Anthony Devis (1729 – 1816): Der Maler ruhiger Landschaften und Wedgwoods Frosch
Anthony Devis, geboren in Preston, Lancashire, im Jahr 1729, steht als eine bedeutende Figur innerhalb der Landschaftsmalerei des achtzehnten Jahrhunderts Großbritannien dar. Seine künstlerische Reise dauerte über sechs Jahrzehnte und mündete mit seinem Tod im Jahr 1816 ab, hinterließ ein Erbe, das durch akribische Beobachtung und die Fähigkeit geprägt ist, die Schönheit englischer Landschaft zu erfassen – insbesondere in seiner Zusammenarbeit mit Josiah Wedgwood zum berühmten „Grünen Frosch“-Servicet.
Devis' Leben wurde früh von seinem Vatershandeln geprägt und dessen Beteiligung an der lokalen Regierung, wodurch eine Grundlage für praktische Fähigkeiten neben einer Wertschätzung für die Darstellung von Sehenswürdigkeiten gelegt wurde. Besonders begünstigt wurde er durch familiäre Verbindungen zu Arthur Devis, einem weiteren geschickten Maler, der ihm künstlerische Sensibilität einflößte. Obwohl er nicht heiratete, etablierte sich Devis um 1760 als professioneller Künstler in London und beteiligte sich aktiv am Aufblühen des Kunstbetriebs seiner Zeit und erhielt Anerkennung durch Ausstellungen sowohl bei der Free Society of Artists als auch bei der Royal Academy. Diese Veranstaltungsorte boten wichtige Plattformen zur Präsentation seines Werkes und zur Etablierung seines Rufes unter Kollegen und Mäzenen.
Devis' künstlerischer Stil neigte sich stark der Topographie zu – detaillierte Darstellungen bestimmter Orte –, wobei er jedoch geschickt Elemente idealisierte Landschaftsbilder einfügte, die von klassischen Einflüssen durchzogen waren, während seine Karriere fortschritt. Er besaß eine außergewöhnliche Begabung dafür, atmosphärische Perspektive einzufangen und subtile Farbgradationen zu verwenden, um Tiefe und Realismus auszudrücken – Techniken, die er durch umfassende Studien der Werke von Claude Lorrain und Nicolas Poussin perfektionierte – Künstlern, deren dramatische Kompositionen Deviss künstlerisches Sehen tiefgreifend beeinflussten. Seine sorgfältige Maltechnik und seine aufmerksame Aufmerksamkeit für Details spiegelten eine Hingabe wider, die Natur mit Genauigkeit darzustellen und ihre emotionale Wirkung zu vermitteln.
Ein entscheidender Moment in Deviss künstlerischer Karriere kam mit der Auftragsarbeit von Wedgwood für die Dekoration von fünfzig Abendplatten, die für Katharina die Große bestimmt waren – Schloss Tsarskoe Selo. Dieses ambitionierte Projekt stellte ihn vor Herausforderungen, 1.222 Miniaturen englischer Häuser zu schaffen, darunter Hackfall Wasserfälle, um die Porzelloberflächen zu schmücken. Der daraus entstandene „Grüne Frosch“-Servicet stellt nicht nur ein außergewöhnliches Beispiel künstlerischer Zusammenarbeit dar, sondern verkörpert auch Ideale der Aufklärung über die harmonische Beziehung zwischen Mensch und Natur. Er festigte Deviss Platz in der Kunstgeschichte als einen der führenden Landschaftsmaler seiner Zeit und demonstrierte den Einfluss aristokratischen Mäzens auf künstlerische Innovation.
Devis' Beitrag zur britischen Kunst geht über individuelle Gemälde hinaus; er verkörpert den Geist einer Generation, die von Romantik fasziniert ist und Schönheit in ihrer ungezügelten Form feiert. Sein dauernder Reiz liegt darin, dass er Ruhe, Beobachtungsgabe und eine unveränderliche Hingabe widerspiegelt, die Natur genau wiederzugeben – Eigenschaften, die auch heute noch bei Betrachtern Anklang finden.