Papier

Leitfaden für studentische Kunstwerke

Self-Portrait

Name Klasse Datum

Simeon Solomon, Self-Portrait (1859), Tate Britain. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
Simeon Solomon artsdot.com/de/artists/simeon-solomon_de/
Lebensdaten des Künstlers
1840 – 1905
Gemalt
1859
Medium
Drawing
Originalgröße
17 x 15 cm
Zeitraum
19th Century
Ausgestellt in
Tate Britain artsdot.com/de/museums/tate-britain-london_de/
Artistic style
Victorian, Symbolism
Notable elements or techniques
Black and white drawing, pensive expression
Subject or theme
Introspection, identity, self-expression

Im Kontext

Self-Portrait — Simeon Solomon

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 17 × 15 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1840
  2. 1850
  3. 1860
  4. 1870
  5. 1880
  6. 1890
  7. 1900

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 65 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 19 war. Der Künstler wurde 65 alt. 1 der 12 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von Simeon Solomon (1840–1905) ▲ dieses Werk, 1859 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1862 Hauptwirkungsjahre: 1862–1878 Spätwerke: ab 1878

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/simeon-solomon-self-portrait-D3G7EC-en/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Putty #dac7b6

    Katalogisierte Palette

    • #DAC7B6
    • #978676
    • #756456
    • #BCAA97

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Neutrals Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Putty
    Intensität
    Balanced Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Gentle Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Unified Palette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Brilliant Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von Simeon Solomon aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 6 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 61,1%1.100 Besuche
    2. 2 Portugal 11,1%200 Besuche
    3. 3 Vereinigte Staaten von Amerika 11,1%200 Besuche
    4. 4 Brasilien 5,6%100 Besuche
    5. 5 Vereinigtes Königreich 5,6%100 Besuche
    6. 6 Schweden 5,6%100 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 17 meistgesehenen Werke von Simeon Solomon

    1. 1 Day and Night 8,7%200 Aufrufe
    2. 2 The Song Of Miriam - 8,7%200 Aufrufe
    3. 3 Classical Lady 8,7%200 Aufrufe
    4. 4 Sappho und Erinna in einem Garten in Mytilene, 1864 8,7%200 Aufrufe
    5. 5 Rabbi Carrying The Torah 8,7%200 Aufrufe
    6. 6 The Annunciation, 1877 8,7%200 Aufrufe
    7. 7 Terra, 1895 4,3%100 Aufrufe
    8. 8 King Solomon, 1874 4,3%100 Aufrufe
    9. 9 Babylon hath been a golden cup 4,3%100 Aufrufe
    10. 10 The Book Of Ruth 4,3%100 Aufrufe
    11. 11 The Toilet Of A Roman Lady - 4,3%100 Aufrufe
    12. 12 Isaac ^ rebecca 4,3%100 Aufrufe
    13. 13 Classical Lady - 4,3%100 Aufrufe
    14. 14 Judith And Her Attendant - 4,3%100 Aufrufe
    15. 15 Self-Portrait, 1859 dieses Gemälde 4,3%100 Aufrufe
    16. 16 The Mystery of Faith 4,3%100 Aufrufe
    17. 17 Faust and Marguerite, 1856 4,3%100 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 99,5% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 65 Werke dieses Künstlers, von denen 17 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 15 unter den Werken, mit 4,3% dieser Aufmerksamkeit (100 Besuche). Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Self-Portrait — Simeon Solomon

    A Glimpse into the Soul: The Introspective World of Simeon Solomon

    In the quiet, monochromatic depths of Simeon Solomon’s 1859 Self-Portrait, we encounter more than just a mere likeness; we witness a profound moment of psychological vulnerability. This delicate drawing, rendered with the sensitive touch characteristic of the early Pre-Raphaent era, captures a figure lost in deep contemplation. The subject, possessing long, elegantly styled hair and a pensive gaze that drifts toward an unseen horizon, serves as a window into the artist's internal landscape. Through the masterful use of light and shadow in this black and white medium, Solomon invites the viewer to share in a private moment of introspection, where the boundaries between the creator and the creation begin to blur.

    The composition is enriched by a subtle sense of place, featuring a window that frames the subject against a backdrop containing a hanging painting. This layering of imagery—a portrait within a portrait—adds a sophisticated depth to the work, suggesting the layers of identity that Solomon himself navigated throughout his complex life. The interplay between the physical setting and the emotional weight of the expression creates a tension that is both haunting and beautiful, making this piece an exquisite example of how Victorian artists utilized domestic intimacy to explore much larger, universal themes of longing and self-discovery.

    Symbolism and the Pre-Raphaelite Spirit

    To understand this work, one must look through the lens of the Pre-Raphaelite movement, a period defined by an intense devotion to detail and a fascination with symbolic truth. While Solomon’s later works became famous for their explorations of Jewish identity and classical mythology, this early self-portrait reveals the foundational seeds of his artistic preoccupation: the exploration of the "inner self." The soft textures of the hair and the flowing drapery of the dress are not merely decorative; they represent a tactile connection to the physical world that contrasts sharply with the ethereal, distant gaze of the subject.

    For the discerning collector or interior designer, this piece offers a unique opportunity to introduce a sense of historical gravity and poetic melancholy into a space. The artwork functions as a focal point of quietude, perfect for a study, a library, or a gallery wall where conversation and reflection are encouraged. Its monochromatic palette ensures a timeless elegance, allowing it to integrate seamlessly into both classical and contemporary decor, providing a sophisticated touch of Victorian romanticism that transcends the passing trends of modern design.

    A Timeless Legacy for the Modern Collector

    Owning a reproduction of such a significant piece is an act of preserving a fragment of art history. Solomon’s life, marked by both immense brilliance and profound tragedy, imbues his work with an emotional resonance that remains palpable over a century later. This Self-Portrait stands as a testament to the power of the line and the depth of the human spirit. It is a piece that does not merely decorate a room but breathes life into it, offering a continuous dialogue between the nineteenth-century artist and the modern observer.

    Whether you are drawn to the technical precision of the drawing or the evocative atmosphere of the Victorian era, this work serves as an enduring inspiration. It invites anyone who views it to pause, to look inward, and to find beauty in the quietest moments of existence.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Simeon Solomon

    Geboren in London, Vereinigtes Königreich

    Ein Leben zwischen Schönheit und Skandal: Die Welt von Simeon Solomon

    Simeon Solomon, ein Name, der in den Annalen des viktorianischen Kunstbetriebs mit Ehrfurcht und Bedauern geflüstert wurde, nimmt eine einzigartige und oft tragische Stellung unter den Präraffaeliten ein. Geboren 1840 in London im Hause eines wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilien – das achte und letzte Kind von Michael (Meyer) Solomon und Künstlerin Kate Levy – war sein Leben eine Geschichte außergewöhnlicher künstlerischer Versprechen, die durch gesellschaftliche Vorurteile und persönliche Dämonen abrupt unterbrochen wurde. Er unterschied sich von vielen seiner Zeitgenossen, die ein langwieriges und gefeiertes Leben führten, indem sein Weg durch einen Schicksalsschlag verändert wurde – doch sein Werk hält weiterhin Gefahren bereit und inspiriert zum Nachdenken für kommende Generationen. Er war nicht nur ein Maler; er war ein kultureller Spiegel, der die Komplexitäten Englands im viktorianischen Zeitalter widerspiegelte und sich damit auseinandersetzte: Glaube, Begehren und Identität in einer schnell wechselnden Welt.

    Frühe Einflüsse und künstlerische Entwicklung

    Solomons künstlerische Ausbildung begann innerhalb seiner Familie. Seine Mutter besaß eine amateurhafte Begabung für Miniaturenmalerei, während seine älteren Brüder Abraham und Rebecca Solomon waren beide etablierte Künstler, die bei der Royal Academy ihre Kunstwerke ausstellten. Es war von ihnen, insbesondere sein Bruder Abraham, dass Simeon seine erste Ausbildung erhielt – er lernte die Grundlagen des Zeichnungs und Kompositions kennen. Er studierte offiziell an Carey’s Art Academy im Jahr 1852 bevor er sich im Jahr 1856 für die angesehenste Royal Academy Schulen einschrieb. Dieser Zeitraum erwies sich entscheidend, denn er brachte ihn mit der aufkommenden Präraffaeliten Bewegung durch Dante Gabriel Rossetti in Kontakt. Der Begegnung mit Rossetti und Freundschaften mit Edward Burne-Jones und Algernon Charles Swinburne prägte seine künstlerischen Vorstellungen tiefgreifend. Er übernahm ihre Verpflichtung zu detaillierter Realismus, lebhaften Farbpaletten und einer Faszination für Literatur, Mythologie und religiöse Erzählungen. Frühe Werke wie Isaac Offered (1858) zeigen diese erste Einwirkung auf beeindruckende Weise – sie zeichnen sich durch eine präzise Aufmerksamkeit zum Detail und einen dramatischen Erzählstil aus, der typisch für die Präraffaeliten ist. Doch Solomon begann schnell seinen eigenen Weg zu gehen und infundierte seine Gemälde mit einer einzigartigen Vision.

    Themen von Glauben, Begehren und Identität

    Solomons künstlerisches Werk war außergewöhnlich vielfältig und umfasste biblische Szenen, klassische Mythologie und Genrebilder, die das jüdische Leben und Rituale darstellten. Er fand besondere Inspiration im Alten Testament und schuf Werke wie Moses (1860) und Shadrach, Meshach, und Abednego (1863), die mit seinem eigenen kulturellen Hintergrund resonierten. Doch es war seine Auseinandersetzung mit klassischen Themen, die ihn wirklich von seinen Zeitgenossen abhob – Gemälde wie In the Temple of Venus (1863) und Bacchus (1867) offenbaren eine Faszination für Sinnlichkeit und Schönheit, oft durchzogen von Melancholie und Sehnsucht. Diese Werke geben auch Hinweise auf Solomons zunehmendes Interesse am homoerotischen Begehren – ein Thema, das er sich später noch expliziter – und gefährlicher – zu eigen machte. Seine Verbindung mit Algernon Charles Swinburne, dessen Poesie Liebe und Begehren als Herausforderung für viktorianische Moral betrachtete, beeinflusste ihn zweifellos maßgeblich und führte dazu, dass er eine Reihe von Gemälden erschuf, die klassische Allegorie oder biblische Erzählungen verwendeten. Solomon war einer der ersten Künstler, der offen homoerotische Themen darstellte – zwar oft verschleiern in klassischen Allegorie oder biblischen Erzählungen. Seine Kunst wurde ein subtiler Kommentar zur gesellschaftlichen Ordnung des viktorianischen Zeitaltes und deutete auf verborgene Leidenschaften und unerfüllte Sehnsucht hin. Er war einer der ersten Künstler, der offen homoerotische Themen darstellte – zwar oft verschleiern in klassischen Allegorie oder biblischen Erzählungen.

    Skandal, Niedergang und bleibendes Erbe

    Das Jahr 1873 markierte einen erschütternden Wendepunkt in Solomons Leben. Seine Verhaftung aufgrund eines sexuellen Aktes in einem öffentlichen Urinal brachte schnelle und brutale Folgen mit sich – obwohl er eine relativ leichte Strafe erhielt, zerbrach sein Ruf und beendete effektiv seine Karriere als öffentlich ausgestellter Künstler. Eine weitere Verhaftung im Jahr 1874 führte zu einer drei Monate langen Haftstrafe und wurde durch einen Strafgeld von £100 ersetzt – jedoch Solomons Leben fand keine Wiederbelebung nach diesem Ereignis. Er lebte eine Einsamkeit aus und arbeitete weiterhin, meist unter schwierigen Umständen. Sein Tod im Jahr 1905 aufgrund von Komplikationen im Zusammenhang mit Alkoholismus ging weitgehend unbemerkt über das breite Publikum hinaus. In den letzten Jahrzehnten gab es jedoch eine zunehmende Neubewertung seines Werkes und Lebens – Retrospektiven im Birmingham Museum & Art Gallery (2005-6) und der Ben Uri Galerie in London (2006) brachten seine Kunst einem neuen Publikum näher und erkannten ihn als bedeutenden Vertreter der Präraffaeliten Bewegung und einen Pionierkünstler, der sich wagte, gesellschaftliche Konventionen herauszufordern. Seine Gemälde leben heute in renommierten Sammlungen wie dem Victoria and Albert Museum, Wightwick Manor und Leighton House weiter – wodurch seine einzigartige Vision auch für kommende Generationen inspiriert und zum Nachdenken anregt. Sein Leben ist eine Geschichte von außergewöhnlicher künstlerischer Kreativität und Tragödie zugleich – ein Künstler, dessen Werk bis heute fasziniert und herausfordert.

    Museum

    Tate Britain

    Ausgestellt in London, Vereinigtes Königreich

    Die Ursprünge und Geschichte der Tate Britain

    Die Grundsteine für die Tate Britain wurden von Sir Henry Tate gelegt, dessen Vision einen ganz eigenen Raum für das künstlerische Schaffen der Nation schuf. Am 21. Juli 1897 öffnete die Institution ihre Pforten, wobei sie zunächst unter dem Namen National Gallery of British Art operierte. In dieser frühen Phase lag der Fokus darauf, ein dauerhaftes Zuhause für die visuelle Geschichte des Landes zu sichern und eine Sammlung aufzubauen, die mit der sich stetig wandelnden Landschaft der britischen Kreativität mitwachsen sollte.

    Im Laufe der Jahrzehnte wandelte sich die Identität der Institution, um ihrer wachsenden Bedeutung gerecht zu werden. Von 1897 bis 1932 behielt sie ihre Bezeichnung als National Gallery of British Art bei. In der Folge wurde der Name in die Tate Gallery geändert – ein Titel, den sie über einen großen Teil des zwanzigsten Jahrhunderts trug. Diese Ära war geprägt von tiefgreifenden kulturellen Umbrüchen, die die Institution stetig weiterentwickelten und schließlich im März 2000 zur Namensgebung Tate Britain führten.

    Der Standort selbst nimmt eine bedeutende Lage in London ein, eingebettet auf dem ehemaligen Gelände des Millbank-Gefängnisses. Dieser Übergang von einem Ort der Gefangenschaft zu einem Zentrum für künstlerische Studien markiert einen tiefgreifenden Wandel im Charakter dieses Uferstandortes. Die Geschichte des Gebäudes ist untrennbar mit der Evolution der Kunst verbunden, die es beherbergt, und reicht von den formalen Strukturen der späten viktorianischen Ära bis hinein in die Moderne.

    Die prachtvolle Architektur und das Design des Gebäudes

    Im Herzen von Millbank, im Londoner Stadtteil Westminster, erhebt sich ein Bauwerk, das auf dem Gelände des ehemaligen Millbank-Gefängnisses errichtet wurde. Die Errichtung durch das Unternehmen Higgs und Hill schuf ein Bauwerk, das klassische Proportionen meisterhaft mit modernen Sensibilitäten in Einklang bringt. Die architektonische Präsenz des Gebäudes wird durch diesen stetigen Dialog zwischen Tradition und zeitgenössischem Design definiert, was ihm eine zeitlose Eleganz verleiht; im Jahr 1970 wurde das Gebäude zudem als Grade II* gelistet.

    Um den Innenraum an die Anforderungen der Moderne anzupassen, wurde im Jahr 2013 eine umfassende Renovierung abgeschlossen. Ein zentraler Bestandteil dieses Projekts war die Schaffung von neun neuen Galerien, die mit verstärkten Böden ausgestattet sind, um das enorme Gewicht schwerer Skulpturen tragen zu können. Die physische Gestaltung des Raumes ermöglicht eine stille, fast meditative Begegnung mit der Kunst und bietet eine strukturierte Umgebung für tiefe Kontemplation. Das gesamte Layout fördert dabei ein Gefühl der Kontinuität zwischen der historischen Substanz des Gebäudes und seiner heutigen, lebendigen Funktion.

    Eine gewaltige Sammlung britischer Kunst

    Die Sammlung umfasst über 500 Jahre britischer Kunstgeschichte und fungiert als nationale Galerie für das kreative Schaffen der Nation vom Jahr 1500 bis in die Gegenwart. Sie beherbergt eine bedeutende Zusammenstellung von Werken, die bis in die Ära der Tudors zurückreichen. Diese Kunstwerke sind physische Zeugnisse, die die Evolution einer ganz spezifischen visuälen Sprache über die Jahrhunderte hinweg nachzeichnen.

    Ein beträchtlicher Teil des Bestandes wird von den Werken J.M.W. Turner eingenommen, die einen tiefen Einblick in seinen ganz eigenen Umgang mit Licht und Atmosphäre gewähren. Die enorme Bandbreite der Sammlung erstreckt sich bis in die Moderne und die zeitgenössische Kunst, wo die Präsenz von Künstlern wie David Hockney, Peter Blake und Francis Bacon eine Brücke zu den jüngeren Entwicklungen des britischen Ausdrucks schlägt. Jede Epoche wird dabei durch die spezifischen Materialien und Techniken ihrer jeweiligen Zeit repräsentiert.

    Ophelia, 1851

    The Lady of Shalott, 1888

    The Shipwreck, 1805

    Three Studies for Figures at the Base of a Crucifixion, 1944

    Meisterwerke der permanenten Sammlung

    Die Präsenz der Präraffaeliten ist in den Werken von Sir John Everett Millais tief spürbar. Sein Gemälde Ophelia bleibt eines der berühmtesten Kunstwerke in diesen Hallen, ein zentraler Ankerpunkt der Sammlung. In unmittelbarer Nähe wird die Last von Mythos und Legende durch John William Waterhouse in The Lady of Shalott heraufbeschworen. Diese Leinwände verlangen nach stiller Aufmerksamkeit und laden zu einer Ruhe ein, die der Schwere ihrer Sujets in nichts nachsteht.

    Licht und Atmosphäre prägen maßgeblich das Erlebnis innerhalb dieser Mauern. J.M.W. Turners The Shipwreck fängt eine Urgewalt der Elemente ein, während John Singer Sargent’s Carnation, Lily, Lily, Rose eine ganz andere Studie von Licht und Farbe darstellt. Dante Gabriel Rossetti’s Proserpine verleiht den permanenten Beständen eine Ebene symbolischer Tiefe und verweilt als eine stille, beständige Präsenz inmitten der vielschichtigen Geschichte der britischen Kunst.

    Ophelia, 1851

    The Lady of Shalott, 1888

    Carnation, Lily, Lily, Rose, 1885

    The Shipwreck, 1805

    Proserpine, 1874

    Ausstellungen und künstlerischer Dialog

    Das Museum fungiert durch seine kuratierten Ausstellungen als ein Ort des fortwährenden kritischen Austauschs. In zweijährigem Rhythmus werden die Hallen Schauplatz der jährlichen Turner Prize-Ausstellung – ein Ereignis, das der Institution eine zeitgenössische Relevanz verleiht. Dieser Programmierzyklus stellt sicher, dass der Dialog zwischen den historischen Sammlungen und den aktuellen Kunstbewegungen lebendig bleibt. In den letzten Jahren fand beispielsweise die Präsentation „David Hockney: Arrival“ statt, welche die Nutzung der iPad-Technologie bei der Erfassung von Landschaften und Porträts untersuchte. Solche Ausstellungen verdeutlichen eindrucksvoll, wie sich künstlerische Ausdrucksmittel an technologische Veränderungen anpassen und dabei ihre emotionale Ausdruckskraft bewahren.

    Die Bandbreite dieser Präsentationen reicht von globalen Perspektiven bis hin zu spezifischen atmosphärischen Studien. Die Ausstellung „Nigerian Modernism“ beleuchtete die Bewegungen, die in Nigeria in der Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden, und hob Künstler hervor, die durch Experimentierfreude koloniale Narrative infrage stellten. Darüber hinaus widmete sich das Museum Ausstellungen über die Werke von Claude Monet, wobei insbesondere seine Faszination für flüchtige Momente und atmosphärische Effekte im Fokus stand – etwa die Art und Weise, wie sich das Licht in „The London Harbour“ in der Themse spiegelt.“

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Self-Portrait

    artsdot.com/de/art/download/simeon-solomon-self-portrait-D3G7EC-en/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Solomon, Simeon. Self-Portrait. 1859, Tate Britain. https://artsdot.com/de/art/simeon-solomon-self-portrait-D3G7EC-en/
    APA
    Solomon, Simeon (1859). Self-Portrait [Painting]. Tate Britain. https://artsdot.com/de/art/simeon-solomon-self-portrait-D3G7EC-en/
    Chicago
    Simeon Solomon. Self-Portrait. 1859. Tate Britain. https://artsdot.com/de/art/simeon-solomon-self-portrait-D3G7EC-en/
    Harvard
    Solomon, Simeon (1859) Self-Portrait. Tate Britain. Available at: https://artsdot.com/de/art/simeon-solomon-self-portrait-D3G7EC-en/

    Genau hinsehen

    Self-Portrait — Simeon Solomon

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: self-portrait, victorian art, symbolism. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Sappho und Erinna in einem Garten in Mytilene (1864), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Simeon Solomon war etwa 19 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Self-Portrait — Simeon Solomon

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. What artistic movement is Simeon Solomon associated with?

      • A Romanticism
      • B Impressionism
      • C Pre-Raphaelites
    2. 2. In what year was this self-portrait created?

      • A 1865
      • B 1870
      • C 1859
    3. 3. What medium did Simeon Solomon use to create this artwork?

      • A Oil paint
      • B Watercolor
      • C Graphite on paper
    4. 4. Where is this self-portrait currently housed?

      • A The Louvre Museum
      • B The Metropolitan Museum of Art
      • C Tate Britain
    5. 5. What does the image description highlight about Solomon's artistic style?

      • A His preference for bold colors and dramatic lighting.
      • B His meticulous attention to detail and symbolic representation.
      • C His rejection of traditional academic conventions.

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1C · 2C · 3C · 4C · 5B

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Wann wurde "Self-Portrait" geschaffen und welcher Stilrichtung lässt es sich zuordnen?

    "Self-Portrait" von Simeon Solomon datiert aus dem Jahr 1859 und gehört zur Pre-Raphaelite Revival.

    Für welchen Raum wird "Self-Portrait" von Simeon Solomon empfohlen?

    Eine Reproduktion von „Self-Portrait“ passt hervorragend in ein Living Room.

    Welche Druckgröße von "Self-Portrait" von Simeon Solomon passt in den empfohlenen Raum?

    Die ideale Kombination für "Self-Portrait" von Simeon Solomon: ein Druck im Format Small für einen Living Room.