Ein vielseitiger flämischer Maler
Joannes De Cordua war ein vielseitiger flämischer Maler, dessen künstlerisches Wirken vor allem in Wien und Prag seine Spuren hinterließ. Geboren in Brüssel, begann seine beeindruckende Laufbahn im Jahr 1660 mit einer Anstellung in Freising unter dem Schutz von Bischof Albrecht Sigismund von Bayern. Später zog es ihn nach Wien, wo er Catharina Anna Bergmayer und später Anna Maria Pfrümer heiratete. Ein entscheidender Wendepunkt in seinem Leben war das Jahr 1677, als er die Hoffreiheit erlangte. Dieser Privileg gewährte ihm die Freiheit, seine Kunst am Kaiserhof auszuüben, und befreite ihn sowohl von der Mitgliedschaft in der lokalen Zunft als auch von bestimmten Steuerlasten. Nachdem er einige Zeit in Prag gewirkt hatte, verstarb er vermutlich im Jahr 1702.
Künstlerische Sujets und Symbolik
Das Schaffen von Joannes De Cordua umfasst ein beeindruckendes Spektrum an Themen, das von Stillleben und Genreszenen über Porträts bis hin zu biblischen Motiven reicht. Der zeitgenössische Kunsthistoriker Joachim von Sandrart würdigte ihn als einen meisterhaften Maler von Stillleben, der es verstand, diese in einer überaus natürlichen und lebendigen Weise darzustellen. Seine Genremalerei besticht durch detailreiche Marktszenen, Kücheninterieurs und die Darstellung von Handwerkern in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung.
Zu seinen bedeutendsten Stillleben-Kompositionen gehören: