Menü
KOSTENLOSE KUNSTBERATUNG

prunella clough

1919 - 1999

Kurzbiografie

  • Museums on APS:
    • Lady Margaret Hall
    • Lady Margaret Hall
    • The Hepworth Wakefield
    • The Hepworth Wakefield
    • Lady Margaret Hall
  • Creative periods: mature period
  • Died: 1999
  • Works on APS: 34
  • Top 3 works:
    • Weiße Ölfarbe mit gelben Punkten
    • Fisherman with Sprats
    • Greenhouse in Winter

Prunella Clough: Ein Leben in der Kunst

Frühes Leben und Ausbildung

Prunella Clough wurde am 11. November 1919 in Chelsea, London, geboren und stammte aus einer wohlhabenden, oberen-mittelständischen Familie. Ihr Vater, der Dichter Eric Taylor, bot ihr zunächst eine private Bildung. Sie meldete sich 1937 als Teilzeitstudentin an der Chelsea School of Art (heute Chelsea College of Art and Design) an und besuchte 1938 Kurse mit dem Bildhauer Henry Moore. Ihre Tante war die einflussreiche irische Designerin Eileen Gray, die zweifellos ihre ästhetischen Vorstellungen beeinflusste. Clough lebte ihr ganzes Leben in London.

Kriegsdienst und Früher Karriere

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Clough als Kartografin für das Office of War Information, eine Rolle, die ihre Beobachtungsgabe wahrscheinlich geschult hat. Nach dem Krieg widmete sie sich der Malerei vollzeit zu und ergänzte ihren Einkommen durch Lehrtätigkeiten an Chelsea (1956–69) und der Wimbledon School of Art (1966-97). Die Urlaube der Familie Clough-Taylor in Southwold waren von Bedeutung; ihre Mutter kaufte 1945 das Haus Woldside dort, das bis 1966 zu ihrer wichtigsten Basis als Künstlerin wurde.

Künstlerische Entwicklung und Einflüsse

Cloughs frühe Arbeit war mit Neo-Romantikern wie John Minton und Michael Ayrton verbunden und konzentrierte sich auf genau beobachtete Details der Landschaft, insbesondere in Southwold, Lowestof und Yarmouth. Bald darauf ging sie jedoch über diesen Stil hinaus und wurde zunehmend von den Industriegebieten Großbritanniens nach dem Krieg angezogen. Schlüsselbeziehungen zu Künstlern wie John Berger, Ghisha Koenig und David Carr prägten ihre künstlerische Vision weiter.

  • 1940er – 1950er Jahre: Frühe Landschaften, Hafenansichten und Figuren, die neo-romantische Tendenzen widerspiegeln.
  • 1950er – 1960er Jahre: Übergang zu Industriegegenständen – Fabriken, Kraftwerke, Baustellen – Dokumentation der sich verändernden britischen Landschaft.
  • 1960er – 1970er Jahre: Zunehmende Abstraktion, mit einem allmählichen Verschwinden der menschlichen Figur aus ihren Leinwänden.
  • Spätere Karriere: Erkundung von urbanem Müll und Fundobjekten, Erstellung abstrakter Werke, die alltäglichem Abfall Bezug nehmen.

Wichtige Themen und Stil

Cloughs Werk ist durch eine einzigartige Kombination aus Beobachtung und Abstraktion gekennzeichnet. Sie war von den übersehenen Aspekten des modernen Lebens fasziniert – Industrieumgebungen, städtischer Verfall und die Texturen der bebauten Umwelt. Ihre Gemälde zeigen oft fragmentierte Formen, gedämpfte Farben und ein Gefühl der stillen Kontemplation. Sie interessierte sich nicht für große Erzählungen, sondern vielmehr für die subtilen Details des Alltagslebens.

Wichtige Leistungen und Anerkennung

Clough hatte ihre erste Einzelausstellung im Leger-Kabinett in London 1947. Sie nahm an der einflussreichen Ausstellung ‘60 Paintings for ’51’ teil, die für das Festival of Britain veranstaltet wurde. Ihr Gemälde Lowestoft Harbour (1951) wurde von der Arts Council Collection erworben. Sie hatte eine Retrospektive im Whitechapel Art Gallery 1960 und zeigte weiterhin ihr Werk im Laufe ihrer Karriere. Im Jahr 1999 erhielt sie den Jerwood Prize for Painting, und 2007 fand sich eine umfangreiche Retrospektive ihres Werks im Tate Britain wieder.

Historische Bedeutung

Prunella Clough wird als wichtige Figur der britischen Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg anerkannt. Ihre einzigartige Vision und ihre Hingabe, die oft übersehenen Aspekte des modernen Lebens darzustellen, haben ihr einen dauerhaften Platz in der Kunstgeschichte eingebracht. Sie schloss den Bereich zwischen repräsentativer und abstrakter Malerei und schuf Werke, die sowohl visuell ansprechend als auch intellektuell anregend sind. Ihr Einfluss ist bei nachfolgenden Generationen von Künstlern zu sehen, die sich für die Beziehung zwischen Landschaft, Industrie und städtischer Raum interessieren.