occurred during a period of significant social and political change in Yugoslavia, reflecting the nation’s ambition to modernize its education system and foster a more egalitarian society.
Form and Materiality – A Study in Austerity
The chair's aesthetic is strikingly austere, dominated by clean lines and a deliberately unadorned form. The primary material—black leather—conveys an immediate sense of sophistication and durability, while the wooden frame provides a grounding element, anchoring the piece to its functional purpose. Bernardi’s design eschews superfluous ornamentation in favor of pure geometric shapes, aligning with the principles of modernism that prioritized clarity and simplicity. The bowl-like silhouette, reminiscent of a shell or perhaps even a stylized echo of classical forms, introduces an unexpected layer of visual interest – a subtle nod to enduring artistic traditions within a decidedly contemporary context.
- Leather’s Significance: Black leather was a popular choice for high-end furniture in the mid-20th century, signifying status and durability.
- Wood as Foundation: The use of wood speaks to the craftsmanship and quality associated with traditional furniture making, blending seamlessly with the modern aesthetic.
- Geometric Harmony: The chair’s form is a testament to Bernardi's mastery of geometric principles, creating a visually balanced and harmonious composition.
Symbolism and Emotional Impact
Beyond its purely functional role, “Armchair” carries a subtle symbolic weight. As the piece was designed for an institution dedicated to learning and social progress, it can be interpreted as representing comfort, contemplation, and the potential for intellectual growth. The chair’s starkness invites introspection, encouraging viewers to consider their own place within the broader context of knowledge and society. The presence of two additional chairs in the photograph further emphasizes this theme – a collective space designed for dialogue and shared experience.
- Representation of Progress: The chair embodies the optimism and forward-thinking spirit of the 1960s, reflecting a desire to create a better future through education and design.
- Intimate Space: The armchair evokes feelings of comfort, relaxation, and personal reflection – qualities highly valued in modern interior design.
A Collector’s Piece – Reproduction Quality
This meticulously hand-painted reproduction captures the essence of Bernardi's original design with exceptional detail and fidelity. Utilizing archival quality materials and employing skilled artisans, ArtsDot.com ensures that this artwork faithfully replicates the chair’s form, texture, and color palette. It is a perfect addition to any collection of modern design or a statement piece for contemporary interiors.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Marina Abramović: Der Körper als Schlachtfeld
Geboren 1946 in Belgrad, Jugoslawien – dem heutigen Serbien –, war das Leben von Marina Abramović eine unermüdliche Erkundung der Grenzen zwischen Selbst und Publikum, zwischen Körper und Geist. Aufgewachsen in einer komplexen Familiengeschichte, die sowohl den Partisanenwiderstand im Zweiten Weltkrieg als auch die spätere Verstrickung in das kommunistische Regime umfasste, prägten ihre frühen Erfahrungen ein tiefes Bewusstsein für gesellschaftliche Zwänge und das Potenzional individueller Handlungsfreiheit. Dieser Hintergrund formte ihre künstlerische Laufbahn maßgeblich und führte sie dazu, sich nicht nur ästhetischen Herausforderungen zu stellen, sondern auch tief verwurzelten sozialen und psychologischen Konflikten.
Ihre formale Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Belgrad und Zagreb legte den Grundstein für ihr späteres Schaffen, doch erst die bewusste Abkehr von der traditionellen Malerei definierte ihren Weg wahrhaftig. Abramovićs künstlerisches Erwachen fand in den frühen 1970er Jahren statt, zeitgleich mit dem Aufkommen der Performancekunst – einer Bewegung, die anfangs auf Skepsis stieß, aber schnell an Dynamik gewann, als Künstler versuchten, den engen Rahmen der Galerie zu sprengen und direkt mit den Betrachtern in Dialog zu treten. Frühe Performances wie Rhythm 0 (1974), ein täuschend einfacher Akt, bei dem sie regungslos in einem Raum inmitten verschiedener Objekte verharrte, etablierten sie sofort als provokante Kraft. Die Macht dieses Werkes lag nicht im visuellen Spektakel, sondern in der beunruhigenden Einladung an das Publikum – eine Herausforderung an deren eigene Grenzen von Empathie und Zurückhaltung.
Die Sprache der Ausdauer
Abramović entwickelte schnell eine unverwechselbare Ausdrucksweise, die auf Ausdauer und körperliche Grenzen fokussiert war. Ihre Arbeit trieb ihren Körper oft an Extrempunkte und setzte ihn Schmerz, Unbehagen und sogar Gefahr aus. Rhythm 10 (1973), bei dem sie sich wiederholt selbst mit einem Messer stach, ist ein Paradebeispiel für diesen Ansatz. Dies war nicht bloß ein Akt der Selbstverletzung; es war ein bewusster Versuch, die der menschlichen Existenz innewohnende Verletzlichkeit offenzulegen und die Betrachter zu zwingen, mit ihren eigenen Reaktionen – sei es Angst, Faszination oder Abscheu – konfrontiert zu werden. Der daraus resultierende Dialog zwischen Künstlerin und Publikum wurde zum Kernstück ihrer Praxis.
Ihre Zusammenarbeit mit Ulay (Frank Uwe Laysiepen) von 1976 bis 1988 erwies sich als besonders einflussreich. Ihre Performances, oft zutiefst persönlich und emotional aufgeladen, untersuchten Themen wie Geschlecht, Identität und die Komplexität von Beziehungen. Imponderabilia (1977), ein Stück, bei dem sie nackt einander gegenüber am Eingang eines Museums standen, verkörperte diesen Ansatz – eine scheinbar passive Begegnung, die ein unbehagliches Maß an Interaktion vom Publikum forderte. Dieser Akt verdeutlichte die inhärente Peinlichkeit und Verletzlichkeit menschlicher Interaktion und zeigte auf, wie unsere Wahrnehmungen durch Nähe und Umstände geformt werden.
Erweiterung des Horizonts: Rituale und Installationen
Im Laufe ihrer Karriere weitete Abramović ihr Werk über die rein physische Ausdauer hinaus aus und integrierte rituelle Praktiken sowie groß angelegte Installationen. The Artist Is Present (2010), zweifellos ihre berühmteste Performance, bestand darin, acht Stunden am Tag vor einer leeren Leinwand im MoMA zu sitzen und schweigend mit den Museumsbesuchern in Kontakt zu treten. Dieses Werk, dokumentiert in einem hochgelobten Buch und Film, verwandelte den Galerieraum in einen Ort tiefer Verbundenheit – eine gemeinsame Erfahrung von Stille und Verletzlichkeit, die kulturelle und sprachliche Barrieren transzendierte.
Werke wie Balkan Baroque (1997) tauchten tief in ihre Familiengeschichte und das Erbe der turbulenten Vergangenheit Jugoslawiens ein. Durch den Einsatz von Videoprojektionen, Live-Performances und Klanglandschaften schuf sie eine vielschichtige Untersuchung von Identität, Erinnerung und Trauma. Ihre späteren Projekte, wie etwa Seven Easy Pieces (2005), luden das Publikum dazu ein, Objekte aus einem Galeriekontext zu stehlen, womit sie Vorstellungen von Eigentum und die Rolle des Betrachters bei der Gestaltung künstlerischen Wertes infrage stellten.
Vermächtnis und Einfluss
Der Einfluss von Marina Abramović auf die zeitgenössische Kunst ist unbestreitbar. Sie hat die Grenzen der Performancekunst grundlegend verschoben und deren Potenzial für tiefgreifendes psychologisches und soziales Engagement bewiesen. Ihre Bereitschaft, ihre eigene Verletzlichkeit – sowohl physisch als auch emotional – preiszugeben, hat unzählige Künstler inspiriert, ihre eigenen Grenzen zu erweitern und konventionelle Vorstellungen künstlerischen Ausdrucks herauszufordern. Sie ist nicht einfach nur eine Künstlerin; sie ist eine Provokateurin, eine Philosophin und eine Pionierin, die die Beziehung zwischen Kunst, Körper und Publikum immer wieder neu definiert.
Die Gründung des Marina Abramović Institute (MAI) im Jahr 2007 festigte ihr Vermächtnis weiter und schuf eine gemeinnützige Organisation, die sich der Unterstützung und Förderung der Performancekunst als lebenswichtige Form des kulturellen Ausdrucks widmet. Das Werk von Abramović bleibt bis heute relevant und fordert uns auf, unsere eigenen Grenzen, unsere Fähigkeit zur Empathie und die Macht der Kunst zu reflektieren, die sowohl uns selbst als auch die Welt um uns herum transformieren kann.
Bernardo Bernardi
1974 - , Serbien
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Performancekunst
- Artists Or Movements Influenced By This Artist:
- Konzeptkunst
- Body Art
- Ausdauerkunst
- Artists Who Influenced This Artist:
- Ulay
- Varnava, Serbischer Patriarch
- Date Of Birth: 30. November 1946
- Full Name: Marina Abramović
- Nationality: Serbisch
- Notable Artworks:
- Rhythm 0
- Balkan Baroque
- The Artist Is Present
- Place Of Birth: Belgrad, Serbien

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