Papierformat

Leitfaden für studentische Kunstwerke

Sitzende Frau

Name Klasse Datum

Egon Schiele, Sitzende Frau (1918). Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Egon Schiele artsdot.com/de/artists/egon-schiele_de/
Lebensdaten des Künstlers
1890 – 1918
Gemalt
1918
Medium
Acryl auf Papier
Originalgröße
45 x 29 cm
Bewegung
Expressionism Colour and shape deliberately distorted so the picture shows an emotion rather than a likeness.
Artistic style
Expressiv, linear
Influences
Klimt, Schiele
Notable elements
Gestische Linien
Subject
Frauenfigur

Im Kontext

Sitzende Frau — Egon Schiele

Maße

Das Original hat die Maße 45 × 29 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1890
  2. 1900
  3. 1910

Schattiert: das Lebenswerk von Egon Schiele (1890–1918) ▲ dieses Werk, 1918

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Spachtelgrau #f1d6a4

    Gespeicherte Palette

    • #F1D6A4
    • #604C28
    • #937C50
    • #C4AC7C
    Palette
    Pastelltöne Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Spachtelgrau
    Intensität
    Leuchtend Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Sanft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Harmonische Farbpalette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Strahlend Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Kräftige Farbwirkung Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Sitzende Frau — Egon Schiele

    Die Frau im Stillen – Ein Blick auf Egon Schieles “Sitting Woman”

    Egon Schiele, ein Name, der untrennbar mit dem Ausdruck von Angst, Sehnsucht und einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz verbunden ist. Sein Werk, geprägt von zierhafter Linienführung und oft verstörenden Bildern, bot einen einzigartigen Einblick in die Psyche des frühen 20. Jahrhunderts. Die Darstellung “Sitting Woman” (1918), eine Zeichnung auf Papier aus dem Jahr der Weltwirtschaftskrise und des beginnenden Ersten Weltkriegs, ist ein eindrückliches Beispiel für Schieles künstlerische Entwicklung und seine Fähigkeit, in wenigen, kraftvollen Linien komplexe Emotionen zu vermitteln. Dieses Werk, das heute im Besitz einer Privatkolektion ist, bietet uns einen faszinierenden Einblick in die Welt eines Künstlers, der sich mit den Schattenseiten des Lebens auseinandersetzte.

    Ein Ausdrucksstarker Stil – Expressionismus und seine Wurzeln

    “Sitting Woman” ist ein Schlüsselwerk des Expressionismus, einer Kunstrichtung, die im frühen 20. Jahrhundert entstand und sich durch ihren subjektiven Blick auf die Realität, ihre emotionalen Inhalte und ihre oft verzerrten Darstellungen auszeichnete. Schiele war zwar kein Gründungsmitglied der Gruppe, doch seine Werke zeugen von den stilistischen und thematischen Schwerpunkten des Expressionismus. Die Zeichnung ist geprägt von einer freien, gestisch-expressiven Linienführung – keine präzisen Konturen, sondern fließende, dynamische Pinselstriche, die eine unmittelbare, fast körperliche Wirkung erzielen. Die Verwendung von Schwarz und Weiß verstärkt diesen Eindruck und verleiht dem Bild eine düstere Intensität. Schiele verzichtete auf detaillierte Hintergrunddarstellungen; das Papier selbst wird zum Leinwandgrund, wodurch der Fokus vollkommen auf die zentrale Figur gelegt wird. Die schematische Darstellung des Körpers, die Vereinfachung der Formen und die Betonung von Linien und Schatten erinnern an frühe moderne Kunstströmungen, insbesondere an die Arbeiten von Edgar Degas und Vincent van Gogh.

    Symbolik und Emotion – Mehr als nur eine Zeichnung

    Die “Sitting Woman” ist mehr als nur eine Darstellung einer sitzenden Frau; sie ist ein Fenster in die Seele eines Künstlers, der sich mit Themen wie Vergänglichkeit, Verletzlichkeit und dem Verhältnis von Leben und Tod auseinandersetzte. Die Haltung der Frau – leicht nach vorne geneigt, die Arme um die Oberschenkel gelegt – suggeriert eine Mischung aus Ruhe und Melancholie. Ihre Gesichtszüge sind verschwommen, was ihre innere Welt und ihre Gedanken offenbart. Die Kleidung, lediglich angedeutet durch stilisierte Linien, unterstreicht diese Ambivalenz. Die Kombination aus einem hellen, blauen Jackett und einer weißen Bluse deutet auf eine gewisse Würde und gesellschaftliche Zugehörigkeit hin, während die darunterliegende weiße Schleppe und dunkle Strümpfe an die Rolle der Frau als Objekt des Begehrens erinnern – ein Thema, das Schiele in vielen seiner Werke behandelt. Die Zeichnung ist somit ein komplexes Tableau, das sowohl die Schönheit als auch die Tragik des menschlichen Daseins widerspiegelt.

    Die Welt hinter dem Bild – Egon Schiele im Kontext seiner Zeit

    Egon Schiele lebte in einer turbulenten Zeit, geprägt von politischen Unruhen, wirtschaftlicher Not und der bevorstehenden Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Seine Werke spiegeln diese gesellschaftlichen Umwälzungen wider und drücken die Angst, die Unsicherheit und die Verzweiflung vieler Menschen aus. Schiele selbst litt unter persönlichen Tragödien – der frühe Tod seines Vaters, der Verlust seiner Schwester und die Krankheit seiner Mutter prägten sein Leben und seine Kunst nachhaltig. Die “Sitting Woman” ist somit nicht nur ein individuelles Meisterwerk, sondern auch ein Ausdruck der Zeit, in der sie entstanden ist. Die Zeichnung wurde 1918 im Kontext des Krieges und der zunehmenden gesellschaftlichen Veränderungen geschaffen, was ihre düstere Intensität noch verstärkt. Sie erinnert uns daran, dass Kunst oft eine Spiegelung der eigenen Zeit ist – ein Fenster in die Gedanken und Gefühle der Menschen, die sie prägten.

    Ein Stück Geschichte – Die Verfügbarkeit einer hochwertigen Reproduktion

    WahooArt bietet Ihnen die Möglichkeit, dieses faszinierende Werk von Egon Schiele in höchster Qualität als handgemalte Reproduktion zu erwerben. Unsere Kunsthandwerker setzen auf traditionelle Techniken und hochwertige Materialien, um die Originaldetails und die expressive Kraft des Bildes authentisch wiederzugeben. Ob für Ihr Wohnzimmer, Ihre Galerie oder als besonderes Geschenk – eine WahooArt-Reproduktion der “Sitting Woman” wird Sie lange ansprechen und Ihnen ein Stück Kunstgeschichte näherbringen. Entdecken Sie die Schönheit und Tiefe von Schieels Werk und lassen Sie sich von seiner einzigartigen Vision inspirieren!

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Egon Schiele

    Geburtsort wien, kroatien

    Egon Schiele: Leben und Werk

    Frühes Leben und Einflüsse

    Geboren am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau, Niederösterreich, erlebte Egon Schiele ein Kindheitsleben, das von künstlerischem Interesse und persönlicher Notlage geprägt war.

    Sein Vater, Adolf Schiele, war Stationsmeister und vermittelte seinem Sohn eine Faszination für Züge – ein Motiv, das sich später subtil in seiner Arbeit wiederfinden würde.

    Der frühe Tod seines Vaters durch Syphilis im Alter von 14 Jahren hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf ihn und führte zu seiner Erziehung durch seinen Onkel mütterlicherseits, Leopold Czihaczek.

    Czihaczek bot Unterstützung, übte aber auch eine kontrollierende Einflüsse aus, die zur komplexen emotionalen Landschaft beitrugen, die in Schieles Kunstwerke reflektiert werden.

    Künstlerische Reise und Entwicklung

    Schieles künstlerisches Ausbildung begann an der Kunstgewerbeschule (Kunstgewerbeschule) in Wien, aber er wechselte bald an die Akademie der bildenden Künste (Akademie der Bildenden Künste).

    Er wurde schnell disillusioned mit dem konservativen Ansatz der Akademie und fand ihn behindernd für seine ausdrucksstarke Vision. Er verließ schließlich die formale Ausbildung.

    Frühe Einflüsse waren Gustav Klimt, eine führende Figur der Wiener Secession, dessen dekorativer Stil und die Erforschung von Symbolik Schiele resonierten. Schiele entwickelte jedoch bald einen eigenständigen Stil.

    Seine frühen Werke zeigten oft verstörender Portraits und Selbstporträts, die durch verzerrte Figuren und intensive Emotionalität gekennzeichnet waren.

    Wesentliche Merkmale und Themen

    Schieles Kunst ist bekannt für ihre Rohheit, Ehrlichkeit und psychologische Tiefe. Er erforschte mutig Themen wie Sexualität, Tod, Angst und Isolation.

    Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch verlängerte Figuren, verzerrte Posen und ausdrucksstarke Linien aus, die ein Gefühl von Verletzlichkeit und emotionalem Aufruhr vermitteln.

    Selbstporträts machen einen bedeutenden Teil seines Œuvres aus und bieten intime Einblicke in seine innere Welt.

    Er schuf auch zahlreiche Porträts anderer Personen, die oft mit unverblümender Realismus und psychologischem Verständnis dargestellt wurden.

    Landschaftsbildung spielte eine Rolle in seiner Arbeit und demonstrierte sein Können in Form und Farbe, obwohl sie weniger zentral war als seine figurativen Werke.

    Wichtige Leistungen und Anerkennung

    Trotz Zensur und rechtlicher Herausforderungen (einschließlich einer kurzzeitigen Inhaftierung wegen angeblichen Korrupterns von Minderjährigen mit seiner Kunst) erlangte Schiele innerhalb der Wiener Avantgarde Anerkennung.

    Er gründete 1909 die Neues Wiener Kunstgruppe (Neue Wiener Künstlergruppe) und präsentierte seine Werke neben anderen progressiven Künstlern.

    Signifikante Werke sind unter anderem Selbstporträt mit Physalis, Paar Umarmend und Feldschlag (Kreuzberg bei Krumau).

    Bis zu seinem frühzeitigen Tod hatte sich Schiele als eine führende Figur des österreichischen Expressionismus etabliert.

    Historische Bedeutung und Vermächtnis

    Egon Schiele starb 1918 während der Spanischen Grippeepidemie im Alter von 28 Jahren und beendete damit eine vielversprechende Karriere.

    Seine Arbeit beeinflusste nachfolgende Generationen von Künstlern, insbesondere diejenigen, die sich für die Erforschung psychologischer Themen und die Herausforderung konventioneller künstlerischer Normen interessierten.

    Schieles mutiger Ansatz in Bezug auf Form und Gegenstandsmaterial spiegelt sich bis heute wider und macht ihn zu einer der wichtigsten und einflussreichsten Figuren der frühen 20. Jahrhunderts Kunst.

    Seine Gemälde werden heute in wichtigen Museumsammlungen weltweit aufbewahrt, und Reproduktionen seiner Werke sind weit verbreitet, was sein künstlerisches Vermächtnis sicherstellt.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Sitzende Frau

    artsdot.com/de/art/download/egon-schiele-sitzende-frau-D2S4D5-de/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Schiele, Egon. Sitzende Frau. 1918, https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-sitzende-frau-D2S4D5-de/
    APA
    Schiele, Egon (1918). Sitzende Frau [Painting]. https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-sitzende-frau-D2S4D5-de/
    Chicago
    Egon Schiele. Sitzende Frau. 1918. https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-sitzende-frau-D2S4D5-de/
    Harvard
    Schiele, Egon (1918) Sitzende Frau. Available at: https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-sitzende-frau-D2S4D5-de/

    Genau hinsehen

    Sitzende Frau — Egon Schiele

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Wie viele Gesichter können Sie finden? ____ (unser Katalog zählt 1 – stimmen Sie dem zu?)
    4. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: female figure, dance pose, black and white. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    5. Werfen Sie einen Blick zurück auf Die Selbstweiser II (Tod und Mann) (1911), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Sitzende Frau — Egon Schiele

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Stil des Werkes "Sitting Woman" von Egon Schiele?

      • A Realistische Darstellung einer jungen Frau im Ballertanz.
      • B Ausdrucksstarke, gestische Zeichnung mit Elementen des Expressionismus.
      • C Detaillierte Porträtzeichnung im Stil der Wiener Secession.
    2. 2. In welchem Jahr wurde "Sitting Woman" von Egon Schiele gemalt?

      • A 1908
      • B 1918
      • C 1925
    3. 3. Welche Technik wird hauptsächlich in "Sitting Woman" verwendet, um Textur und Form zu erzeugen?

      • A Ölfarbe mit dicken Pinselstrichen.
      • B Bleistiftzeichnungen mit variierendem Linienmass.
      • C Aquarellfarben mit feinen Schattierungen.
    4. 4. Welche symbolische Bedeutung könnte die Pose der Frau in "Sitting Woman" haben?

      • A Eine Darstellung von Stärke und Unabhängigkeit.
      • B Ein Ausdruck von Verletzlichkeit, Introspektion oder Melancholie.
      • C Eine Feier des Lebens und der Jugend.
    5. 5. Egon Schiele war ein wichtiger Vertreter welcher Kunstrichtung?

      • A Impressionismus
      • B Expressionismus
      • C Kubismus

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

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