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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Carmela Bertagna

Name Klasse Datum

John Singer Sargent, Carmela Bertagna (1879). Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
John Singer Sargent artsdot.com/de/artists/john-singer-sargent_de/
Lebensdaten des Künstlers
1856 – 1925
Gemalt
1879
Originalgröße
59 x 49 cm
Bewegung
Realismus Painting ordinary people and ordinary work exactly as they are, without making them prettier or grander.
Besondere Merkmale
Rosa Kleid, Schleife, Blick
Motiv
Porträt einer Frau

Im Kontext

Carmela Bertagna — John Singer Sargent

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 59 × 49 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1850
  2. 1860
  3. 1870
  4. 1880
  5. 1890
  6. 1900
  7. 1910
  8. 1920

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 69 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 23 war. Der Künstler wurde 69 alt. 100 der 1274 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von John Singer Sargent (1856–1925) ▲ dieses Werk, 1879 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1885 Hauptwirkungsjahre: 1885–1907 Spätwerke: ab 1907

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/john-singer-sargent-carmela-bertagna-8bwsvq-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Khaki #ddcf97

    Katalogisierte Palette

    • #DDCF97
    • #37211B
    • #886044
    • #B99C6C

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Erdig Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Khaki
    Intensität
    Leuchtend Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Aussage Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Strong Color Unity Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Leuchtend Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Sanft gesättigt Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von John Singer Sargent aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 59 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 54,1%153.200 Besuche
    2. 2 Vereinigte Staaten von Amerika 11,9%33.600 Besuche
    3. 3 Hong Kong 8,6%24.400 Besuche
    4. 4 Singapur 7,5%21.100 Besuche
    5. 5 Frankreich 2,4%6.800 Besuche
    6. 6 Spanien 2,3%6.600 Besuche
    7. 7 Italien 1,7%4.700 Besuche
    8. 8 Vereinigtes Königreich 1,4%3.900 Besuche
    9. 9 Deutschland 1,3%3.600 Besuche
    10. 10 Rumänien 1,3%3.600 Besuche
    11. · 49 weitere Länder 7,5%21.500 Besuche

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von John Singer Sargent

    1. 1 Karnation, Lilie, Lilie, Rose, 1885 2,8%9.300 Aufrufe
    2. 2 Boot in den Gewässern von Kapri, 1878 1,6%5.200 Aufrufe
    3. 3 Las Meninas (nach Velázquez), 1879 1,6%5.200 Aufrufe
    4. 4 Ein Esstisch in der Nacht (auch bekannt als Mr. und Mrs. Albert Vickers), 1884 1,1%3.600 Aufrufe
    5. 5 Die Töchter von Edward Darley Boit, 1882 1,1%3.500 Aufrufe
    6. 6 El Jaleo, 1882 0,9%3.100 Aufrufe
    7. 7 Die Wyndham-Schwestern, 1899 0,7%2.200 Aufrufe
    8. 8 Ein nackter Junge am Strand (auch bekannt als Der Junge am Strand), 1878 0,6%2.100 Aufrufe
    9. 9 Nacktes ägyptisches Mädchen, 1891 0,5%1.800 Aufrufe
    10. 10 Lady Agnew von Lochnaw 0,5%1.800 Aufrufe
    11. 11 Capri (auch bekannt als A Girl of Capri), 1878 0,5%1.600 Aufrufe
    12. 12 Straßen in Venedig, 1882 0,5%1.600 Aufrufe
    13. 13 Dr. Pozzi at Home, 1881 0,5%1.600 Aufrufe
    14. 14 Zwei Mädchen mit Schirmen in Fladbury, 1889 0,5%1.600 Aufrufe
    15. 15 Ägyptische Frau, 1891 0,5%1.600 Aufrufe
    16. 16 Claude Monet Gemälde am Waldrand, 1885 0,5%1.500 Aufrufe
    17. 17 Christusbildnis, 1897 0,5%1.500 Aufrufe
    18. 18 Robert Louis Stevenson und seine Frau, 1885 0,4%1.400 Aufrufe
    19. 19 Kaschmir, 1908 0,4%1.300 Aufrufe
    20. 160 Carmela Bertagna, 1879 dieses Gemälde 0,2%500 Aufrufe

    Zusammen machen diese Werke 15,9% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 1547 Werke dieses Künstlers, von denen 948 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 160 unter den Werken, mit 0,2% dieser Aufmerksamkeit (500 Besuche). Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Carmela Bertagna — John Singer Sargent

    Anmerkungen zu diesem Werk

    Basierend auf veröffentlichten Quellen für diesen Leitfaden erstellt. Der Katalogeintrag selbst befindet sich im ersten Teil dieses Leitfadens.

    Einflüsse
    Edwardianische Ära, Sargent
    Jahr
    1879
    Künstlerischer Stil
    Impressionismus, Porträtmalerei
    Maße
    59 x 49 cm
    Ort
    Columbus Museum of Art

    Ein Porträt von Anmut und Schatten: Die Enthüllung von John Singer Sargents *Carmela Bertagna*

    John Singer Sargents Porträt aus dem Jahr 1879, *Carmela Bertagna*, ist weit mehr als nur eine bloße Ähnlichkeit; es ist ein sorgfältig konstruiertes Tableau der edwardianischen Gesellschaft, durchdrungen von der für den Künstler typischen Mischung aus technischer Meisterschaft und psychologischem Scharfsinn. Beheimatet im Columbus Museum of Art, bietet dieses Ölgemälde auf Leinwand einen fesselnden Einblick in eine Welt raffinierter Eleganlement und subtiler Komplexität und offenbart Sargents sich entwickelnde künstlerische Stimme während einer entscheidenden Phase seiner Karriere.

    Das Gemälde lenkt den Blick sofort auf sein Motiv – eine junge Frau, die eine stille Zuversicht ausstrahlt. In ein prächtiges rosa Kleid gehüllt, akzentuiert durch eine zarte Schleife an ihrem Hals, besitzt Carmela eine Aura von beherrschter Gelassenheit. Ihr Blick, der knapp über den Rahmen des Betrachters hinausgeht, deutet einen privaten Gedanken oder eine Beschäftigung an und lädt uns ein, in ihre Welt einzutreten, ohne sie explizit preiszugeben. Der sorgfältig arrangierte Hintergrund – ein einfacher Stuhl und die Andeutung anderer Figuren – verstärkt dieses Gefühl einer geborgenen Intimität, was typisch für Sargents Porträtkunst ist, die oft Momente sozialer Interaktion statt statischer Posen darstellte.

    Der Pinselstrich und der Grand Manner

    Sargents technisches Geschick wird in *Carmela Bertagna* sofort ersichtlich. Seine Fähigkeit, Stoffe mit solch leuchtenden Details wiederzugeben – die Falten des Kleides, der Glanz der Seide – zeugt von seiner akribischen Beobachtungsgabe und meisterhaften Pinselführung. Er wandte eine Technik an, die er als „Zeichnen mit dem Pinsel“ bezeichnete, wobei er sorgfältig Farbschichten auftrug, um einen fast fotografischen Realismus zu erreichen. Dieser Ansatz blieb jedoch nicht ohne Kritiker; einige fanden ihn übermäßig poliert und vermissten die Spontaneität des Impressionismus. Dennoch navigierte Sargent geschickt zwischen diesen stilistischen Einflüssen, indem er sich an die Konventionen des „Grand Manner“ hielt und gleichzeitig seine eigene unverwechselbare Sensibilität einbrachte.

    Der subtile Einsatz von Licht und Schatten verstärkt den dramatischen Effekt des Gemäldes zusätzlich. Das Licht fällt über Carmelas Gesicht und ihr Kleid und erzeugt ein Gefühl von Tiefe und Volumen. Die dunkleren Töne im Hintergrund tragen zur allgemeinen Stimmung bei und verleihen der Szene ein Element von Mysterium und Intrige. Diese sorgfältige Manipulation des Lichts ist charakteristisch für Sargents Herangehensweise, die darauf abzielt, nicht nur das äußere Erscheinungsbild seiner Motive, sondern auch deren inneren Charakter einzufangen.

    Ein Fenster zur viktorianischen Gesellschaft und aufkommender Symbolismus

    *Carmela Bertagna* entstand während einer Zeit bedeutenden sozialen Wandels in Großbritannien. Die edwardianische Ära, geprägt von rasanter Industrialisierung und wachsendem Reichtum, sah einen Aufstieg der Porträtmalerei als Mittel zur Festigung des Status und zur Demonstration von Erfolg. Sargents Werk spiegelt diesen Trend wider, fordert seine Konventionen jedoch auch subtil heraus. Die Komposition des Gemäldes mit ihrer implizierten Erzählung und dem abgewandten Blick des Motivs deutet auf die unausgesprochenen Komplexitäten der viktorianischen Gesellschaft hin – insbesondere im Hinblick auf die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen.

    Interessanterweise offenbarte eine Neubewertung von Sargents Œuvre im späten 20. Jahrhundert tiefere Bedeutungsebenen in seinem Werk. Die Entdeckung zuvor verborgener männlicher Akte löste eine kritische Neubewertung aus, die Themen wie unkonventionelle Freundschaften, gleichgeschlechtliche Interessen und ein progressives Engagement mit dem aufkommenden Globalismus ans Licht brachte. *Carmela Bertagna* kann daher als Teil dieses breiteren Narrativs betrachtet werden – als eine subtile, aber kraftvolle Aussage über künstlerische Freiheit und die Erforschung der menschlichen Erfahrung.

    Emotionale Resonanz und zeitlose Anziehungskraft

    Jenseits seines historischen Kontextes und seiner technischen Brillanz besitzt *Carmela Bertagna* eine unbestreitbare emotionale Resonanz. Die stille Würde des Gemäldes, kombiniert mit Carmelas rätselhaftem Ausdruck, lädt die Betrachter dazu ein, über Themen wie Schönheit, Anmut und die Komplexität menschlicher Beziehungen nachzusinnen. Es ist ein Porträt, das seine Zeit überdauert und das Publikum auch heute noch mit seiner Eleganz und psychologischen Tiefe fesselt. Seine dauerhafte Anziehungskraft liegt in Sargents Fähigkeit, nicht nur eine Ähnlichkeit, sondern das eigentliche Wesen seines Motivs einzufangen – eine Frau, die zwischen gesellschaftlicher Erwartung und persönlicher Reflexion verweilt.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    John Singer Sargent

    Geboren in Florenz, Italien

    Frühes Leben, Familie und Ausbildung

    Geboren am 12. Januar 1856 in Florenz, Italien, trat John Singer Sargent in eine Welt ein, die maßgeblich durch die ständige Bewegung seiner amerikanischen Expatriate-Eltern, FitzWilliam und Mary Newbold Sargent, geprägt war. Sein Vater hatte zuvor zwischen 1844 und 1854 als Augenchirurg am Wills Eye Hospital in Philadelphia gewirkt. Dieser medizinische Hintergrund bot ein stabiles, wenn auch vorübergehendes Fundament, bevor das Leben der Familie durch die kosmopolitischen Rhythmen Europas definiert wurde. Das häusliche Umfeld war von künstlerischer Neigung geprägt; seine Schwester Mary wurde 1857 geboren, und seine Schwester Emily sollte sich später als begabte Malerin etablieren. Diese frühen Jahre waren weniger von einem festen Wohnsitz als vielmehr von einem tiefen Eintauchen in die visuellen Traditionen des Kontinents geprägt.

    Seine formale Ausbildung folgte einem Pfad durch die bedeutendsten Zentren der europäischen Kunst, wobei sich seine Ausbildung über Florenz, Paris und London erstreckte. In Paris trat er in das Atelier von Carolus-Duran ein – eine Mentorschaft, die seinen technischen Ansatz grundlegend prägen sollte. Diese Phase des Studiums war entscheidend für die Verfeinerung jener Beobachtungsgabe, die seine frühe Entwicklung charakterisierte. Anstatt einem starren, akademischen Pfad zu folgen, glich seine Ausbildung einer Abfolge direkter Begegnungen mit den Meistern und den spezifischen Methoden der Pariser Ateliers. Aus diesen Studien ging er mit einer technischen Brillanz hervor, die es ihm ermöglichte, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der Porträtmalerei und den spontaneren Bedürfnissen seiner späteren Studien zu wechseln.

    Die Pariser Jahre und der künstlerische Skandal

    Im Jahr 1874, im Alter von achtzehn Jahren, trat Sargent in das Pariser Atelier von Carolus-Duran ein. Diese Mentorschaft sollte sich als transformativ erweisen, da der Fokus auf der direkten Malweise – dem unmittelbaren Auftrag der Farbe auf die Leinwand – seine technische Versiertheit schärfte und ihm die Fähigkeit verlieh, Ähnlichkeiten mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit einzufangen. Um sein Können weiter zu perfektionieren, schrieb er sich an der École des Beaux-Arts ein, wo er durch das Studium von Aktmodellen und Gipsabgüssen sein Fundament festigte. In diesen prägenden Jahren begann er, sich in den Kreisen der städtischen Elite zu etablieren, während er sich geschickt durch die sozialen und künstlerischen Hierarchien der französischen Hauptstadt bewegte.

    Sein Aufstieg zum führenden Porträtmaler der Gesellschaft wurde jedoch durch eine plötzliche, heftige Kontroverse jäh unterbrochen. Die Enthüllung von Madame X (Porträt von Madame Pierre Gautreau) auf dem Salon von 1884 entfachte einen Skandal, der seine aufstrebende Karriere ernsthaft zu gefährden drohte. Die kühne Darstellung der Gesellschaftsdame – bemerkenswert durch ihren blassen Teint und ihre suggestive Pose – wurde von der Pariser Gesellschaft als provokativ empfunden. Obwohl er später den Träger ihres Kleides übermalte, waren die sozialen Auswirkungen immens. Dieser Skandal zwang ihn letztlich dazu, Paris zu verlassen und nach England zurückzukehren, auf der Suche nach einem Publikum, das seine Talente mit mehr Offenheit aufnahm.

    Erfolg in London und die Kunst des Porträts

    Der Skandal in Paris löste eine tiefgreifende Veränderung in seinem Lebensweg aus und führte ihn im Jahr 1886 nach London. Dieser Umzug erwies sich als entscheidender Wendepunkt, da er sich von einer kontroversen Figur zu dem führenden Porträtmaler seiner Generation wandelte. John Singer Sargent besaß ein seltenes Maß an professioneller Unabhängigkeit; er konnte selbst entscheiden, welche Aufträge er annahm, und setzte für seine Werke sehr hohe Preise fest. Diese Autonomie ermöglichte es ihm, sich mit einer Souveränität durch die höchsten Kreise der Gesellschaft zu bewegen, die kaum ein Zeitgenosse von ihm erreichen konnte.

    Seine Motive waren die Architekten ihrer Ära, die Bandbreite reichte von der gesellschaftlichen Elite bis hin zu prominenten politischen Persönlichkeiten. Unter den zahlreichen Berühmtheiten, die sich vor sein Modell hielten, befand sich auch der ehemalige Präsident Theodore Roosevelt. Dabei hielt er nicht bloß ein Ähnlichkeitsbild fest; er fing die soziale Dynamik und den Prunk der edwardianischen Ära ein. Seine Fähigkeit, das Wesen und den Charakter seiner Dargestellten zu dokumentieren, machte ihn zu einer gefragten Größe für all jene, die ihren Platz in der visuellen Geschichte dieser Epoche sichern wollten.

    The Wyndham Sisters (1899)

    The Misses Hunter (1902)

    Henry James (1913)

    John D. Rockefeller (1917)

    Technik und künstlerischer Stil

    Sargents Herangehensweise an die Leinwand war geprägt von einer bemerkenswerten technischen Versiertheit, insbesondere seiner Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen. Unter der Mentorschaft von Carolus-Duran verschrieb er sich dem Prinzip der Direkmalerei – einer Methode, die die unmittelbare Anwendung von Pigmenten über die Sicherheit vorläufiger Skizzen stellte. Diese Ausbildung ermutigte ihn dazu, das Wesen eines Motivs durch spontane, entschlossene Bewegungen einzufangen. Seine Technik bestand oft darin, Farbtöne in diskreten, mosaikartigen Flächen vorzutragen, die er später miteinander verschmolz, um ein Gefühl von Tiefe und Form zu erzeugen. Ein solcher Prozess ermöglichte eine gewisse Fließfähigkeit, die zu einem Markenzeichen seiner Handschrift wurde.

    Sein Schaffen spiegelte eine duale Natur seines künstlerischen Temperaments wider. In seinen Auftragsporträts hielt er sich an den „Grand Manner“ und begegnete den Erwartungen seiner hochklassigen Gesellschaftskreise mit Eleganz und Haltung. Seine informellen Studien und Landschaftsgemälde hingegen offenbarten eine ganz andere Neigung. In diesen Werken zeigte er eine Vertrautheit mit dem Impressionismus, indem er lockere Pinselstriche einsetzte, um die flüchtigen Qualitäten des Lichts einzufangen. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, mühelos zwischen den strukturierten Anforderungen der formellen Porträtmalerei und den expressiveren, atmosphärischen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    Hauptwerke und künstlerische Bandbreite

    Das Werk von John Singer Sargent war von einer beeindruckenden Fülle geprägt und umfasst etwa 900 Ölgemälde sowie mehr als 2.000 Aquarelle. Seine Sujets folgten seinen Reisen um den gesamten Globus; er dokumentierte Landschaften und Gestalten von Venedig, dem Tirol, Korfu und Capri bis hin zum Nahen Osten, Spanien, Montana, Maine und Florida. Diese geografische Weite ermöglichte es ihm, mühelos zwischen den strengen Anforderungen der hochklassigen Gesellschaftsporträtmalerei und den spontanen Bedürfnissen der Freilichtmalerei zu wechseln. Während sein Ruf oft an die Eleganz seiner Porträtierten gebunden war, offenbaren seine Skizzen und Kohlezeichnungen ein rastloses, beobachtendes Auge, das stets nach dem Wesen eines Augenblicks suchte, anstatt nur eine bloße Ähnlichkeit einzufangen.

    Seine Fähigkeit, zwischen so unterschiedlichen Genres zu navigieren, zeigt sich eindrucksvoll im Kontrast seiner bekanntesten Sujets. Madame X bleibt ein zentrales Werk seiner frühen Karriere – ein Gemälde, das seine Präsenz in der Pariser Kunstszene maßgeblich definierte. Im Gegensatz dazu brachte sein späteres Interesse an der Naturwelt und informelleren Settings Werke wie Carnation, Lily, Lily, Rose hervor, eine zarte Darstellung zweier junger Mädchen in einem englischen Garten. Ebenso fesselte er die Energie der Bewegung in El Jaleo, einer kraftvollen Porträtierung spanischer Flamenco-Tänzer. Diese Werke zeugen von einer technischen Flexibilität, die es ihm erlaubte, nahtlos von den schweren, formalen Vorgaben eines Auftrags in die lichtdurchflutete Atmosphäre eines Gartens oder eines Tanzes überzugehen.

    1882: El Jaleo

    1885: Carnation, Lily, Lily, Rose

    Vermächtnis und bleibender Einfluss

    Bis zu seinem Tod am 15. April 1925 hatte das Werk von John Singer Sargent ein gewaltiges Ausmaß erreicht und umfasste etwa 900 Ölgemälde sowie über 2.000 Aquarelle. Seine technische Brillanz, insbesondere die außergewöhnliche Fähigkeit, mit dem Pinsel zu zeichnen, hinterließ tiefe Spuren bei nachfolgenden Generationen von Künstlern. Während ein Großteil seines Ruhmes auf den prestigeträchtigen Auftragsporträts der Edwardianischen Ära beruhte, erstreckte sich sein eigentlicher Einfluss weit über die sozialen Kreise hinaus – bis hin zur inneren Mechanik, mit der Licht und Atmosphäre auf der Leinwand eingefangen werden.

    Das Verständnis für seine künstlerische Bandbreite erlebte in den 1980er Jahren einen bedeutenden Wandel. Die Wiederentdeckung seiner zuvor übersehenen Aktstudien von Männern eröffnete einen weitaus komplexeren Blick auf seine künstlerischen Intentionen und löste die kunsthistorische Debatte aus den rein gesellschaftlichen Kontexten seiner Porträtmalerei heraus. Diese Erweiterung seines bekannten Œuvres offenbarte einen nuancierteren Künstler, dessen Interessen sich nicht nur auf die glitzernden Oberflächen des Gilded Age beschränkten. Seine Werke ziehen bis heute ein weltweites Publikum in ihren Bann und sind fester Bestandteil bedeutender Institutionen wie dem Metropolitan Museum of Art und der Tate Gallery.

    El Jaleo

    Carnation, Lily, Lily, Rose

    Madame X

    The Wyndham Sisters

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Carmela Bertagna

    artsdot.com/de/art/download/john-singer-sargent-carmela-bertagna-8bwsvq-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Sargent, John Singer. Carmela Bertagna. 1879, https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-carmela-bertagna-8bwsvq-de/
    APA
    Sargent, John Singer (1879). Carmela Bertagna [Painting]. https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-carmela-bertagna-8bwsvq-de/
    Chicago
    John Singer Sargent. Carmela Bertagna. 1879. https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-carmela-bertagna-8bwsvq-de/
    Harvard
    Sargent, John Singer (1879) Carmela Bertagna. Available at: https://artsdot.com/de/art/john-singer-sargent-carmela-bertagna-8bwsvq-de/

    Genau hinsehen

    Carmela Bertagna — John Singer Sargent

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: porträt, edwardianische ära, sargent. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Karnation, Lilie, Lilie, Rose (1885), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Realismus: Painting ordinary people and ordinary work exactly as they are, without making them prettier or grander. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Carmela Bertagna — John Singer Sargent

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Was ist das Hauptmotiv von John Singer Sargents ‘Carmela Bertagna’?

      • A Eine Landschaftsszene, die ein ländliches italienisches Dorf darstellt.
      • B Ein Porträt einer jungen Frau namens Carmela Bertagna.
      • C Ein Stillleben mit Früchten und Blumen.
    2. 2. In welchem Jahr wurde das Gemälde ‘Carmela Bertagna’ geschaffen?

      • A 1875
      • B 1879
      • C 1884
    3. 3. In welchem Museum befindet sich das Gemälde?

      • A Das Louvre-Museum, Paris
      • B Das Metropolitan Museum of Art, New York
      • C Das Columbus Museum of Art, Vereinigte Staaten
    4. 4. Was ist ein Hauptmerkmal von John Singer Sargents künstlerischem Stil, wie er in ‘Carmela Bertagna’ demonstriert wird?

      • A Ein hochgradig abstrakter und nicht-repräsentativer Ansatz.
      • B Ein Schwerpunkt auf detailliertem Realismus und akribischer Pinselführung.
      • C Eine Kombination aus impressionistischen Techniken mit Elementen der formellen Porträtmalerei.
    5. 5. In der Beschreibung wird erwähnt, dass Sargents Werk im späten 20. Jahrhundert neu bewertet wurde. Was ergab diese Neubewertung über sein Œuvre?

      • A Dass er sich primär auf Landschaften konzentrierte und die Porträtmalerei mied.
      • B Dass er Themen psychologischer Komplexität untersuchte, einschließlich gleichgeschlechtlicher Interessen und unkonventioneller Freundschaften.
      • C Dass seine frühen Werke rein derivativ von französischen impressionistischen Malern waren.

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1A · 2B · 3C · 4C · 5B

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Wie intensiv sind die Farben von "Carmela Bertagna"?

    "Carmela Bertagna" von John Singer Sargent zeichnet sich durch eine Sättigung von Sanft gesättigt und eine Intensität von Leuchtend aus.

    Gibt es Werke, die "Carmela Bertagna" ähneln?

    Die Seite Ähnliche Werke von "Carmela Bertagna" von John Singer Sargent zeigt verwandte Kunstwerke.

    Welcher Phase der Karriere von John Singer Sargent lässt sich das Entstehungsjahr 1879 von „Carmela Bertagna“ zuordnen?

    Angesichts seiner Datierung auf 1879 fällt "Carmela Bertagna" in die Spätwerk von John Singer Sargent.