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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Die Prozession

Name Klasse Datum

Egon Schiele, Die Prozession (1911). Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Egon Schiele artsdot.com/de/artists/egon-schiele_de/
Lebensdaten des Künstlers
1890 – 1918
Gemalt
1911
Medium
Öl auf Leinwand
Originalgröße
100 x 100 cm
Bewegung
Expressionistische Malerei
Zeitraum
Moderne
Artistic style
Ausdrucksstarke Darstellung von Emotionen
Influences
Avantgarde
Notable elements or techniques
Konturierte Linienführung, Farbgebung
Subject or theme
Menschliche Interaktion und Gefühlsausdruck

Im Kontext

Die Prozession — Egon Schiele

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 100 × 100 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Entstehungsjahr

  1. 1890
  2. 1900
  3. 1910

Schattiert: das Lebenswerk von Egon Schiele (1890–1918) ▲ dieses Werk, 1911

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Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Phthalogrün #221316

    Gespeicherte Palette

    • #221316
    • #482D27
    • #704832
    • #AB6E3F
    Palette
    Erdig Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Phthalogrün
    Intensität
    Ausgewogen Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Sanft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Starke farbliche Einheitlichkeit Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefster Schatten Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Ausgewogen sanft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Über dieses Kunstwerk

    Die Prozession — Egon Schiele

    Ein beunruhigender Tanz von Leben und Vergänglichkeit

    In dem eindringlich schönen Meisterwerk "Die Prozession", das im Jahr 1911 entstand, lädt uns Egon Schiele in eine psychologische Landschaft ein, in der die Grenzen zwischen Realität und innerem Aufruhr verschwimmen. Dieses wegweisende Werk des Expressionismus ist weit mehr als nur die bloße Darstellung einer Figurengruppe; es ist ein tiefes Eintauchen in die Ängste des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Beim Betrachten der Leinwand werden wir sofort von der Spannung erfasst, die in der Komposition liegt. Schiele platziert meisterhaft zwei Frauen im Vordergrund, deren Präsenz eine ansonsten fragmentierte und surreale Umgebung verankert. Eine Frau wiegt ein schlafendes Säugling – ein zärtlicher Moment mütterlichen Instinkts, der vor dem Hintergrund beunruigender, skelettartiger Formen und schwerer, düsterer Töne seltsam zerbrechlich wirkt. Das Gemälde fängt ein tiefes Gefühl menschlicher Interaktion ein, doch es ist eine Interaktion, die von einer stillen, existenziellen Angst durchdrungen ist.

    Das emotionale Gewicht des Werkes wird durch Schieles revolutionäre Nutzung von Linie und Form verstärkt. Er verzichtet auf die polierte Perfektion des traditionellen Realismus und setzt stattdessen auf kühne, eckige und oft gezackte Linien, die förmlich vor nervöser Energie zu vibrieren scheinen. Die Figuren zeichnen sich durch verlängerte Gliedmaßen und verzerrte Proportionen aus – ein Markenzeichen des expressionistischen Stils, das darauf abzielt, rohes, unverfälschtes Gefühl statt anatomischer Genauigkeit zu vermitteln. Durch diese bewussten Verzerrungen erzeugt Schiele ein Gefühl der Instabilität, welches die psychologische Fragmentierung seiner Motive widerspiegelt. Die Farbpalette, dominiert von gedämpften Ockertönen, tiefem Braun und erdigen Nuancen, hüllt die Szene in einen melancholischen Schleier und stellt sicher, dass jeder Pinselstrich zur übergeordneten Atmosphäre ernster Reflexion beiträgt.

    Symbolismus und der Kreislauf des Daseins

    Über seine eindrucksvolle visuelle Wirkung hinaus ist "Die Prozession" eine tiefgründige Meditation über die Stadien des menschlichen Lebens und die Unausweichlichkeit des Schicksals. Kunsthistoriker interpretieren die Figuren innerhalb des Werkes oft als symbolische Repräsentationen der Existenz selbst. Die Anwesenheit des Säuglings deutet auf den Beginn des Lebens hin, während die hageren, gezeichneten Gesichter der älteren Figuren auf den fortschreitenden Verfall hindeuten. Manche sehen sogar eine zutiefst persönliche Erzählung in der Farbe verwoben – ein Spiegelbild von Schieles eigener Familiengeschichte, in der die Figuren seine Eltern darstellen könnten, gefangen in einer ewigen, geisterhaften Prozession. Diese Ebene der Symbolik verwandelt das Gemälde von einer historischen Momentaufnahme in eine zeitlose Allegorie der Sterblichkeit und macht es zu einem Werk, das jeden tief berührt, der über die Vergänglichkeit der Zeit nachgedacht hat.

    Für den anspruchsvollen Sammler oder Innenarchitekten bietet "Die Prozession" die einzigartige Gelegenheit, ein Gesprächsstück von immenser intellektueller und ästhetischer Tiefe in einen Raum zu bringen. Eine hochwertige Reproduktion dieses Werkes dekoriert nicht einfach nur eine Wand; sie fordert Aufmerksamkeit und schafft einen Fokuspunkt, der zur Kontemplation einlädt und ein Gefühl historischer Schwere hervorruft. Ob in einem zeitgenössischen Galerienambiente oder in einem klassischen Arbeitszimmer platziert – die Fähigkeit des Gemäldes, rohe Emotion mit anspruchsvoller Technik zu vereinen, macht es zu einer bleibenden Wahl für all jene, die Kunst schätzen, welche die Seele herausfordert und die Umgebung mit ihrer komplexen, eindringlichen Schönheit bereichert.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Egon Schiele

    Geboren in wien, kroatien

    Egon Schiele: Leben und Werk

    Frühes Leben und Einflüsse

    Geboren am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau, Niederösterreich, erlebte Egon Schiele ein Kindheitsleben, das von künstlerischem Interesse und persönlicher Notlage geprägt war.

    Sein Vater, Adolf Schiele, war Stationsmeister und vermittelte seinem Sohn eine Faszination für Züge – ein Motiv, das sich später subtil in seiner Arbeit wiederfinden würde.

    Der frühe Tod seines Vaters durch Syphilis im Alter von 14 Jahren hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf ihn und führte zu seiner Erziehung durch seinen Onkel mütterlicherseits, Leopold Czihaczek.

    Czihaczek bot Unterstützung, übte aber auch eine kontrollierende Einflüsse aus, die zur komplexen emotionalen Landschaft beitrugen, die in Schieles Kunstwerke reflektiert werden.

    Künstlerische Reise und Entwicklung

    Schieles künstlerisches Ausbildung begann an der Kunstgewerbeschule (Kunstgewerbeschule) in Wien, aber er wechselte bald an die Akademie der bildenden Künste (Akademie der Bildenden Künste).

    Er wurde schnell disillusioned mit dem konservativen Ansatz der Akademie und fand ihn behindernd für seine ausdrucksstarke Vision. Er verließ schließlich die formale Ausbildung.

    Frühe Einflüsse waren Gustav Klimt, eine führende Figur der Wiener Secession, dessen dekorativer Stil und die Erforschung von Symbolik Schiele resonierten. Schiele entwickelte jedoch bald einen eigenständigen Stil.

    Seine frühen Werke zeigten oft verstörender Portraits und Selbstporträts, die durch verzerrte Figuren und intensive Emotionalität gekennzeichnet waren.

    Wesentliche Merkmale und Themen

    Schieles Kunst ist bekannt für ihre Rohheit, Ehrlichkeit und psychologische Tiefe. Er erforschte mutig Themen wie Sexualität, Tod, Angst und Isolation.

    Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch verlängerte Figuren, verzerrte Posen und ausdrucksstarke Linien aus, die ein Gefühl von Verletzlichkeit und emotionalem Aufruhr vermitteln.

    Selbstporträts machen einen bedeutenden Teil seines Œuvres aus und bieten intime Einblicke in seine innere Welt.

    Er schuf auch zahlreiche Porträts anderer Personen, die oft mit unverblümender Realismus und psychologischem Verständnis dargestellt wurden.

    Landschaftsbildung spielte eine Rolle in seiner Arbeit und demonstrierte sein Können in Form und Farbe, obwohl sie weniger zentral war als seine figurativen Werke.

    Wichtige Leistungen und Anerkennung

    Trotz Zensur und rechtlicher Herausforderungen (einschließlich einer kurzzeitigen Inhaftierung wegen angeblichen Korrupterns von Minderjährigen mit seiner Kunst) erlangte Schiele innerhalb der Wiener Avantgarde Anerkennung.

    Er gründete 1909 die Neues Wiener Kunstgruppe (Neue Wiener Künstlergruppe) und präsentierte seine Werke neben anderen progressiven Künstlern.

    Signifikante Werke sind unter anderem Selbstporträt mit Physalis, Paar Umarmend und Feldschlag (Kreuzberg bei Krumau).

    Bis zu seinem frühzeitigen Tod hatte sich Schiele als eine führende Figur des österreichischen Expressionismus etabliert.

    Historische Bedeutung und Vermächtnis

    Egon Schiele starb 1918 während der Spanischen Grippeepidemie im Alter von 28 Jahren und beendete damit eine vielversprechende Karriere.

    Seine Arbeit beeinflusste nachfolgende Generationen von Künstlern, insbesondere diejenigen, die sich für die Erforschung psychologischer Themen und die Herausforderung konventioneller künstlerischer Normen interessierten.

    Schieles mutiger Ansatz in Bezug auf Form und Gegenstandsmaterial spiegelt sich bis heute wider und macht ihn zu einer der wichtigsten und einflussreichsten Figuren der frühen 20. Jahrhunderts Kunst.

    Seine Gemälde werden heute in wichtigen Museumsammlungen weltweit aufbewahrt, und Reproduktionen seiner Werke sind weit verbreitet, was sein künstlerisches Vermächtnis sicherstellt.

    Weitere Lesetipps

    Online verfügbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Die Prozession

    artsdot.com/de/art/download/egon-schiele-die-prozession-6WHKK6-de/

    Zitierweise für dieses Kunstwerk

    MLA
    Schiele, Egon. Die Prozession. 1911, https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-die-prozession-6WHKK6-de/
    APA
    Schiele, Egon (1911). Die Prozession [Painting]. https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-die-prozession-6WHKK6-de/
    Chicago
    Egon Schiele. Die Prozession. 1911. https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-die-prozession-6WHKK6-de/
    Harvard
    Schiele, Egon (1911) Die Prozession. Available at: https://artsdot.com/de/art/egon-schiele-die-prozession-6WHKK6-de/

    Genau hinsehen

    Die Prozession — Egon Schiele

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie erklären können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie sieht diese Stimmung aus?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: menschliche emotionen, weibliche figuren, symbolismus. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Die Selbstweiser II (Tod und Mann) (1911), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Egon Schiele war etwa 21 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?

    Ihre Antwort

    Schreiben Sie einen kurzen Absatz über dieses Kunstwerk. Verwenden Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Die Prozession — Egon Schiele

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. ¿Quién fue el artista que creó esta obra maestra?

      • A Vincent van Gogh
      • B Pablo Picasso
      • C Egon Schiele
    2. 2. ¿En qué año se realizó esta pintura?

      • A 1890
      • B 1911
      • C 1932
    3. 3. ¿Cuál es el estilo artístico predominante en esta obra?

      • A Impresionismo
      • B Cubismo
      • C Expresionismo
    4. 4. ¿Qué emociones intenta transmitir Schiele a través de esta pintura?

      • A Alegría y optimismo
      • B Tristeza y ansiedad
      • C Calma y serenidad
    5. 5. ¿Cómo se caracteriza la composición de la obra?

      • A Una perspectiva amplia y realista
      • B Una estructura simétrica y equilibrada
      • C Una representación detallada con figuras entrelazadas

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

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