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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Risen Christ

Name Klasse Datum

Michelangelo Buonarroti, Risen Christ (1521), Santa Maria sopra Minerva. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
Michelangelo Buonarroti artsdot.com/de/artists/michelangelo-buonarroti_de/
Lebensdaten des Künstlers
1475 – 1564
Gemalt
1521
Bewegung
Hochrenaissance The brief peak when balance, depth and anatomy came together — Leonardo, Raphael, Michelangelo.
Zeitraum
Renaissance
Ausgestellt in
Santa Maria sopra Minerva artsdot.com/de/museums/santa-maria-sopra-minerva-rom_de/
Artistic style
Classical influence
Influences
Renaissance Classics
Notable elements or techniques
Contrapposto stance; Floating loincloth
Subject or theme
Christian iconography; Resurrection

Im Kontext

Risen Christ — Michelangelo Buonarroti

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1470
  2. 1480
  3. 1490
  4. 1500
  5. 1510
  6. 1520
  7. 1530
  8. 1540
  9. 1550
  10. 1560

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 89 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 46 war. Der Künstler wurde 89 alt. 325 der 440 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von Michelangelo Buonarroti (1475–1564) ▲ dieses Werk, 1521 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1509 Hauptwirkungsjahre: 1509–1522 Spätwerke: ab 1522

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/michelangelo-buonarroti-risen-christ-8XZMQ4-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Grau #817059

    Katalogisierte Palette

    • #817059
    • #0B1008
    • #CFC0AA
    • #423A29

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Grau
    Intensität
    Monochrom Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Aussagekraft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Hohe farbliche Harmonie Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefste Schattenwerte Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Gedämpft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von Michelangelo Buonarroti aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 97 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 29,7%115.400 Besuche
    2. 2 Italien 9,8%38.300 Besuche
    3. 3 Vereinigte Staaten von Amerika 8,2%31.800 Besuche
    4. 4 Spanien 7,3%28.600 Besuche
    5. 5 Singapur 6,0%23.200 Besuche
    6. 6 Hong Kong 5,3%20.600 Besuche
    7. 7 Frankreich 4,6%18.000 Besuche
    8. 8 Mexiko 2,9%11.400 Besuche
    9. 9 Deutschland 2,7%10.400 Besuche
    10. 10 Brasilien 1,8%7.100 Besuche
    11. · 87 weitere Länder 21,7%84.400 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von Michelangelo Buonarroti

    1. 1 Die Schöpfung Adams, 1512 16,5%85.900 Aufrufe
    2. 2 Jüngstes Gericht, 1537 6,6%34.200 Aufrufe
    3. 3 Schöpfung Adams, 1510 5,9%30.600 Aufrufe
    4. 4 Heilige Familie (Doni Tondo), 1506 2,1%11.000 Aufrufe
    5. 5 David, 1504 1,2%6.400 Aufrufe
    6. 6 Die Heilige Familie mit dem unbefleckten Kind St. Johannes dem Baptist (der Donati-Tondo), 1506 1,1%5.600 Aufrufe
    7. 7 Der Doni Tondo (gerahmt), 1506 1,0%5.100 Aufrufe
    8. 8 Erkunden Sie Michelangelos ikonisches 'Das Jüngste Gericht'! Ein atemberaubendes Renaissance-Fresko – eine kraftvolle Darstellung göttlichen Gerichts. Besitzen Sie noch heute eine beeindruckende Reproduktion!, 1537 0,8%4.100 Aufrufe
    9. 9 Risen Christ (Detail), 1521 0,8%4.100 Aufrufe
    10. 10 Gruppe von drei männlichen Akten (recto), 1503 0,8%4.000 Aufrufe
    11. 11 Die Schöpfung Adams (Detail), 1510 0,7%3.500 Aufrufe
    12. 12 Trennung von Licht und Dunkelheit, 1511 0,6%3.300 Aufrufe
    13. 13 Außenansicht der Sixtinischen Kapelle, 1475 0,6%3.200 Aufrufe
    14. 14 Leda und der Schwan, 1535 0,6%3.000 Aufrufe
    15. 15 Die Erschaffung Adams, 1510 0,6%3.000 Aufrufe
    16. 16 Die Delphische Sibylle, 1509 0,6%2.900 Aufrufe
    17. 17 Der Doni Tondo (gerahmt) 0,6%2.900 Aufrufe
    18. 18 Joel, 1509 0,5%2.700 Aufrufe
    19. 19 Die Leichentragung, 1510 0,5%2.500 Aufrufe
    20. 257 Risen Christ, 1521 dieses Gemälde 0,1%500 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 42,2% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 686 Werke dieses Künstlers, von denen 569 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 257 unter den Werken, mit 0,1% dieser Aufmerksamkeit (500 Besuche). Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Risen Christ — Michelangelo Buonarroti

    Michelangelo Buonarroti: Ein Titan der Renaissance

    Michelangelo Buonarroti, eine Gestalt, die bis heute Kunstgeschichte fasziniert und inspiriert – ein Künstler, dessen Werk nicht nur Schönheit verkörpert, sondern auch tiefgreifende philosophische Fragen aufwirft. Geboren 1475 in Caprese Michelangelo, Italien, entwickelte sich sein außergewöhnliches Talent für Bildhauerei und Malerei zu einer Quelle unübertroffener Kreativität und künstlerischer Meisterleistung. Seine Werke prägten den Stil der Hochrenaissance nachhaltig und gelten bis heute als Gipfel menschlicher Kunstfertigkeit.

    Frühe Ausbildung und Werkstattjahre: Michelangelo begann seine künstlerische Reise mit einer Ausbildung beim Florentiner Bildhauer Domenico Ghirlandaio, wo er die Grundlagen der Freskomalerei erlernte. Diese frühe Erfahrung prägte sein später künstlerisches Œuvre maßgeblich und ermöglichte ihm eine umfassende Beschäftigung mit klassischen Formen und Techniken.

    Die Pietà: Sein erster großer Erfolg gelang ihm 1499 mit der berühmten Marmorskulptur „Pietà“, die er für die Kirche Santa Maria Maggiore in Rom erschuf. Dieses Werk beeindruckte bereits zu seinen Lebzeiten durch seine außergewöhnliche Schönheit und Ausdruckskraft und gilt bis heute als eines der bedeutendsten Meisterwerke der italienischen Renaissancekunst.

    David: Ein weiteres ikonisches Bildwerk ist die Statue „David“, die Michelangelo zwischen 1501 und 1504 für Florenz modellierte. Diese Darstellung des biblischen Königs David wurde zum Symbol republikanischer Ideale und verkörpert eine beeindruckende Kombination von Anatomie und Bewegungskraft.

    Der Giustiniani Christus: Ein Meisterwerk der Bildhauerei

    Der Giustiniani Christus, geschaffen zwischen 1519 und 1521 für die Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom, ist eine außergewöhnliche Darstellung von Jesus Christus am Kreuz. Michelangelo arbeitete an zwei verschiedenen Versionen dieses Kunstwerks und setzte dabei sein tiefes Verständnis sowohl für klassische Anatomie als auch für künstlerischen Ausdruck ein. Die Statue wurde von Metello Vari, einem römischen Bürger, beauftragt und stellt eine zentrale Figur der katholischen Kunst dar.

    Komposition und Technik: Michelangelo verwendete ausschließlich weißen Marmor und setzte dabei eine außergewöhnliche Technik ein – die sogenannte Contrapposto-Gestaltung – bei der eine Beinmuskulatur leicht gebeugt ist und der Kopf leicht zur Seite gedreht wird, um eine dynamische und vielfältige Wirkung zu erzielen.

    Symbolik und Ausdruckskraft: Die Darstellung Jesu Christi ohne Kleidung und mit offen gelegten Genitalien wurde bewusst gewählt und dient dazu, den Triumph über Sünde und Tod zu symbolisieren. Eine später angebrachte Bronzoloihe schützte die Genitalien vor Blick und verstärkte somit die Aussagekraft des Kunstwerks.

    Historischer Kontext: Die Giustiniani Christus entstand im Kontext der politischen und religiösen Spannungen des frühen 16. Jahrhunderts und spiegelt die künstlerischen Strömungen der Hochrenaissance wider. Er gilt als eines der wichtigsten Werke Michelangelos und wird bis heute für seine Schönheit und Ausdruckskraft bewundert.

    Ein Vermächtnis für die Ewigkeit

    Michelangelo Buonarroti hinterließ ein beeindruckendes künstlerisches Werk, das bis heute Kunstgeschichte prägt und inspiriert. Seine Werke sind nicht nur Meisterwerke der Bildhauerei und Malerei, sondern auch Ausdruck tiefgreifender philosophischer Fragen und menschlicher Erfahrung. Er gilt als einer der größten Künstler aller Zeiten und sein Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Kunst ist unübersehbar. Die Giustiniani Christus steht für diese außergewöhnliche künstlerische Leistung und wird weiterhin von Kunstliebhabern und Sammlern weltweit gefeiert.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Michelangelo Buonarroti

    Geboren in Caprese Michelangelo, Italien

    Das Gewicht von Stein und Staub

    In den Hügeln von Caprese lernte ein Junge das Gewicht des Steins und die Rauheit des Marmorstaubs kennen. Geboren im Jahr 1475, verbrachte Michelangelo Buonarroti seine frühen Jahre in der Nähe von Settignano, wo sein Vater einen Steinbruch besaß. Der Geruch von feuchter Erde und das Geräusch von Hämmern auf Fels waren Teil seiner Kindheit. Er begann nicht mit Pinseln, sondern mit dem Meißel. Seine Lehre bei Domenico Ghirlandaio in Florenz brachte ihn mit dem wachsenden Interesse der Stadt an der menschlichen Form in Berührung, doch es waren die Medici-Gärten, die seinen Blick wahrhaftig formten. Dort, inmitten antiker griechischer und römischer Fragmente, studierte er, wie das Licht über Muskeln und Knochen fällt.

    Sein Werk nahm durch ein tiefes Studium der Anatomie Gestalt an. Er beobachtete, wie eine Gliedmaße Gewicht trägt und wie sich die Haut über einem Gelenk spannt. Dieser Fokus auf die physische Realität des Körpers wurde zu seiner primären Sprache. Als er 1496 Rom erreichte, meißelte er bereits Figuren, die eine schwere, greifbare Präsenz besaßen. Die Pietà, die 1499 vollendet wurde, zeigt diese frühe Fähigkeit, Marmor so weich wie Fleisch erscheinen zu lassen, selbst während er das Gewicht eines Toten trägt.

    Die Spannung der Decke

    Die Aufgabe des Deckenfreskos der Sixtinischen Kapelle war nichts, wonach er aktiv suchte. Er sah sich selbst als Bildhauer, als jemanden, der das Leben aus dem Stein befreit, anstatt Pigmente auf Putz aufzutragen. Dennoch arbeitete er vier Jahre lang in den hohen Weiten der Kapelle und malte über 300 Figuren aus dem Buch der Genesis. Die körperliche Belastung war in seinem täglichen Leben sichtbar. Er verbrachte Stunden in schwierigen Positionen, sein Körper gezeichnet von der Reichweite und dem schweren Auftrag der Fresko-Technik. In Tafeln wie Die Schöpfung Adams findet sich die Spannung im winzigen Spalt zwischen zwei Fingern – ein Moment der Beinahe-Berührung, der die Aufmerksamkeit des Betrachters durch reine Komposition fesselt.

    Im Laufe der Zeit entfernte sich sein Stil von den ausgewogenen Idealen der Hochrenaissance hin zu etwas Rastlosem. Seine späteren Werke, wie das Letzte Gericht an der Altarwand, zeigen eine Hinwendung zum Manierismus. Die Figuren wurden gelängter, die Kompositionen überfüllter und dramatischer. Dieser Wandel spiegelte ein sich veränderndes spirituelles Klima in Rom wider. Er arbeitete mit einer Intensität weiter, die viele als überwältigend empfanden, und ließ oft Projekte unvollendet zurück, während sein Geist sich bereits neuen architektonischen oder bildhauerischen Problemen zuwandte.

    Architektur und die letzten Jahre

    In seinen späteren Jahrzehnten widmete Michelangelo einen Großteil seiner Aufmerksamkeit der Struktur von Gebäuden. Im Alter von 71 Jahren übernahm er die Arbeiten am Petersdom und veränderte die Pläne, um ein massiveres, imposanteres Design zu schaffen. Er entwarf auch die Laurentinische Bibliothek, in der sein Einsatz architektonischer Elemente mit der Tradition brach und eine Bewegung innerhalb des Steins selbst erzeugte. Seine Arbeit am Piazza del Campidoglio in Rom zeigte, wie er einen öffentlichen Raum durch Symmetrie und klassische Motive organisieren konnte, um das Auge durch den Platz zu führen.

    Er starb 1564 in Rom und hinterließ ein Vermächtnis, das in Marmor, Fresko und Stein geschrieben steht. Sein Leben war durch mehrere Schlüsselrollen geprägt:

    Bildhauer: Die Schöpfung von Werken wie dem David aus einzelnen Blöcken Carrara-Marmor.

    Maler: Die Ausführung der gewaltigen Erzählzyklen der Sixtinischen Kapelle.

    Architekt: Die Neugestaltung der Fundamente des Petersdoms und der Laurentinischen Bibliothek.

    Dichter: Der Ausdruck seiner inneren Gedanken in Versen.

    Museum

    Santa Maria sopra Minerva

    Ausgestellt in Rom, Italien

    Ein Sanctuary der Schichten: Das Geheimnis von Santa Maria sopra Minerva enthüllen

    Eingebettet im Herzen Roms, nur einen Steinwurf von den Pantheon und dem belebten Piazza della Minerva entfernt, liegt Santa Maria sopra Minerva – eine Kirche, die sich jeder einfachen Kategorisierung entzieht. Sie ist nicht nur ein Ort der Anbetung; sie ist ein Palimpsest, ein vielschichtiges Zeugnis aus Jahrtausenden römischer Geschichte, heidnischen Ritualen, christlicher Hingabe und künstlerischem Genie. Diese kleine Basilika, oft übersehen von den Menschenmassen, die ihre berühmteren Nachbarn besuchen, bietet eine unvergleichliche Reise durch die Zeit und enthüllt die komplexe Vergangenheit der Stadt unter einer überraschend gotischen Fassade.

    Die Ursprünge der Kirche sind eng mit den uralten Fundamenten Roms verbunden. Unter dem heutigen Bauwerk liegen die Ruinen von drei Tempeln: ein Tempel, gewidmet Minerva, ein heiliger Ort für Isis und ein Serapis-Schrein – Überreste einer lebendigen heidnischen Landschaft, die der christlichen Zeit vorausging. Der Name „Santa Maria sopra Minerva“ – „Heilige Maria über Minerva“ – verrät diese Schichtung der Geschichte bereits; er erkennt die Kirche an ihrer Konstruktion direkt auf den Fundamenten der griechisch-römischen Göttin an. Diese bewusste Gegenüberstellung von Glaubensrichtungen, eine charakteristische Praxis römischer Religion, ist sofort erkennbar und legt den Grundstein für das einzigartige Wesen der Basilika.

    Die architektonische Entwicklung von Santa Maria sopra Minerva ist ebenso faszinierend. Während viele Kirchen in Rom dramatische Barocktransformationen erfuhr, bewahrte dieses Gebäude sein ursprüngliches gotisches Design – ein bemerkenswertes Wunder. Sie wurde ab 1280 erbaut und spiegelte den Stil von Florenz’ Santa Maria Novella wider, wobei die Dominikanerorden seine Ambitionen und seinen künstlerischen Einfluss demonstrierte. Die sich erhebenden Bögen, die Rippengewölbe und die filigrane Ausgestaltung sind ein Beweis für die Geschicklichkeit ihrer Baumeister, die versuchten, einen Raum zu schaffen, der das Aussehen der prachtvollen Kathedralen Nordeuropas im Herzen Roms erreichen sollte.

    Das Meisterwerk im Inneren: Michelangelos Erhobene Christus

    Doch es ist vielleicht das wohl bekannteste Juwel der Basilika – Michelangelos „Eroberter Christus“ (Cristo della Minerva) – das Besucher aus aller Welt anzieht. Fertiggestellt im Jahr 1521, steht diese monumentale Marmorskulptur stolz links vom Hauptaltar und ist ein Leuchtfeuer der Renaissance-Kunst und des spirituellen Machts. Die Entstehung der Statue ist von einer faszinierenden Anekdote umhüllt: Der Bildhauer Metello Vari wurde zunächst mit vollständiger Freiheit betraut, gab seine erste Versuchsversion jedoch nach dem Auffinden einer Fehlstelle im Stein – einer schwarzen Ader, die die Reinheit des weißen Marmors störte. Diese Unvollkommenheit führte letztendlich zur Schaffung einer dynamischeren und emotional resonanzfähigeren Figur.

    Michelangelos „Eroberter Christus“ ist nicht nur eine Darstellung der Auferstehung; es ist eine tiefe Meditation über menschliches Leiden und göttliche Gnade. Die Figur, dargestellt in einer Contrapposto-Pose – Gewicht auf einem Bein verlagert – strahlt sowohl Verletzlichkeit als auch Stärke aus. Die freigelegte Muskulatur, die sanfte Krümmung ihres Rückens und der eindringliche Ausdruck in ihrem Gesicht tragen alle zum überwältigenden Gefühl von Realismus und emotionaler Tiefe der Skulptur bei. Die Ergänzung eines Bronzolainet im Jahr 1546, das dazu gedacht war, ihre Nacktheit zu verdecken, verstärkte ironischerweise ihren Eindruck und betonte den Kontrast zwischen erdlicher Verletzlichkeit und göttlicher Transzendenz.

    Ein Schatz an Glauben und Kunst

    Über Michelangelos Meisterwerk hinaus beherbergt Santa Maria sopra Minerva eine Fülle von künstlerischen Schätzen. Das Innere der Kirche ist mit beeindruckenden Fresken von Melozzo da Forlì geschmückt, die Szenen aus dem Leben der Heiligen Katharina von Siena darstellen – einer italienischen Mystikerin und Doktorin der Kirche des 14. Jahrhunderts. Ihr Grab, das sich innerhalb der Basilika befindet, zieht Pilger aus aller Welt an, die nach Trost und Inspiration suchen. Die Wände sind außerdem mit exquisiten Fensterglasfenstern geschmückt, die den Raum mit leuchtenden Farben und filigranen Designs erhellen.

    Der Krypta unter der Kirche birgt weitere historische Bedeutung und beherbergt die Überreste zahlreicher prominenter Personen aus der römischen Geschichte – darunter Kaiser, Päpste und Künstler. Sie ist ein greifbarer Bezug zur Vergangenheit der Stadt und bietet einen Einblick in das Leben und Erbe derer, die das Schicksal Roms gestaltet haben.

    Einzigartiges architektonisches Juwel

    Was Santa Maria sopra Minerva wirklich auszeichnet, ist ihre bemerkenswerte Bewahrung gotischer Architektur im Herzen Roms. Im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen, die während der Barockzeit umfangreiche Umbauten erfuhr, bewahrt diese Basilika ihr ursprüngliches Design und bietet eine seltene Gelegenheit, das Aussehen und die spirituelle Atmosphäre des 13. Jahrhunderts zu erleben. Das Zusammenspiel der sich erhebenden Bögen, der Rippengewölbe und der filigranen Ausgestaltung schafft einen Raum, der sowohl beeindruckend als auch tief bewegend ist.

    Darüber hinaus fügt die Lage der Kirche direkt über den Ruinen antiker Tempel eine weitere Schicht von Intrige zu ihrer Geschichte und Bedeutung hinzu. Es ist ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart zusammenlaufen und Besuchern eine einzigartige Perspektive auf das komplexe und vielschichtige Erbe Roms bieten. Ein Besuch in Santa Maria sopra Minerva ist nicht nur eine Sightseeing-Tour; es ist eine immersive Reise durch die Zeit, eine Chance, sich mit den uralten Wurzeln der Stadt zu verbinden und die dauerhafte Kraft von Kunst und Glauben zu schätzen.

    Besucherinformationen

    Adresse:

    Piazza della Minerva, 13, 00186 Roma, Italien

    Öffnungszeiten:

    Täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass um 17:30 Uhr)

    Eintrittspreise:

    Kostenlos (Spenden werden gerne gesehen)

    Website:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Santa_Maria_sopra_Minerva

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Risen Christ

    artsdot.com/de/art/download/michelangelo-buonarroti-risen-christ-8XZMQ4-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Buonarroti, Michelangelo. Risen Christ. 1521, Santa Maria sopra Minerva. https://artsdot.com/de/art/michelangelo-buonarroti-risen-christ-8XZMQ4-de/
    APA
    Buonarroti, Michelangelo (1521). Risen Christ [Painting]. Santa Maria sopra Minerva. https://artsdot.com/de/art/michelangelo-buonarroti-risen-christ-8XZMQ4-de/
    Chicago
    Michelangelo Buonarroti. Risen Christ. 1521. Santa Maria sopra Minerva. https://artsdot.com/de/art/michelangelo-buonarroti-risen-christ-8XZMQ4-de/
    Harvard
    Buonarroti, Michelangelo (1521) Risen Christ. Santa Maria sopra Minerva. Available at: https://artsdot.com/de/art/michelangelo-buonarroti-risen-christ-8XZMQ4-de/

    Genau hinsehen

    Risen Christ — Michelangelo Buonarroti

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: michelangelo, cristo della minerva, renaissance sculpture. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Die Schöpfung Adams (1512), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Hochrenaissance: The brief peak when balance, depth and anatomy came together — Leonardo, Raphael, Michelangelo. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Risen Christ — Michelangelo Buonarroti

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. ¿Quién pintó El Cristo Ressucitado?

      • A Leonardo da Vinci
      • B Miguel Ángel Buonarroti
      • C Rafael Sanzio
    2. 2. ¿Dónde se encuentra la escultura El Cristo Ressucitado?

      • A Galería Nacional de Londres
      • B Basílica de San Pietro en Roma
      • C Museo Vaticano
    3. 3. ¿Por qué Michelangelo abandonó una primera versión de la escultura?

      • A Porque había encontrado una grieta en el mármol.
      • B Porque no le gustaba el diseño inicial.
      • C Porque quería experimentar con nuevas técnicas.
    4. 4. ¿Qué símbolo representa la postura contrapposto de Cristo?

      • A Una posición relajada y cómoda
      • B Un equilibrio dinámico entre fuerza y gracia
      • C Una expresión de tristeza profunda
    5. 5. ¿Cuál fue el objetivo principal del proyecto artístico iniciado por Metello Vari?

      • A Crear una nueva catedral en Florencia.
      • B Encomendar una escultura monumental para la iglesia de Santa María Sopra Minerva.
      • C Celebrar un triunfo político sobre otros estados italianos.

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1B · 2A · 3A · 4B · 5B

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Wer ist der Urheber von "Risen Christ" und welcher Stilrichtung ist das Werk zuzuordnen?

    Michelangelo Buonarroti schuf „Risen Christ“ im Rahmen der Hochrenaissance-Bewegung.

    Welcher Kunstrichtung lässt sich "Risen Christ" von Michelangelo Buonarroti zuordnen?

    „Risen Christ“ ist ein Werk der Hochrenaissance. Die Stilrichtung gibt die künstlerische Tradition an, der das Werk angehört.

    Kann ich "Risen Christ" von Michelangelo Buonarroti vor der Bestellung in einer Vorschau ansehen?

    Auf der Vorschau im Raum-Seite von „Risen Christ“ können Sie das Kunstwerk vor der Bestellung in einer Vorschau betrachten.