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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Chess set

Name Klasse Datum

Johann Joachim Kändler, Chess set (1760), Museum of Applied Arts. Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Johann Joachim Kändler artsdot.com/de/artists/johann-joachim-kandler_de/
Lebensdaten des Künstlers
1706 – 1775
Gemalt
1760
Ausgestellt in
Museum of Applied Arts artsdot.com/de/museums/museum-of-applied-arts-budapest_de/

Im Kontext

Chess set — Johann Joachim Kändler

Entstehungsjahr

  1. 1700
  2. 1710
  3. 1720
  4. 1730
  5. 1740
  6. 1750
  7. 1760
  8. 1770

Schattiert: das Lebenswerk von Johann Joachim Kändler (1706–1775) ▲ dieses Werk, 1760

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Sap Green #516358

    Gespeicherte Palette

    • #516358
    • #C3C4C3
    • #A79D8E
    • #896570
    Palette
    Neutrals Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Sap Green
    Intensität
    Monochromatic Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Gentle Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Discordant Palette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Brilliant Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Muted Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Chess set — Johann Joachim Kändler

    The predecessor of modern chess was probably chaturanga, a game which developed in India around 500 AD. Pieces lined up on the eight-by-eight squares in imitation of the structure of the Indian army, in four military formations: infantry, battle elephants, cavalry and battle chariots. The army was led by the raja, the king and the general. The game came to Europe via the Arabs, and by the 18th century this strategic intellectual game had become one of the most popular leisure pastimes at court. At the same time, an anecdote spread in European circles which proved the inventiveness and mathematical ability of the inventor of the game. The unnamed scholar of mythical “ancient times” modestly requested from the raja a reward of grains of wheat: one on the first square of the board, two on the second, four on the third, and so on, twice as many on each successive square. The payment seemed very small, but the amount that would have been required on the 64th square was so enormous as to be unattainable. The squares of the Meissen chess board are painted purple and green with tiny square grids, and its edge is lavishly gilded. The squares of the initial positions are white octagons, and in all of these, on thirty-two fields are miniature pictures of Turkish infantry and cavalry, each shown in exquisite detail. The squares of the king and queen have half-figure representations of the Turkish emperor and empress, those of the knights galloping cavalrymen, and those of the rook, battle elephants. The pawn’s positions have representations of Turkish infantrymen. The figures, however, distinctive small sculptures by Johann Joachim Kandler (1706–1775), on little triangular bases, wear the clothes of European courts at that time. This chess set is the Meissen Porcelain Factory’s commemoration of the military success of the age, the victory of Europe over the Turkish Empire. The pawns hold their hats on their heads with both hands, the rook is a battle elephant, the knight a rearing horse, the queen an elegant, crowned lady, and the king wears armour. The complete Meissen chess set in the Bayerisches Nationalmuseum in Munich has similar squares in the same colour scheme, but its chess pieces are ornate rocaille towers.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Johann Joachim Kändler

    Geboren in Fischbach, Deutschland

    Johann Joachim Kändler: Der Architekt des europäischen Porzellans

    Geboren 1706 in Fischbach, Deutschland, war das Leben von Johann Joachim Kändler untrennbar mit der aufstrebenden Welt des Meissener Porzellans verbunden. Seine frühe Begegnung mit klassischer Kunst und Mythologie – ein Erbe seines Vaters, eines Pastors – sollte seine künstlerische Vision tiefgreifend prägen. Seine Ausbildung begann er bei Johann Benjamin Thomae, einem bedeutenden Dresdner Bildhauer, wobei er nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch eine tiefe Wertschancung für die griechisch-römische Ästhetik in sich aufnahm. Dieses Fundament erwies sich als entscheidend, da er später zum einflussreichsten Modellierer des Meissener Porzellans werden sollte und damit zweifellos die gesamte Landschaft der europäischen Keramik im 18. Jahrhundert mitgestaltete.

    Kändlers Weg nach Meißen begann im Jahr 1731, als er der prestigeträchtigen Manufaktur beitrat und schnell in der Hierarchie aufstieg. Nachdem er zunächst Johann Jacob Kirchner assistiert hatte, übernahm er 1733 die Leitung – eine Position, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1775 innehatte. Diese bemerkenswerte vierzigjährige Amtszeit war weit mehr als nur ein Beruf; sie war eine Ära intensiver kreativer Erforschung und systematischer Verfeinerung. Er erschuf nicht bloß Skulpturen; er entwickelte eine gesamte Ästhetik für die Manufaktur und etablierte Standards, welche den Ruf Meissens für Eleganz und Detailreichtum über Jahrzehnte hinweg definieren sollten.

    Die Palette des Bildhauers: Technik und Einflüsse

    Kändlers Werk zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Verbindung von Beobachtungsgabe, technischer Meisterschaft und künstlerischem Gespür aus. Zu Beginn schöpfte er seine Inspiration aus der Natur und schuf Tiergruppen – wie Eichelhäher mit Eichhörnchen oder Spechte mit Maikäfern –, die für ihre Genauigkeit und eine subtile, bewegende Schönheit gefeiert wurden. Diese frühen Stücke zeugten von einem geschärften Auge für Details sowie einer Sensibilität für Textur und Form – Qualitäten, die das Herzstück seines Stils bleiben sollten.

    Doch Kändlers künstlerische Laufbahn veränderte sich dramatisch, als er zunehmend in das höfische Leben unter Friedrich dem Großen von Preußen eingebunden wurde. Dieses Engagement führte ihn zur Erkundung neuer Themen – insbesondere der Welt der Commedia dell'arte –, woraus eine Serie bezaubernder und evokativer Figuren hervorging, welche den Geist des theatralischen Spiels einfingen. Die im Jahr 1753 geschaffene „Affenkapelle“ steht als Zeugnis dieses Wandels und verkörpert durch ihre spielerische Darstellung eines Musikensembles die Ideale der Aufklärung: Freiheit und Vernunft.

    Entscheidend war, dass Kändlers Einfluss weit über rein ästhetische Entscheidungen hinausging. Er beaufsichtigte akribisch den gesamten Prozess der Porzellanherstellung, von der ersten Modellierung über die Formgestaltung bis hin zur Qualitätskontrolle. Seine Ernennung zum Arcanisten – eine Rolle, die technisches Fachwissen und Geheimhaltung erforderte – beweist sein tiefes Verständnis für die Materialien und Prozesse, die zur Erschaffung dieser zarten Kunstform notwendig sind. Das „Schwanenservice“ für Heinrich von Brühl, ein prachtvolles Tafelgeschirr mit exquisit detaillierten Figuren, ist das Paradebeispiel für Kändlers Meisterschaft in Design und Produktion zugleich.

    Ein Vermächtnis aus Porzellan

    Kändlers Einfluss auf das europäische Porzellan ist unermesslich. Er produzierte nicht einfach nur schöne Objekte; er etablierte ein System – einen Stil –, der die Branche über ein halbes Jahrhundert lang dominierte. Seine frühen Skulpturen mit ihrem Fokus auf Naturalismus und emotionale Tiefe setzten neue Maßstäbe für Exzellenz. Der Wandel hin zu theatralischen Figuren spiegelte einen breiteren kulturellen Trend wider und demonstrierte Kändlers Fähigkeit, seine künstlerische Vision an wechselnde Geschmäcker anzupassen.

    Sein Werk findet sich in den weltweit renommiertesten Museen, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York und das British Museum in London. Die ungebrochene Popularität des Meissener Porzellans – und dessen fortwährende Verbindung mit dem Namen Kändler – zeugt von seinem bleibenden Erbe als Architekt der europäischen Porzellankunst. Er bleibt eine zentrale Figur in der Geschichte der Bildhauerei und Keramik, ein Beweis für die Macht der Beobachtung, des Könnens und der künstlerischen Vision.

    Weitere Erkundungen

    Salzfass in Form von Türken

    Spielendes Paar (Scaramouche und Columbine)

    Sankt Karl Borromäus (Statuette)

    Für weitere Informationen können Sie diese Ressourcen nutzen:

    Johann Joachim Kändler – WahooArt.com

    Johann Joachim Kändler & Johann Gregor Herold (Höroldt) – WahooArt.com

    Kaendler, Johann Joachim – WahooArt.com

    Wikipedia - Johann Joachim Kändler

    Museum

    Museum of Applied Arts

    Ausgestellt in Budapest, Ungarn

    Ein Heiligtum ungarischer Schöpferkraft

    Das Überschreiten der Schwelle des Museums für Angewandte Kunst in Budapest gleicht dem Eintritt in eine Welt, in der die Kunstfertigkeit jede Facette des täglichen Lebens durchdringt – von der prachtvollen Ausgestaltung von Möbeln bis hin zur zarten Komplexität der Glaskunst. Dies ist nicht bloß ein Depot schöner Objekte; es ist ein lebendiges Zeugnis der künstlerischen Seele Ungarns, ein Ort, an dem das Handwerk die reine Funktionalität transzendiert und zu atemberaubender Kunst erblüht. Gegründet im Jahr 1872, wurde das Museum ursprünglich als Mittel konzipiert, um die aufstrebenden Handwerksindustrien des Landes zu fördern, doch seither hat es sich zu einer der ältesten und umfassendsten Sammlungen für angewandte Kunst weltweit entwickelt. Es bietet eine tiefgreifende Reise durch die menschliche Kreativität, die sich in genau jenen Objekten ausdrückt, die wir umgeben, und lädt die Besucher ein, ein Erbe zu bezeugen, in dem Schönheit fest in das Gewebe des Alltags eingewoben ist.

    Die architektonische Pracht des Museums ist selbst ein Meisterwerk und dient als atemberaubende Bühne für die darin verborgenen Schätze. Entworfen von den visionären Architekten Ödön Lechner und Gyula Pártos zwischen 1893 und 1896, steht das Gebäude als prachtvolle Verkörperung des ungarischen Secessionsstils – einer lokalen, beseelten Interpretation des Jugendstils. Sein markantes grünes Dach und die verzierte Fassade, geschmückt mit komplizierten floralen Motiven, fesseln sofort die Sinne. Im Inneren setzt die Architektur diesen Zauber fort, mit emporragenden Decken und weitläufigen Fenstern, die die Galerien mit natürlichem Licht fluten. Die Interieurs sind subtil von Einflüssen hinduistischer, Mogul- und islamischer Kunsttraditionen durchzogen, was eine kosmopolitische Atmosphäre schafft, die Ungarns historische Verbindung zur globalen Ästhetik widerspiegelt. Dieses architektonische Wunderwerk ist nicht einfach nur ein Behälter für Kunst; es

    ist selbst

    Kunst.

    Ein Wandteppich aus Handwerkskunst und globaler Vision

    Innerhalb dieser geschichtsträchtigen Mauern entfaltet sich ein reicher Wandteppich, gewebt aus Jahrhunderten ungarischer und internationaler Kunstfertigkeit. Die Sammlungen sind bemerkenswert vielfältig und bieten eine immersive Erkundung der Designentwicklung über Zeiten und Kulturen hinweg. Für Sammler oder Innenarchitekten, die Inspiration suchen, ist die Möbelkollektion besonders beeindruckend; sie präsentiert Stücke nicht nur als Gebrauchsgegenstände, sondern als tiefgreifende Statements von Stil und sozialem Status. Man kann den Wandel von den fließenden, organischen Kurven, die charakteristisch für den Jugendstil sind, bis hin zur disziplinierten, geometrischen Präzision der Bauhaus-Prinzipien nachverfolgen. Jeder akribisch gefertigte Sessel oder Schrank verkörpert das ästhetische Spannungsfeld einer bestimmten Ära zwischen Ornament und Nutzen.

    Die Schätze des Museums reichen weit über Holz und Stoff hinaus. Der Glanz der Metallarbeiten fasziniert durch ihre exquisite Detailtiefe, wobei silbernes Tafelgeschirr, gefertigt von berühmten ungarischen Silberschmieden, an eine aristokratische Vergangenheit erinnert, während Waffen als Zeugnis menschlichen Erfindungsgeistes präsentiert werden. Die Textilsammlung erzählt Geschichten des ungarischen Erbes durch ländliche Teppiche und bestickte Wandteppiche, die königliche Schirmherrschaft feiern. Darüber hinaus bietet die Glaskunstsammlung ein blendendes Spektrum an Formen – von zarten Vasen, die der Schwerkraft zu trotzen scheinen, bis hin zu komplexen Skulpturen, die das Licht auf hypnotische Weise einfangen. Ein besonderes Highlight sind die Beiträge von Julia Zsolnay, deren Meisterschaft in der Porzellandekoration, inspiriert von östlichen Motiven, Ungarns anspruchsvolles Engagement für globale Kunsttrends beispielhaft verdeutlicht.

    Ein Erbe, bewahrt für die Zukunft

    Die Geschichte des Museums für Angewandte Kunst ist tief mit der nationalen Identität Ungarns und seinen Bestrebungen auf der Weltbühne verwoben. Durch einen Parlamentsbeschluss ins Leben gerufen, diente es anfangs als lebenswichtige Ressource zur Stärkung lokaler Industrien und zur Veredelung des öffentlichen Geschmacks. Frühe Ankäufe wurden strategisch auf Weltausstellungen erworben, wodurch internationale Einflüsse zum ungarischen Publikum gebracht und gleichzeitig die eigene künstlerische Leistungsfähigkeit der Nation präsentiert wurde. Dieser Geist der Zusammenarbeit zwischen Kunst und Industrie wurde über Jahrzehnte durch großzügige Spenden von Unternehmen und privaten Sammlungsstücken gleichermaßen bereichert, was einen Umfang sicherstellte, der nationale Grenzen überschreitet, um Kunstwerke aus der ganzen Welt zu umfassen.

    Heute reicht der Einfluss des Museums über seinen Hauptstandort in Budapest hinaus durch das Ferenc Hopp Museum für ostasiatische Künste und den Palast von Nagytétény, die jeweils einzigartige Perspektiven auf die Traditionen der angewandten Kunst bieten. Während derzeit Renovierungen im Gange sind, um das Hauptgebäude zu restaurieren und zu modernisieren – um sicherzustellen, dass seine historische Integrität für künftige Generationen bewahrt bleibt –, bleibt das Museum eine vitale, lebendige Institution. Für Kunstliebhaber und Enthusiasten feinen Designs bleibt es ein unverzichtbares Ziel; ein Ort, an dem Schönheit, Handwerkskunst und kulturelles Erbe in harmonischem Glanz zusammenkommen und uns alle daran erinnern, dass die Kunst ein integraler Bestandteil unserer gemeinsamen menschlichen Erfahrung ist.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

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    artsdot.com/de/art/download/johann-joachim-kandler-chess-set-D7F3MS-en/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Kändler, Johann Joachim. Chess set. 1760, Museum of Applied Arts. https://artsdot.com/de/art/johann-joachim-kandler-chess-set-D7F3MS-en/
    APA
    Kändler, Johann Joachim (1760). Chess set [Painting]. Museum of Applied Arts. https://artsdot.com/de/art/johann-joachim-kandler-chess-set-D7F3MS-en/
    Chicago
    Johann Joachim Kändler. Chess set. 1760. Museum of Applied Arts. https://artsdot.com/de/art/johann-joachim-kandler-chess-set-D7F3MS-en/
    Harvard
    Kändler, Johann Joachim (1760) Chess set. Museum of Applied Arts. Available at: https://artsdot.com/de/art/johann-joachim-kandler-chess-set-D7F3MS-en/

    Genau hinsehen

    Chess set — Johann Joachim Kändler

    Genau hinsehen

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    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Werfen Sie einen Blick zurück auf Dallying couple (Scaramouche and Columbine) (1748), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    4. Johann Joachim Kändler war etwa 54 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?
    5. Was wollte der Künstler wohl, dass Sie fühlen?

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