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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Open Phone Booth

Name Klasse Datum

Nilbar Güreş, Open Phone Booth (2011). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Nilbar Güreş artsdot.com/de/artists/nilbar-gures_de/
Lebensdaten des Künstlers
1977 – ?
Gemalt
2011
Originalgröße
79 x 78 cm
Bewegung
Contemporary

Im Kontext

Open Phone Booth — Nilbar Güreş

Maße

Das Original hat die Maße 79 × 78 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1970
  2. 1980
  3. 1990
  4. 2000
  5. 2010

Schattiert: das Lebenswerk von Nilbar Güreş (1977–?) ▲ dieses Werk, 2011

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Phthalo Green #151419

    Gespeicherte Palette

    • #151419
    • #FDFCFB
    • #A07A5A
    • #DEC9A0
    Palette
    Neutrals Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Phthalo Green
    Intensität
    Monochromatic Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Statement Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Balanced Harmony Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Balanced Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Open Phone Booth — Nilbar Güreş

    Exploring injustices based on identity, social domination and oppression mechanisms, Nilbar Güreş works with various media such as collage, painting, drawing, photography, video and sculpture. The artist constructs provocative scenes where she not only focuses on the practices of being visible, invisible, and the state of being ignored in public and private spaces, but also investigates the ways in which these practices are transformed into opportunities for resistance. Güreş employs elements of staging and performance for her inquiry into the politics of representation and symbols. Her series titled

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Nilbar Güreş

    Geburtsort Istanbul, Türkei

    Nilbar Güreş: Eine Künstlerin zwischen Tradition und Moderne

    Nilbar Güreş, geboren 1977 in Istanbul, ist eine vielseitige und international anerkannte Künstlerin, deren Werk die komplexen Wechselwirkungen von kultureller Identität, Geschlecht und gesellschaftlichen Normen erforscht. Ihre Kunstwerke, die von Fotografie über Video bis hin zu Textilkunst reichen, sind geprägt von einer tiefen Sensibilität für Details und einer klaren Botschaft. Güreş’s künstlerischer Weg ist untrennbar mit ihrer türkischen und kurdischen Herkunft verbunden, die ihre Vision maßgeblich beeinflusst.

    Ihre frühen Jahre in Istanbul legten den Grundstein für ihre spätere künstlerische Entwicklung. Sie studierte an der Mimar Sinan Universität der Bildenden Künste in Istanbul und später an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Diese duale Ausbildung, die sowohl traditionelle Maltechniken als auch moderne europäische Avantgarde umfasste, ermöglichte es ihr, eine einzigartige Perspektive zu entwickeln – ein Dialog zwischen östlicher und westlicher Ästhetik.

    Die Sprache der Textilien und die weibliche Perspektive

    Ein zentrales Element von Güreş’s Kunst ist ihre meisterhafte Verwendung von Textilien. Sie betrachtet Stoffe nicht nur als Medium, sondern verleiht ihnen eine tiefe symbolische Bedeutung. Traditionelle türkische und kurdische Handwerkskünste dienen dabei als Referenz, werden aber gleichzeitig in Frage gestellt und neu interpretiert. Quilts, Teppiche und bestickte Stücke werden zu Trägern für Themen wie häusliche Vertrautheit, Erinnerung und die oft übersehenen Erfahrungen von Frauen innerhalb dieser kulturellen Kontexte. Ihre Werke untergraben häufig Erwartungen – ein scheinbar einfaches Tischläuferchen kann beispielsweise eine kraftvolle Kritik an sozialer Ungerechtigkeit oder Geschlechterdynamiken verbergen.

    Güreş’s Fotografien sind ebenso eindrücklich. Sie arbeitet oft mit inszenierten Porträts, die die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion verwischen und den Betrachter dazu auffordern, seine Annahmen über Identität und Repräsentation zu hinterfragen. Ihre Farbgebung ist bewusst gewählt und erzeugt eine emotionale Wirkung – von gedämpften Erdtönen bis hin zu kräftigen, gesättigten Farben. Dabei spielt die Darstellung der weiblichen Figur eine zentrale Rolle, oft in Momenten der Stille oder bei der Ausübung alltäglicher Tätigkeiten, was dazu dient, die Erfahrungen von Frauen sowohl im persönlichen als auch gesellschaftlichen Bereich hervorzuheben.

    Die Entwicklung des künstlerischen Schaffens

    Güreş’s künstlerischer Stil hat sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. Sie experimentiert mit verschiedenen Medien und Techniken – Fotografie, Video, Performance, Textilkunst, Collage und Mixed Media. Diese Vielfalt ermöglicht es ihr, komplexe Themen auf unterschiedliche Weise zu behandeln und neue Perspektiven zu eröffnen. Ihre Entscheidung, in Wien zu leben, war entscheidend für ihre künstlerische Entwicklung. Die multikulturelle Atmosphäre der Stadt bietet einen Raum für Reflexion und Experimentierfreude.

    Zu ihren bedeutenden Ausstellungen gehören unter anderem “Velvet Stare” im Arter Museum in Istanbul (2018), “Space Uncurated #1” bei MLZ Art Dep in Trieste (2024), “ATEM” in Wien (2021) und “Open Phone Booth” (2011). Diese Ausstellungen haben ihre Kunst einem breiten Publikum bekannt gemacht und ihre künstlerische Vision einer internationalen Anerkennung zugänglich gemacht.

    Themen der Identität, Kultur und die Frau im 21. Jahrhundert

    Im Zentrum von Güreş’s künstlerischer Praxis steht die Auseinandersetzung mit Identität – insbesondere in ihrer Wechselwirkung mit Geschlecht, Kultur und Ort. Ihre Werke thematisieren oft die Erfahrungen muslimischer Frauen in Europa und gehen auf Fragen der Repräsentation, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Erwartungen ein. Sie präsentiert keine einfachen Narrative, sondern vielmehr differenzierte Porträts, die die Komplexität des Lebens erfassen. Dabei untersucht sie die Beziehung zwischen Frauen und ihrem Zuhause, öffentlichen Räumen und der breiteren kulturellen Landschaft und regt den Betrachter dazu an, diese Einflüsse auf individuelle Identitäten zu hinterfragen.

    Güreş’s Kunst ist nicht nur eine Reflexion ihrer eigenen Erfahrungen, sondern auch eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Fragen. Durch ihre Werke fordert sie konventionelle Vorstellungen von Weiblichkeit heraus, stellt Machtstrukturen in Frage und setzt sich für mehr Sichtbarkeit und Verständnis marginalisierter Stimmen ein. Ihre fortwährende Beschäftigung mit diesen Themen trägt dazu bei, dass ihre Kunst auch in der heutigen Zeit relevant und wirkungsvoll bleibt.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Open Phone Booth

    artsdot.com/de/art/download/nilbar-gures-open-phone-booth-D7DP4K-en/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Güreş, Nilbar. Open Phone Booth. 2011, https://artsdot.com/de/art/nilbar-gures-open-phone-booth-D7DP4K-en/
    APA
    Güreş, Nilbar (2011). Open Phone Booth [Painting]. https://artsdot.com/de/art/nilbar-gures-open-phone-booth-D7DP4K-en/
    Chicago
    Nilbar Güreş. Open Phone Booth. 2011. https://artsdot.com/de/art/nilbar-gures-open-phone-booth-D7DP4K-en/
    Harvard
    Güreş, Nilbar (2011) Open Phone Booth. Available at: https://artsdot.com/de/art/nilbar-gures-open-phone-booth-D7DP4K-en/

    Genau hinsehen

    Open Phone Booth — Nilbar Güreş

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: textile art, identity politics, social justice. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Wilde Belästigung, weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.
    5. Nilbar Güreş war etwa 34 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?

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