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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Going West

Name Klasse Datum

Jackson Pollock, Going West (1935). Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Jackson Pollock artsdot.com/de/artists/jackson-pollock_de/
Lebensdaten des Künstlers
1912 – 1956
Gemalt
1935
Medium
Öl auf Leinwand
Originalgröße
38 x 52 cm
Bewegung
Abstract Expressionism Large canvases where the act of painting itself — the drip, the sweep — is the subject.
Zeitraum
Moderne
Artistic style
Abstrakter Expressionismus
Influences
Thomas Benton
Notable elements
Tropenlandschaft, Nacht
Subject
Westwanderung, Familie

Im Kontext

Going West — Jackson Pollock

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 38 × 52 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1910
  2. 1920
  3. 1930
  4. 1940
  5. 1950

Schattiert: das Lebenswerk von Jackson Pollock (1912–1956) ▲ dieses Werk, 1935

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/jackson-pollock-going-west-7YKFZF-de/

Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Schwarz #0a090b

    Gespeicherte Palette

    • #0A090B
    • #2F2923
    • #9E8551
    • #5F4B27
    Palette
    Erdig Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Schwarz
    Intensität
    Monochrom Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Sanft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Sanft gemischte Palette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefster Schatten Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Gedämpft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Going West — Jackson Pollock

    Die Geburt eines Westens: Jackson Pollocks ‘Going West’

    Jackson Pollocks ‘Going West’, geschaffen im Jahr 1935, ist weit mehr als nur ein Gemälde; es ist eine visuelle Chronik der amerikanischen Seele, ein Echo von Pioniergeist und familiärer Reise. Dieses Werk, entstanden in seinem Heimatort Cody, Wyoming, blickt auf eine Zeit zurück, in der das Versprechen des Westens – Freiheit, Abenteuer und die Suche nach einem besseren Leben – tief in den Herzen vieler Amerikaner verwurzelt war. Pollock fängt diese Sehnsucht ein, indem er eine Gruppe von Menschen vor einer imposanten Bergkulisse darstellt, deren Gesichter im Abendlicht verblassen. Die Szene ist nicht detailliert oder naturalistisch; stattdessen wird sie durch dichte Farbaufträge und dynamische Linien in Bewegung versetzt – ein Ausdruck der ungestümen Energie und des Wandels, der die amerikanische Expansion prägte.

    Die unmittelbare Inspiration für ‘Going West’ liegt vermutlich in einer Familienfotografie eines Brückenturms in Cody. Doch Pollock geht über bloße Wiedergabe hinaus; er transzendiert das Bild und verleiht ihm eine symbolische Tiefe. Die Berge im Hintergrund, bedeckt von Schnee, stehen für die Herausforderungen und die Unbezwingbarkeit der Natur, während die Menschen vor ihnen ein Symbol für die menschliche Bestimmung darstellen – die Suche nach einem neuen Anfang, die Überwindung von Hindernissen und das Streben nach einer besseren Zukunft. Die Anwesenheit eines Hundes unter den Figuren verstärkt das Gefühl von Familie, Loyalität und dem unerschütterlichen Willen zur Fortbewegung.

    Thomas Hart Benton: Ein Mentor und Inspirator

    Um die Bedeutung von ‘Going West’ zu verstehen, ist es unerlässlich, den Einfluss von Thomas Hart Benton zu berücksichtigen, einem amerikanischen Regionalisten und Pollocks Mentor. Bentons Stil, der sich durch realistische Darstellungen des Alltagslebens und eine starke Verwendung von dunklen Farben und dynamischen Linien auszeichnet, spiegeln sich deutlich in Pollocks Werk wider. Benton ermutigte Pollock, die Geschichten seiner Heimat zu erzählen und die Energie des amerikanischen Südwestens einzufangen – ein Thema, das für den jungen Künstler von großer Bedeutung war. Man erkennt dies besonders an der Darstellung der Figuren und der Landschaft, die mit einer gewissen Intensität und Bewegung behandelt werden.

    Pollock experimentierte in dieser Zeit mit verschiedenen Techniken und Stilen, und ‘Going West’ stellt einen wichtigen Schritt in seiner künstlerischen Entwicklung dar. Es ist ein Übergang von den zunächst realistischeren Arbeiten hin zu den abstrakteren Ausdrucksformen, die ihn später berühmen würden. Die Verwendung von Öl auf Leinwand verleiht dem Bild eine besondere Tiefe und Textur, während die dichten Farbaufträge eine unmittelbare und kraftvolle Wirkung erzielen.

    Die Dynamik des Dripping: Eine neue Ära der Malerei

    Going West’ ist ein Schlüsselwerk für das Verständnis von Pollocks bahnbrechender Technik – dem sogenannten “Dripping”. Anstatt traditionelle Pinselstriche zu verwenden, tauchte Pollock Farbe direkt aus dem Behälter und ließ sie auf die Leinwand tropfen oder spritzen. Dieser Prozess, der oft mit großer körperlicher Anstrengung verbunden war, ermöglichte es ihm, eine völlig neue Art der Malerei zu entwickeln – eine, die sich von der Kontrolle und Präzision traditioneller Techniken löste. Die Spuren der Farbe, die sich über das gesamte Bild erstrecken, symbolisieren die Unkontrollierbarkeit des Lebens, die Freiheit des Ausdrucks und die Energie des künstlerischen Prozesses selbst.

    Going West’ ist somit nicht nur ein Gemälde; es ist ein Fenster in die Seele eines Künstlers, der die Grenzen der Malerei neu definierte. Die dynamische Komposition, die intensiven Farben und die innovative Technik machen dieses Werk zu einem faszinierenden Beispiel für die amerikanische Kunst des 20. Jahrhunderts.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Jackson Pollock

    Geboren in Cody, Vereinigte Staaten von Amerika

    Frühes Leben und die Keime der Innovation

    Paul Jackson Pollock, geboren 1912 in Cody, Wyoming, war von Beginn an ein rastloser Geist. Sein frühes Leben war geprägt von häufigen Ortswechseln, da sein Vater als Landvermesser in den weiten Landschaften des amerikanischen Westens arbeitete. Diese wandernde Existenz vermittelte dem jungen Pollock eine tiefe Verbindung zur natürlichen Welt und machte ihn mit vielfältigen Kulturen vertraut – insbesondere durch Begegnungen mit der Kunst der amerikanischen Ureinwohner während jener Vermessungsreisen, Eindrücke, die seine künstlerische Vision im späteren Leben subtil durchdringen sollten. Obwohl er indigene Stile nie explizit imitierte, hinterließen die rohe Energie und die spirituelle Resonanz dieser frühen Erfahrungen zweifellos ihre Spuren.

    Pollocks formale künstlerische Ausbildung begann an der Manual Arts High School in Los Angeles, gefolgt von Studien an der Art Students League in New York unter der Anleitung von Thomas Hart Benton. Benton, eine prominente Figur der Regionalismus-Bewegung, legte Wert auf rhythmische Komposition und narrative Themen, die im amerikanischen Leben verwurzelt waren. Während Pollock diese Lektionen anfangs verinnerlichte, neigte seine angeborene Veranlagung zu abstrakteren Erkundungen. Er wurde auch tief von mexikanischen Muralisten wie José Clemente Orozco beeinflusst, deren kraftvolle Darstellungen des sozialen Kampfes bei ihm tiefen Widerhall fanden. Diese frühen Einflüsse legten ein Fundament, doch es war die aufstrebende Welt des Surrealismus, die Pollocks künstlerisches Potenzial wahrhaftig entfesselte.

    Die Geburtsstunde des Action Painting und eine revolutionäre Technik

    In den 1930er Jahren experimentierte Pollock mit verschiedenen Techniken und suchte nach Alternativen zum traditionellen Pinselstrich. Er begann, Farbe zu gießen, und erforschte deren Fließfähigkeit und unvorhersehbare Natur. Um das Jahr 1947 jedoch erfuhr seine künstlerische Laufbahn eine radikale Transformation. Indem er die Stafflei gänzlich aufgab, legte Pollock die Leinwände direkt auf den Boden und initiierte das, was als seine „Drip-Technik“ bekannt werden sollte. Er begann, Farbe von oben auf die Leinwand zu tropfen, zu spritzen und zu schleudern, wodurch er einen dynamischen Tanz zwischen Künstler, Medium und Oberfläche orchestrierte.

    Dabei ging es nicht bloß um das Auftragen von Farbe; es ging darum, den Akt des Erschaffens selbst zu verkörpern. Pollocks Leinwände wurden zu Arenen physischen Ausdrucks, die die Unmittelbarkeit seiner Gesten und Emotionen einfingen. Die resultierenden Gemälde zeichnen sich durch ihre „All-over“-Komposition aus – ein Mangel an zentralem Fokus, der den Betrachter dazu einlädt, die gesamte Oberfläche als ein einheitliches Energiefeld zu erkunden. Komplexe Netzwerke aus Linien und Farben verflechten sich und schaffen eine visuelle Komplexität, die zugleich fesselnd und herausfordernd ist. Er verwendete unkonventionelle Werkzeuge – Stöcke, Messer, sogar Spritzen –, um die Farbe auf unvorhersehbare Weise zu manipulieren, was die spontane Natur seines Prozesses weiter unterstrich.

    Dieser innovative Ansatz positionierte Pollock als zentrale Figur der aufstrebenden Abstrakten Expressionismus-Bewegung, die im New York der Nachkriegszeit entstand. Der Abstrakte Expressionismus priorisierte die spontane Geste, das monumentale Format und die nicht-gegenständliche Bildsprache und spiegelte einen breiteren kulturellen Wandel weg von traditionellen künstlerischen Konventionen wider. Auch seine Ehe mit der Mitkünstlerin Lee Krasner war entscheidend; sie bot ihm unerschütterliche emotionale Unterstützung und förderte aktiv seine künstlerische Entwicklung, da sie das bahnbrechende Wesen seiner Arbeit erkannte.

    Ikonische Werke und ein bleibendes Vermächtnis

    Pollocks berühmteste Werke – wie Number 1, 1950 (Lavender Mist), One: Number 31, 1950, Blue Poles: Number 11, 1952 und Convergence – sind Zeugnisse seiner revolutionären Technik. Diese Gemälde sind nicht einfach nur Bilder; sie sind Aufzeichnungen einer Performance, durchdrungen von der physischen Präsenz und emotionalen Intensität des Künstlers. Die dynamische Energie, die von diesen Leinwänden ausgeht, ist greifbar und zieht den Betrachter in eine Welt reiner Abstraktion.

    Sein Stil transzendiert reine Ästhetik; er ist eine Untersuchung des Prozesses über das Produkt. Pollock suchte danach, die Unmittelbarkeit seiner Handlungen und Emotionen auf der Leinwand festzuhalten, indem er traditionelle Vorstellungen von Komposition und Repräsentation ablehnte. Er vertiefte sich in die Jungsche Psychologie und erforschte Archetypen sowie das Unterbewusste in seiner Kunst, um universelle Symbole und Urkräfte anzuzapfen.

    Pollocks Einfluss auf die Kunstgeschichte ist unermesslich. Er veränderte grundlegend die Art und Weise, wie Künstler der Malerei entgegentraten, indem er sich von staffeleibasierten Methoden befreite und einen performativeren Ansatz wählte. Sein Werk half dabei, die Position New Yorks als globales Zentrum der modernen Kunst zu festigen und verlagerte den Fokus weg von der europäischen Dominanz. Sein Einfluss zeigt sich in den Werken unzähliger nachfolgender Künstler, einschließlich jener, die mit der Color Field Painting-Bewegung und späteren Formen des Abstrakten Expressionismus verbunden sind.

    Obwohl er anfangs auf gemischte Kritiken stieß – einige Kritiker taten sein Werk als chaotisch oder handwerklich unzulänglich ab – wuchs Pollocks Ruf nach seinem frühen Tod im Jahr 1956 im Alter von 44 Jahren stetig an. Heute wird er universell als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts anerkannt – ein Visionär, der es wagte, Konventionen herauszufordern und die Grenzen des künstlerischen Ausdrucks neu zu definieren. Seine innovativen Techniken und sein expressiver Stil inspirieren und provozieren bis heute und sichern ihm ein unvergängliches Vermächtnis für kommende Generationen.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

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    artsdot.com/de/art/download/jackson-pollock-going-west-7YKFZF-de/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Pollock, Jackson. Going West. 1935, https://artsdot.com/de/art/jackson-pollock-going-west-7YKFZF-de/
    APA
    Pollock, Jackson (1935). Going West [Painting]. https://artsdot.com/de/art/jackson-pollock-going-west-7YKFZF-de/
    Chicago
    Jackson Pollock. Going West. 1935. https://artsdot.com/de/art/jackson-pollock-going-west-7YKFZF-de/
    Harvard
    Pollock, Jackson (1935) Going West. Available at: https://artsdot.com/de/art/jackson-pollock-going-west-7YKFZF-de/

    Genau hinsehen

    Going West — Jackson Pollock

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: landscape, family, migration. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Nr. 1, 1949 (1950), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Abstract Expressionism: Large canvases where the act of painting itself — the drip, the sweep — is the subject. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

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    Kunst-Quiz

    Going West — Jackson Pollock

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    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die Hauptinspiration für das Gemälde "Going West" von Jackson Pollock?

      • A Die Darstellung einer modernen Großstadt in den 1930er Jahren.
      • B Ein Familienfoto eines Brückenturms in Cody, Wyoming, Pollocks Geburtsort und die Familiengeschichte der Wanderung vom Arizona nach Kalifornien.
      • C Eine abstrakte Darstellung von amerikanischen Pionierlandschaften.
    2. 2. Welcher Künstler hatte den größten Einfluss auf Pollocks frühe Arbeit "Going West"?

      • A Vincent van Gogh
      • B Thomas Hart Benton
      • C Claude Monet
    3. 3. Welche Farbe dominiert die Darstellung der Berge im Gemälde "Going West"?

      • A Rot
      • B Blau
      • C Weiß
    4. 4. Was ist ein charakteristisches Merkmal von Jackson Pollocks Technik, das in "Going West" deutlich erkennbar ist?

      • A Detaillierte Bemalung mit feinen Pinselstrichen.
      • B Das sogenannte "Drip Painting", bei dem Farbe direkt aus dem Behälter auf die Leinwand getropft oder geschleudert wird.
      • C Die Verwendung von traditionellen Perspektivtechniken.
    5. 5. In welchem Jahrzehnt wurde das Gemälde "Going West" von Jackson Pollock geschaffen?

      • A 1920er Jahre
      • B 1930er Jahre
      • C 1940er Jahre

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

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