Künstler/in
Geboren in Amsterdam, Niederlande
Frühes Leben und Ausbildung
Geboren: 25. April 1921, Amsterdam, Niederlande
Gestorben: 3. Mai 2006, Zürich, Schweiz
Eltern: Jan Appel (Barbier), Johanna Chevalier (Nachfahrin französischer Hugenotten)
Früher Spitzname: 'Kik'
Erste Malerei im Alter von vierzehn Jahren: Stillleben eines Obstkorbs.
Erhielt mit fünfzehn Jahren ein Malkasten und Staffelei von seinem Onkel Karel Chevalier, der ihm auch frühe Kunstunterrichte gab.
Studierte an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam (1940-1943) während der deutschen Besetzung. Traf dort die Künstler Corneille und Constant, mit denen er lebenslange Freundschaften schloss.
Verließ das Elternhaus aufgrund des Widerstands seiner Eltern gegen seine künstlerischen Bestrebungen und um einer Zwangsarbeit durch die deutsche Polizei zu entgehen.
Die CoBrA-Bewegung und künstlerische Entwicklung
Erste Ausstellung in Groningen (1946).
Bedeutliche Teilnahme an der Ausstellung im Stedelijk Museum Amsterdam 1949, was Kontroversen und öffentliche Debatten auslöste.
Einflüsse: Pablo Picasso, Henri Matisse, Jean Dubuffet.
Begann 1947 mit dem Bildhauerei unter Verwendung von gefundenen Materialien (Assemblagetechnik) und malte diese in leuchtenden Farben wie Weiß, Rot, Gelb, Blau und Schwarz.
Trug der Experimentellen Gruppe mit Anton Rooskens, Theo Wolvecamp und Jan Nieuwenhuys bei; später stieß Hugo Claus hinzu.
Mitbegründer von CoBrA (Kopenhagen, Brüssel, Amsterdam) 1948 zusammen mit Corneille, Constant, Jan Nieuwenhuys und Christian Dotremont.
Der künstlerische Stil von CoBrA betonte Spontanität, kindliche Bildsprache und eine Ablehnung traditioneller Kunstkonventionen. Inspiriert von dänischer und nordischer Mythologie.
Schuf das umstrittene Wandgemälde "Fragende Kinder" (1949) für das Amsterdamer Rathaus, das aufgrund öffentlicher Empörung später abgedeckt wurde.
Internationale Anerkennung und Späteres Schaffen
Zog 1950 nach Paris um, nachdem er in den Niederlanden negative Reaktionen auf CoBrA erfahren hatte.
Entwickelte einen internationalen Ruf durch Reisen nach Mexiko, die USA, Jugoslawien und Brasilien.
Lebte und arbeitete in New York City und Florenz.
Erste amerikanische Galerieausstellung in der Martha Jackson Gallery (1954).
Das Gemälde "Kind und Tier II" (1951) wurde in der einflussreichen Ausstellung des Museum of Modern Art “The New Decade” (1955) gezeigt.
Bekannt für seine Wandmalereien.
Erlebte nach 1990 eine Wiederbelebung seiner Popularität in den Niederlanden, mit wichtigen Ausstellungen in Amsterdam und Brüssel, die von Rudy Fuchs organisiert wurden.
Seine Werke wurden prominent im CoBrA Museum in Amstelveen gezeigt.
Vermächtnis und Anerkennung
Gründete die Karel-Appel-Stiftung, um seine Kunstwerke zu bewahren und das öffentliche Bewusstsein für sein Werk zu fördern.
Erlebte 2002 einen vorübergehenden Verlust seiner Kunstwerke, die jedoch 2012 wiedergefunden wurden.
Die Karel-Appel-Stiftung dient als sein offizielles Nachlass und Bildarchiv.
U.S.-Urheberrechtsvertreter der Stiftung ist The Artists Rights Society.
Appels Werk wird weiterhin international ausgestellt und stellt einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg dar, insbesondere innerhalb der CoBrA-Bewegung.
Museum
Ausgestellt in London, Vereinigtes Königreich
Ein Fest für die Seele: Tate Britain – Eine Reise durch das britische Kunstschaffen
Tucked away along the tranquil banks of the River Thames in London, Tate Britain ist mehr als nur ein Museum; es ist eine Zeitkapsel der britischen Seele. Gegründet im Jahr 1897 von Roland Cockerell und Kenneth Clark mit dem ehrgeizigen Ziel, die gesamte Bandbreite des britischen Kunstschaffens vom Mittelalter bis in unsere Gegenwart zu vereinen, hat sich dieses außergewöhnliche Gebäude zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Londoner Kulturlandschaft entwickelt. Die Architektur selbst – ein harmonisches Zusammenspiel von klassischer Eleganz und moderner Raffinesse – ist eine Hommage an das Erbe des Arts and Crafts Movement und schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Inspiration, die den Besucher sofort in seinen Bann zieht.
Das Herzstück von Tate Britain ist zweifellos seine atemberaubende Sammlung, ein chronologischer Spaziergang durch über 500 Jahre britische Kunstgeschichte. Hier finden sich nicht nur Meisterwerke bekannter Künstler wie J.M.W. Turner mit seinen dramatischen Landschaften und den ergreifend schönen “Lady of Shalott”, sondern auch Werke von William Hogarth, dessen satirische Darstellungen des bürgerlichen Lebens einen ehrlichen Blick auf die Gesellschaft seiner Zeit bieten, sowie die porträtierten Figuren von Sir Thomas Lawrence, die die Eleganz der georgianischen Gesellschaft einfangen. Besonders hervorzuheben sind die beeindruckenden Skulpturen von Henry Moore und Barbara Hepworth, die den dynamischen Geist des 20. Jahrhunderts verkörpern, und Eva Rothschilds “Boys and Sculpture”, ein provokantes Werk, das sich mit Fragen der Männlichkeit und der künstlerischen Schöpfung auseinandersetzt. Die Galerie versteht es, sowohl etablierte Meister als auch aufstrebende Talente zu präsentieren, wodurch sie stets ein lebendiges Zentrum für zeitgenössische Kunstdiskussionen bleibt.
Die Clore Gallery – Ein architektonisches Wunderwerk
Ein besonderes Highlight ist die Clore Gallery, die 1987 von dem renommierten Architekten James Stirling entworfen wurde. Diese Galerie ist nicht nur ein Meisterwerk der Architektur, sondern auch ein Symbol für den Dialog zwischen Tradition und Moderne. Die Verwendung von Materialien wie Terrakotta, Stahl und Glas schafft eine faszinierende visuelle Erfahrung, während die darunterliegende Spiralenrampe unter dem Rotunda einen einzigartigen Blick auf den Fluss Thames ermöglicht. Stirling hat hier nicht nur einen Raum geschaffen, sondern ein Gesamterlebnis, das die Besucher in seinen Bann zieht und ihre Wahrnehmung von Kunst und Architektur erweitert.
Ausstellungen als Katalysatoren des Dialogs
Tate Britain ist bekannt für seine sorgfältig kuratierten Ausstellungen, die stets neue Perspektiven auf die britische Kunstgeschichte eröffnen. In den letzten Jahren hat das Museum beeindruckende Veranstaltungen wie “David Hockney: Arrival” präsentiert, die die innovative Verwendung von iPad-Technologie durch den Künstler zur Erfassung von Landschaften und Porträts demonstriert – ein Beweis dafür, dass künstlerische Medien sich an technologische Entwicklungen anpassen können, ohne dabei ihre expressive Kraft zu verlieren. Auch Ausstellungen wie “Nigerian Modernism”, die die Beiträge afrikanischer Künstler zur britischen Kunstszene hervorhebt, oder die monografischen Darstellungen von Künstlern wie Claude Monet mit seinen impressionistischen Studien des Lichts und der Atmosphäre, haben das Publikum begeistert. Diese Ausstellungen sind ein Beweis für Tate Britain’s Engagement, sowohl etablierte Meister als auch zeitgenössische Künstler zu präsentieren und einen lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart anzuregen.
Ein Vermächtnis der Verbindung
Tate Britain ist mehr als nur eine Sammlung von Kunstwerken; es ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration. Interaktive Displays laden die Besucher ein, tiefer in die Geschichte und den Kontext der ausgestellten Werke einzutauchen – fördern so ein differenziertes Verständnis für künstlerische Einflüsse und kulturelle Bedeutung. Die Lage am Flussufer bietet eine unvergleichliche Gelegenheit zur Kontemplation inmitten der Schönheit Londons und festigt Tate Britain’s Position als eine zentrale Institution der britischen Kunstschätzung. Darüber hinaus engagiert sich das Museum aktiv mit der breiten Öffentlichkeit durch Bildungsangebote, öffentliche Vorträge und Künstlergespräche, um sicherzustellen, dass das Erbe der britischen Kunst weiterhin inspiriert und bereichert.
Zusätzliche Informationen
Website:
https://www.tate.org.uk/visit/tate-britain
Adresse:
Millbank, London SW1P 4HQ
Öffnungszeiten:
Täglich von 10:00 bis 17:45 Uhr (letzter Einlass um 16:30 Uhr)