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Leitfaden für studentische Kunstwerke

No title

Name Klasse Datum

Per Kirkeby, No title, Das Dänische Parlament. Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Per Kirkeby artsdot.com/de/artists/per-kirkeby_de/
Lebensdaten des Künstlers
1938 – ?
Originalgröße
292 x 200 cm
Bewegung
Abstract Expressionism Large canvases where the act of painting itself — the drip, the sweep — is the subject.
Ausgestellt in
Das Dänische Parlament artsdot.com/de/museums/the-danish-parliament-copenhagen_de/

Im Kontext

No title — Per Kirkeby

Maße

Das Original hat die Maße 292 × 200 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe. Es ist zu groß, um auf dieser Seite maßstabsgetreu dargestellt zu werden.

Wann könnte dieses Werk entstanden sein?

  1. 1930

Schattiert: das Lebenswerk von Per Kirkeby (1938–?)

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Ähnliche Kunstwerke

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Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/per-kirkeby-no-title-D7FA9E-en/

Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Bronze #c18116

    Gespeicherte Palette

    • #C18116
    • #323230
    • #7E6B50
    • #CEA759
    Palette
    Dark Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Bronze
    Intensität
    Vivid Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Statement Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Strong Color Unity Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Balanced Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Clear Color Presence Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    No title — Per Kirkeby

    Kirkeby has been cultivating landscape painting in a modern, picturesque idiom since the middle of the 1970s. He has frequently found his motifs in Greenland, where he has stayed many times and also worked as a geologist, or the island of Læsø where he lives in the summer. Kirkeby usually uses a subdued Nordic palette. He builds up his paintings layer by layer in a time-consuming, laborious process. His decorative works at Christiansborg have a sublime appearance as a total installation with the broad spectrum of colours in the paintings against the background of the red wall, a colour chosen by Per Kirkeby. Author: Lisbeth Bonde, M.A and art critic. Photographer: Torben Eskerod.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Per Kirkeby

    Geburtsort Kopenhagen, Dänemark

    Per Kirkeby: Ein Geologs’ Paletten – Formung von Landschaften des Geistes

    Geboren in Kopenhagen, Dänemark, am 1. September 1938, etablierte sich Per Kirkeby als eine Schlüsselfigur der dänischen Kunstszene und darüber hinaus. Seine frühe Lebensphase, geprägt von dem Hintergrund seines Vaters als Ingenieur und seiner Mutter im Bildungsbereich, legte den Grundstein für seine intellektuelle Neugierde, die sein facettenreiches künstlerisches Schaffen maßgeblich beeinflusste. Zunächst studierte Kirkeby Naturgeschichte an der Universität Kopenhagen, doch seine Faszination für Geologie entwickelte sich schnell zu einer zentralen Identitätskomponente – sowohl als Wissenschaftler als auch als Künstler. Diese Überschneidung zwischen akribischer Beobachtung geologischer Prozesse und dem expressiven Darstellen dieser Beobachtungen prägte seinen einzigartigen Œuvrecharakter.

    Kirkebys künstlerische Reise begann 1962 mit seiner Aufnahme in die einflussreiche “eks-skolen” (Experimentelle Kunstschule) in Kopenhagen. Diese Umgebung, geprägt von einem Geist der Experimentierfreude und einer Ablehnung traditioneller Kunstkonventionen, bot ideale Bedingungen für seine Entwicklung. Er übernahm frühzeitig vielfältige Medien – Malerei, Grafik, Film, Performancekunst – und demonstrierte damit eine frühe Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten und unkonventionelle Ansätze zu verfolgen. Die Betonung der Konzeptualismus durch die Fluxus-Bewegung und deren Verschwimmen der Grenzen zwischen Kunst und Leben resonierte tief in Kirkebys Wunsch, Beobachtung und Erfahrung in seine Arbeit zu integrieren.

    Die Geologie im Inneren: Einflüsse und Frühe Werke

    Kirkebys künstlerische Vision wurzelte tief in seinem intensiven Engagement mit der Geologie, insbesondere den Landschaften Grönlands. Seine Expeditionen auf Peary Island in den späten 1950er Jahren führten zu einer transformativen Erfahrung, die ihn mit einer tiefgreifenden Wertschätzung für die immensen Zeitskalen im Zusammenhang mit geologischen Prozessen – die langsame, unerbittliche Kraft, die unsere Planetenoberfläche formt – einleben ließ. Diese Erkenntnis spiegelte sich in seiner Kunst wider durch geschichtete Kompositionen und suggestive Bilder, die das Gedächtnis der Erde widerspiegelten.

    Seine frühen Gemälde, entstanden in den 1960er Jahren, zeichnen sich oft durch eine lebendige, fast Pop-Art-beeinflusste Ästhetik aus. Durch den Einsatz verschiedener Techniken wie Ölmalerei und Collagen schuf er dynamische Kompositionen, die von Comicbüchern und anderen populären visuellen Formen inspiriert waren. Unter dieser sichtbaren Oberfläche verbarg sich jedoch eine tiefere Auseinandersetzung mit geologischen Prinzipien – ein Bestreben, die Essenz natürlicher Strukturen und Prozesse einzufangen. Die Einflüsse von Künstlern wie Piet Mondrian und Mark Rothko sind in seinen frühen Werken erkennbar, doch er entwickelte schnell einen eigenen Stil, der Abstraktion mit einer unmittelbaren Verbindung zur natürlichen Welt verband.

    Erweiterung Horizonten: Skulptur, Film und Konzeptuelle Erkundungen

    Mit der Weiterentwicklung seines künstlerischen Schaffens erweiterte Kirkeby sein Schaffen über die Malerei hinaus in die Skulptur, den Film, die Poesie und das Schreiben. Seine Skulpturen zeigten eine Faszination für Form, Struktur und die Beziehung zwischen menschlicher Schöpfung und natürlichen Prozessen. Die hausähnlichen Formen auf der Insel Læsø Island dienten beispielsweise als Meditation über Schutz und ein Kommentar zur dauerhaften Präsenz geologischer Kräfte.

    Kirkebys Ausflüge in den Film festigten sein Engagement für interdisziplinäre Erkundungen. Er arbeitete mit dem Filmemacher Lars von Trier an mehreren Projekten zusammen und trug visuelle Elemente bei, die die thematischen Schwerpunkte der Filme unterstrichen. Seine Gedichte und Essays erforschten Themen wie Landschaft, Zeit und menschliche Erfahrung und boten eine intime Perspektive auf seine künstlerische Vision.

    Anerkennung und Vermächtnis

    Kirkebys Werk erlangte im Laufe seiner Karriere internationale Anerkennung, mit Ausstellungen in renommierten Institutionen wie der Tate in London, dem Metropolitan Museum of Art und MoMA in New York sowie dem Centre Pompidou in Paris. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Kunstpreis der NORD/LB im Jahr 1990 und den Coutts Contemporary Art Foundation Award im Jahr 1996. 1982 wurde er zum Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe ernannt.

    Trotz einer schweren Gehirnverletzung, die 2013 erlitten wurde und zu seiner Entscheidung führte, die Malerei aufzugeben, lebt Kirkebys Vermächtnis weiter. Seine Werke werden weiterhin ausgestellt und studiert weltweit und werden für ihre einzigartige Synthese von geologischer Beobachtung, künstlerischem Ausdruck und konzeptueller Erkundung gefeiert. Er bleibt eine zentrale Figur der zeitgenössischen Kunst und demonstriert die Kraft des Kunstbegriffs, sich mit grundlegenden Fragen unserer Existenz in Bezug auf die natürliche Welt auseinanderzusetzen. Er starb am 9. Mai 2018 und hinterließ ein Werk, das weiterhin Staunen und Kontemplation hervorruft.

    Museum

    Das Dänische Parlament

    Aktuell ausgestellt in Kopenhagen, Dänemark

    Das lebendige Geflecht der dänischen Demokratie

    Innerhalb der geschichtsträchtigen Mauern des Christiansborg-Palastes, wo der Puls der Nation am stetigsten schlägt, liegt ein Erlebnis, das weit über die bloße Beobachtung von Politik hinausgeht. Den Sitz des

    Folketinget

    zu betreten bedeutet, in eine lebendige Erzählung einzutauchen – eine tiefgreifende Schnittstelle zwischen legislativer Macht und künstlerischer Pracht. Der Palast selbst, der widerstandsfähig auf der historischen Insel Slotsholmen thront, dient als monumentales Zeugnis dänischer Ausdauer. Er ist aus der Asche verheerender Brände in den Jahren 1794 und 1884 emporgestiegen, und das heutige Bauwerk – vollendet im Jahr 1928 – ist eine meisterhafte architektonische Leistung, die klassische Würde mit modernen Designansprüchen vereint. Für Kunstliebhaber und Historiker gleichermaßen ist der Palast nicht nur ein Gebäude, sondern ein architektonisches Palimpsest, in dem jeder Stein und jedes vergoldete Ornament Geschichten über die Entwicklung einer Nation flüstert – von einer monarchischen Vergangenheit hin zu einer transparenten, demokratischen Gegenwart.

    Während man durch die prunkvollen Parlamentskammern wandert, wandelt sich die Atmosphäre von der Schwere der Regierungsführung hin zur zarten Schönheit der Handwerkskunst. Die Innenräume sind weit mehr als bloße funktionale Räume für Debatten; sie sind kuratierte Umgebungen, die darauf ausgelegt sind, Ehrfurcht und bedächtige Überlegungen zu inspirieren. In den königlichen Empfangszimmern entfaltet sich der Glanz dänischer Kunst in seiner vollen Pracht und bietet durch opulente Möbel und atemberaubende Deckenfresken, die das Licht des wechselnden Kopenhagener Himmels einfangen, ein Fest für die Augen. Für Innenarchitekten und Sammler stellen diese Räume den Gipfel dekorativen Exzellenz dar, wo komplizierte Details und symbolische Dekorationen dazu dienen, die politische Reise Dänemarks durch die Sprache der bildenden Kunst und exquisiter Ornamentik zu erzählen.

    Die Sammlung, die in diesen historischen Mauern untergebracht ist, bietet ein ergreifendes Spiegelbild der dänischen kulturellen Identität und verbindet historische Bedeutung mit ästhetischer Meisterschaft. Obwohl der Palast kein traditionelles Museum im konventionellen Sinne ist, dient er als Zufluchtsort für Werke, die die Seele der Region einfangen. Man kann nicht anders, als von der impressionistischen Brillanz Paul Gustave Fischers bewegt zu werden, dessen Werk

    Der Fischmarkt am Gammelstrand

    die lebendige, geschäftige Atmosphäre des historischen Kopenhagener Fischviertels zum Leben erweckt. Ähnlich dazu lädt seine heitere Darstellung in

    Eine Straßenszene im Winter, Kopenhagen

    zu einem Moment stiller Kontemplation ein und zeigt die architektonische Anmut und die urbane Ruhe der Stadt. Diese Gemälde schmücken nicht nur die Hallen; sie fungieren als visuelle Anker, die den zeitgenössischen politischen Diskurs mit dem unvergänglichen Geist des dänischen Volkes verbinden.

    Was das dänische Parlament wahrhaft auszeichnet, ist seine bemerkenswerte Zugänglichkeit, welche die traditionellen Barrieren zwischen der Institution und der Bürgerschaft durchbricht. Es bleibt ein dynamisches, atmendes Gebilde, in dem die Öffentlichkeit eingeladen wird, die Mechanismen der Demokratie durch geführte Touren und live stattfindende Parlamentssitzungen aus erster Hand zu erleben. Diese Transparenz schafft einen einzigartigen Dialog zwischen der Kunst an den Wänden und den Menschen in den Hallen und fördert ein Gefühl des gemeinsamen Erbes. Durch laufende Ausstellungen, die zeitgenössische Interpretationen dänischer Werte erforschen, und akribische Renovierungen zur Bewahrung der architektonischen Integrität stellt der Palast sicher, dass sein Vermächtnis sowohl ein Fenster in die Vergangenheit als auch ein Leuchtfeuer für die Zukunft bleibt. Es ist ein seltener Ort, an dem Geschichte, Kunst und Regierungsführung miteinander verschmelzen, um eine unvergessliche Reise durch das Herz Dänemarks zu gestalten.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für No title

    artsdot.com/de/art/download/per-kirkeby-no-title-D7FA9E-en/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Kirkeby, Per. No title. n.d., Das Dänische Parlament. https://artsdot.com/de/art/per-kirkeby-no-title-D7FA9E-en/
    APA
    Kirkeby, Per (n.d.). No title [Painting]. Das Dänische Parlament. https://artsdot.com/de/art/per-kirkeby-no-title-D7FA9E-en/
    Chicago
    Per Kirkeby. No title. n.d. Das Dänische Parlament. https://artsdot.com/de/art/per-kirkeby-no-title-D7FA9E-en/
    Harvard
    Kirkeby, Per (n.d.) No title. Das Dänische Parlament. Available at: https://artsdot.com/de/art/per-kirkeby-no-title-D7FA9E-en/

    Genau hinsehen

    No title — Per Kirkeby

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: abstract, landscape, color field. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Missing the World, weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.
    5. Abstract Expressionism: Large canvases where the act of painting itself — the drip, the sweep — is the subject. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

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