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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Robert Louis Stevenson

Name Klasse Datum

John Singer Sargent, Robert Louis Stevenson. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
John Singer Sargent artsdot.com/de/artists/john-singer-sargent_de/
Lebensdaten des Künstlers
1856 – 1925
Bewegung
Akademischer Realismus Highly polished, carefully finished realism taught by the official art schools of the 1800s.
Zeitraum
19. Jahrhundert
Einflüsse
Sargent
Künstlerischer Stil
Realistisch, elegant
Subjekt oder Thema
Literarische Figur

Im Kontext

Robert Louis Stevenson — John Singer Sargent

Wann könnte dieses Werk entstanden sein?

  1. 1850
  2. 1860
  3. 1870
  4. 1880
  5. 1890
  6. 1900
  7. 1910
  8. 1920

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 69 beim Tod.

Schattiert: das Lebenswerk von John Singer Sargent (1856–1925) jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1884 Hauptwirkungsjahre: 1884–1906 Spätwerke: ab 1906

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Für diese Aufnahme liegt kein genaues Jahr vor – wenn Sie die Lebensdaten des Künstlers und den Stil des Werkes berücksichtigen, auf welches Jahrzehnt würden Sie tippen?

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/john-singer-sargent-robert-louis-stevenson-8bwt4b-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Rosiges Braun #c49d78

    Katalogisierte Palette

    • #C49D78
    • #8D6559
    • #210D12
    • #692B31

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Rosiges Braun
    Intensität
    Ausgewogen Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Kräftig Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Starke farbliche Einheitlichkeit Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefster Schatten Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Ausgewogen sanft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von John Singer Sargent aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 57 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 55,0%153.200 Besuche
    2. 2 Vereinigte Staaten von Amerika 11,7%32.600 Besuche
    3. 3 Hong Kong 8,7%24.300 Besuche
    4. 4 Singapur 7,5%21.000 Besuche
    5. 5 Spanien 2,3%6.500 Besuche
    6. 6 Frankreich 2,3%6.500 Besuche
    7. 7 Italien 1,5%4.200 Besuche
    8. 8 Vereinigtes Königreich 1,3%3.600 Besuche
    9. 9 Rumänien 1,3%3.600 Besuche
    10. 10 Deutschland 1,3%3.500 Besuche
    11. · 47 weitere Länder 7,1%19.400 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von John Singer Sargent

    1. 1 Karnation, Lilie, Lilie, Rose, 1885 2,8%9.000 Aufrufe
    2. 2 Boot in den Gewässern von Kapri, 1878 1,6%5.200 Aufrufe
    3. 3 Las Meninas (nach Velázquez), 1879 1,5%5.000 Aufrufe
    4. 4 Die Töchter von Edward Darley Boit, 1882 1,0%3.400 Aufrufe
    5. 5 Ein Esstisch in der Nacht (auch bekannt als Mr. und Mrs. Albert Vickers), 1884 1,0%3.300 Aufrufe
    6. 6 El Jaleo, 1882 1,0%3.100 Aufrufe
    7. 7 Die Wyndham-Schwestern, 1899 0,6%2.100 Aufrufe
    8. 8 Ein nackter Junge am Strand (auch bekannt als Der Junge am Strand), 1878 0,6%2.100 Aufrufe
    9. 9 Nacktes ägyptisches Mädchen, 1891 0,6%1.800 Aufrufe
    10. 10 Lady Agnew von Lochnaw 0,6%1.800 Aufrufe
    11. 11 Capri (auch bekannt als A Girl of Capri), 1878 0,5%1.600 Aufrufe
    12. 12 Straßen in Venedig, 1882 0,5%1.600 Aufrufe
    13. 13 Dr. Pozzi at Home, 1881 0,5%1.600 Aufrufe
    14. 14 Zwei Mädchen mit Schirmen in Fladbury, 1889 0,5%1.600 Aufrufe
    15. 15 Ägyptische Frau, 1891 0,5%1.600 Aufrufe
    16. 16 Claude Monet Gemälde am Waldrand, 1885 0,5%1.500 Aufrufe
    17. 17 Christusbildnis, 1897 0,5%1.500 Aufrufe
    18. 18 Kaschmir, 1908 0,4%1.300 Aufrufe
    19. 19 Robert Louis Stevenson und seine Frau, 1885 0,4%1.300 Aufrufe
    20. 369 Robert Louis Stevenson dieses Gemälde 0,1%300 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 15,7% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 1388 Werke dieses Künstlers, von denen 945 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 369 unter den Werken, mit 0,1% dieser Aufmerksamkeit (300 Besuche). Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Robert Louis Stevenson — John Singer Sargent

    Anmerkungen zu diesem Werk

    Basierend auf veröffentlichten Quellen für diesen Leitfaden erstellt. Der Katalogeintrag selbst befindet sich im ersten Teil dieses Leitfadens.

    Besondere Elemente
    Porträt, Zigarette
    Jahr
    1887
    Strömung
    Impressionismus

    Ein Porträt viktorianischer Intrigen: John Singer Sargents Robert Louis Stevenson

    John Singer Sargents „Robert Louis Stevenson“ (1887) ist weit mehr als nur ein bloßes Porträt; es ist ein akribisch geschaffenes Fenster in die sozialen und intellektuellen Strömungen des späten 19

    th Jahrhunderts. Das Gemälde fängt den berühmten schottischen Romanautor in einem Moment stiller Kontemplation ein – ein Mann, der sich scheinbar zwischen den abenteuerlichen Erzählungen, die er erschuf, und den Realitäten seines eigenen Lebens befindet. Sargent, bereits ein Meister darin, flüchtige Ausdrücke und luxuriöse Texturen einzufangen, nutzt meisterhaft Licht und Schatten, um Tiefe zu erzeugen und Stevensons Charakter subtil zu vermitteln: intelligent, vielleicht ein wenig melancholisch und unbestreitbar kultiviert.

    Subjekt & Komposition: Die zentrale Figur, Robert Louis Stevenson selbst, dominiert die Leinwand mit einer Aura zurückhaltender Eleganz. Seine Haltung, mit locker, aber aufmerksam überschlagenen Beinen, deutet sowohl auf Komfort als auch auf intellektuelle Versunkenheit hin. Die Einbeziehung von Figuren im Hintergrund, wenngleich zweitrangig, trägt zum Realismus des Gemäldes bei und deutet die sozialen Kreise an, in denen sich Stevenson bewegte – jene Zirkel aus Künstlern, Schriftstellern und Kunstmäzenen, die das Gilded Age prägten.

    Technik & Stil: Sargents charakteristische Technik wird sofort in den lockeren, fließenden Pinselstrichen sichtbar, welche die Kleidung des Dargestellten definieren, sowie in den subtilen Lichtabstufungen auf seinem Gesicht. Er verwendet eine gebrochene Farbpalette und schichtet dünne Farbaufträge, um Tonwerte aufzubauen und eine Illusion von Tiefe und Textur zu erzeugen. Dieser Ansatz, der typisch für seinen reifen Stil ist, ermöglicht ein bemerkenswertes Gefühl von Unmittelbarkeit und fängt die flüchtige Qualität des Lichts ein – ein Schlüsselelement in Sargents Fähigkeit, Persönlichkeit mit solcher Präzision darzustellen.

    Das Gilded Age & die Tradition der Porträtmalerei

    Gemalt auf dem Höhepunkt des Gilded Age, spiegelt „Robert Louis Stevenson“ die Faszination der Ära für Reichtum, Status und soziale Kultiviertheit wider. Porträts wie dieses waren nicht bloß Darstellungen von Individuen; sie waren sorgfältig konstruierte Statements über Identität und Zugehörigkeit. Sargents Klientel – darunter Mitglieder der amerikanischen Elite, die nach Europa strömten – gab Porträts in Auftrag, um ihre Position innerhalb der Gesellschaft zu festigen und ihre Wertschätzung für Kunst und Kultur zu demonstrieren. Die Einbeziehung von Details wie Stevensons Anzug und Krawatte unterstreicht diese Betonung des sozialen Dekorums und deutet gleichzeitig subtil auf die literarischen Errungenschaften des Romanautors hin.

    Historischer Kontext: Sargent war in dieser Zeit tief in die lebendige Kunstszene Londons eingebunden. Er profitierte von einem Netzwerk einflussreicher Mäzene und Künstlerkollegen, was es ihm ermöglichte, mit neuen Techniken zu experimentieren und vielfältige Themen zu erkunden. Die Entstehung des Gemäldes fiel mit Stevensons wachsender literarischer Berühmtheit zusammen, was seinen Platz als einer der gefeiertesten Schriftsteller seiner Zeit festigte.

    Symbolik: Die Zigarette, die Stevenson zart zwischen den Fingern hält, ist ein subtiles, aber bedeutsames Detail. Sie spricht von der Faszination der Ära für Muße und Raffinesse, deutet aber auch auf die dunkleren Themen hin, die in Stevensons Werken – insbesondere „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ – untersucht werden.

    Emotionale Wirkung & künstlerisches Vermächtnis

    „Robert Louis Stevenson“ besitzt die bemerkenswerte Fähigkeit, ein Gefühl von Intimität und stiller Betrachtung zu evozieren. Sargents meisterhafter Einsatz von Licht und Schatten, kombiniert mit seiner scharfen Beobachtungsgabe für menschliche Mimik, erschafft ein Porträt, das erstaunlich lebendig wirkt. Es ist ein Zeugnis der Kunstfertigkeit des Malers, dass wir das Gewicht von Stevensons Blick fast spüren und die Gedanken erahnen können, die in seinem Geist kreisen. Dieses Gemälde exemplifiziert Sargents bleibendes Erbe als einer der bedeutendsten Porträtmaler des späten 19. Jahrhunderts und demonstriert seine Fähigkeit, nicht nur die Ähnlichkeit, sondern das eigentliche Wesen seiner Subjekte einzufangen.

    Künstlerische Bedeutung: Das Werk ist ein Paradebeispiel für Sargents sich entwickelnden Stil und zeigt seine Meisterschaft in Licht, Farbe und Komposition. Es gilt als eines seiner erfolgreichsten Porträts, bewundert für seinen Realismus, seine Eleganz und seine psychologische Tiefe.

    Sammlung & Inneneinrichtung: Eine handgemalte Reproduktion von „Robert Louis Stevenson“ wäre eine beeindruckende Bereicherung für jede anspruchsvolle Sammlung oder jeden Innenraum. Seine zeitlose Anziehungskraft und die evokative Atmosphäre werden zweifellos jedem Ambiente Raffinesse und intellektuelle Neugier verleihen.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    John Singer Sargent

    Geboren in Florenz, Vereinigte Staaten

    Frühes Leben, Familie und Ausbildung

    Geboren am 12. Januar 1856 in Florenz, Italien, trat John Singer Sargent in eine Welt ein, die maßgeblich durch die ständige Bewegung seiner amerikanischen Expatriate-Eltern, FitzWilliam und Mary Newbold Sargent, geprägt war. Sein Vater hatte zuvor zwischen 1844 und 1854 als Augenchirurg am Wills Eye Hospital in Philadelphia gewirkt. Dieser medizinische Hintergrund bot ein stabiles, wenn auch vorübergehendes Fundament, bevor das Leben der Familie durch die kosmopolitischen Rhythmen Europas definiert wurde. Das häusliche Umfeld war von künstlerischer Neigung geprägt; seine Schwester Mary wurde 1857 geboren, und seine Schwester Emily sollte sich später als begabte Malerin etablieren. Diese frühen Jahre waren weniger von einem festen Wohnsitz als vielmehr von einem tiefen Eintauchen in die visuellen Traditionen des Kontinents geprägt.

    Seine formale Ausbildung folgte einem Pfad durch die bedeutendsten Zentren der europäischen Kunst, wobei sich seine Ausbildung über Florenz, Paris und London erstreckte. In Paris trat er in das Atelier von Carolus-Duran ein – eine Mentorschaft, die seinen technischen Ansatz grundlegend prägen sollte. Diese Phase des Studiums war entscheidend für die Verfeinerung jener Beobachtungsgabe, die seine frühe Entwicklung charakterisierte. Anstatt einem starren, akademischen Pfad zu folgen, glich seine Ausbildung einer Abfolge direkter Begegnungen mit den Meistern und den spezifischen Methoden der Pariser Ateliers. Aus diesen Studien ging er mit einer technischen Brillanz hervor, die es ihm ermöglichte, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der Porträtmalerei und den spontaneren Bedürfnissen seiner späteren Studien zu wechseln.

    Die Pariser Jahre und der künstlerische Skandal

    Im Jahr 1874, im Alter von achtzehn Jahren, trat Sargent in das Pariser Atelier von Carolus-Duran ein. Diese Mentorschaft sollte sich als transformativ erweisen, da der Fokus auf der direkten Malweise – dem unmittelbaren Auftrag der Farbe auf die Leinwand – seine technische Versiertheit schärfte und ihm die Fähigkeit verlieh, Ähnlichkeiten mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit einzufangen. Um sein Können weiter zu perfektionieren, schrieb er sich an der École des Beaux-Arts ein, wo er durch das Studium von Aktmodellen und Gipsabgüssen sein Fundament festigte. In diesen prägenden Jahren begann er, sich in den Kreisen der städtischen Elite zu etablieren, während er sich geschickt durch die sozialen und künstlerischen Hierarchien der französischen Hauptstadt bewegte.

    Sein Aufstieg zum führenden Porträtmaler der Gesellschaft wurde jedoch durch eine plötzliche, heftige Kontroverse jäh unterbrochen. Die Enthüllung von Madame X (Porträt von Madame Pierre Gautreau) auf dem Salon von 1884 entfachte einen Skandal, der seine aufstrebende Karriere ernsthaft zu gefährden drohte. Die kühne Darstellung der Gesellschaftsdame – bemerkenswert durch ihren blassen Teint und ihre suggestive Pose – wurde von der Pariser Gesellschaft als provokativ empfunden. Obwohl er später den Träger ihres Kleides übermalte, waren die sozialen Auswirkungen immens. Dieser Skandal zwang ihn letztlich dazu, Paris zu verlassen und nach England zurückzukehren, auf der Suche nach einem Publikum, das seine Talente mit mehr Offenheit aufnahm.

    Erfolg in London und die Kunst des Porträts

    Der Skandal in Paris löste eine tiefgreifende Veränderung in seinem Lebensweg aus und führte ihn im Jahr 1886 nach London. Dieser Umzug erwies sich als entscheidender Wendepunkt, da er sich von einer kontroversen Figur zu dem führenden Porträtmaler seiner Generation wandelte. John Singer Sargent besaß ein seltenes Maß an professioneller Unabhängigkeit; er konnte selbst entscheiden, welche Aufträge er annahm, und setzte für seine Werke sehr hohe Preise fest. Diese Autonomie ermöglichte es ihm, sich mit einer Souveränität durch die höchsten Kreise der Gesellschaft zu bewegen, die kaum ein Zeitgenosse von ihm erreichen konnte.

    Seine Motive waren die Architekten ihrer Ära, die Bandbreite reichte von der gesellschaftlichen Elite bis hin zu prominenten politischen Persönlichkeiten. Unter den zahlreichen Berühmtheiten, die sich vor sein Modell hielten, befand sich auch der ehemalige Präsident Theodore Roosevelt. Dabei hielt er nicht bloß ein Ähnlichkeitsbild fest; er fing die soziale Dynamik und den Prunk der edwardianischen Ära ein. Seine Fähigkeit, das Wesen und den Charakter seiner Dargestellten zu dokumentieren, machte ihn zu einer gefragten Größe für all jene, die ihren Platz in der visuellen Geschichte dieser Epoche sichern wollten.

    The Wyndham Sisters (1899)

    The Misses Hunter (1902)

    Henry James (1913)

    John D. Rockefeller (1917)

    Technik und künstlerischer Stil

    Sargents Herangehensweise an die Leinwand war geprägt von einer bemerkenswerten technischen Versiertheit, insbesondere seiner Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen. Unter der Mentorschaft von Carolus-Duran verschrieb er sich dem Prinzip der Direkmalerei – einer Methode, die die unmittelbare Anwendung von Pigmenten über die Sicherheit vorläufiger Skizzen stellte. Diese Ausbildung ermutigte ihn dazu, das Wesen eines Motivs durch spontane, entschlossene Bewegungen einzufangen. Seine Technik bestand oft darin, Farbtöne in diskreten, mosaikartigen Flächen vorzutragen, die er später miteinander verschmolz, um ein Gefühl von Tiefe und Form zu erzeugen. Ein solcher Prozess ermöglichte eine gewisse Fließfähigkeit, die zu einem Markenzeichen seiner Handschrift wurde.

    Sein Schaffen spiegelte eine duale Natur seines künstlerischen Temperaments wider. In seinen Auftragsporträts hielt er sich an den „Grand Manner“ und begegnete den Erwartungen seiner hochklassigen Gesellschaftskreise mit Eleganz und Haltung. Seine informellen Studien und Landschaftsgemälde hingegen offenbarten eine ganz andere Neigung. In diesen Werken zeigte er eine Vertrautheit mit dem Impressionismus, indem er lockere Pinselstriche einsetzte, um die flüchtigen Qualitäten des Lichts einzufangen. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der formellen Porträtmalerei und den expressiveren, atmosphärischen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    Hauptwerke und künstlerische Bandbreite

    Das Werk von John Singer Sargent war von einer beeindruckenden Fülle geprägt und umfasst etwa 900 Ölgemälde sowie mehr als 2.000 Aquarelle. Seine Sujets folgten seinen Reisen um den gesamten Globus; er dokumentierte Landschaften und Gestalten von Venedig, dem Tirol, Korfu und Capri bis hin zum Nahen Osten, Spanien, Montana, Maine und Florida. Diese geografische Weite ermöglichte es ihm, mühelos zwischen den strengen Anforderungen der hochklassigen Gesellschaftsporträtmalerei und den spontanen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln. Während sein Ruf oft an die Eleganz seiner Porträtierten gebunden war, offenbaren seine Skizzen und Kohlezeichnungen ein rastloses, beobachtendes Auge, das stets nach dem Wesen eines Augenblicks suchte, anstatt nur eine bloße Ähnlichkeit einzufangen.

    Seine Fähigkeit, zwischen so unterschiedlichen Genres zu navigieren, zeigt sich eindrucksvoll im Kontrast seiner bekanntesten Sujets. Madame X bleibt ein zentrales Werk seiner frühen Karriere – ein Gemälde, das seine Präsenz in der Pariser Kunstszene maßgeblich definierte. Im Gegensatz dazu brachte sein späteres Interesse an der Naturwelt und informelleren Settings Werke wie Carnation, Lily, Lily, Rose hervor, eine zarte Darstellung zweier junger Mädchen in einem englischen Garten. Ebenso fesselte er die Energie der Bewegung in El Jaleo, einer kraftvollen Porträtierung spanischer Flamenco-Tänzer. Diese Werke zeugen von einer technischen Flexibilität, die es ihm erlaubte, nahtlos von den schweren, formalen Vorgaben eines Auftrags in die lichtdurchflutete Atmosphäre eines Gartens oder eines Tanzes überzugehen.

    1882: El Jaleo

    1885: Carnation, Lily, Lily, Rose

    Vermächtnis und bleibender Einfluss

    Bis zu seinem Tod am 15. April 1925 hatte das Werk von John Singer Sargent ein gewaltiges Ausmaß erreicht und umfasste etwa 900 Ölgemälde sowie über 2.000 Aquarelle. Seine technische Brillanz, insbesondere die außergewöhnliche Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen, hinterließ tiefe Spuren bei nachfolgenden Generationen von Künstlern. Während ein Großteil seines Ruhmes auf den prestigeträchtigen Auftragsporträts der Edwardianischen Ära beruhte, erstreckte sich sein eigentlicher Einfluss weit über die sozialen Kreise hinaus – bis hin zur inneren Mechanik, mit der Licht und Atmosphäre auf der Leinwand eingefangen werden.

    Das Verständnis für seine künstlerische Bandbreite erlebte in den 1980er Jahren einen bedeutenden Wandel. Die Wiederentdeckung seiner zuvor übersehenen Aktstudien von Männern eröffnete einen weitaus komplexeren Blick auf seine künstlerischen Intentionen und löste die kunsthistorische Debatte aus den rein gesellschaftlichen Kontexten seiner Porträtmalerei heraus. Diese Erweiterung seines bekannten Œuvres offenbarte einen nuancierteren Künstler, dessen Interessen sich nicht nur auf die glitzernden Oberflächen des Gilded Age beschränkten. Seine Werke ziehen bis heute ein weltweites Publikum in ihren Bann und sind fester Bestandteil bedeutender Institutionen wie dem Metropolitan Museum of Art und der Tate Gallery.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    The Wyndham Sisters

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Robert Louis Stevenson

    artsdot.com/de/art/download/john-singer-sargent-robert-louis-stevenson-8bwt4b-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Sargent, John Singer. Robert Louis Stevenson. n.d., https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-robert-louis-stevenson-8bwt4b-de/
    APA
    Sargent, John Singer (n.d.). Robert Louis Stevenson [Painting]. https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-robert-louis-stevenson-8bwt4b-de/
    Chicago
    John Singer Sargent. Robert Louis Stevenson. n.d. https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-robert-louis-stevenson-8bwt4b-de/
    Harvard
    Sargent, John Singer (n.d.) Robert Louis Stevenson. Available at: https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-robert-louis-stevenson-8bwt4b-de/

    Genau hinsehen

    Robert Louis Stevenson — John Singer Sargent

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: porträtmalerei, schottischer romanautor, john singer sargent. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Karnation, Lilie, Lilie, Rose (1885), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Akademischer Realismus: Highly polished, carefully finished realism taught by the official art schools of the 1800s. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

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    Fragen & Antworten

    Welchem Künstler wird "Robert Louis Stevenson" zugeschrieben?

    Der Künstler hinter „Robert Louis Stevenson“ ist John Singer Sargent. Das Werk ist unter dem Namen von John Singer Sargent katalogisiert.

    Welche Farbe sticht in "Robert Louis Stevenson" am meisten hervor?

    Die dominante Farbe von "Robert Louis Stevenson" von John Singer Sargent ist Rosiges Braun (#c49d78).

    Was stellt "Robert Louis Stevenson" dar und welche Atmosphäre vermittelt es?

    "Robert Louis Stevenson" von John Singer Sargent verbindet porträtmalerei, schottischer romanautor, john singer sargent, rauchgewohnheit, gilded age, formelle porträtkunst, literarische figur mit einer Zeitlos elegant Atmosphäre.