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Ursula von Weichs

Abmessungen
69.0 x 57.0 cm

Barthel Beham (1502 – 1540)

Barthel Beham (1502-1540): Der kleine Meister der Nürnberger Malerei und Kupferstichkunst. Bekannt für seine präzisen Miniaturen und beeindruckende Druckgrafiken im Stil der Renaissance.

National Gallery of Canada (Ottawa, Kanada)

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Identifizierung des Porträts der Ursula von Weichs

Das Porträt mit dem Titel Ursula von Weichs ist ein Werk des deutschen Künstlers Barthel Beham. Im Jahr 1531 gemalt, fängt das Bildnis die Ähnlichkeit der dargestellten Person, Ursula von Weichs, ein. Es gehört zur deutschen Porträttradition, einer Schule, die durch die Konzentration auf die individuelle Präsenz des Dargestellten definiert ist.

Barthel Beham schuf diese Figur in einer Zeit bedeutender stilistischer Entwicklungen im 16. Jahrhundert. Das Gemälde dient als präzises Zeugnis für das Aussehen und den Status der Frau. Es bleibt ein herausragendes Beispiel für die Fähigkeit des Künstlers, ein menschliches Gesicht in Öl auf Kieferholz zu übertragen.

Die Dargestellte blickt in die Ferne, ihre Präsenz ist in der stillen Ruhe des Pigments fixiert. Ein einziger, in Holz festgehaltener Moment.

Visuelle Komposition und Sujet

Eine Frau verweilt in stiller Ruhe, während ihr blondes Haar das Licht unter einem schwarzen Hut einfängt, der mit einer einzelnen Feder geschmückt ist. Sie trägt ein prachtvolles Gewand, dessen Stoffe von einem Leben in Status und Zeremoniell zeugen. Ihr Blick ist gesenkt, die Augen in einem Moment privater Reflexion oder des Gebets nach unten gerichtet. Ihre Hände sind im Schoß zusammengeführt – eine Geste der Unbeweglichkeit, die der gesamten Komposition einen festen Ankerpunkt verleiht.

Der Raum um sie herum ist belebt von kleinen, lebendigen Details. Zwei Vögel bevölkern den Hintergrund, einer in der Nähe der oberen linken Ecke, der andere in Richtung der unteren rechten Seite. Sie existieren in der Peripherie ihrer Stille. Über ihrem Kopf hängt eine Uhr an der Wand, deren Präsenz das stetige, lautlose Vergehen der Zeit im Kontrast zu ihrer gefassten Gestalt markiert.

Das Zusammenspiel dieser Elemente erzeugt ein Gefühl der häuslichen oder spirituellen Geborgenheit. Die Vögel und die Uhr rahmen das Subjekt ein und verankern sie in einem spezifischen, gemessenen Augenblick. Alles verharrt in einem Zustand vollkommener Ruhe.

Technische Details und physische Dimensionen

Dieses Porträt ist ein Ölgemälde, das auf einer Tafel aus Kiefernhholz ausgeführt wurde. Dieser organische Träger trägt die Last des Pigments und bewahrt das Ebenbild der Dargestellten in seiner Maserung. Durch den behutsamen Auftrag des Öls fängt die Oberfläche die subtilen Lichtspiele ein, die über die Gesichtszüge des Subjekts tanzen.

Die Maße des Werkes variieren je nach Sammlung geringfügig. Die in den Liechtenstein Collections befindliche Version misst 69 x 59 cm. In der National Gallery of Canada sind die Dimensionen mit 69,8 x 57,8 cm dokumentiert. Das Holz bildet dabei das stille Fundament für diese präzisen Proportionen.

Die physische Präsenz des Objekts wird durch diese spezifischen Grenzen definiert. Es ist ein einzigartiges Kunstwerk, eine stille Komposition aus Öl und Holz.

Geschichte und Provenienz des Werkes

Das Überdauern dieses Porträts gleicht einer stillen Ahnenfolge des Besitzes. Einst war es Teil der Liechtenstein-Ankäufe, einer Gruppe von Kunstwerken, die aus privatem Besitz in das Gemeingut übergingen. Im Jahr 1954 fand das Gemälde seinen Weg in die Sammlung der National Gallery of Canada, wo es unter der Inventarnummer 6187 geführt wird.

Die Holztafel hat im Laufe der Zeit die Berührung vieler Hände erfahren. Bevor das Werk seinen heutigen Platz fand, war es erst kürzlich von der Hand eines Restaurators zurückgekehrt. Heute ruht es in einem stabilen Zustand, dessen Oberfläche durch diese sorgfältigen Eingriffe bewahrt wurde. Das Ölgemälde auf Kiefernholz bleibt eine beständige Präsenz im Bestand der Galerie.

Aktueller Standort und institutionelle Provenienz

Das Porträt befindet sich heute in der National Gallery of Canada in Ottawa. Es verweilt als eine stille Präsenz innerhalb der Sammlung, geführt unter der Inventarnummer 6187. Dieses besondere Tafelbild gelangte im Zuge der bedeutenden Liechtenstein-Ankäufe im Jahr 1954 in den Besitz der Institution.

Das Holz trägt die Last seiner Geschichte in diesen formalen Aufzeichnungen mit sich. Es ist Teil des permanenten Bestands der Galerie, ein fester Ankerpunkt in der nördlichen Landschaft des Museums. Das Ölgemälde auf Kiefernhholz ruht an seinem zugewiesenen Platz, katalogisiert und bewahrt. Inmitten des Rahmens verharrt eine unerschütterliche Stille.


Über dieses Kunstwerk