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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Selbstporträt

Name Klasse Datum

Antonio Canova, Selbstporträt (1790), Galleria degli Uffizi. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
Antonio Canova artsdot.com/de/artists/antonio-canova_de/
Lebensdaten des Künstlers
1757 – 1822
Gemalt
1790
Originalgröße
68 x 55 cm
Bewegung
Neoklassizistischer Stil A deliberate return to the calm balance and clear outlines of ancient Greek and Roman art.
Zeitraum
– Frühe Neuzeit
Ausgestellt in
Galleria degli Uffizi artsdot.com/de/museums/galleria-degli-uffizi-florence_de/
Artistic style
Antike
Influences
Griechische Bildhauerei
Notable elements or techniques
Realistische Darstellung; Licht und Schatten
Subject or theme
Introspektion

Im Kontext

Selbstporträt — Antonio Canova

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 68 × 55 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1750
  2. 1760
  3. 1770
  4. 1780
  5. 1790
  6. 1800
  7. 1810
  8. 1820

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 65 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 33 war. Der Künstler wurde 65 alt. 5 der 40 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von Antonio Canova (1757–1822) ▲ dieses Werk, 1790 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1793 Hauptwirkungsjahre: 1793–1800 Spätwerke: ab 1800

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: artsdot.com/de/art/similar/antonio-canova-selbstportrat-8y34uh-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Walnussbraun #6c4738

    Katalogisierte Palette

    • #6C4738
    • #06060C
    • #1F1D1F
    • #AA714A

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Walnussbraun
    Intensität
    Einfarbig Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Gelassen Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Sanft nuancierte Palette Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefste Schattenwerte Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Gedämpft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von Antonio Canova aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 16 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 55,6%
    2. 2 Argentinien 6,7%
    3. 3 Italien 6,7%
    4. 4 Vereinigte Staaten von Amerika 4,4%
    5. 5 Brasilien 2,2%
    6. 6 Frankreich 2,2%
    7. 7 Vereinigtes Königreich 2,2%
    8. 8 Georgien 2,2%
    9. 9 Hong Kong 2,2%
    10. 10 Iran 2,2%
    11. · 6 weitere Länder 13,4%

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von Antonio Canova

    1. 1 Theseus and the Minotaur, 1781 11,9%
    2. 2 Cupido und Psyche, 1793 7,1%
    3. 3 Ercole e Lica 1795-1815 4,8%
    4. 4 Venus und Mars, 1816 4,8%
    5. 5 Orpheus and Eurydice, 1775 4,8%
    6. 6 Paolina Borghese als Venus Victrix, 1804 3,6%
    7. 7 Perseus with the Head of Medusa, 1804 3,6%
    8. 8 Die Jungfrau Hebe 3,6%
    9. 9 Venere Italica 1804-1811 (dettaglio) 3,6%
    10. 10 Theseus and the Minotaur, 1781 3,6%
    11. 11 Denkmal der Maria Christina von Österreich 1798–1805 3,6%
    12. 12 Ninfa dormiente 1820-1824 3,6%
    13. 13 Feed the Hungry, 1795 2,4%
    14. 14 Theseus and the Centaur, 1800 2,4%
    15. 15 Paris, 1816 2,4%
    16. 16 Perseo con testa di medusa 1804-1806 2,4%
    17. 17 Apollo 1782-1783 2,4%
    18. 18 La musa Polyhymnia 1812-1816 2,4%
    19. 19 Monumento funerario a Clemente XIII 1783-1792 2,4%
    20. — Selbstporträt, 1790 dieses Gemälde 0,0%

    Zusammen machen diese Werke 75,4% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 82 Werke dieses Künstlers, von denen 37 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde wurde in diesem Zeitraum noch nicht aufgerufen – es schließt die Liste ohne Platzierung ab. Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Selbstporträt — Antonio Canova

    Ein Spiegel der Seele: Das introspektive Genie Antonio Canovas

    In der Stille des Jahres 1790, noch bevor er zum unangefochtenen Titan der neoklassizistischen Bildhauerei aufstieg, fing ein junger Antonio Canova etwas ein, das weitaus flüchtiger war als Marmor oder Stein. Sein Selbstporträt ist nicht bloß die Abbildung eines Gesichts, sondern ein tiefgründiges Fenster in das erwachende Bewusstsein eines Künstlers, der dazu bestimmt war, die westliche Ästhetik neu zu gestalten. Während die Geschichte ihn für die glatten, ätherischen Oberflächen seiner monumentalen Statuen in Erinnerung behält, offenbart dieses Ölgemälde eine andere Facette seiner Meisterschaft – einen Moment intensiver, privater Kontemplation. Das Gemälde zeigt einen Mann, der im heiligen Akt der Schöpfung gefangen ist; sein Blick ist nach innen gerichtet, während seine Hand noch die Werkzeuge seines Handwerks hält. Es ist ein Werk, das den intellektuellen Ernst der Aufklärung atmet und den Betrachter dazu einlädt, Zeuge der eigentlichen Genesis eines schöpferischen Geistes zu werden.

    Die Komposition ist eine Meisterklasse in der Anwendung des Chiaroscuro, wobei das dramatische Zusammenspiel von Licht und Schatten weit mehr tut, als nur die Form zu definieren; es formt Emotionen. Aus einer tiefen, samtigen Dunkelheit hervorgehend, werden das Gesicht und die Kleidung des Dargestellten mit einer fokussierten Intensität beleuchtet, die die gesamte Aufmerksamkeit auf seinen konzentrierten Ausdruck lenkt. Diese Technik erzeugt eine Dreidimensionalität, die Canovas späteren bildhauerischen Leistungen widerspiegelt, indem sie Pigmente so behandelt, als wären sie formbarer Ton. Die subtilen Lichtabstufungen auf seiner Stirn und das reine Weiß seines Kragens bilden einen markanten, eleganten Kontrast zum düsteren Hintergrund und verleihen dem Porträt eine Aura zeitloser Würde und klassischer Gravitas.

    Das neoklassizistische Ideal und die Last der Antike

    Dieses Selbstporträt zu betrachten bedeutet, dem eigentlichen Herzschlag der neoklassizistischen Bewegung zu begegnen. In dieser Ära suchten Künstler danach, die verzierte Leichtigkeit des Rokoko abzulegen, um stattdessen eine erneute Ehrfurcht vor der Klarheit und der moralischen Bestimmung der griechischen und römischen Antike zu kultivieren. Canova verkörpert diesen Übergang perfekt. Seine Pose, die an die stoischen Philosophen der antiken Welt erinnert, lässt auf einen Geist schließen, der von Vernunft, Schönheit und dem Streben nach Perfektion besessen ist. Dem Werk wohnt eine bewusste Stille inne, ein Verzicht auf unnötige Bewegung, der es dem Betrachter ermöglicht, sich auf das intellektuelle Gewicht des Künstlersblicks zu konzentrieren. Es ist ein Porträt, das ebenso sehr den Intellekt wie die Identität darstellt.

    Für den anspruchsvollen Sammler oder Innenarchitekten bietet dieses Stück weit mehr als bloße Dekoration; es bildet einen Fokuspunkt von tiefgründigem Charakter. Die Fähigkeit des Gemäldes, durch seine stille Stärke einen Raum zu beherrschen, macht es zu einem idealen Mittelpunkt für Räumlichkeiten, die dem Studium, der Reflexion oder einer anspruchsvollen Kuratierung gewidmet sind. Ob in einer Bibliothek, umgeben von ledergebundenen Bänden, oder als markantes Element in einer modernen, minimalistischen Galerie platziert – das Selbstporträt bringt eine Aura historischer Tiefe und künstlerischer Legitimität mit sich. Es dient als ständige Erinnerung an die Schönheit, die in der Selbstbeobachtung liegt, und an die unvergängliche Kraft der klassischen Tradition.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Antonio Canova

    Geboren in Possagno, Italien

    Antonio Canova: Ein Leben aus Marmor

    Geboren: Possagno, Italien (1757)

    Gestorben: 1822

    Antonio Canova steht als eine herausragende Figur in der Geschichte der westlichen Kunst da und gilt weithin als der bedeutendste neoklassische Bildhauer. Seine Meisterschaft im Marmorschneiden und seine Fähigkeit, klassische Formen mit tiefgründiger Emotion zu erfüllen, sicherten ihm einen Platz unter den größten Künstlern aller Zeiten. Geboren in Possagno, Italien, für Pietro Canova, einen Steinmetz, wurde Canovas frühes Leben von der künstlerischen Umgebung geprägt, die ihn umgab.

    Frühes Leben und Ausbildung

    Familiärer Hintergrund: Sein Vaters Beruf bot eine anfängliche Auseinandersetzung mit dem Steinhauen, und sein Großvater, Pasino Canova, ein Bildhauer, der sich auf Altäre und Reliefs spezialisiert hatte, spielte eine entscheidende Rolle bei der Förderung seines Talents.

    Frühe künstlerische Entwicklung: Schon vor seinem zehnten Lebensjahr zeigte Canova bemerkenswerte Fähigkeiten und schuf kleine Marmorschreine, die sein angeborenes Talent demonstrierten. Er absolvierte eine Lehre unter Giuseppe Bernardi ('Torretto') und Giovanni Ferrari und verfeinerte so seine Fähigkeiten weiter.

    Akademie-Studien: Seine Studien an der Accademia di Belle Arti di Venezia brachten ihm zahlreiche Preise ein, was seinen Ruf als vielversprechender junger Künstler festigte. Eine Werkstatt innerhalb eines Klosters bot ihm den Raum, sein Handwerk zu entwickeln.

    Frühe Aufträge: Frühe Aufträge wie die Statuen von Orpheus und Eurydike für Senator Giovanni Falier (1775-1777) demonstrierten einen aufkommenden Rokoko-Stil, der seine spätere neoklassische Verfeinerung vorwegnahm.

    Aufstieg zur Prominenz und neoklassischer Stil

    Definition des Neoklassizismus: Canovas Werk zeichnet sich durch elegante Formen, idealisierte Figuren und eine Rückkehr zu den ästhetischen Prinzipien des antiken Griechenlands und Roms aus. Er vermied geschickt die Melodramatik der Barockkunst und widerstand gleichzeitig der Kälte, die oft mit früheren Versuchen einer klassischen Wiederbelebung verbunden war.

    Wichtige Werke & Anerkennung: Skulpturen wie Cupido und Psyche (ca. 1787-1793), Die büssende Magdalena und Herkules und Lichas etablierten seinen Ruf in ganz Europa. Seine Arbeit war bei Königen und Adligen sehr gefragt.

    Förderung seines Rufs: Canova förderte seine Karriere strategisch durch die Veröffentlichung von Stichen seiner Werke und die Erstellung von Marmorversionen aus Gipsabgüssen, um eine breite Verbreitung seiner Kunst zu gewährleisten.

    Internationale Anerkennung: Aufträge aus ganz Europa, darunter eine Statue des Theseus und des Minotaurus für Girolamo Zulian (venezianischer Botschafter in Rom), festigten seinen Status als einer der gefeiertsten Künstler Europas.

    Hauptwerke und Vermächtnis

    Bemerkenswerte Skulpturen: Neben den bereits genannten umfassen Canovas bedeutende Werke Venus Italica, La Musa Polyhymnia, Die drei Grazien beim Tanz und seine ergreifende Darstellung der Eurydike.

    Monumentale Aufträge: Er erhielt prestigeträchtige Aufträge für Grabmäler, insbesondere das aufwendige Grabmal Papst Clemens XIII im Petersdom in Rom – ein Beweis für sein Können sowohl in der Bildhauerei als auch im architektonischen Design.

    Gipsoteca Antonio Canova: Das Museum Gipsoteca Antonio Canova beherbergt die bedeutendste Sammlung seiner Werke und bietet wertvolle Einblicke in seinen kreativen Prozess und seine künstlerische Entwicklung.

    Einfluss auf nachfolgende Generationen: Canovas Einfluss reichte weit über sein Leben hinaus, prägte den Verlauf der neoklassischen Bildhauerei und inspirierte Generationen von Künstlern mit seiner technischen Meisterschaft und ausdrucksstarken Kraft.

    Historische Bedeutung

    Verkörperung des Neoklassizismus: Antonio Canova wurde zum Synonym für die neoklassische Bewegung, verkörperte ihre Ideale von Ordnung, Klarheit und einer Rückkehr zur klassischen Antike.

    Hofbildhauer & Diplomat: Seine Position als Hofbildhauer zahlreicher europäischer Herrscher verlieh ihm erheblichen politischen Einfluss und ermöglichte es ihm, den künstlerischen Geschmack über den Kontinent hinweg zu beeinflussen.

    Technische Innovation: Canovas beispiellose Geschicklichkeit beim Schnitzen von Marmor sprengte die Grenzen dessen, was als möglich galt, und setzte einen neuen Standard für bildhauerische Exzellenz.

    Zeitloses künstlerisches Vermächtnis: Seine Skulpturen fesseln weiterhin das Publikum auf der ganzen Welt und festigen seinen Platz als einer der wichtigsten und einflussreichsten Künstler in der Geschichte.

    Museum

    Galleria degli Uffizi

    Ausgestellt in Florence, Italy

    Die Galleria degli Uffizi: Ein Fenster zur Renaissance

    Eingebettet im Herzen von Florenz, einer Stadt, die von Geschichte und künstlerischer Leidenschaft durchdrungen ist, erhebt sich die Galleria degli Uffizi – mehr als nur ein Museum, vielmehr eine Reise in die Zeit, ein Tor zu einem der strahlendsten Zeitalter der Kunstgeschichte. Ursprünglich als Verwaltungsgebäude konzipiert, ein pragmatisches Werk von Giorgio Vasari im Auftrag Cosimo I. de’ Medici, hat sich diese prächtige Palastanlage in einen Hort unschätzbarer Meisterwerke verwandelt, untrennbar verbunden mit dem Ehrgeiz und der Förderung der mächtigen Familie Medici. Der Name „Uffizi“ leitet sich von den italienischen Wörtern für Büros ab – ein bescheidener Ursprung für eine Institution, die heute zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt zählt.

    Die ersten Schritte durch das monumentale Portal sind wie das Betreten eines sorgfältig kuratierten Traumes. Das Licht tanzt auf uralten Fresken und flüstert Geschichten von Hofintrigen und künstlerischer Innovation. Der Raum pulsiert mit dem Echo des Genies, lädt zur Kontemplation ein, während man die Werke bewundert. Die Galleria degli Uffizi ist nicht nur eine Ansammlung von Gemälden; sie ist ein Zeugnis der unbegrenzten menschlichen Kreativität, der Macht politischer Ambitionen und der bleibenden Faszination für Schönheit – eine greifbare Verkörperung des florentinischen Goldenen Zeitalters. Die architektonische Harmonie selbst spielt eine entscheidende Rolle: Vasaris revolutionäres Design, insbesondere der weitläufige Innenhof, der sich zur Arno öffnet, war ein bewusster Schachzug, um Kunst zu feiern und zu verstärken. Der Hof, durchflutet von natürlichem Licht, erweiterte den künstlerischen Raum und verwischte die Grenzen zwischen Innen- und Außenbereich, wodurch eine immersive Atmosphäre entstand.

    Die Sammlung selbst ist schlichtweg atemberaubend. Über 3000 Werke aus der Römerzeit bis zum Barock zeugen von der außergewöhnlichen Tiefe und Breite des Bestandes. Meister wie Michelangelo, Leonardo da Vinci, Raffael, Botticelli, Caravaggio und Tizian sind hier vertreten. Stellen Sie sich vor, vor Michelangelos monumentaler David zu stehen, eine Verkörperung menschlicher Stärke und Anmut; oder in das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa von Leonardo da Vinci einzutauchen, ein Porträt, das unzählige Geheimnisse birgt; oder Raffael’s „Schule des Athens“ zu bestaunen, eine lebendige Darstellung klassischer Gelehrsamkeit. Doch Botticellis „Primavera“ und „Geburt der Venus“ nehmen hierbei eine besondere Stellung ein. „Primavera“, ein vibrierendes Fest des Frühlings, sprüht vor anmutigen Figuren, die Flora, Chloris, Zephyrus, Merkur und Venus selbst darstellen – jedes Detail mit akribischer Sorgfalt und zarten Farbpaletten ausgeführt. Die Symbolik, die in jedem Element verborgen liegt, von der Darstellung heidnischer Gottheiten bis zur botanischen Genauigkeit, ist Gegenstand anhaltender wissenschaftlicher Debatten. Und „Geburt der Venus“, die die Göttin aus einer Muschel auftauchen lässt, verkörpert einen Ideal der weiblichen Anmut, das Künstler über Jahrhunderte hinweg inspirieren sollte. Die Verwendung des Sfumato, einer subtilen Unschärfe-Technik, perfektioniert von Leonardo da Vinci, erzeugt eine ätherische Atmosphäre und verstärkt den Eindruck von Schönheit.

    Die Medici-Familie war nicht nur Auftraggeber, sondern auch treibende Kraft hinter der Entwicklung der Galleria degli Uffizi. Cosimo I. de’ Medici sah das Gebäude als Symbol florentinischer Macht und Prestige. Die sorgfältige Auswahl der Kunstwerke, die opulenten Einrichtungsgegenstände und die kunstvollen Skulpturen zeugen von dem Wunsch, einen würdigen Rahmen für ihre Sammlung zu schaffen. Die Tribuna, ein achteckiger Raum im Obergeschoss, wurde eigens für die Präsentation der wertvollsten Werke geschaffen – ein Ort des Staunens und der Bewunderung. Nach dem Aussterben der Medici-Dynastie im Jahr 1737 vermachte Anna Maria Luisa de’ Medici ihre Kunstsammlung der Stadt Florenz unter der Bedingung, dass sie öffentlich zugänglich bleiben sollte – eine Entscheidung, die bis heute das kulturelle Erbe der Stadt prägt und Besucher aus aller Welt in ihren Bann zieht. Die Galleria degli Uffizi ist somit nicht nur ein Museum, sondern ein lebendiges Zeugnis des florentinischen Geistes, ein Ort, an dem Kunstgeschichte zum Leben erwacht.

    Besondere Ausstellungen und Restaurierungen

    Die Galleria degli Uffizi engagiert sich kontinuierlich in der Erforschung und Präsentation neuer Erkenntnisse über ihre Sammlung. Neben den permanenten Ausstellungen werden regelmäßig Sonderausstellungen veranstaltet, die spezifische Themen oder Künstlerbereiche beleuchten. Aktuelle Restaurierungsprojekte sorgen dafür, dass die Werke in ihrem ursprünglichen Glanz erstrahlen und zukünftigen Generationen erhalten bleiben. Die Besucher haben so die Möglichkeit, nicht nur die Meisterwerke der Vergangenheit zu bewundern, sondern auch die lebendige Arbeit der Kunsthistoriker und Restauratoren zu verfolgen.

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Selbstporträt

    artsdot.com/de/art/download/antonio-canova-selbstportrat-8y34uh-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Canova, Antonio. Selbstporträt. 1790, Galleria degli Uffizi. https://artsdot.com/de/art/antonio-canova-selbstportrat-8y34uh-de/
    APA
    Canova, Antonio (1790). Selbstporträt [Painting]. Galleria degli Uffizi. https://artsdot.com/de/art/antonio-canova-selbstportrat-8y34uh-de/
    Chicago
    Antonio Canova. Selbstporträt. 1790. Galleria degli Uffizi. https://artsdot.com/de/art/antonio-canova-selbstportrat-8y34uh-de/
    Harvard
    Canova, Antonio (1790) Selbstporträt. Galleria degli Uffizi. Available at: https://artsdot.com/de/art/antonio-canova-selbstportrat-8y34uh-de/

    Genau hinsehen

    Selbstporträt — Antonio Canova

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: skulptur, porträtmalerei, klassische kunst. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Perseus with the Head of Medusa (1804), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Neoklassizistischer Stil: A deliberate return to the calm balance and clear outlines of ancient Greek and Roman art. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Selbstporträt — Antonio Canova

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Mit welcher Kunstbewegung wird Antonio Canovas Selbstporträt primär in Verbindung gebracht?

      • A Romantik
      • B Renaissance
      • C Neoklassizismus
    2. 2. Wo wird das Selbstporträt aufbewahrt?

      • A Louvre Museum, Paris
      • B British Museum, London
      • C Galleria degli Uffizi, Florenz
    3. 3. Welche Technik wandte Antonio Canova an, um eine realistische Darstellung seines Ebenbildes zu erreichen?

      • A Impasto
      • B Aquarell
      • C Ölgemälde
    4. 4. Das Gemälde nutzt Licht und Schatten, um welchen Effekt zu erzeugen?

      • A Unschärfe
      • B Flachheit
      • C Tiefe
    5. 5. Welcher Einfluss der klassischen Antike ist in Canovas Pose und Kleidung erkennbar?

      • A Betonung von Emotionen
      • B Feier des Heroismus
      • C Einhaltung idealisierter Proportionen

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1C · 2C · 3C · 4C · 5C

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Welche allgemeine Stimmung vermittelt "Selbstporträt" von Antonio Canova?

    Die allgemeine Stimmung von "Selbstporträt" von Antonio Canova ist Elegant. Diese Stimmung beschreibt die Atmosphäre des Werkes.

    Aus welcher Schaffensperiode von Antonio Canova stammt "Selbstporträt"?

    „Selbstporträt“ entstammt der Spätwerk von Antonio Canova. Diese Einordnung setzt das Werk in Bezug zur künstlerischen Entwicklung des Künstlers.

    Welche Emotion vermittelt "Selbstporträt" von Antonio Canova?

    „Selbstporträt“ vermittelt ein Nachdenklich Gefühl. Der emotionale Ton beschreibt den Eindruck, den das Werk hinterlässt.