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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Porträt eines Mannes mit einem Pfeil

Name Klasse Datum

Hans Memling, Porträt eines Mannes mit einem Pfeil (1480). Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
Hans Memling artsdot.com/de/artists/memling-hans_de/
Lebensdaten des Künstlers
1435 – 1494
Gemalt
1480
Medium
Öl auf Tafel
Bewegung
Frühflämische Malerei Northern European painters using the new oil paint for astonishing detail — every hair, every reflection.
Zeitraum
– Frühe Neuzeit
Artistic style
Realistisch, detailliert
Notable elements or techniques
Symbolismus, komplizierte Details
Subject or theme
Porträtmalerei, Symbolismus

Im Kontext

Porträt eines Mannes mit einem Pfeil — Hans Memling

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1430
  2. 1440
  3. 1450
  4. 1460
  5. 1470
  6. 1480
  7. 1490

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 59 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 45 war. Der Künstler wurde 59 alt. 112 der 258 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von Hans Memling (1435–1494) ▲ dieses Werk, 1480 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1474 Hauptwirkungsjahre: 1474–1485 Spätwerke: ab 1485

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/memling-hans-portrat-eines-mannes-mit-einem-pfeil-9gemf6-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Phthalogrün #2f271c

    Katalogisierte Palette

    • #2F271C
    • #9C735B
    • #14150A
    • #E5B894

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Erdig Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Phthalogrün
    Intensität
    Monochrom Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Aussagekraft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Ausgewogene Harmonie Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefste Schattenwerte Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Gedämpft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von Hans Memling aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 27 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 56,7%12.700 Besuche
    2. 2 Vereinigte Staaten von Amerika 7,6%1.700 Besuche
    3. 3 Deutschland 5,4%1.200 Besuche
    4. 4 Rumänien 3,6%800 Besuche
    5. 5 Brasilien 2,2%500 Besuche
    6. 6 Spanien 2,2%500 Besuche
    7. 7 Vereinigtes Königreich 2,2%500 Besuche
    8. 8 Mexiko 2,2%500 Besuche
    9. 9 Frankreich 1,8%400 Besuche
    10. 10 Polen 1,8%400 Besuche
    11. · 17 weitere Länder 14,3%3.200 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von Hans Memling

    1. 1 Das letzte Gerichtstriptychon, 1471 13,2%4.100 Aufrufe
    2. 2 Szenen aus der Leiden Christi (linker Seitenabschnitt), 1470 2,6%800 Aufrufe
    3. 3 Szenen aus dem Leben Marias, 1480 2,6%800 Aufrufe
    4. 4 Engelmusiker, 1480 2,3%700 Aufrufe
    5. 5 Hölle, 1485 2,3%700 Aufrufe
    6. 6 Szene aus der Kreuzigung Christi (Detail), 1470 1,6%500 Aufrufe
    7. 7 Die Verehrung der Könige, Brügge 1,6%500 Aufrufe
    8. 8 Die Jungfrau mit Kind sowie Heilige und Stifter (Das Donne-Triptychon), 1478 1,6%500 Aufrufe
    9. 9 Das letzte Gericht, 1467 1,3%400 Aufrufe
    10. 10 Szenen aus der Passion Christi, 1470 1,3%400 Aufrufe
    11. 11 Szenen aus der Passion Christi (Detail) (14), 1470 1,3%400 Aufrufe
    12. 12 Tommaso Portinari und seine Frau, 1470 1,3%400 Aufrufe
    13. 13 Triptych of St. John the Baptist and St. John the Evangelist 1,3%400 Aufrufe
    14. 14 Der Schmerzensmann im Arm der Jungfrau, 1475 1,0%300 Aufrufe
    15. 15 Jüngstes-Gericht-Triptychon (geöffnet), 1467 1,0%300 Aufrufe
    16. 16 Triptych of the Resurrection, 1490 1,0%300 Aufrufe
    17. 17 Das Donne-Dreifach 1,0%300 Aufrufe
    18. 18 Engelsmusiker (linkes Paneel), 1480 1,0%300 Aufrufe
    19. 19 Portinari-Triptychon (rechter Flügel), 1487 1,0%300 Aufrufe
    20. — Porträt eines Mannes mit einem Pfeil, 1480 dieses Gemälde 0,0%0 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 40,3% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 445 Werke dieses Künstlers, von denen 150 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde wurde in diesem Zeitraum noch nicht aufgerufen – es schließt die Liste ohne Platzierung ab. Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Porträt eines Mannes mit einem Pfeil — Hans Memling

    Der beständige Blick altniederländischer Meisterschaft

    Vor einer Darstellung wie Hans Memlings Porträt eines Mannes mit einem Pfeil zu stehen bedeutet, direkt in die leuchtende, akribisch detaillierte Welt des späten 15. Jahrhunderts einzutauchen. Dieses Gemälde ist weit mehr als nur eine bloße Ähnlichkeit; es ist eine sorgfältig konstruierte Meditation über Status, Tugend und die stille Würde des Individuuts. Memling, jener gefeierte Meister der flämischen Schule, besaß ein fast unvergleichliches Talent für die Wiedergabe von Texturen – der weiche Flor feiner Wolle im Kontrast zum Glanz polierten Metalls, das subtile Spiel des Lichts auf gespannter Haut. Das Motiv selbst, eingefangen in einem Moment poiseder Stille, fordert die Aufmerksamkeit durch seinen direkten Blick und die durchdachte Anordnung der Objekte innerhalb der Komposition.

    Ein mit Symbolik gewobener Wandteppich

    Das Genie von Memlings Werk liegt oft nicht nur in dem, was sichtbar ist, sondern in dem, was subtil angedeutet bleibt. Der Pfeil, den der Mann hält, ist ein kraftvolles Symbol, das traditionell für Stärke, Bereitschaft und vielleicht sogar für das schnelle Vergehen der Zeit oder die durchdringende Natur der Wahrheit steht. Zusammen mit der Feder, die seinen Hut ziert, scheint jedes Element mit Bedeutung aufgeladen zu sein, was den kundigen Betrachter dazu einlädt, dessen tiefere Bedeutung zu entschlüsseln. Im Kontext der altniederländischen Malerei war Symbolik selten rein dekorativ; sie war integraler Bestandteil der Erzählung und verankerte das Porträt in einem moralischen oder spirituellen Rahmen, der bei den Auftraggebern solcher Werke tiefen Widerhall fand.

    Technik und die Illusion des Lebens

    Die hier erkennbare technische Brillanz spricht Bände über Memlings Meisterschaft der Ölmalerei auf Holztafel. Sein Farbauftrag erreicht eine fast atemlose Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit. Beachten Sie, wie das Licht aus einer einzigen, unsichtbaren Quelle zu stammen scheint, die Konturen des Gesichts des Mannes definiert und seinen Zügen eine skulpturale Qualität verleiht. Dieser akribische Realismus, diese Hingabe an das Einfangen der flüchtigen Qualität des Lichts im Zusammenspiel mit greifbaren Materialien, ist es, was das Werk über die einfache Porträtmalerei hinaus in den Bereich der hohen Kunst erhebt. Es zeugt von einer Ära, in der die Malerei sowohl als Handwerk als auch als tiefgreifendes intellektuelles Streben betrachtet wurde.

    Geschichte nach Hause holen: Ein Meisterwerk besitzen

    Für diejenigen, die eine solche historische Tiefe und künstlerische Resonanz in ein modernes Interieur integrieren möchten, bietet der Erwerb einer Reproduktion dieses Werkes eine einzigartige Verbindung zur Kunstgeschichte. Eine hochwertige, handgemalte Wiedergabe ermöglicht es, das emotionale Gewicht und den visuellen Glanz von Memlings ursprünglicher Vision zu besitzen, ohne die prohibitiven Kosten oder logistischen Herausforderungen eines antiken Tafelbildes. Sie dient nicht nur als Dekoration, sondern als Gesprächsstück – ein stilles Zeugnis der beständigen Kraft der menschlichen Porträtkunst und des exquisiten Könnens der Meister der Renaissance.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Hans Memling

    Geboren in Seligenstadt, Deutschland

    Frühes Leben, Familie und Ausbildung

    Die Geschichte von Hans Memling beginnt in der Region des Mittleren Mains, wo er um 1430 geboren wurde. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er in Seligenstadt bei Frankfurt – ein Ort, der letztlich weit entfernt von jenen flämischen Landen liegen sollte, die er eines Tages sein Zuhause nennen würde. Bevor er in den großen Städten des Nordens seine Spuren hinterlassen konnte, musste er die Geheimnisse seines Handwerks erlernen. Seine erste Ausbildung suchte er in den Werkstätten von Mainz oder Köln, wo das Fundament seiner technischen Meisterschaft durch jahrelange, geduldige Arbeit und akribische Beobachtung gelegt wurde.

    Mit wachsendem Ehrgeiz weitete sich auch der Horizont seiner Ausbildung aus. Zwischen etwa 1455 und 1460 zog es ihn in die geschäftige Atmosphäre der Brüsseler Werkstatt. Dort arbeitete er unter der Anleitung von Rogier van der Weyden, einem Meister, dessen Beherrschung der Ölmalerei und der skulpturalen Modellierung die Art und Weise, wie Hans Memling die menschliche Form behandelte, tiefgreifend prägen sollte. Diese Lehrzeit war von entscheidender Bedeutung; sie gab ihm das Rüstzeug, um schließlich seinen eigenen Namen im Handelszentrum Brügge zu verewigen.

    Sein Privatleben fand eine ebenso beständige Form wie seine berufliche Laufbahn. Irgendwann zwischen 1470 und 1480 nahm er Anna de Valkenaere zur Frau. Gemeinsam bauten sie sich ein Leben in der Stadt auf, und ihre Verbindung brachte drei Kinder zur Welt. Diese häusliche Stabilität bildete eine ruhige Kulisse für eine Karriere, die ihn schließlich in die Riege der wohlhabendsten Bürger seiner Gemeinschaft führen sollte.

    Leben und Wirken in Brügge

    Als Hans Memling im geschäftigen Handelszentrum Brügge eintraf, fand er eine Stadt vor, die ihm sowohl unermessliche Möglichkeiten als auch eine glänzende Bühne für sein wachsendes Talent bot. Bereits im Jahr 1465 hatte er seinen Platz in der Gemeinschaft als angesehener Bürger gesichert. Er war jedoch weit mehr als nur ein Bewohner der Stadt; er wurde zu einer zentralen Gestalt des künstlerischen Lebens und schuf eine Präsenz, die die Aufmerksamkeit der lokalen Elite auf sich zog. Sein Erfolg beschränkte sich keineswegs nur auf die Grenzen seines Ateliers, denn sein Wohlstand spiegelte sich deutlich in den offiziellen Aufzeichnungen der Stadt wider. Bis zum Jahr 1480 wurde er unter den wohlhabendsten Bürgern Brügges geführt – ein eindrucksvolles Zeugnis für den Erfolg seines künstlerischen Schaffens und die hohe Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde.

    Sein Leben in Brügge war geprägt von einem stetigen Aufstieg in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht. Etwa zwischen 1470 und 1480 ging er die Ehe mit Anna de Valkenaere ein, und gemeinsam zogen sie drei Kinder innerhalb der Stadtmauern groß. Diese Phase der persönlichen Stabilität ermöglichte es ihm, eine große Werkstatt aufzubauen, die zu einem bedeutenden Pfeiler der lokalen Wirtschaft wurde. Er lebte und arbeitete in diesem flämischen Zentrum bis zu seinem Tod am 11. August 1494. Selbst in seinen letzten Lebensjahren blieb sein Einfluss tief in den Straßen und Institutionen jener Stadt verwurzelt, die er durch sein unermüdliches Schaffen maßgeblich mitgeprägt hatte.

    Mäzene, Werkstatt und Aufträge

    In den belebten Gassen von Brügge etablierte sich Hans Memling als ein Mann von beträchtlichem Wohlstand und großem Einfluss. Bereits in den Steuerregistern der Stadt war er um 1480 unter den wohlhabendsten Bürgern aufgeführt – ein Status, den er sich durch den außerordentlichen Erfolg seiner weitläufigen Werkstatt erarbeitet hatte. Sein Atelier glich einem wuselnden Zentrum der Kreativität, in dem er zahlreiche Assistenten anleitete, um den stetig wachsenden Anforderungen einer florierenden Gesellschaft gerecht zu werden. Dabei arbeitete er keineswegs in Isolation; vielmehr leitete er ein produktives Unternehmen, das sicherstellte, dass seine ganz eigene, unverwechselbare Malweise weit über die Mauern seines eigenen Hauses hinaus bekannt wurde.

    Der Reichtum Brügges bescherte ihm einen stetigen Strom an Mäzenen, die durch die Kunst ihre spirituelle Stellung festigen wollten. Hans Memling genoss das Vertrauen der Mächtigen, von Geistlichen über Aristokraten bis hin zur aufstrebenden Schicht der Patrizier. Diese Förderer – Banker, Kaufleute und Politiker – fanden sich oft als integrale Bestandteile der Szenen wieder, die er schuf. Er besaß das besondere Talent, Stifterporträts so geschickt in seine religiösen Kompositionen einzubinden, dass diese Männer und Frauen in ewiger Andacht an der Seite der Heiligen erscheinen konnten. Solche Aufträge waren weit mehr als bloße Akte der Frömmigkeit; sie waren glänzende Spiegelbilder des sozialen Ansehens derer, die sie in Auftrag gaben.

    Seine Verpflichtungen gegenüber den religiösen Institutionen der Stadt waren ebenso häufig wie bedeutsam. So stand er beispielsweise im Jahr 1477 in der Pflicht, ein Altarbild für die Gilde der Buchhändler in Brügge zu schaffen. Solche Werke erforderten eine meisterhafte Balance zwischen der sakralen Erzählung und der persönlichen Präsenz der einflussreichsten Mitglieder der Gemeinschaft. Durch diese Verträge webte Hans Memling die Gesichter der Lebenden in das Gewebe des Göttlichen ein und sicherte sich damit nicht nur seinen Lebensunterhalt, sondern auch seinen unvergänglichen Platz in der Geschichte der Stadt.

    Technik und künstlerischer Stil

    Die Hand von Hans Memling bewegte sich mit einer Hingabe an die greifbare Welt, die die Tradition der altniederländischen Malerei maßgeblich prägte. Er malte nicht bloß Figuren; er suchte danach, das eigentliche Wesen der Natur durch die akribische Beobachtung ihrer kleinsten Details einzufangen. Durch den Einsatz von Ölfarben und ein tiefgreifendes Verständnis für das Spiel des Lichts gelang ihm eine skulpturale Modellierung, die seinen Sujets eine physische Präsenz verlieh – fast so, als könnten sie jederzeit von ihren Holztafeln direkt in den Raum treten. Diese technische Meisterschaft erlaubte es ihm, die schweren Faltenwürfe der Gewänder und die subtilen Texturen der Haut mit einer Klarheit darzustellen, die für die Betrachter seiner Zeit fast erschütternd wirkte.

    In seiner Porträtkunst entwickelte er eine ganz eigene Art, die Welt zu arrangieren, um ein Gefühl von stiller Balance zu erzeugen. Er platzierte seine Dargestellten oft vor einer Landschaft, wodurch ein sorgfältiger Kontrapunkt zwischen dem Vordergrund und dem Hintergrund entstand. Diese Methode stellte sicher, dass der Kopf des Porträtierten durch die neutrale Weite des Himmels hervorgehoben wurde, während die Schultern durch die filigranen Details der fernen Szenerie belebt wurden. Solche Kompositionen verliehen den Werken ein Gefühl von Tiefe und Beständigkeit und betteten das Individuum in eine weitläufige, natürliche Umgebung ein.

    Das Jüngste Gericht (Triptychon)

    Die Anbetung der Könige

    Porträt eines Mannes mit einem Pfeil

    Vermächtnis und Wiederentdeckung

    Das Wirken von Hans Memling strahlte weit über die Mauern seiner Brüsseler Werkstatt hinaus. Durch seine zahlreichen Assistenten fand seine ganz eigene, unverwechselbare Sicht auf die Welt ihren Weg über den gesamten europäischen Kontinent und verbreitete einen Stil, der für viele zur eigentlichen Essenz der altniederländischen Malerei wurde. Er war weit mehr als ein bloßer Maler; er schuf eine visuelle Sprache, die über Jahrzehnte hinweg nachhallte und die Art und Weise, wie nachfolgende Künstler die Leinwand betrachteten, maßgeblich prägte.

    Über lange Zeiträume blieb die wahre Tiefe seines künstlerischen Schaffens im Strom der Jahrhunderte verborgen. Erst im 19. Jahrhundert richteten Gelehrte ihre Aufmerksamkeit erneut auf seine Werke und holten seinen Namen aus den Schatten der Geschichte zurück ans Licht. Diese Wiederentdeckung rückte seine Gemälde in das Zentrum moderner Wertschätzung, und er erlangte schnell große Bekanntheit bei all jenen, die nach den stillen, detailreichen Wahrheiten der nordischen Renaissance suchten. Seine Gabe, die subtilen Texturen des Lebens einzufangen, stellte sicher, dass sein Name für jene, die die Evolution der Kunst studieren, niemals in Vergessenheit geraten würde.

    Das Letzte Gericht (Triptychon)

    Die Anbetung der Könige

    Das Donne-Triptychon

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Porträt eines Mannes mit einem Pfeil

    artsdot.com/de/art/download/memling-hans-portrat-eines-mannes-mit-einem-pfeil-9gemf6-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Memling, Hans. Porträt eines Mannes mit einem Pfeil. 1480, https://artsdot.com/de/art/memling-hans-portrat-eines-mannes-mit-einem-pfeil-9gemf6-de/
    APA
    Memling, Hans (1480). Porträt eines Mannes mit einem Pfeil [Painting]. https://artsdot.com/de/art/memling-hans-portrat-eines-mannes-mit-einem-pfeil-9gemf6-de/
    Chicago
    Hans Memling. Porträt eines Mannes mit einem Pfeil. 1480. https://artsdot.com/de/art/memling-hans-portrat-eines-mannes-mit-einem-pfeil-9gemf6-de/
    Harvard
    Memling, Hans (1480) Porträt eines Mannes mit einem Pfeil. Available at: https://artsdot.com/de/art/memling-hans-portrat-eines-mannes-mit-einem-pfeil-9gemf6-de/

    Genau hinsehen

    Porträt eines Mannes mit einem Pfeil — Hans Memling

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: porträt, mann, pfeil. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Szenen aus der Leiden Christi (linker Seitenabschnitt) (1470), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Frühflämische Malerei: Northern European painters using the new oil paint for astonishing detail — every hair, every reflection. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Porträt eines Mannes mit einem Pfeil — Hans Memling

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Mit welcher künstlerischen Epoche wird Hans Memling am engsten in Verbindung gebracht?

      • A Renaissance
      • B Barock
      • C Frühniederländische Malerei
    2. 2. Welches primäre Material wurde für das 'Porträt eines Mannes mit einem Pfeil' verwendet?

      • A Tempera auf Holz
      • B Öl auf Tafel
      • C Fresko
    3. 3. Welches Objekt, das der Mann im Gemälde hält, ist laut Beschreibung ein Symbol für Stärke und Mut?

      • A Die Hutfeder
      • B Der Pfeil
      • C Seine Kleidung
    4. 4. Hans Memling war für seinen realistischen und detaillierten Stil bekannt, der charakteristisch für die Kunst welcher Region ist?

      • A Italienische Renaissance
      • B Flämisch/Niederländisch
      • C Deutsche Romantik
    5. 5. In welchem Jahr wurde das 'Porträt eines Mannes mit einem Pfeil' geschaffen?

      • A 1430
      • B 15. Jahrhundert (allgemein)
      • C 1480

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1B · 2A · 3A · 4A · 5B

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Wer hat "Porträt eines Mannes mit einem Pfeil" geschaffen und wann?

    „Porträt eines Mannes mit einem Pfeil“ stammt von Hans Memling und wird auf 1480 datiert.

    Wie stark ist der Kontrast in "Porträt eines Mannes mit einem Pfeil" von Hans Memling?

    Der Kontrastwert von "Porträt eines Mannes mit einem Pfeil" von Hans Memling ist Aussagekraft.

    Was für ein Kunstwerk ist "Porträt eines Mannes mit einem Pfeil"?

    "Porträt eines Mannes mit einem Pfeil" von Hans Memling wird als Wandkunst klassifiziert. Die Kategorie beschreibt die Art des Kunstwerks, um das es sich beim Original handelt.