Markttag, Kunstmuseum Basel
Post-Impressionism
Frühe Neuzeit
73.0 x 92.0 cm
Handgefertigte Ölreproduktion
Handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand in Ihrer Wunschgröße und mit Rahmen, auf Bestellung von unseren Künstlern angefertigt. ( Druck bestellen
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Markttag, Kunstmuseum Basel
Art der Reproduktion
Format der Reproduktion
-
Gesamtpreis
$ 263
Beschreibung des Kunstwerks
Markttag im Kunstmuseum Basel – Ein Fenster in Gauguins Welt
Paul Gauguins „Markttag im Kunstmuseum Basel“ ist weit mehr als eine Darstellung eines tropischen Marktes; es ist ein pulsierendes Fenster in die Seele des Künstlers und ein Schlüssel zur Entschlüsselung seiner bahnbrechenden Vision. Gemalt zwischen 1892 und 1893 während seiner letzten Jahre in Tahiti, fängt das Werk die Essenz der Insel – ihre lebendige Energie, ihre unberührte Schönheit und die tiefe spirituelle Verbindung, die Gauguin mit dieser fernsten Welt suchte. Die Leinwand ist übersät mit einer überwältigenden Farbpalette, ein Ausdruck von Gauguins radikalem Bruch mit den Konventionen des Impressionismus. Er verzichtet auf eine naturalistische Wiedergabe der Lichtverhältnisse und stattdessen setzt er kräftige, ungemischte Farben ein, um die Atmosphäre zu intensivieren und eine unmittelbare, fast schon sensorische Erfahrung für den Betrachter zu schaffen.
Synthetismus: Eine Abkehr von der Realität
Gauguins Ansatz wird als Synthetismus bezeichnet – eine Technik, die darauf abzielte, die Welt nicht so wie sie erscheint, sondern so wie sie *gίνεται* (wird) – zu zeigen. Er reduziert die Formen auf ihre wesentlichen Elemente und betont die geometrischen Strukturen der Komposition. Die flache Perspektive, die hier eingesetzt wird, ist ein charakteristisches Merkmal des Synthetismus und unterstreicht die Zwei-Dimensionalität der Leinwand. Dies ist keine Darstellung einer dreidimensionalen Szene, sondern eine bewusst konstruierte Illusion, die den Betrachter in das Bild hineinzieht. Die Personen auf der Bank sind nicht detailliert gezeichnet, sondern eher als Symbole für menschliche Interaktion und soziale Dynamik dargestellt. Die reduzierte Formgebung verstärkt den Eindruck von einer transzendenten Schönheit, die über die bloße physische Erscheinung hinausgeht.
Farbe als Ausdruck der Seele
Die Farbpalette in „Markttag“ ist nicht nur dekorativ; sie ist ein zentrales Element des künstlerischen Ausdrucks. Die warmen Rottöne und Gelbtöne, die den Hintergrund bilden, erzeugen eine Atmosphäre von Wärme und Geborgenheit, während die kühleren Blautöne der Kleidung und der Vegetation einen starken Kontrast bilden. Gauguin verwendet Farbe nicht, um Licht oder Schatten darzustellen, sondern um Emotionen zu vermitteln. Die leuchtenden Farben spiegeln die Energie des Marktes wider, aber auch die spirituelle Intensität der Umgebung. Die Farbgebung ist bewusst unnatürlich, fast schon surreal – ein Ausdruck von Gauguins Wunsch, eine neue, authentische Weltanschauung zu schaffen.
Das Erbe von Gauguin und seine Bedeutung
„Markttag im Kunstmuseum Basel“ gilt als eines der wichtigsten Werke Paul Gauguins und hat einen immensen Einfluss auf die Entwicklung der modernen Kunst ausgeübt. Seine radikale Verwendung von Farbe, Form und Komposition ebnete den Weg für Bewegungen wie dem Fauvismus und dem Kubismus. Das Werk ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein Künstler durch seine künstlerische Vision die Konventionen seiner Zeit herausfordern und neue Wege der Darstellung eröffnen kann. Die ikonische Szene des Markttages im Kunstmuseum Basel ist bis heute ein Symbol für die Suche nach Authentizität und spiritueller Erfüllung – eine Botschaft, die auch in der heutigen Zeit noch relevant ist.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Eugène Henri Paul Gauguin: Ein Leben in Farbe und Symbolik
Frühes Leben und Hintergrund
- Geboren am 7. Juni 1848 in Paris, Frankreich, war Eugène Henri Paul Gauguin eine komplexe Persönlichkeit, die von einer ungewöhnlichen Erziehung geprägt war.
- Sein Vater war Journalist, und seine Mutter stammte aus einer Familie mit peruanischen Wurzeln – ihre Großmutter, Flora Tristan, war eine Pionierin der feministischen und sozialistischen Schriftstellerin.
- Im Jahr 1850 zog die Familie nach Peru, wo Gauguin vier prägende Jahre in einer anderen Kultur verbrachte. Diese Erfahrung beeinflusste seine Kunst später nachhaltig.
- Nach dem Tod seines Vaters kehrte Gauguin nach Frankreich zurück und erhielt eine formale Ausbildung, wählte aber schließlich eine Karriere als Börsenmakler.
Von Börsenmakler zum Künstler
- Gauguin begann in seiner Freizeit zu malen, wobei er zunächst von den Impressionisten beeinflusst wurde.
- Eine Finanzkrise im Jahr 1882 veranlasste ihn, seine Geschäftskarriere aufzugeben und sich voll und ganz der Kunst zu widmen.
- Er studierte bei Camille Pissarro, der seine künstlerische Entwicklung förderte und ihn mit anderen avantgardistischen Malern bekannt machte.
Künstlerische Entwicklung und Einflüsse
- Gauguins frühe Werke spiegelten impressionistische Techniken wider, aber er suchte bald einen ausdrucksstärkeren und symbolischen Stil.
- Er experimentierte mit kräftigen Farben, flachen Formen und vereinfachten Kompositionen und weicht von den Naturalismen des Impressionismus ab.
- Seine Reisen nach Brittany, Martinique und schließlich nach Tahiti waren entscheidend für die Gestaltung seiner künstlerischen Vision. Er suchte einen „primitiveren“ Lebenswandel, in dem er eine größere spirituelle Authentizität glaubte.
- Er war von japanischen Holzschnitten (Japonismus) und mittelalterlicher Kunst beeinflusst, die zu seinem unverwechselbaren Ästhetik beitrugen.
Tahitianische Periode und wichtige Werke
- Gauguin kam im Jahr 1891 nach Tahiti, um Zuflucht vor der europäischen Zivilisation und Inspiration aus der polynesischen Kultur zu suchen.
- Diese Zeit markierte den Höhepunkt seiner künstlerischen Kreativität und führte zu ikonischen Gemälden wie “Vahine no te miti”, “Manao Tupapau” (Beobachtet vom Geist der Toten) und “The Day of Gods”.
- Seine tahitianischen Werke sind durch leuchtende Farben, exotische Themen und ein Gefühl von Mysterium und Spiritualität geprägt.
- Er stellte oft polynesische Frauen, Landschaften und religiöse Überzeugungen dar und interpretierte sie durch seine eigene symbolische Linse.
Spätere Jahre und Kämpfe
- Gauguin hatte während seiner Zeit in Tahiti und später auf den Marquesasinseln finanzielle Schwierigkeiten und Gesundheitsprobleme.
- Trotz dieser Herausforderungen malte er weiterhin produktiv und erkundete Themen wie Leben, Tod und Spiritualität.
- Er starb am 8. Mai 1903 auf der Insel Hiva Oa in den Marquesasinseln.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Gauguins Werk wurde während seines Lebens weitgehend unerkannt, erlangte aber nach seinem Tod posthumane Anerkennung.
- Er gilt heute als eine zentrale Figur in der Entwicklung der modernen Kunst, die die Lücke zwischen Impressionismus und Symbolismus schloss.
- Seine Verwendung von Farbe, vereinfachten Formen und symbolischen Bildern beeinflusste zahlreiche Künstler, darunter Pablo Picasso, Henri Matisse und die Fauves.
- Gauguins Erforschung „primitiver“ Kulturen und seine Ablehnung westlicher künstlerischer Konventionen werden bis heute debattiert und neu interpretiert.
- Er bleibt eine umstrittene Figur aufgrund bestimmter Aspekte seines Privatlebens, aber sein künstlerischer Beitrag ist unbestreitbar.
Eugène Henri Paul Gauguin
1848 - 1903 , Frankreich
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Post-Impressionismus, Symbolismus
- Artists Or Movements Influenced By This Artist:
- Pablo Picasso
- Henri Matisse
- Artists Who Influenced This Artist: ['Camille Pissarro']
- Date Of Birth: 7. Juni 1848
- Date Of Death: 8. Mai 1903
- Full Name: Eugène Henri Paul Gauguin
- Nationality: Französisch
- Notable Artworks:
- Vahine no te miti
- Manao Tupapau
- Der Tag der Götter
- Place Of Birth: Paris, Frankreich

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