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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Kaffeetisch

Name Klasse Datum

Ernst Ludwig Kirchner, Kaffeetisch, Museum Folkwang. Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Ernst Ludwig Kirchner artsdot.com/de/artists/ernst-ludwig-kirchner_de/
Lebensdaten des Künstlers
1880 – 1938
Medium
Öl auf Leinwand
Bewegung
German Expressionism Colour and shape deliberately distorted so the picture shows an emotion rather than a likeness.
Zeitraum
Moderne
Ausgestellt in
Museum Folkwang artsdot.com/de/museums/museum-folkwang-essen_de/
Artistic style
Expressiv
Influences
Albrecht Dürer
Notable elements or techniques
Figürliche Reliefs, Farbgebung
Subject or theme
Innenraum

Im Kontext

Kaffeetisch — Ernst Ludwig Kirchner

Wann könnte dieses Werk entstanden sein?

  1. 1880
  2. 1890
  3. 1900
  4. 1910
  5. 1920
  6. 1930

Schattiert: das Lebenswerk von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938)

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Espresso #3e4758

    Gespeicherte Palette

    • #3E4758
    • #BE894E
    • #D3C5C4
    • #717873
    Palette
    Dunkle Farbtöne Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Espresso
    Intensität
    Leuchtend Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Kräftig Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Disharmonische Farbpalette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Hell Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Ausgewogen sanft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Kaffeetisch — Ernst Ludwig Kirchner

    Ein Moment, eingefroren in expressionistischer Farbe

    Ernst Ludwig Kirchners „Kaffeetisch“ ist weit mehr als eine bloße Darstellung einer Interieurszene; es ist die destillierte Essenz der Ängste und tiefgreifenden Komplexitäten, die dem deutschen Expressionismus innewohnen. Entstanden um 1923, in einer entscheidenden Phase, als Kirchner gemeinsam mit seiner Frau Erna Schilling nach Davos gezogen war, fängt das Kunstwerk eine Momentaufnahme des täglichen Lebens ein, die von tiefer psychologischer Resonanz durchdrungen ist. Das Gemälde lädt uns in eine bescheidene Restaurantatmosphäre ein, in der ein Esstisch von sechs Personen besetzt ist – darunter der Künstler selbst und seine Frau –, deren Identitäten bewusst im Verborgenen bleiben. Diese Ambiguität fördert einen Zustand stiller Kontemplation und erlaubt es dem Betrachter, einen Blick in die unausgesprochenen Dialoge und das Innenleben dieser Figuren zu werfen, während sie in einem gemeinsamen und doch zutiefst persönlichen Augenblick verweilen.

    Die Komposition entfaltet sich mit einem akribischen Auge für Details, das häusliche Intimität mit künstlerischer Spannung ausbalanciert. Man kann die Schwere der Atmosphäre förmlich spüren durch die Darstellung von Tassen, die bis zum Rand gefüllt sind, Tellern voller Speisen und Besteck, das mit zielgerichteter Präzision angeordnet ist. Doch Kirchners wahrer Fokus liegt nicht auf diesen greifbaren Objekten, sondern auf der menschlichen Präsenz selbst. Die Figuren sind in enger Nähe zueinander positioniert, wobei ihre Anordnung ein Gefühl der Vertrautheit vermittelt, das gleichzeitig von einer unterschwelligen Spannung unterbrochen wird. Diese Dualität macht das Werk besonders fesselnd für Sammler, die Kunst schätzen, die sowohl ästhetische Schönheit als auch intellektuelle Tiefe bietet.

    Die Lebendigkeit von Technik und Stil

    Kirchners charakteristischer expressionistischer Stil dominiert jeden Zentimeter der Leinwand und schafft eine strukturierte Oberfläche, die förmlich mit ihrer eigenen inneren Energie zu vibrieren scheint. Sein Einsatz kräftiger, rhythmischer Pinselstriche ist bezeichnend für die Bewegung, die die polierte Perfektion des akademischen Idealismus zugunsten einer rohen, emotionalen Wahrheit ablehnte. Die Farbpalette ist meisterhaft ausbalanciert; während sie erdige, geerdete Töne bevorzugt, werden diese durch plötzliche, brillante Akzente in leuchtendem Rot und Gelb unterbrochen. Dieser bewusste Farbeinsatz spiegelt die emotionale Intensität der Szene wider und verwandelt eine einfache Mahlzeit in ein leuchtendes Ereignis, das alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

    Für Innenarchitekten und Liebhaber der schönen Künste bietet die technische Brillanz dieses Werkes eine unglaubliche Vielseitigkeit. Die Fähigkeit des Gemäldes, gedämpfte, anspruchsvolle Töne mit energetischen Highlights zu harmonisieren, ermöglicht es ihm, als kraftvoller Blickfang in verschiedensten modernen Umgebungen zu dienen. Ob in einem minimalistischen Raum im Galerie-Stil oder in einem texturreichen, eklektischen Ambiente platziert – eine hochwertige Reproduktion von „Kaffeetisch“ verleiht jeder Wand ein Gefühl von historischer Bedeutung und künstlerischer Vitalität.

    Historische Resonanz und symbolische Tiefe

    Um die emotionale Wirkung dieses Werkes zu verstehen, muss man den historischen Kontext des Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg betrachten. Diese Ära war geprägt von einem allgegenwärtigen Gefühl der Desillusionierung und einer Suche nach Sinn inmitten des Wiederaufbaus. Kirchner und seine Zeitgenossen suchten die Konfrontation mit unbequemen Wahrheiten der menschlichen Erfahrung und nutzten die Kunst als Gefäß, um inneren Aufruhr auszudrücken. In diesem Werk dient die Einbeziehung eines geschnitzten Bankrahmens mit einem figürlichen Relief einer Mutter und eines Kindes als ergreifendes Symbol für mütterliche Fürsorge und Stabilität inmitten der verbreiteten Ängste jener Zeit. Dieses Motiv fügt sich perfekt in die breitere expressionistische Auseinandersetzung mit familiären Bindungen und der Verletzlichkeit des Lebens ein.

    Letztendlich ist „Kaffeetisch“ eine Einladung zum Dialog. Er fängt einen Moment vertrauter Nähe und heiterer Ruhe ein, der trotz seiner unterschwelligen Spannung zutiefst einladend bleibt. Für all jene, die ihr Zuhause mit einem Stück schmücken möchten, das von Geschichte, Emotion und der dauerhaften Schönheit des menschlichen Geistes erzählt, ist dieses Meisterwerk eine zeitlose Wahl. Der Besitz einer Reproduktion eines so bedeutenden Werkes erlaubt es, ein Fragment der deutschen expressionistischen Seele in den zeitgenössischen Lebensraum zu bringen und eine Umgebung ständiger Inspiration und Reflexion zu schaffen.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Ernst Ludwig Kirchner

    Geboren in Aschaffenburg, Deutschland

    Ernst Ludwig Kirchner: Leben und Vermächtnis

    Frühes Leben und Ausbildung

    Ernst Ludwig Kirchner, eine zentrale Figur des deutschen Expressionismus, wurde am 6. Mai 1880 in Aschaffenburg, Bayern, geboren. Sein Familienhintergrund – preußischer Herkunft väterlicherseits und hugenottische Abstammung mütterlicherseits – prägte seine künstlerische Identität maßgeblich. Häufige Umzüge während seiner Kindheit – aufgrund der Stellensuche seines Vaters – führten dazu, dass Kirchner Schulen in Frankfurt und Perlen besuchte, bevor er sich mit seiner Familie in Chemnitz niederließ, als sein Vater eine Position an der örtlichen Technischen Hochschule annahm.

    Im Jahr 1901 begann Kirchner ein Studium der Architektur an der Königlichen Technischen Hochschule (RTH) in Dresden. Er wandte sich jedoch bald der Malerei zu und fand Inspiration in den Werken von Künstlern wie Albrecht Dürer, wobei er zusammen mit seinem Freund Fritz Bleyl eine radikale Kunstauffassung entwickelte.

    Gründung von Die Brücke

    Ein Wendepunkt in Kirchners Karriere war die Gründung von Die Brücke („Die Brücke“) im Jahr 1905, zu der er sich mit Bleyl, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel zusammenschloss. Diese Gruppe strebte danach, die Kluft zwischen traditionellen akademischen Stilen und einer emotional aufgeladenen, modernen Form des Ausdrucks zu überbrücken. Sie suchten Inspiration in primitiver Kunst, insbesondere aus Afrika und Ozeanien, sowie in den Werken von Vincent van Gogh und Edvard Munch.

    Künstlerischer Stil und Haupteigenschaften

    Kirchners künstlerischer Stil zeichnet sich durch kräftige Farben, expressive Pinselstriche und oft verstörende Kompositionen aus. Er stellte häufig urbane Szenen dar und porträtierte so die Entfremdung und Ängste des modernen Lebens im frühen 20. Jahrhundert in Deutschland. Seine Werke umfassen auch eine bedeutende Anzahl von Aktzeichnungen in natürlichen Landschaften, die seine Faszination für Bewegung und Form zeigen.

    Kräftige Farbpaletten: Kirchner setzte lebendige, oft nicht-naturalistische Farben ein, um Emotionen zu vermitteln.

    Expressiver Pinselstrich: Seine Pinselstriche sind energiegeladen und sichtbar und tragen so zur emotionalen Intensität seiner Gemälde bei.

    Verzerrte Formen: Figuren und Objekte werden oft verzerrt oder verlängert, was eine subjektive anstelle einer objektiven Realität widerspiegelt.

    Urbanes Thema: Viele seiner Werke zeigen belebte Stadtstraßen und die psychologischen Auswirkungen des modernen urbanen Lebens.

    Wichtige Werke und Errungenschaften

    Zu Kirchners bedeutendsten Werken gehören:

    Die Straße (1908) – Eine typische Darstellung des Berliner Straßenlebens, die seine Energie und Entfremdung einfängt.

    Tanzende Springerin, Gret Palucca (1912) – Zeigt sein Interesse an ausdrucksvoller Bewegung und der menschlichen Form.

    Selbstbildnis mit einer Modellin (1910) - Ein eindrucksvolles Beispiel für seine Selbsterkundung durch Kunst.

    Fünf Frauen auf der Straße (1913)

    Späteres Leben, Herausforderungen und Vermächtnis

    Kirchners Leben war von persönlichen Turbulenzen geprägt. Er erlitt während des Ersten Weltkriegs einen psychischen Zusammenbruch und zog sich daraufhin nach die Schweiz zurück. Der Aufstieg des Nationalsozialismus brachte weitere Not mit sich; über 600 seiner Werke wurden beschlagnahmt und als "entartete Kunst" gebrandmarkt. Kirchner beging im Juni 1938 in Davos, Schweiz, unter dem Druck von Verfolgung und gesundheitlichem Niedergang tragischerweise Selbstmord.

    Trotz dieses tragischen Endes lebt Ernst Ludwig Kirchners Vermächtnis fort. Er bleibt eine zentrale Figur des deutschen Expressionismus und beeinflusst mit seinem kühnen Stil und seinen emotional aufgeladenen Darstellungen des modernen Lebens Generationen von Künstlern. Seine Werke werden weiterhin in wichtigen Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und sind bei Sammlern sehr begehrt.

    Einflüsse & Wirkung

    Beeinflusst von: Albrecht Dürer, Vincent van Gogh, Edvard Munch, Primitive Kunst (Afrikanisch & Ozeanisch)

    Beeinflusste: Kirchners Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf nachfolgende Generationen von Expressionisten und Modernen Künstlern. Seine Erforschung psychologischer Themen und seine innovative Verwendung von Farbe und Form inspirieren bis heute zeitgenössische Kunstpraktiken.

    Museum

    Museum Folkwang

    Ausgestellt in Essen, Deutschland

    Ein Erbe der Vision: Die Seele des Museum Folkwang erkunden

    Im Herzen von Essens Industriegebiet erstrahlt das Museum Folkwang nicht nur als Kunsthaus, sondern auch als lebendiges Zeugnis einer tiefgreifenden Vision – eine Erzählung aus den leidenschaftlichen Bestrebungen privater Sammler, den turbulenten Strömungen der Geschichte und einem unerschütterlichen Engagement für die Förderung der Entwicklung moderner Ausdrucksformen. Geboren aus der harmonischen Vereinigung zweier unterschiedlicher, aber komplementärer Erbes – des 1906 in Hagen gegründeten Kunstmuseum und des bis 1902 bestehenden, bahnbrechenden Folkwang Museums – stieg diese Institution schnell zu einem Leuchtturm für avantgardistische Gedanken auf, bereits in ihren Anfängen als ein unübertroffener Raum zur künstlerischen Erforschung gelobt. Paul J. Sachs’ Aussage von 1932, es sei das „schönste Museum der Welt“, spiegelte eine tiefe Wahrheit wider: Das Museum Folkwang verkörpert eine einzigartige Konvergenz ästhetischer Ambition und intellektueller Strenge – ein Geist, der seine Identität bis heute prägt. Der Name selbst, „Folkwang“ – abgeleitet von den nordischen Mythen und die Geisterwelt Freyas – deutet auf eine tiefe Auseinandersetzung mit Themen wie Leben, Verlust und Erinnerung hin, verleiht jedem Exponat eine melancholische Resonanz.

    Die Geschichte des Museum Folkwang ist untrennbar mit seinem Gründer, Karl Ernst Osthaus, verbunden, dessen radikale Vision die Institution von Grund auf prägte. Das 1902 gegründete Folkwang war mehr als nur ein Archiv für Kunst; es wurde als eine dynamische Plattform konzipiert – ein Raum, der Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft fördern sollte, eine bemerkenswert fortschrittliche Idee zu dieser Zeit, die bis heute seine Programmierung prägt. Osthaus glaubte fest an die transformative Kraft der Kunst und setzte sich dafür ein, dass sie nicht nur als Dekoration, sondern als Katalysator für soziale Veränderungen und intellektuelles Wachstum betrachtet wird. Dies zeigt sich unmittelbar in den frühen Sammlungen des Museums, die Impressionismus und Post-Impressionismus begeistert aufnahmen und Künstler wie Cézanne und Matisse nach Essen lockten und die Stadt gleichzeitig zu einem wichtigen Zentrum für künstlerische Innovation dieser Zeit machten. Die Annahme des deutschen Expressionismus – mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Oskar Kokoschka – festigte das Ansehen des Museum Folkwang als Verfechter roher Emotionen und sinnlicher Erfahrungen und bot eine kraftvolle Auseinandersetzung mit den Ängsten und Unsicherheiten der modernen Welt. Die Sammlung an Kunst des frühen 20. Jahrhunderts ist besonders bekannt für ihre Intensität und ihren emotionalen Tiefgang, die eine Generation widerspiegeln, die sich mit raschen sozialen und politischen Veränderungen auseinandersetzt.

    Eine eingehendere Betrachtung der Sammlungen offenbart eine bemerkenswerte Tiefe, insbesondere in ihrer Auseinandersetzung mit Impressionismus und Post-Impressionismus. Hier werden Meisterwerke von Cézanne und Matisse nicht isoliert präsentiert, sondern als Wendepunkte innerhalb eines größeren künstlerischen Dialogs – einer Diskussion über Licht, Farbe und die subjektive Erfahrung der Realität. Die akribische Beobachtung und die geometrische Vereinfachung, die Cézannes Landschaften und Stillleben kennzeichnen, werden beispielsweise besonders eindrucksvoll dargestellt, während Matisses kühne Verwendung von Farben, die den Geist des mediterranen Lichts einfängt, alltägliche Themen in Leinwände voller Vitalität verwandelt. Jenseits dieser grundlegenden Bewegungen zeichnet sich das Museum Folkwang durch seine tiefe Auseinandersetzung mit dem deutschen Expressionismus aus und präsentiert eine Sammlung, die von Intensität geprägt ist – ein Ausdruck der gesellschaftlichen Ängste und persönlichen Reflexionen der Zeit. Das Museum scheut sich nicht vor den dunkleren Strömungen des menschlichen Erlebens und bietet einen eindringlichen Kommentar zu den Komplexitäten der modernen Welt – ein Beweis für Osthaus’ ursprüngliche Vision. Darüber hinaus verfügt das Museum über eine umfangreiche Archiv von über 340.000 deutschen Plakaten, die vom Weimarer Republik bis zur Kalten Kriegszeit reichen, und bietet so einen unverzichtbaren visuellen Bericht über politische Debatten, wirtschaftliche Veränderungen und sich wandelnde kulturelle Sensibilitäten – ein Beweis für die Fähigkeit der Kunst, sowohl Spiegel als auch Gestalter von Gesellschaft zu sein.

    Die physische Struktur des Museum Folkwang spiegelt seine dynamische Geschichte und seinen zukunftsorientierten Geist wider. Das ursprüngliche Gebäude wurde sorgfältig erweitert, wobei insbesondere die 2010 entworfene Erweiterung durch David Chipperfield eine bemerkenswerte Ergänzung darstellt. Dies war nicht nur eine Hinzufügung von Raum; es war eine sorgfältige Auseinandersetzung zwischen historischer Bewahrung und zeitgenössischem Design – ein meisterhafter Mix aus Beton und Glas, der die Museumsgeschichte respektiert und gleichzeitig viel natürliches Licht schafft und dynamische Ausstellungsräume bietet. Chipperfields Intervention fügt sich nahtlos in die bestehende Architektur ein und erzeugt eine harmonische Mischung aus Alt und Neu. Die durchlaufende, alabasterartige Fassade, die aus recycelten Glasplatten besteht, verändert sich mit dem wechselnden Tageslicht und schafft eine ätherische Qualität, die zur Erkundung einlädt. Im Inneren schaffen großzügige Freiräume und sorgfältig gestaltete Beleuchtung die Wertschätzung jedes Kunstwerks und fördern ein Gefühl von Intimität und Kontemplation. Die Architektur des Gebäudes ist nicht nur funktional; sie trägt aktiv zum Besuchererlebnis bei, indem sie Offenheit betont und eine tiefere Auseinandersetzung mit den Meisterwerken ermöglicht. Die 2010 erbaute Erweiterung zeichnet sich besonders durch ihre innovative Verwendung von Licht und Raum aus und schafft einen spektakulären Kontrast zum ursprünglichen historischen Gebäude.

    Dennoch ist die Geschichte des Museum Folkwang untrennbar mit einem schmerzhaften Kapitel der deutschen Geschichte verbunden: dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Die Unterdrückung künstlerischer Freiheit führte zur zwangsweisen Entfernung von über 1.200 Kunstwerken, die als „degenerate“ eingestuft wurden, ein herzzerreißender Verlust, der die Sammlung und ihr Ansehen tiefgreifend beeinträchtigte. Trotz dieser schmerzhaften Verluste bewahrte das Museum Folkwang seine Widerstandsfähigkeit, baute seine Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg durch unermüdliche Bemühungen um Wiederbeschaffung wieder auf und bekräftigte sein Engagement für künstlerische Integrität. Die im Laufe dieser dunklen Zeit bewiesene Widerstandsfähigkeit ist ein kraftvolles Symbol für die Hingabe derer, die an die dauerhafte Kraft der Kunst glaubten, politische Ideologien zu überwinden und zukünftige Generationen zu inspirieren. Das Museums Engagement für „degenerate Art“ – verkörpert durch die umstrittene 1937 organisierte Ausstellung von Joseph Goebbels – erinnert eindringlich an die Gefahren der Zensur und die Bedeutung des Schutzes des kulturellen Erbes. Heute bleibt das Museum Folkwang nicht nur ein Archiv für Meisterwerke, sondern auch ein kraftvoller Mahnmal an die Künstler, deren Stimmen während einer der turbulentesten Perioden der Geschichte verstummt wurden.

    Highlights & &; Sammlungen

    Die Museums Sammlung ist ein lebendiger Teppich, der aus vielfältigen künstlerischen Fäden gewebt ist und Besuchern eine Reise durch die Entwicklung der modernen Kunst ermöglicht. Zu den wichtigsten Highlights gehören:

    *Impressionismus und Post-Impressionismus:* Eine beeindruckende Auswahl an Werken von Monet, Renoir, Cézanne und Matisse – die ihre revolutionären Ansätze in Bezug auf Licht, Farbe und Form demonstrieren.

    *Deutscher Expressionismus:* Mächtige Gemälde und Drucke von Kirchner, Nolde, Kokoschka und anderen, die die Ängste und emotionale Intensität des frühen 20. Jahrhunderts einfangen.

    *Frühzeitiges deutsches Kunst des 20. Jahrhunderts:* Eine bedeutende Sammlung, die die künstlerische Blütezeit der Weimarer Republik dokumentiert und Werke von Dix, Grosz und Schad umfasst.

    *Fotografie-Archiv:* Ein umfangreiches Archiv mit über 50.000 Fotografien, das eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte der Fotografie und der visuellen Kultur bietet.

    *Deutsches Plakatmuseum (Deutsche Plakat Museum):* Eine bemerkenswerte Sammlung von über 340.000 Plakaten aus der Weimarer Republik bis zur Kalten Kriegszeit, die einen faszinierenden Einblick in politische Debatten, wirtschaftliche Veränderungen und sich wandelnde kulturelle Sensibilitäten bietet.

    Architektur & Design

    Die Architektur des Museums ist genauso

    Weitere Lesetipps

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    artsdot.com/de/art/download/ernst-ludwig-kirchner-kaffeetisch-D3YGF2-de/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Kirchner, Ernst Ludwig. Kaffeetisch. n.d., Museum Folkwang. https://artsdot.com/de/art/ernst-ludwig-kirchner-kaffeetisch-D3YGF2-de/
    APA
    Kirchner, Ernst Ludwig (n.d.). Kaffeetisch [Painting]. Museum Folkwang. https://artsdot.com/de/art/ernst-ludwig-kirchner-kaffeetisch-D3YGF2-de/
    Chicago
    Ernst Ludwig Kirchner. Kaffeetisch. n.d. Museum Folkwang. https://artsdot.com/de/art/ernst-ludwig-kirchner-kaffeetisch-D3YGF2-de/
    Harvard
    Kirchner, Ernst Ludwig (n.d.) Kaffeetisch. Museum Folkwang. Available at: https://artsdot.com/de/art/ernst-ludwig-kirchner-kaffeetisch-D3YGF2-de/

    Genau hinsehen

    Kaffeetisch — Ernst Ludwig Kirchner

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: interior dining, family gathering, conversation. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Das Urteil des Paris, weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.
    5. German Expressionism: Colour and shape deliberately distorted so the picture shows an emotion rather than a likeness. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

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    Kunst-Quiz

    Kaffeetisch — Ernst Ludwig Kirchner

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    1. 1. ¿Quién pintó esta obra maestra?

      • A Pablo Picasso
      • B Vincent van Gogh
      • C Ernst Ludwig Kirchner
    2. 2. ¿Dónde vivió Ernst Ludwig Kirchner cuando creó esta pintura?

      • A Berlín
      • B Nueva York
      • C Davos
    3. 3. ¿Cuál es el tema principal de la obra?

      • A Paisaje urbano
      • B Retrato familiar
      • C Bodegón
    4. 4. ¿Qué estilo artístico caracteriza a esta pintura?

      • A Impresionismo
      • B Cubismo
      • C Expresionismo
    5. 5. ¿Cómo describirías la atmósfera creada por el cuadro?

      • A Tranquila y relajada
      • B Animada y llena de energía
      • C Melancólica y nostálgica

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1C · 2C · 3B · 4C · 5B