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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Gondolier

Name Klasse Datum

John Singer Sargent, Gondolier (1905). Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
John Singer Sargent artsdot.com/de/artists/john-singer-sargent_de/
Lebensdaten des Künstlers
1856 – 1925
Gemalt
1905
Originalgröße
71 x 55 cm
Bewegung
Zeitgenössischer Realismus Living artists painting the real world with traditional skill, often from photographs as well as from life.
Zeitraum
– 19. Jahrhundert
Artistic style
Realistisch
Influences
Impressionismus
Notable elements or techniques
Detaillierte Porträtmalerei; Atmosphärische Beleuchtung
Subject or theme
Porträt eines Gentlemans

Im Kontext

Gondolier — John Singer Sargent

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 71 × 55 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1850
  2. 1860
  3. 1870
  4. 1880
  5. 1890
  6. 1900
  7. 1910
  8. 1920

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 69 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 49 war. Der Künstler wurde 69 alt. 791 der 1127 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von John Singer Sargent (1856–1925) ▲ dieses Werk, 1905 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1884 Hauptwirkungsjahre: 1884–1906 Spätwerke: ab 1906

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/john-singer-sargent-gondolier-8bwsxl-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Espresso #6b5043

    Katalogisierte Palette

    • #6B5043
    • #271E1B
    • #DAB79B
    • #927767

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Erdig Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Espresso
    Intensität
    Monochrom Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Kräftig Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Hohe farbliche Harmonie Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefste Schattenwerte Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Gedämpft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von John Singer Sargent aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 56 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 55,6%153.200 Besuche
    2. 2 Vereinigte Staaten von Amerika 11,2%31.000 Besuche
    3. 3 Hong Kong 8,8%24.300 Besuche
    4. 4 Singapur 7,6%21.000 Besuche
    5. 5 Frankreich 2,4%6.500 Besuche
    6. 6 Spanien 2,2%6.100 Besuche
    7. 7 Italien 1,5%4.100 Besuche
    8. 8 Rumänien 1,3%3.600 Besuche
    9. 9 Deutschland 1,3%3.500 Besuche
    10. 10 Vereinigtes Königreich 1,3%3.500 Besuche
    11. · 46 weitere Länder 6,8%18.800 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von John Singer Sargent

    1. 1 Karnation, Lilie, Lilie, Rose, 1885 2,6%8.300 Aufrufe
    2. 2 Boot in den Gewässern von Kapri, 1878 1,6%5.200 Aufrufe
    3. 3 Las Meninas (nach Velázquez), 1879 1,5%4.900 Aufrufe
    4. 4 Die Töchter von Edward Darley Boit, 1882 1,0%3.300 Aufrufe
    5. 5 El Jaleo, 1882 1,0%3.100 Aufrufe
    6. 6 Ein Esstisch in der Nacht (auch bekannt als Mr. und Mrs. Albert Vickers), 1884 0,9%2.900 Aufrufe
    7. 7 Die Wyndham-Schwestern, 1899 0,7%2.100 Aufrufe
    8. 8 Ein nackter Junge am Strand (auch bekannt als Der Junge am Strand), 1878 0,6%2.000 Aufrufe
    9. 9 Nacktes ägyptisches Mädchen, 1891 0,6%1.800 Aufrufe
    10. 10 Lady Agnew von Lochnaw 0,6%1.800 Aufrufe
    11. 11 Straßen in Venedig, 1882 0,5%1.600 Aufrufe
    12. 12 Dr. Pozzi at Home, 1881 0,5%1.600 Aufrufe
    13. 13 Zwei Mädchen mit Schirmen in Fladbury, 1889 0,5%1.600 Aufrufe
    14. 14 Ägyptische Frau, 1891 0,5%1.600 Aufrufe
    15. 15 Claude Monet Gemälde am Waldrand, 1885 0,5%1.500 Aufrufe
    16. 16 Capri (auch bekannt als A Girl of Capri), 1878 0,5%1.500 Aufrufe
    17. 17 Christusbildnis, 1897 0,5%1.500 Aufrufe
    18. 18 Kaschmir, 1908 0,4%1.300 Aufrufe
    19. 19 Robert Louis Stevenson und seine Frau, 1885 0,4%1.300 Aufrufe
    20. 534 Gondolier, 1905 dieses Gemälde 0,1%200 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 15,5% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 1388 Werke dieses Künstlers, von denen 941 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 534 unter den Werken, mit 0,1% dieser Aufmerksamkeit (200 Besuche). Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Gondolier — John Singer Sargent

    Ein Blick durch den venezianischen Nebel

    Im Herzen des Jahres 1905, inmitten der schimmernden Kanäle und sonnenverwöhnten Fassaden von Venedig, hielt John Singer Sargent einen Moment fest, der die Grenzen der bloßen Porträtmalerei überschreitet. Sein Meisterwerk, Gondolier, ist weit mehr als die Darstellung eines arbeitenden Mannes; es ist ein evokatives Fenster in die Seele der Belle Époque. Wenn der Betrachter auf dieses Ölgemälde trifft, begegnet er sofort dem stetigen, nachdenklichen Blick eines Mannes, dessen bloße Präsenz die fließende, sich ständig verändernde Atmosphäre der venezianischen Lagune zu verankern scheint. In seinem Ausdruck liegt eine tiefe Stille, eine stille Würde, die auf ein Leben hindeutet, das sowohl die physischen Strömungen der Stadt als auch die tieferen, unsichtbaren Gezeiten des menschlichen Denkens navigiert hat.

    Sargent, ein Künstler, der für seine Fähigkeit bekannt ist, den Glanz der High Society einzufangen, wendet sich hier einem erdigeren, intimeren Realismus zu. Während seine Zeitgenossen oft das Idealisierte suchten, fand Sargent die Schönheit im Authentischen. Das Motiv, gekleidet in einen dunklen, schweren Mantel und einen Hut, steht als Wächter der Tradition vor der Kulisse einer Stadt im Wandel. Die subtilen Texturen seiner Kleidung – das Gewicht des Stoffes und die akribische Ausarbeitung seines Gesichtshaars – zeugen von einer technischen Virtuosität, die die Rauheit und die Anmut der venezianischen Arbeiterklasse ehrt.

    Die Alchemie des Lichts und der impressionistische Geist

    Was Gondolier wahrhaftig überhöht, ist Sargents meisterhafte Beherrschung des Lichts, ein Markenzeichen seiner einzigartigen stilistischen Synthese. Während das Fundament des Werkes in der Präzision des Realismus verwurzelt ist, fließt ein unbestreitbarer Puls des Impressionismus durch die Pinselstriche. Der Künstler nutzt eine diffuse Lumineszenz, die den Betrachter umspült und einen sanften, atmosphärischen Glanz erzeugt, der die feuchte, salzige Luft Italiens widerspiegelt. Dieses Licht dient nicht nur der Erhellung; es haucht der Szene Leben ein und wirft zarte Schatten, die den Gesichtszügen des Mannes eine dreidimensionale Tiefe verleihen.

    Beobachten Sie, wie sich die Technik verändert, wenn die Peripherie des Motivs eingefangen wird. In den Reflexionen auf dem Wasser und den fernen architektonischen Elementen verwendet Sargent spontanere, fließendere Striche. Dies erzeugt eine fesselnde Spannung zwischen der soliden, unbeweglichen Präsenz des Gondliers und der schimmernden, ephemeren Natur seiner Umgebung. Für Sammler oder Innenarchitekten bietet diese Dualität einen bemerkenswerten visuellen Rhythmus, der das Werk gleichermaßen für ein ruhiges Arbeitszimmer, in dem Introspektion gefördert wird, oder für einen prachtvollen Salon eignet, in dem es als Fokuspunkt anspruchsvoller Dynamik dienen kann.

    Ein bleibendes Vermächtnis für den anspruchsvollen Sammler

    Eine Reproduktion von Gondolier zu besitzen bedeutet, die historische Romantik des frühen 20. Jahrhunderts in einen modernen Raum einzuladen. Das Gemälde dient als Brücke zwischen den Epochen und verkörpert sowohl die technische Brillanz des Gilded Age als auch die emotionale Tiefe eines in Gedanken versunkenen Mannes. Es ist ein Werk, das Aufmerksamkeit nicht durch Lautstärke fordert, sondern durch seine stille, gebieterische Intensität. Seine Palette aus tiefen Tönen und leuchtenden Highlights bietet einen vielseitigen Anker für unterschiedliche Innenraumästhetiken, von klassischer europäischer Eleganz bis hin zu zeitgenössischem, minimalistischem Luxus.

    Für jene, die ein Umfeld kuratieren möchten, das von Erzählkraft und Seele erfüllt ist, bietet dieses Werk unvergleichliche Inspiration. Es ist ein Zeugnis für Sargents Fähigkeit, das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen zu finden, und erinnert uns daran, dass selbst in einem einzigen, eingefrorenen Moment des Tages eines Arbeiters ein Universum aus Licht, Geschichte und menschlicher Emotion liegt. Ob als Hommage an die Kunstfertigkeit von John Singer Sargent oder als Herzstück einer kuratierten Sammlung – Gondolier bleibt eine ewige Ikone des venezianischen Geistes.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    John Singer Sargent

    Geboren in Florenz, Italien

    Frühes Leben, Familie und Ausbildung

    Geboren am 12. Januar 1856 in Florenz, Italien, trat John Singer Sargent in eine Welt ein, die maßgeblich durch die ständige Bewegung seiner amerikanischen Expatriate-Eltern, FitzWilliam und Mary Newbold Sargent, geprägt war. Sein Vater hatte zuvor zwischen 1844 und 1854 als Augenchirurg am Wills Eye Hospital in Philadelphia gewirkt. Dieser medizinische Hintergrund bot ein stabiles, wenn auch vorübergehendes Fundament, bevor das Leben der Familie durch die kosmopolitischen Rhythmen Europas definiert wurde. Das häusliche Umfeld war von künstlerischer Neigung geprägt; seine Schwester Mary wurde 1857 geboren, und seine Schwester Emily sollte sich später als begabte Malerin etablieren. Diese frühen Jahre waren weniger von einem festen Wohnsitz als vielmehr von einem tiefen Eintauchen in die visuellen Traditionen des Kontinents geprägt.

    Seine formale Ausbildung folgte einem Pfad durch die bedeutendsten Zentren der europäischen Kunst, wobei sich seine Ausbildung über Florenz, Paris und London erstreckte. In Paris trat er in das Atelier von Carolus-Duran ein – eine Mentorschaft, die seinen technischen Ansatz grundlegend prägen sollte. Diese Phase des Studiums war entscheidend für die Verfeinerung jener Beobachtungsgabe, die seine frühe Entwicklung charakterisierte. Anstatt einem starren, akademischen Pfad zu folgen, glich seine Ausbildung einer Abfolge direkter Begegnungen mit den Meistern und den spezifischen Methoden der Pariser Ateliers. Aus diesen Studien ging er mit einer technischen Brillanz hervor, die es ihm ermöglichte, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der Porträtmalerei und den spontaneren Bedürfnissen seiner späteren Studien zu wechseln.

    Die Pariser Jahre und der künstlerische Skandal

    Im Jahr 1874, im Alter von achtzehn Jahren, trat Sargent in das Pariser Atelier von Carolus-Duran ein. Diese Mentorschaft sollte sich als transformativ erweisen, da der Fokus auf der direkten Malweise – dem unmittelbaren Auftrag der Farbe auf die Leinwand – seine technische Versiertheit schärfte und ihm die Fähigkeit verlieh, Ähnlichkeiten mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit einzufangen. Um sein Können weiter zu perfektionieren, schrieb er sich an der École des Beaux-Arts ein, wo er durch das Studium von Aktmodellen und Gipsabgüssen sein Fundament festigte. In diesen prägenden Jahren begann er, sich in den Kreisen der städtischen Elite zu etablieren, während er sich geschickt durch die sozialen und künstlerischen Hierarchien der französischen Hauptstadt bewegte.

    Sein Aufstieg zum führenden Porträtmaler der Gesellschaft wurde jedoch durch eine plötzliche, heftige Kontroverse jäh unterbrochen. Die Enthüllung von Madame X (Porträt von Madame Pierre Gautreau) auf dem Salon von 1884 entfachte einen Skandal, der seine aufstrebende Karriere ernsthaft zu gefährden drohte. Die kühne Darstellung der Gesellschaftsdame – bemerkenswert durch ihren blassen Teint und ihre suggestive Pose – wurde von der Pariser Gesellschaft als provokativ empfunden. Obwohl er später den Träger ihres Kleides übermalte, waren die sozialen Auswirkungen immens. Dieser Skandal zwang ihn letztlich dazu, Paris zu verlassen und nach England zurückzukehren, auf der Suche nach einem Publikum, das seine Talente mit mehr Offenheit aufnahm.

    Erfolg in London und die Kunst des Porträts

    Der Skandal in Paris löste eine tiefgreifende Veränderung in seinem Lebensweg aus und führte ihn im Jahr 1886 nach London. Dieser Umzug erwies sich als entscheidender Wendepunkt, da er sich von einer kontroversen Figur zu dem führenden Porträtmaler seiner Generation wandelte. John Singer Sargent besaß ein seltenes Maß an professioneller Unabhängigkeit; er konnte selbst entscheiden, welche Aufträge er annahm, und setzte für seine Werke sehr hohe Preise fest. Diese Autonomie ermöglichte es ihm, sich mit einer Souveränität durch die höchsten Kreise der Gesellschaft zu bewegen, die kaum ein Zeitgenosse von ihm erreichen konnte.

    Seine Motive waren die Architekten ihrer Ära, die Bandbreite reichte von der gesellschaftlichen Elite bis hin zu prominenten politischen Persönlichkeiten. Unter den zahlreichen Berühmtheiten, die sich vor sein Modell hielten, befand sich auch der ehemalige Präsident Theodore Roosevelt. Dabei hielt er nicht bloß ein Ähnlichkeitsbild fest; er fing die soziale Dynamik und den Prunk der edwardianischen Ära ein. Seine Fähigkeit, das Wesen und den Charakter seiner Dargestellten zu dokumentieren, machte ihn zu einer gefragten Größe für all jene, die ihren Platz in der visuellen Geschichte dieser Epoche sichern wollten.

    The Wyndham Sisters (1899)

    The Misses Hunter (1902)

    Henry James (1913)

    John D. Rockefeller (1917)

    Technik und künstlerischer Stil

    Sargents Herangehensweise an die Leinwand war geprägt von einer bemerkenswerten technischen Versiertheit, insbesondere seiner Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen. Unter der Mentorschaft von Carolus-Duran verschrieb er sich dem Prinzip der Direkmalerei – einer Methode, die die unmittelbare Anwendung von Pigmenten über die Sicherheit vorläufiger Skizzen stellte. Diese Ausbildung ermutigte ihn dazu, das Wesen eines Motivs durch spontane, entschlossene Bewegungen einzufangen. Seine Technik bestand oft darin, Farbtöne in diskreten, mosaikartigen Flächen vorzutragen, die er später miteinander verschmolz, um ein Gefühl von Tiefe und Form zu erzeugen. Ein solcher Prozess ermöglichte eine gewisse Fließfähigkeit, die zu einem Markenzeichen seiner Handschrift wurde.

    Sein Schaffen spiegelte eine duale Natur seines künstlerischen Temperaments wider. In seinen Auftragsporträts hielt er sich an den „Grand Manner“ und begegnete den Erwartungen seiner hochklassigen Gesellschaftskreise mit Eleganz und Haltung. Seine informellen Studien und Landschaftsgemälde hingegen offenbarten eine ganz andere Neigung. In diesen Werken zeigte er eine Vertrautheit mit dem Impressionismus, indem er lockere Pinselstriche einsetzte, um die flüchtigen Qualitäten des Lichts einzufangen. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der formellen Porträtmalerei und den expressiveren, atmosphärischen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    Hauptwerke und künstlerische Bandbreite

    Das Werk von John Singer Sargent war von einer beeindruckenden Fülle geprägt und umfasst etwa 900 Ölgemälde sowie mehr als 2.000 Aquarelle. Seine Sujets folgten seinen Reisen um den gesamten Globus; er dokumentierte Landschaften und Gestalten von Venedig, dem Tirol, Korfu und Capri bis hin zum Nahen Osten, Spanien, Montana, Maine und Florida. Diese geografische Weite ermöglichte es ihm, mühelos zwischen den strengen Anforderungen der hochklassigen Gesellschaftsporträtmalerei und den spontanen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln. Während sein Ruf oft an die Eleganz seiner Porträtierten gebunden war, offenbaren seine Skizzen und Kohlezeichnungen ein rastloses, beobachtendes Auge, das stets nach dem Wesen eines Augenblicks suchte, anstatt nur eine bloße Ähnlichkeit einzufangen.

    Seine Fähigkeit, zwischen so unterschiedlichen Genres zu navigieren, zeigt sich eindrucksvoll im Kontrast seiner bekanntesten Sujets. Madame X bleibt ein zentrales Werk seiner frühen Karriere – ein Gemälde, das seine Präsenz in der Pariser Kunstszene maßgeblich definierte. Im Gegensatz dazu brachte sein späteres Interesse an der Naturwelt und informelleren Settings Werke wie Carnation, Lily, Lily, Rose hervor, eine zarte Darstellung zweier junger Mädchen in einem englischen Garten. Ebenso fesselte er die Energie der Bewegung in El Jaleo, einer kraftvollen Porträtierung spanischer Flamenco-Tänzer. Diese Werke zeugen von einer technischen Flexibilität, die es ihm erlaubte, nahtlos von den schweren, formalen Vorgaben eines Auftrags in die lichtdurchflutete Atmosphäre eines Gartens oder eines Tanzes überzugehen.

    1882: El Jaleo

    1885: Carnation, Lily, Lily, Rose

    Vermächtnis und bleibender Einfluss

    Bis zu seinem Tod am 15. April 1925 hatte das Werk von John Singer Sargent ein gewaltiges Ausmaß erreicht und umfasste etwa 900 Ölgemälde sowie über 2.000 Aquarelle. Seine technische Brillanz, insbesondere die außergewöhnliche Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen, hinterließ tiefe Spuren bei nachfolgenden Generationen von Künstlern. Während ein Großteil seines Ruhmes auf den prestigeträchtigen Auftragsporträts der Edwardianischen Ära beruhte, erstreckte sich sein eigentlicher Einfluss weit über die sozialen Kreise hinaus – bis hin zur inneren Mechanik, mit der Licht und Atmosphäre auf der Leinwand eingefangen werden.

    Das Verständnis für seine künstlerische Bandbreite erlebte in den 1980er Jahren einen bedeutenden Wandel. Die Wiederentdeckung seiner zuvor übersehenen Aktstudien von Männern eröffnete einen weitaus komplexeren Blick auf seine künstlerischen Intentionen und löste die kunsthistorische Debatte aus den rein gesellschaftlichen Kontexten seiner Porträtmalerei heraus. Diese Erweiterung seines bekannten Œuvres offenbarte einen nuancierteren Künstler, dessen Interessen sich nicht nur auf die glitzernden Oberflächen des Gilded Age beschränkten. Seine Werke ziehen bis heute ein weltweites Publikum in ihren Bann und sind fester Bestandteil bedeutender Institutionen wie dem Metropolitan Museum of Art und der Tate Gallery.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    The Wyndham Sisters

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Gondolier

    artsdot.com/de/art/download/john-singer-sargent-gondolier-8bwsxl-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Sargent, John Singer. Gondolier. 1905, https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-gondolier-8bwsxl-de/
    APA
    Sargent, John Singer (1905). Gondolier [Painting]. https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-gondolier-8bwsxl-de/
    Chicago
    John Singer Sargent. Gondolier. 1905. https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-gondolier-8bwsxl-de/
    Harvard
    Sargent, John Singer (1905) Gondolier. Available at: https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-gondolier-8bwsxl-de/

    Genau hinsehen

    Gondolier — John Singer Sargent

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: mann, gondolier, hut. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Karnation, Lilie, Lilie, Rose (1885), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Zeitgenössischer Realismus: Living artists painting the real world with traditional skill, often from photographs as well as from life. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Gondolier — John Singer Sargent

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Durch welchen künstlerischen Stil ist das Werk „Gondolier“ von John Singer Sargent primär gekennzeichnet?

      • A Impressionismus
      • B Kubismus
      • C Realismus
    2. 2. In welchem Jahr wurde „Gondolier“ gemalt?

      • A 1875
      • B 1905
      • C 1920
    3. 3. Was ist das Hauptmotiv von „Gondolier“?

      • A Eine Landschaftsszene
      • B Ein Gruppenporträt
      • C Eine einzelne männliche Figur
    4. 4. Welche Technik nutzt das Gemälde, um die Subtilitäten des menschlichen Ausdrucks einzufangen?

      • A Pointillismus
      • B Fresko
      • C Ölmalerei
    5. 5. Wo kann man eine Sammlung amerikanischer Kunst finden, einschließlich Werken von John Singer Sargent?

      • A Das Louvre-Museum
      • B Das Metropolitan Opera House
      • C Das Parrish Art Museum

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1C · 2B · 3C · 4C · 5C

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Welcher Phase der Karriere von John Singer Sargent ist „Gondolier“ (1905) zuzuordnen?

    Angesichts seiner Datierung auf 1905 fällt "Gondolier" in die Spätwerk von John Singer Sargent.

    Welche Maße hat "Gondolier" von John Singer Sargent im Original?

    Das Originalwerk "Gondolier" von John Singer Sargent hat die Maße 71 x 55 cm.

    Zu welcher Stilrichtung gehört "Gondolier"?

    Die mit "Gondolier" von John Singer Sargent verbundene Stilrichtung ist Zeitgenössischer Realismus. Diese Klassifizierung ordnet das Werk in den Kontext verwandter Künstler und Kunstwerke ein.