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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Funambilismo

Name Klasse Datum

Leonor Antunes, Funambilismo (2001), Culturgest - Fundação Caixa Geral de Depósitos. Zur Referenz reproduziert; alle Rechte liegen beim Rechteinhaber.

Eckdaten

Künstler
Leonor Antunes artsdot.com/de/artists/leonor-antunes_de/
Lebensdaten des Künstlers
1972 – ?
Gemalt
2001
Originalgröße
200 x 20 cm
Ausgestellt in
Culturgest - Fundação Caixa Geral de Depósitos artsdot.com/de/museums/culturgest-fundacao-caixa-geral-de-depositos-lisbon_de/

Im Kontext

Funambilismo — Leonor Antunes

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 200 × 20 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe. Es ist zu groß, um auf dieser Seite maßstabsgetreu dargestellt zu werden.

Entstehungsjahr

  1. 1970
  2. 1980
  3. 1990
  4. 2000

Schattiert: das Lebenswerk von Leonor Antunes (1972–?) ▲ dieses Werk, 2001

Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Rosy Brown #a2a2a2

    Gespeicherte Palette

    • #A2A2A2
    • #CBCBCB
    • #757575
    • #434343
    Palette
    Neutrals Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Rosy Brown
    Intensität
    Monochromatic Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Bold Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Balanced Harmony Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Brilliant Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Funambilismo — Leonor Antunes

    A LITTLE IMBALANCETightrope walking is the domain of the wonderful. Not only when accomplished at great heights, faced with radical dangers (like Philippe Petit, who crossed between the ill-fated Twin Towers of the World Trade Center in New York City on a high-tension cable in 1974), but also when we are asked to do this really close to the ground. The work by Leonor Antunes that is part of the Colecção da Caixa Geral de Depósitos is specifically that exercise in tightrope walking proposed for the spectator to perform. There is a beam on the floor and a bar for the visitor to use in order to test his ability to keep his balance. The exercise isn’t particularly difficult to do, but it is made discreetly difficult by its closeness to the walls, making it impossible to use the bar to help maintain balance. This is the major point of the work. It is not only a sculpture that calls for use, and manipulation, but it possesses a trap that transforms this process into a failure. A great deal of contemporary art, in keeping with the uncertainty and speed of change of the second half of the 20th century, is closer to disturbance and error than to success. The works are often devices that request participation from the spectator – they turn the beholder into a participant, as the Brazilian artist Hélio Oiticica used to say. This is the case of the first works by Leonor Antunes, often connected to architecture and to the physical structure of the place for which they had been conceived. The lack of balance that this sculpture/device provokes relativises our point of view and, without any need for a didactic discourse, makes us understand the frailty of the human condition, the difficulty of assertiveness and the proximity of error. Nevertheless, its great virtue lies in the fact that it grants us all this through a bodily sensation, from the experience of the slight insufficiency of the body. So it gives us what art should do: a better understanding of ourselves, an attention focused on our bodily condition and on our point of view through an experience that, in these controlled conditions, becomes an aesthetic experience. It looks easy.Delfim Sardo

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Leonor Antunes

    Geboren in Lisbon, Portugal

    Leonor Antunes: Architektin der Erinnerung

    Geboren in Lissabon, Portugal, im Jahr 1972, hat sich Leonor Antunes als eine bemerkenswerte Stimme in der zeitgenössischen Skulptur und Installationskunst etabliert. Ihre Arbeit ist nicht nur darauf ausgerichtet, Objekte zu schaffen; sie ist eine komplexe Untersuchung der vielschichtigen Beziehungen zwischen Architektur, Design, Erinnerung und den Echos künstlerischer Geschichte. Antunes’ Praxis ist durch einen akribischen Ansatz gekennzeichnet – sie zerlegt, rekonstruiert und reimaginert sorgfältig Fragmente architektonischer Formen, Designelemente und das Erbe vergangener Künstler, um suggestive Umgebungen zu schaffen, die zum langsamen Nachdenken einladen.

    Ihren Ursprung hat Antunes in der Bühnenbildkunst. Ihre künstlerische Entwicklung verlief zunächst über die Theaterbühne, bevor sie sich während ihres Studiums an der Universität Lissabon verstärkt auf bildende Kunst konzentrierte. Diese frühe Erfahrung mit der Performance prägt ihre aktuelle Arbeit und verleiht ihren Installationen eine spürbare Präsenz und Interaktion. Ihre Umsiedlung nach Berlin in den letzten Jahren hat fruchtbaren Boden für ihre kreative Auseinandersetzung geschaffen, wodurch sie sich einer lebendigen internationalen Kunstszene verbunden fühlt, während sie gleichzeitig einen deutlich portugiesischen Sinn für die Welt bewahrt.

    Die Sprache des Details

    Im Zentrum von Antunes’ Arbeit steht eine obsessive Aufmerksamkeit für Details. Sie repliziert nicht einfach; sie extrahiert, misst und berechnet – leiht sich Dimensionen und Proportionen aus bestehenden Strukturen und Kunstwerken. Dieser Prozess ist nicht auf bloße Imitation ausgerichtet, sondern vielmehr auf eine sorgfältige Dekonstruktion und Rekonstruktion, die die zugrunde liegende Logik und Materialität ihrer gewählten Referenzen offenbart. Wie Lydia Yee in einer Rezension ihrer Ausstellung im San Francisco Museum of Modern Art bemerkte: „Ihre Skulpturen verbinden physische, messbare Erfahrungen mit den Auswirkungen von Erinnerung und Zeit.“

    Antunes’ Installationen enthalten häufig Elemente wie Maßbandmarkierungen, präzise Diagramme und akribisch nachgebildete architektonische Komponenten. Diese scheinbar technischen Details dienen nicht nur als Dekoration; sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Etablierung eines Dialogs zwischen dem Greifbaren und dem Ungegenwärtigen – zwischen der physischen Welt und dem Reich der Erinnerung und Assoziation. Ihre Arbeit wird oft als „spukhaft“ beschrieben, die Geister von Künstlern, Designern und Architekten trägt, die ihre Praxis beeinflusst haben – Figuren wie Anni Albers und Maya Deren, deren Werke sie absichtlich widerspiegelt.

    Echoes of History & Feminist Voices

    Antunes’ künstlerische Linie ist tief in den modernen Zwanzigsten verankert, insbesondere im Werk von Architekten und Designern, die mit der Bauhaus-Bewegung verbunden sind. Ihre Praxis geht jedoch über bloße Hommage hinaus; sie ist eine kritische Auseinandersetzung mit diesem historischen Kontext. Sie verschiebt subtil den Fokus und beleuchtet oft vergessene oder marginalisierte Stimmen innerhalb dieser Geschichte – insbesondere durch die Erforschung feministischer Kunst und Design, wie es in ihrer Arbeit „I Stand Like a Mirror Before You“ der Fall ist.

    Wie Ceci Moss in ihrer Rezension von „I Stand Like a Mirror Before You“ anmerkt: „Antunes’ Installationen untersuchen menschliche Verhandlungen mit Raum und Oberfläche“, wodurch Umgebungen geschaffen werden, in denen die Stimmen weitgehend vergessener Figuren innerhalb der feministischen Kunstgeschichte widerhallen. Ihre bewusste Verwendung von Wiederholung, Spiegelung und überlagerten Texturen erzeugt eine illusionistische Wildnis, die den Betrachter einlädt, sich in ein komplexes Netz von Assoziationen und Reflexionen zu verlieren – ein Beweis für ihre Fähigkeit, Raum, Material, Licht und Textur zu manipulieren.

    Erkennung & Vermächtnis

    Leonor Antunes’ Werk hat internationale Anerkennung gefunden. Sie vertrat Portugal auf der Biennale von Venedig im Jahr 2019 und festigte damit ihre Position als eine führende zeitgenössische Künstlerin. Ihre Installationen wurden in renommierten Häusern weltweit ausgestellt, darunter Wiels in Brüssel, CAPC Musée d'art contemporain de Bordeaux und das Perez Art Museum Miami. Im Jahr 2018 wurde sie für ihren innovativen Ansatz in der Skulptur und Installation mit dem Zurich Art Prize ausgezeichnet.

    Antunes’ Kunst wird in bedeutenden Sammlungen in ganz Europa und Nordamerika aufbewahrt, darunter die Tate Collection, die Sammlung Daimler und das San Francisco Museum of Modern Art. Ihre Arbeit entwickelt sich weiterhin weiter und verschiebt die Grenzen der Skulpturpraxis, während sie gleichzeitig mit tiefgreifenden Fragen nach Erinnerung, Geschichte und der dauerhaften Kraft künstlerischen Einflusses konfrontiert wird. Sie bleibt eine lebendige Stimme in der zeitgenössischen Kunst und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Beziehung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

    Museum

    Culturgest - Fundação Caixa Geral de Depósitos

    Ausgestellt in Lissabon, Portugal

    Ein Leuchtturm zeitgenössischer Schöpfung: Culturgest – Das pulsierende Herz Lissabons

    Eingebettet in das historische Zentrum von Lissabon, ist das Culturgest nicht bloß ein Museum; es ist ein immersives Ökosystem, in dem künstlerische Grenzen verschwischen und kreative Energie mit unbestreitbarer Vitalität pulsiert. Gegründet von der Caixa Geral de Depósitos (CGD) im Jahr 1983, hat sich diese Institution weit über ihren ursprünglichen Zweck als Depot für Kunst hinausentwickelt. Sie ist zu einem dynamischen kulturellen Zentrum herangewachsen, das die gesamte Breite zeitgenössischer Ausdrucksformen feiert – von der dramatischen Kraft der darstellenden Künste und der tiefen Resonanz der Musik bis hin zu den nachdenklichen Erzählungen in visuellen Installationen und der fesselnden Welt des Kinos. Das Culturgest steht als Zeugnis für Portugals Engagement für die künstlerische Bereicherung und schafft ein Umfeld des Experimentierens, des Dialogs und letztlich der Inspiration, das weit über die portugiesischen Grenzen hinausreicht.

    Die Geschichte des Culturgest ist untrennbar mit der Vision der Caixa Geral de Depósitos verbunden – ein Erbe, das in dem Glauben wurzelt, dass kulturelle Investitionen nicht bloß philanthropischer Natur sind, sondern grundlegend für den gesellschaftlichen Fortschritt. Ursprünglich als Plattform zur Präsentation aufstrebender portugiesischer Künstler konzipiert, weitete die Sammlung schnell ihren Horizont aus. Sie umfasst heute nicht nur nationale Talente, sondern auch bedeutende Werke aus Brasilien, Mosambik, Angola und Kap Verde, was das bewusste Bestreben widerspiegelt, die lusophone Kreativität in all ihren vielfältigen Formen zu würdigen. Mit etwa 1.800 Exponaten – darunter Malerei, Skulptur, Fotografie, Video, Installation und Kupferstich – ist die Sammlung ein reiches Geflecht künstlerischer Stimmen, das sorgfältig kuratiert und in einem Raum präsentiert wird, der sowohl Wertschätzung als auch kritische Auseinandersetzung fördert.

    Architektonische Harmonie: Ein Raum für den Dialog

    Während die präzisen Details des ursprünglichen architektonischen Entwurfs in öffentlich zugänglichen Informationen eher dezent bleiben, ist bekannt, dass die Struktur des Culturgest eine bewusste und durchdachte Antwort auf das künstlerische Milieu im Inneren darstellt. Anstatt lediglich als Behälter für Kunst zu fungieren, ist das Gebäude als integraler Bestandteil des gesamten Erlebnisses konzipiert – ein Raum, der mit nahtloser Funktionalität und einem tiefen Verständnis seines urbanen Kontextes gestaltet wurde. Die schlichte Eleganz der Architektur ermöglicht es dem Kunstwerk selbst, im Mittelpunkt zu stehen, und fördert einen harmonischen Dialog zwischen Form und Inhalt. Es ist ein Ort, der sich sowohl einladend zugänglich als auch zutiefst inspirierend anfühlt und die Besucher dazu ermutigt, sich intensiv mit der ausgestellten Kunst und den Darbietungen innerhalb seiner Mauern auseinanderzusetzen.

    Das Design des Gebäudes verkörpert einen Geist der Offenheit und Inklusivität und spiegelt das breitere Engagement des Cultgest wider, vielfältige Stimmen und Perspektiven zu fördern. Es ist ein Raum, der aktiv versucht, traditionelle Barrieren zwischen den Disziplationsgrenzen abzubauen, und eine Umgebung schafft, in der bildende Kunst, Musik, Theater und Film zusammenkommen und einander bereichern können. Die sorgfältige Berücksichtigung von Licht, Akustik und räumlichem Fluss trägt maßgeblich zur Gesamtatmosphäre des Cultgest bei und stellt sicher, dass jede Begegnung mit der Kunst sowohl unvergesslich als auch bedeutungsvoll ist.

    Ein facettenreiches Programm: Jenseits der statischen Ausstellung

    Was das Cultgest wahrhaft von konventionellen Museen unterscheidet, ist sein bemerkenswert vielfältiges Programm – ein Engagement, das weit über traditionelle, statische Ausstellungen hinausgeht. Der Kalender der Institution ist beständig erfüllt von einer lebendigen Vielfalt an Veranstaltungen, die die Breite des künstlerischen Ausdrucks in all seinen Formen zeigen. Regelmäßige Theaterproduktionen, fesselnde Tanzperformances und Live-Konzerte bieten dem Publikum unvergessliche Erlebnisse und verschieben die Grenzen künstlerischer Innovation. Darüber hinaus beherbergt das Cultgest Filmfestivals, Vorführungen unabhängiger Filme und Retrospektiven, die filmische Meisterwerke feiern – und bedient so ein breites Spektrum an Geschmäckern und Interessen.

    Zu den bedeutenden Künstlern, die häufig im Cultgest präsentiert werden, gehören Luísa Correia Pereira, deren evokative Gemälde oft Themen der Identität und Erinnerung erkunden; Júlia Ventura, bekannt für ihre eindringliche Fotografie, die sich mit den Komplexitäten von Sinnlichkeit und Repräsentation befasst; und Fernando Alvim, ein kraftvoller zeitgenössischer afrikanischer Künstler, der traditionelle Motive mit modernen Techniken verbindet, um Fragen der sozialen Gerechtigkeit zu thematisieren. Dies sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Stimmen, die in den Hallen des Cultgest gefeiert werden – ein Beweis für seine Hingabe, sowohl etablierte Meister als auch aufstrebende Talente zu präsentieren.

    Ein Erbe lusophoner Kreativität

    Das Engagement des Cultgest geht über das bloße Ausstellen von Kunst hinaus; es setzt sich aktiv für die Erforschung, Förderung und Kuratierung seines Bestandes ein. Der Fokus der Sammlung auf portugiesische Kunstfertigkeit, zusammen mit bedeutenden Werken aus Brasilien, Mosambik, Angola und Kap Verde, unterstreicht das bewusste Bestreben, die lusophone Kreativität zu bewahren und zu feiern – ein Erbe, das sich durch laufende Ausstellungen, Forschungsinitiativen und gesellschaftliches Engagement ständig weiterentwickelt. Die Hingabe der Institution, den Dialog zwischen Künstlern und Publikum zu fördern, stellt sicher, dass das Cultgest eine vitale Kraft in der Kulturlandschaft von Lissabon und darüber hinaus bleibt.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Funambilismo

    artsdot.com/de/art/download/leonor-antunes-funambilismo-D7EHML-en/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Antunes, Leonor. Funambilismo. 2001, Culturgest - Fundação Caixa Geral de Depósitos. https://artsdot.com/de/art/leonor-antunes-funambilismo-D7EHML-en/
    APA
    Antunes, Leonor (2001). Funambilismo [Painting]. Culturgest - Fundação Caixa Geral de Depósitos. https://artsdot.com/de/art/leonor-antunes-funambilismo-D7EHML-en/
    Chicago
    Leonor Antunes. Funambilismo. 2001. Culturgest - Fundação Caixa Geral de Depósitos. https://artsdot.com/de/art/leonor-antunes-funambilismo-D7EHML-en/
    Harvard
    Antunes, Leonor (2001) Funambilismo. Culturgest - Fundação Caixa Geral de Depósitos. Available at: https://artsdot.com/de/art/leonor-antunes-funambilismo-D7EHML-en/

    Genau hinsehen

    Funambilismo — Leonor Antunes

    Genau hinsehen

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    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Wie viele Gesichter können Sie finden? ____ (unser Katalog zählt 1 – stimmen Sie dem zu?)
    4. Leonor Antunes war etwa 29 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?
    5. Was wollte der Künstler wohl, dass Sie fühlen?

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